Neuer Anschluss in der Garage

Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon E-lmo » Do 10. Aug 2017, 16:44

@kub0815 eine solche Anfrage hat mein Netzbetreiber (eon-edis) mir schon positiv beschieden. Kann aber in einem anderen Netzbereich anders gehandhabt werden. Von daher einfach anfragen. Vielleicht mit einem vergleichbaren Wärmepumpentarif argumentieren.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 16:52

ecopowerprofi hat geschrieben:
Für den Leitungsquerschnitt ist nicht die Zeitdauer entscheidend sondern die max. Leistung.


Tut mir leid, aber mit dem Satz bin ich nicht einverstanden!
Es mag vielleicht für den vorliegenden Fall nicht Kriegs entscheidend zu sein, aber ein zu niedriger Querschnitt kann auf die Dauer den Preis des Kabels vervielfachen! Der Faktor Zeit ist bei großen Verbrauchern nicht zu vernachlässigen! Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 19:40

Schwani hat geschrieben:
aber mit dem Satz bin ich nicht einverstanden!

Du brauchst nicht einverstanden sein. Aber mir ist bis jetzt keine Leitungsberechnungsformel bekannt in die Zeit eine Rolle spielt. Vielleicht hab ich im Studium auch nur nicht aufgepasst.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon flow2702 » Do 10. Aug 2017, 22:17

JoDa hat geschrieben:
Wenn ich dich richtig verstanden habe wird die "Übergabestelle" (mit Zähler) nicht in der Garage errichtet sondern z.B. an der Grundstücksgrenze. Nur dann macht es Sinn das der Netzbetreiber sagt, dass dein Elektriker den Kabelquerschnitt bis zur Garage selbst wählen kann.
Wie ecopowerprofi schon geschrieben hat, reicht es deinem Elektriker zu sagen das die Anschlussleistung 22kW sein soll.
(Da du die Reichweite, welche du normalerweise an einem Tag brauchst, auch über Nacht mit 3,6kW laden kannst, kannst du dann 22kW:3,6kW = 6 Elektroautos in deiner Garage über Nacht laden. ;) )
Dein Elektriker wird dann den passenden Leiterquerschnitt und die passenden Sicherungsorgane auswählen. (Dafür wird er bezahlt, und du musst dich nicht darum kümmern.)
Den Leiterquerschnitt über zu dimensionieren um die Leitungsverluste zu senken, macht bei dreiphasigen Kabeln finanziell keinen Sinn. (Hab das in diesem Wiki-Artikel durchgerechnet.)


War nicht noch vor ein, zwei Jahren hier im Forum der einhellige Konsens: unter 63A machen wir's nicht? ;)

Im Ernst, wenn hier ein Hausanschluss neu gelegt wird, und der Netzbetreiber schon so nett fragt, dann würde ich nehmen was möglich ist... Man muss es ja dann nicht nutzen, aber was man hat, hat man. Die Kosten für eine Nachrüstung sind um ein Vielfaches höher.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon flow2702 » Do 10. Aug 2017, 22:19

ecopowerprofi hat geschrieben:
Du brauchst nicht einverstanden sein. Aber mir ist bis jetzt keine Leitungsberechnungsformel bekannt in die Zeit eine Rolle spielt. Vielleicht hab ich im Studium auch nur nicht aufgepasst.

:lol: :thumb:

Aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Warum spielt die Zeit bei der Nennbelastung einer Schukosteckdose dann doch eine Rolle? ;)
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 23:32

flow2702 hat geschrieben:
Aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Warum spielt die Zeit bei der Nennbelastung einer Schukosteckdose dann doch eine Rolle? ;)

Weil die "Nennbelastung" eine "Nennüberbelastung" ist. :old:
Wenn Du schneller rennst als Du kannst, dann machst Du auch irgendwann schlapp. So ist das auch mit der Steckdosenbelastung. :roll:
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Flünz » Fr 11. Aug 2017, 08:32

ecopowerprofi hat geschrieben:
...Weil die "Nennbelastung" eine "Nennüberbelastung" ist. ...

OK, dann bleibe ich bei meinen 11KW "private Destination Charger". Das reicht ja auch dicke zum Laden in der Nacht, sollte irgendwann der große Akku für die Kleine kommen.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Fr 11. Aug 2017, 08:56

Der Faktor Zeit gehört zu einer Wirtschaftlichkeitsberechnung einfach dazu.
Bei einem 20m Käbelchen für ein Elektroauto mit 20.000km Fahrleistung per anno wohl kein Thema. Aber bei Anlagen, die 12 oder mehr Stunden am Tag mit nahezu 100% des erlaubten Stromes laufen, gehört diese Rechnung grundsätzlich dazu. Ein guter Anlagenbauer würde dies immer berücksichtigen und ein alternatives Kabel mit Angabe der Amortisationszeit anbieten.

Vor Ort haben wir einen sehr großen Maschinenbauer. Ein Nachbar ist dort Leiter Technik/Umweltschutz. Er hat mir schon öfter vom Anschluss großer Pressen, Plasma, etc. erzählt und wie man sich dort Gedanken um kurze und ausreichend große Stromzuleitungen macht um über die Jahre Energie zu sparen.

Unsere PV wurde ebenso gerechnet. Wir haben über 100m Leitungslänge und nach der damaligen Rechnung hatte sich nach etwa 12 Jahren eine Dimension stärker bezahlt gemacht - was sind schon 12 Jahre bei einer Solaranlage?
Die 2 Ladesäulen auf unserem Kundenparkplatz habe ich (allerdings ohne zu rechnen), auch eine Nummer stärker genommen als der Rechner ausgespuckt hat. Wer weiß, wie stark sie in Zukunft genutzt werden, ich gehe da keine Kompromisse mehr ein - vielleicht stehen da ja mal die Zoes Schlange.

Warum wird denn mit dem Ziegel nicht mit 16A geladen? Dort haben wir doch auch wieder den Faktor Zeit. Ladet doch mal 10 Minuten mit 16A bei 1,5qmm und Alternativ 1 Stunde (wenn der Automat das solange mitmacht). Fasst beides mal das Kabel danach an. Die Wärme die ihr bei der längeren Version spürt, habt ihr bezahlt und das für viele Jahre.

Wir sind jetzt noch in einer frühen Phase der e-Mobilität, aber wenn in Zukunft (bestenfalls) alle Fahrzeuge elektrifiziert sind und viele Haushalte zwei oder mehr Fahrzeuge regelmäßig laden, kommt einiges an Verlustleistung zusammen!
Ich bin halt so kleinlich und möchte möglichst wenig bezahlen, von dem ich nichts habe. Ein Kabel hält nahezu ewig - ist also eine gute Investition!
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon AchimH » Fr 11. Aug 2017, 09:06

Nur zur Klarstellung meiner Frage: Die Leitung bis zur Garage wird ca. 5 Meter lang sein und die Sicherungsbox usw. wird sich in der Garage befinden.
Ich möchte mich nochmal bei allen für die freundliche Hilfe bedanken. Ich fühle mich jetzt bestens vorbereitet und werde mir mal Angebote von Elektrikern reinholen. Der Netzbetreiber hat sich bereits gemeldet. Den Preis finde ich akzeptabel
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon JoDa » Fr 11. Aug 2017, 09:29

@AchimH
Danke auch für den netten Kontakt.
Melde dich mal wieder wenn du das für dich passende Elektroauto suchst.
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