Netzbetreiber verklagen

Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon TeeKay » Fr 8. Jul 2016, 08:46

MineCooky hat geschrieben:
Im Prinzip verträgt jedes Haus noch eine 22kW-Box, würde ich mal behaupten,

Und ich behaupte, dass das Quatsch ist. Wir haben eine 35A Hauptsicherung. "Jedes Haus" ist es damit schonmal nicht.
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon m.k » Fr 8. Jul 2016, 08:54

Jap Elternhaus hat auch 35A. Zwar keine elektrischen Boiler etc. aber 32A ziehen, da braucht nur jemand den Herd einschalten und flupp...
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon michaell » Fr 8. Jul 2016, 08:56

und auch beachten die Sicherung im HSA ist nicht ganz so ausschlaggebend,
sondern die Zählervorsicherung, denn diese ist bei älteren Häusern meistens ein Stufe niedriger
z.B. HSA 63A und Zählervorsicherung 50 A oder
HSA 50A, Zählervorsicherung dann 35 A

und das wird dann mit 22 kw Ladestation bei der 2. Variante sehr knapp.

Wenn SLS hat, wie es in neuen Häusern verbaut wird ist wieder anders
da ist dann HSA und Zählvorsicherung meistens gleich.

Also genauere Prüfung, von einen Fachmann (nicht selbsternannten Fachmann) prüfen lassen,
sonst kann das ganz schön in die Hose gehen.
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon Super-E » Fr 8. Jul 2016, 09:38

Bei uns sind zwei Häuser zusammen mit 35A angeschlossen...

Ich schüttel allerdings eh den Kopf. Wird das gewerblich für den Fuhrpark benutzt, oder privat? In ein paar Jahren werden die ungeregelten 22kW Ladeboxen ohne Genehmigung eh verboten, da das Netz sonst Lokal zusammenbricht, oder man bezahlt wie bei Großgewerbe nach der Leistungsspitze. Jetzt argumentieren hier einige im Forum, dass sie mit absolut leerem Akku nach Hause kommen und (mit teilweise abenteuerlichen Fällen begründet) den schnellstens wieder vollbekommen müssen und dafür unbedingt 22kW benötigen. OK. Aber ist das dann wirklich für zwei Fahrzeuge gleichzeitig der Fall? Das sind doch genau die Leute, die vollkommen ohne Not nach der Arbeit die Autos anstecken und dann ist das nach 15min voll (ist ja meistens gar nicht ganz leer) und bleibt dann 10h stehen. Das erhöht dann die abendliche Lastspitze, die garantiert nicht mit Erneuerbaren erzeugt wird!
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon mweisEl » Fr 8. Jul 2016, 10:15

Super-E hat geschrieben:
Aber ist das dann wirklich für zwei Fahrzeuge gleichzeitig der Fall? Das sind doch genau die Leute, die vollkommen ohne Not nach der Arbeit die Autos anstecken und dann ist das nach 15min voll (ist ja meistens gar nicht ganz leer) und bleibt dann 10h stehen. Das erhöht dann die abendliche Lastspitze, die garantiert nicht mit Erneuerbaren erzeugt wird!

Nicht nur, dass das (zu einem fixen Zeitpunkt) nicht mit Erneuerbaren erzeugt werden kann... perspektivisch wären das ja 22kW * 45 Mio PKW = 1000 GW oder knapp das Zehnfache der überhaupt zur Verfügung stehenden Kraftwerksleistung (ca. 120 GW in D).
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon MineCooky » Fr 8. Jul 2016, 10:21

Super-E hat geschrieben:
In ein paar Jahren werden die ungeregelten 22kW Ladeboxen ohne Genehmigung eh verboten


naja, das glaub ich jetzt nicht unbedingt und dadurch, das ja nicht alle zum gleichen Zeitpunkt 22kW laden und sowieso nie alle immer 22kW laden, wird sich das wohl selbst ausgleichen.

Wenn ich mir das zum Beispiel bei uns ansehe, da besteht gar kein Interesse mit 22kW zu laden, auch wenn das natürlich geht und ein paar mal im Jahr gemacht wird. Selten braucht man das Auto sofort wieder voll, lieber läd man mit so 7kW, die man dann direkt vom Dach und aus dem Akku im Keller holt. Dann ist es tatsächlich alles erneuerbare Energie und man zieht gar keinen Strom von extern.
Ich denke, da muss man abwarten, was die Zukunft bringt, vielleicht erreichen wir ja auch den Punkt, das fast jeder Solar hat und Akku im Keller, sodass Stromanbieter eher Stromlückenfüller genannt werden sollten ;) Wobei der letzte Absatz reines Zukunftsgeträume ist, ich weis es ja auch nicht ;)
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon Super-E » Fr 8. Jul 2016, 10:33

Nope, inde n USA hat man in entsprechenden Gegenden mit hohem EV Anteil bereits festgestellt, dass ein großteil der Nutzer stupide Abends nach der Arbeit ihr EV einfach einstecken und mit allem was geht laden. Klar macht das nicht jeder so, aber wenn es nur jeder dritte ist, dann werden die irgendwann zwischen 17:30 und 19:30 eingestöpselt. Um 20:30 ist vermutlich schon wieder alles rum (selbst wenn die Akkus größer werden, fahren die Leute ja an einem Durchschnittstag nicht mehr und wenns ie die Reserve nicht für intelligentes Laden nutzen, sondern einfach wieder ASAP voll machen sieht das dann so aus)...

Und auch der Threadersteller meint ja mit 2x22kW gleichzeitig laden zu müssen. Für 7k€ hätte er sich drei Luxuswallboxen mit Lastmanagement leisten können...

Ich bin deswegen so verschnupft, weil die einen sagen "das ist gar kein Problem, weil sich das verteilt" und die anderen sich beschweren, dass das EVU ihnen nicht über 50kW Dauerleistung zugestehen will. Und dann kommt meist noch. "ich hab einen Ökostromvertrag bei Ökosonne123, daher ist das alles CO2 neutral, wenn ich nachts mit 43kW lade"
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon MineCooky » Fr 8. Jul 2016, 10:41

Hmm, das ist echt traurig...

Wenn man den Akku immer stupide unter Volldampf wieder voll macht, ruiniert man sich doch auch den Akku... die Autohersteller rechnen doch auch damit, das man daheim Schuko läd, da man ja die Zeit hat...

Man sollte Aufklärung betreiben ;) oder vielleicht hilft es schon, wenn man auf dem 22kW-Lader einen Knopf drücken muss, das er 22kW macht, wenn man ihn nicht drückt läd der mit 2kW. Hätte den Vorteil, das die, die mit 22kW laden, weil die Box da is, ja ehh zu faul sind den immer zu drücken und es auch vergessen. Sodass man die 22kW nur läd, wenn man es wirklich will. Mal abgesehen von der Hand voll Idioten die rutinemäßig den Knopf drückt.
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon Super-E » Fr 8. Jul 2016, 11:01

Ich glaube ein Großtreil der Leute hat keine Ahnung wie die tägliche Lastspitze über die Woche verteilt aussieht - und das erwarte ich auch gar nicht. (Am Besten wäre derzeit Samstag Mittag für die ganze Woche zu laden).

Es wäre technisch gar kein Problem in die Wallboxen mehrere Modi einzubauen. Von Netzdienlich über Netzschonend bis zu "ich brauch sofort einen vollen Akku". Sofern das dann mit Kohle honoriert/bestraft wird (und ist es noch so wenig) drücken die meisten nicht automatisch auf "sofort vollen akku"

Grundsätzlich geht es dem Threadersteller ja eigentlich darum, dass der Energieversorger ihm den Anschein gab das ist kein Problem und er hat jetzt viel Kohle ausgegeben und jetzt geht es doch nicht. Das ist natürlich ärgerlich und durchaus klagwürdig!
Zuletzt geändert von Super-E am Fr 8. Jul 2016, 11:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Netzbetreiber verklagen

Beitragvon HubertB » Fr 8. Jul 2016, 11:04

Um mal zurück zum Thema zu kommen, ich habe ja gerade mit ähnlichem finanziellen Aufwand einen 100A Hausanschluss neu legen lassen.

Zum Vergleich:
Angeboten wurden mir 63, 80, oder 100A.
Bis 63A normaler Zähler, darüber Wandlermessung.
Baukostenzuschuss: 70 € für jedes kW über 63A.
Neuinstallation, Anbindung 35 mm², 100A Vorsicherungen, Extra Zähleranschlussschrank mit Doppelschließung.
43 kW Ladestation beim Ortstermin mit den Mitarbeitern von EVU und Netzbetreiber besprochen und keine Bedenken.

Ich würde auf jeden Fall das Geld zurück verlangen, Dir wird ja die versprochene Leistung vorenthalten.
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