Neubau Wohnanlage, was beachten?

Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon Dachakku » Fr 16. Dez 2016, 23:15

PS: Das was ich oben schrieb:

CEE Dose am Stellplatz, das könnte in 10 Jahren Standard sein. Wer weiß....
Reziprok betrachtet mindert das Fehlen dann in 15-20 Jahren einen möglichen Verkaufswert ?
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon enabler » Fr 16. Dez 2016, 23:25

geka hat geschrieben:
Angefangen über Fragen vom Wohnanlagenanschluss über größerer Stromkasten für meine Wohneinheit,...
Ich möchte nicht unvorbereitet in eine Diskussion mit dem Bauträger / der E-Planung gehen.
Schön wäre, wenn jemand aus dem Forum schon mal so etwas wie eine Checkliste erstellt hätte.
Danke für konstruktive Vorschläge.


Die Zuleitung vom Zähler zum Parkplatz ist zwar lästig, aber nicht das wesentliche Problem und lösbar.
Das Problem ist die Dimensionierung der Hauszuleitung und des Verteilerraumes. Hier muss dem Bauträger bewußt sein, dass diese bereits zum Zeitpunkt der Errichtung der Wohnanlage entsprechend groß dimensioniert werden muss. Diese verstärkte Hauszuleitung ist beim Zeitpunkt der Errichtung am günstigsten zu vergraben und recht einfach im Baubudget unterzubringen.
Eine nachträgliche Verstärkung der Zuleitung wird ein Vermögen kosten und es ist dann vollkommen unklar, ob dies die Hausgemeinschaft oder der Anforderer finanzieren muss -> Streit ist vorprogrammiert.
Nicht vergessen: die Wohnanlage wird länger halten, als der Duchrbruch der Elektromobilität dauern wird. Die Diskussion um die Hauszuleitungsfinanzierung ist also garantiert.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon hotwire » Fr 16. Dez 2016, 23:33

geka hat geschrieben:
Der Gedanke mit der Leistungsregelung gefällt mir, 6kW hat die Wohnung Anschlussleistung, jeder extra kW kostet 200.- einmalig.
Wie würde das mit der Steuerleitung funktionieren? Was für eine Wallbox braucht es dazu? Einen Leistungsmesser im Elektroschrank, der das Signal sendet? Was kostet das Ganze ca.? Wie läuft das mit 2 Stellplätzen?

Für eine ausführliche Beratung wegen Leistungsregelung gibt es sicherlich noch andere erfahrene Fachleute im Forum. Bei Wallboxen kann man wirklich schon tolle Dinge haben.
Bei wirklich nur 6kw :o (in 2017) Leistung pro Wohnung ist das unbedingt nötig. Bist du sicher das es nur so wenig ist? :shock: Gibt es da Dokumente?

Wenn es tatsächlich so ist, würde ich jedenfalls in den sauren Apfel beißen und mindestens 10kw dazubuchen. Du rechnest ja bereits damit zwei Stellplätze ergo zwei Fahrzeuge zu versorgen. Und du willst in deiner Wohnung nicht im dunkeln sitzen(überspitzt ausgedrückt).
Eine primitiv Lösung, die mit der angedachten CEE Lösung harmoniert nennt sich Lastabwurfrelais. Ist ein alter Hut aus den 70ern wo in Altbauten Nachtspeicheröfen und Durchlauferhitzer nachgerüstet wurden aber auch eben nur geringe Anschlußleistungen zur Verfügung standen.https://de.wikipedia.org/wiki/Lastabfallrelais

http://www.doepke.de/produkte/physikalische-steuergeraete/lastabwurfrelais/09980284/.

Aber bitte vergiß auch die Netzwerkanbindung nicht. Auch wenn's Außenstellplätze sind.
Wie lange gedenkst die Wohnung selbst zu nutzen? Ich gehe mal von >10 Jahren aus. Dann rechne dir die veranschlagten Kosten auf die Nutzungszeit.
Und das Vertrauen in den Bauträger wäre bei mir begrenzt. Was zählt ist der Notarvertrag. Irgendwelche Nebenabreden haben keinen Wert.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon geka » Fr 16. Dez 2016, 23:57

Das mit den 6 kW ist leider so Standard bei uns. Der Energieversorger hat vorgeschlagen, dass wir den Bedarf beobachten sollten und falls die Leistung nicht ausreicht, würde er die Leistung in 1 kW Schritten solange erhöhen, bis die Leistung passt. Die Wohnanlage wird an eine Trafostation angeschlossen, die meine nachgefragten 11kW extra auch für alle Wohnungseinheiten verkraften würde.
Auf alle Fälle heißt es für mich den Bauträger zu sensibilisieren.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon Dachakku » Sa 17. Dez 2016, 11:49

enabler hat geschrieben:
[
Eine nachträgliche Verstärkung der Zuleitung wird ein Vermögen kosten und es ist dann vollkommen unklar, ob dies die Hausgemeinschaft oder der Anforderer finanzieren muss -> Streit ist vorprogrammiert.
Nicht vergessen: die Wohnanlage wird länger halten, als der Duchrbruch der Elektromobilität dauern wird. Die Diskussion um die Hauszuleitungsfinanzierung ist also garantiert.


Daher soll der TE jetzt und womöglich als Einziger den Anschluss beantragen. (Schriftlich beim Kauf fixieren !) Gut wenn der der Einzige ist !! Und am besten den Mund halten .... Dann reicht die Power für 3x 16A auf CEE wohl noch aus. Wenn in 5 Jahren noch Andere auf den Zug auf springen wollen, DANN ist der Hausanschluss zu klein. Dann muss die Hausgemeinschaft abstimmen :twisted:

Wenn dann dagegen gestimmt wird, ( Kosten !) dann freut sich derjenige mit Weitblick, der TE . 8-)
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon geka » So 30. Apr 2017, 11:30

Was passierte zwischenzeitlich?
Am Freitag wurde der Wohnungskaufvertrag unterschrieben.
Die meisten der 12 Eigentümer lassen sich zumindest eine Leerverrohrung machen.
Der Anwalt hat empfohlen auch die Verkabelung inkl Elektrodosen machen zu lassen.
Grund ist, dass wir jetzt mehr Freiheiten haben, als wenn dann die Eigentümer nach Baufertigstellung im Grundbuch stehen.
Jetzt reicht noch die Zustimmung vom Bauträger (und die bekommt jeder) nachher braucht es die Zustimmung aller Eigentümer (Allgemeinfläche wäre davon betroffen).
In anbetracht von diesem Umstand möchte der Bauträger eine Zusatzvereinbarung machen, das den Eigentümer auch nachher komplikationslos ermöglicht, eine Ladestation auf ihren Parkplätzen zu errichten.
In den Wohnungeigentumsvertrag kommt es leider nicht rein, das wäre mir am liebsten gewesen (der WE Vertrag ist vor Gericht ein sehr mächtiges Mittel).
Technisch wird es so sein, dass 3x6mm2 Kabel verlegt werden, Absicherung 3x20A, mit Option auf 32A.
Da die Autos bei uns recht viel rumstehen, reicht die Leistung locker aus, auch wenn wir nur 1P laden.
Der Elektriker plant die Elektrik von der Wohnanlage so, dass jeder Eigentümer das so handhaben könnte.
Angedacht habe ich an Den Stellplätzen einen kleinen, absperrbaren Blechscrank, in dem ein mobiles Ladegerät Platz findet.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon eDEVIL » So 30. Apr 2017, 14:22

geka hat geschrieben:
Technisch wird es so sein, dass 3x6mm2 Kabel verlegt werden, Absicherung 3x20A, mit Option auf 32A.
Da die Autos bei uns recht viel rumstehen, reicht die Leistung locker aus, auch wenn wir nur 1P laden.
Der Elektriker plant die Elektrik von der Wohnanlage so, dass jeder Eigentümer das so handhaben könnte.
Angedacht habe ich an Den Stellplätzen einen kleinen, absperrbaren Blechscrank, in dem ein mobiles Ladegerät Platz findet.

Um wieviele Kabelmeter handelt es sich bis zu m stellplatz?
habe ihr einen stellplatz für die wohnung oder zwei?
Bei zwei Stellplätzen ma betsen zwei CEE rot 16A in den kasten bauen lassen und mit 32A insg. absicher lassen.

hotwire hat geschrieben:
Außerdem denke bitte an ein Netzwerkkabel damit dein Auto auch eine Internetverbindung in der Tiefgarage hat. Zum Vorheizen des Autos, setzen der Ladelimits, Updates der Firmware des Autos etc. Elektrofahrzeuge sind fahrende Computer!


Netter gedanke, aber die wenigsten Fharzeuge lassen sich in ein Wlan netz ein binden.
Würde aer trotzdem 2 CAT6 Kabel mitziehen lassen. braucht man evtl. dann auch für lastmanagement.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon geka » So 30. Apr 2017, 18:15

Wir haben 2 Stellplätze, einer ist ca.10 Kabelmeter der zweite 25m vom Elektroverteiler weg.
Jeder Platz wird separat verkabelt und in Summe mit 20A bzw. Option auf 32A abgesichert.
Das mit der Leistungsregelung werde ich noch ansprechen.
Wie gesagt, die Autos sind mehr Steh- als Fahrzeuge, wenn eine Vollladung 24h braucht ist das kein Problem.
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Re: Neubau Wohnanlage, was beachten?

Beitragvon Sewi » Mo 1. Mai 2017, 20:40

geka hat geschrieben:
Technisch wird es so sein, dass 3x6mm2 Kabel verlegt werden, Absicherung 3x20A, mit Option auf 32A.

Entweder hast Du Dich verschrieben oder Du wirst gar nichts laden können ;)
Entweder werden 5x6mm² verlegt und 3x20A abgesichert oder es werden 3x6mm² verlegt und 1x20A abgesichert. Von einer Sicherung vor allem im PE habe ich noch nie etwas gehört. Wäre der zugedachten Funktion auch nicht sehr zuträglich.
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