Neuer Anschluss in der Garage

Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon AchimH » Do 10. Aug 2017, 06:53

Hallo liebe Foristen, ich bin neu hier, weil ich mir Gedanken über die Anschaffung eines Elektroautos mache. Nun möchte ich natürlich auch daheim in der Garage laden und das möglichst zügig. Ein Angebot des örtlichen Netzbetreibers zur Einrichtung einer Übergabestelle habe ich bereits. Vom eigenen Haus kann ich nicht gehen, da andere Grundstücke dazwischen liegen. Auf was muß ich denn achten, damit die Leitung schnell und sicher ist? Was muss ich einfordern, was dem Elektriker für die Anschlüsse ab der Übergabestelle sagen? Auf was ist zu achten?
Vielen Dank vorab

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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 07:05

Mit "Übergabestelle" ist wohl ein Hausanschluss gemeint. Je nach Netzbetreiber stehen dann zwischen 17 und 63 kW zur Verfügung. Eine Wallbox bzw. Ladestation von 11 kW ist somit immer möglich und reicht für die Übernachtladung aus. Man braucht dann nur (nur ist gut) noch einen Zählerschrank (Kosten ca. 250€ bis 300€) und eine Wallbox. Ich würde dann vom E-Mann noch eine Beleuchtung und normale Schuko installieren lassen.

PS: Höhere Ladeleistungen gehen immer zu Lasten der Batterielebensdauer. Falls eine 22 kW WB genommen wird sollte diese umschaltbar sein, sodass man im Normalfall immer mit einer Leistung von 11 kW oder weniger lädt. Nur wenn man in Eile ist sollte mit 22 kW geladen werden.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon AchimH » Do 10. Aug 2017, 08:00

Vielen Dank schonmal für die aufschlussreiche Antwort.
ecopowerprofi hat geschrieben:
Mit "Übergabestelle" ist wohl ein Hausanschluss gemeint.

Ja, ist ein Hausanschluss gemeint. Der nette Mann vom heimischen Netzbetreiber nannte es nur "Übergabestelle" :)
Die Kabeldicke bis zur Garage könnte ich bestimmen. So dick wie möglich wegen Verlusten durch Widerstand? Oder wären dem Grenzen gesetzt?
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 08:14

Es sollte mindestens so groß sein, dass die Wallbox mit 3x40A (22kW) abgesichert werden kann. Ansonsten gehen die Leitungsverluste vor dem Zähler ja eh auf das Konto des Versorgers.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Flünz » Do 10. Aug 2017, 08:38

AchimH hat geschrieben:
...Die Kabeldicke bis zur Garage könnte ich bestimmen. So dick wie möglich wegen Verlusten durch Widerstand? Oder wären dem Grenzen gesetzt?

Ich habe für die benötigten 23m zur Garage ein 5x6mm² genommen, obwohl ich nur 11KW sauge. Da ist dann noch Luft nach oben, wenn es pressiert.
Hier gibt es einen Dickenrechner.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 08:50

Schwani hat geschrieben:
Ansonsten gehen die Leitungsverluste vor dem Zähler ja eh auf das Konto des Versorgers.

So ist es.

Die Netzbetreiber legen min. 25². Hängt mit der Sicherung am Trafo zusammen. Aber das sollte für alle Ladeleistungen mehr als genug sein.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon rolandk » Do 10. Aug 2017, 11:52

ecopowerprofi hat geschrieben:
PS: Höhere Ladeleistungen gehen immer zu Lasten der Batterielebensdauer. Falls eine 22 kW WB genommen wird sollte diese umschaltbar sein, sodass man im Normalfall immer mit einer Leistung von 11 kW oder weniger lädt. Nur wenn man in Eile ist sollte mit 22 kW geladen werden.


Diese Aussage kann ich NICHT bestätigen. Knapp 4 Jahre Zoe, hauptsächlich mit 22-43kW geladen. km-Stand knapp 100.000 km, Reichweite weiterhin wie am ersten Tag, d.h. im Moment zwischen 180 und 210 km.

Aber vielleicht geht mein Akku morgen kaputt.....

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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon EVduck » Do 10. Aug 2017, 11:58

rolandk hat geschrieben:
ecopowerprofi hat geschrieben:
PS: Höhere Ladeleistungen gehen immer zu Lasten der Batterielebensdauer.

Diese Aussage kann ich NICHT bestätigen. Knapp 4 Jahre Zoe, hauptsächlich mit 22-43kW geladen. km-Stand knapp 100.000 km, Reichweite weiterhin wie am ersten Tag, d.h. im Moment zwischen 180 und 210 km.

Kann ich mit 99977km Laufleistung und quasi auschließlich 22/43kW Ladung auch nicht bestätigen. Batterie SOH: 96% (CanZE) und ansonsten Reichweite wie am Anfang.
ICh lege bei mir am neuen Haus schon gleich mal 5*16mm2, um geügend Luft nach oben zu haben. Möglicherweise leben demnächst drei BEVs bei uns...
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon kub0815 » Do 10. Aug 2017, 12:13

AchimH hat geschrieben:
Vom eigenen Haus kann ich nicht gehen, da andere Grundstücke dazwischen liegen. Auf was muß ich denn achten, damit die Leitung schnell und sicher ist? Was muss ich einfordern, was dem Elektriker für die Anschlüsse ab der Übergabestelle sagen? Auf was ist zu achten?


Wo ist den der Zähler in der Garage oder irgentwo?
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 12:22

Flünz hat geschrieben:
AchimH hat geschrieben:
...Die Kabeldicke bis zur Garage könnte ich bestimmen. So dick wie möglich wegen Verlusten durch Widerstand? Oder wären dem Grenzen gesetzt?

Ich habe für die benötigten 23m zur Garage ein 5x6mm² genommen, obwohl ich nur 11KW sauge. Da ist dann noch Luft nach oben, wenn es pressiert.
Hier gibt es einen Dickenrechner.


Die normale Querschnittsberechnung ist mit Vorsicht zu betrachten. Diese geht nämlich nicht von einer stundenlangen Maximalbelastung aus!
Beim e-Auto ist von einer hohen Ladehäufigkeit mit hohem Anschlusswert auszugehen. Eine zu knapp bemessene Leitung kann zwar die Vorschriften erfüllen, wirkt sich aber auf die Jahre der (Viel-) Nutzung auf eine höhere Bezugsmenge aus.
Ich würde daher immer eine Nummer größer als Nötig wählen.
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