Lastmanagement für Wohnanlagen

Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » So 28. Jan 2018, 10:48

Fast richtig. Über 50 Hz soll die WB nix machen. Man will ja die Zuleitung nicht überlasten. Aber unter 50 Hz reduzieren, da die gesamt Last im Netz zu hoch ist. Das hat aber nix mit der Belastung des einzelnen Hausanschlusses zu tun.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon kub0815 » So 28. Jan 2018, 12:37

Ich glaube schon das das Netzdienlich laden kommen wird. Die Netz Bw hat sowas schon angekündigt. Wenn das laden pro kWh 4-5 cnt billiger ist wäre das schon ein Anreiz. Nur braucht man dafür zur Zeit einen eigenen Zähler was die Sache für Wohnanlagen nicht einfach macht. Das wäre eine Sache wo ein Markt da ist.

Einstecken und das Auto bis morgen früh möglichst günstig voll haben ist das Feature das ich haben will.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » So 28. Jan 2018, 12:55

kub0815 hat geschrieben:
Ich glaube schon das das Netzdienlich laden kommen wird. Die Netz Bw hat sowas schon angekündigt. Wenn das laden pro kWh 4-5 cnt billiger ist wäre das schon ein Anreiz. Nur braucht man dafür zur Zeit einen eigenen Zähler was die Sache für Wohnanlagen nicht einfach macht. Das wäre eine Sache wo ein Markt da ist.

Einstecken und das Auto bis morgen früh möglichst günstig voll haben ist das Feature das ich haben will.


Auch die Bayernwerke haben angekündigt für netzdienliche Anschlüsse (also Zugriff der Netzbetreiber auf die Ladestationen zur Abschaltung in Spitzenzeiten) Zähler kostenfrei zur verfügung zu stellen.

Daher haben wir auch geplant dies zu implementieren, wir sind hier bereits im Gespräch mit Netzbetreibern.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » So 28. Jan 2018, 13:08

Eigentlich sollte in diesem Forumsbeitrag ja nicht darüber diskutiert werden ob Lastmanagementsysteme nötig sind oder nicht, aber um das abschließend zu klären:

Nach DIN VDE 0100-722 muss für den den Ladepunkt versorgenden Stromkreis der Gleichzeitigkeitsfaktor als 1 angenommen werden.

Es muss also bei der Auslegung des Stromansschlusses angenommen werden, dass an allen Ladestationen gleichzeitig mit der maximalen Last (in unserem Fall jeweils max. 11KW) geladen wird.
Wenn das der Hausanschluß nicht hergibt, muss ein Lastmanagementsystem integriert werden.
(Da helfen auch alle statischen Mittelwertbetrachtungen nichts.)

Es mag ja sein, dass es bei einigen Bsp. auch die meiste Zeit ohne Lastmanagement gehen wird, aber in den Spitzenzeiten (18-21h) wird es in einigen Jahren einfach eng werden.

Jeder Elektroinstallateur muss die oben stehen DIN einhalten, und wird daher in vielen Fällen um die Installation eines Lastmanagementsystems nicht herum kommen.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon cpeter » So 28. Jan 2018, 14:19

Nur zur Ergänzung: es gibt Wallboxen, die standardmäßig dynamisches Lastmanagement unterstützen,

Ob das in der Praxis wirklich herstellerübergreifend mit OCPP geht, weiss ich nicht genau, aber soweit ich das oberflächlich gelesen habe sollte OCPP grundsätzlich Lastmanagement ermöglichen und die meisten Wallboxen unterstützen nach meinem Wissensstand auch OCPP.

Herstellerspezifisches Beispiel: 15 Wallboxen teilen sich einen 44 kW Anschluss.
In diesem Beispiel braucht es keine zusätzlichen Lastverteilungsboxen, die Steuerung ist in der WB Software bereits integriert. Eine WB ist der Master und steuert bis zu 14 Slave-WB.

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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon vonGestern » So 28. Jan 2018, 14:41

eautolader hat geschrieben:
Nachdem ich diesen Beitrag begonnen habe, würde ich nun alle weitern Schreibenden bitten sich an dem eigentlichen Thema "Welche Funktionen wären für ein Lastmanagement wünschenswert" zu orientieren.
Grüße
Thomas

Bitte nicht von manchen (teilweise unqualifizierten) Bemerkungen irre machen lassen!
Wir wünschen unsere geplante "TG-Elektrifizierung" mit folgenden Randbedingungen (Wünsche fett gedruckt):
1. die Häusergruppe erlaubt einen extra Anschluss für die gemeinsame TG mit 160-A-Sicherung;
2. von den 116 Stellplätzen werden dieses Jahr vielleicht 5...max.10 Wallboxen benötigt (Start-Ausstattung);
3. DIe Grundinstallation (Vorbereitung für alle Stellplätze) muss preiswert sein, sonst gibt es keine 100% Zustimmung;
4. Die spätere Auswahlmöglichkeit der Wallboxen muss möglichst breit sein (NewMotion nennt derzeit einige wenige, andere Großfirmen verplanen nur ihr Fabrikat); und auch in 5...10 Jahren muss eine dazuinstallierte Wallbox noch passen.
5.Es soll einen Gesamtstromzähler geben, und alle Wallboxen müssen ihren Zähler haben. Die Hausverwaltung kann dann die Kostenverteilung leicht vornehmen.
6. Nach der Erstinstallation sollte keine Softwarefirma mehr benötigt werden (nur für evtl. spätere Fehlerbehebung).

Die Stromverteilungs-Installation wurde schon angeboten, jetzt wünschen wir uns nur noch Angebote zur Steuerung der Wallboxen - gerne auch PNs mit Angeboten ;)
Ach - übrigens: natürlich kommen alle 116 abends um 18 Uhr nachhause und wollen ihren Stecker reinstecken können! Niemand stellt sich einen Wecker, damit er Stunden später nochmals in die TG wandert um sein Auto anzuschließen :!:
Aber selbstverständlich ist auch, dass für alle gilt: am nächsten Tag 50-100 km weit fahren können, und nicht mehr! Nur dann funktioniert es. Wenn es etwas mit Priorität gäbe - gegen höheren Preis - wäre das natürlich ein Sahnehäubchen...
Grüße von Gestern
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon just_cruise » So 28. Jan 2018, 15:26

eautolader hat geschrieben:
Eigentlich sollte in diesem Forumsbeitrag ja nicht darüber diskutiert werden ob Lastmanagementsysteme nötig sind oder nicht, aber um das abschließend zu klären:
Nach DIN VDE 0100-722 muss für den den Ladepunkt versorgenden Stromkreis der Gleichzeitigkeitsfaktor als 1 angenommen werden.
Es muss also bei der Auslegung des Stromansschlusses angenommen werden, dass an allen Ladestationen gleichzeitig mit der maximalen Last (in unserem Fall jeweils max. 11KW) geladen wird.

Zunächst einmal: ich finde die Initiative gut, eine Art 'Open Source Lastmanagement' entwickeln zu wollen. Lass' dich also bitte nicht entmutigen!

Hier ein Beispiel, wie es in der Praxis bei Neubauten läuft: ich habe im privaten Bereich mit der Fertigstellung von 2 MFH zu tun, bei dem einen mit 5 WE gibt es 80 A Anschlussleistung, bei dem andern mit 7 WE sind es 100 oder 120 A (weiß nicht genau), je Außenleiter natürlich. Da wird nicht jeder um 18 Uhr 2 EV mit je 11 kW laden können, die Eigentümer wissen das.

Allerdings muss der Elektriker nicht mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor 1 rechnen - denn der hat den Auftrag bekommen, zu allen Garagen bzw. Stellplätzen Leerrohre / 5-adrige Kabel für Steckdosen CEE16_rot zu legen. Und wenn dann später die CEE16_rot-Dosen installiert werden, entfällt nicht nur die Notwendigkeit eines Lastmanagementsystems, sondern auch die, (relativ teure) FI Typ-B zu installieren. Zudem kann man auch mal eine Kreissäge etc. nutzen. Ob da bald oder in einigen Jahren mobile 11 kW-Wallboxen installiert werden - und zwar überall - interessiert dann niemanden mehr.

Bei Bedarf werden sich die Bewohner absprechen, mit weniger als 16 A je Phase zu laden (wurde schon so vereinbart). Außerdem gibt es vermutlich auch in Zukunft EV, die nur 1-phasig bzw. 2-phasig laden (wie der e-Golf). Im übrigen besteht die Motivation, spät nachts zu laden (kann man ja per Zeitvorwahl einstellen), da der Akku dann bis zur Abfahrt am frühen Morgen nicht auskühlt (und man insgesamt Energie spart).

Dennoch: 170 € je Ladepunkt sind nicht zu viel - beim Bauen wird das im Verhältnis zu den Kosten von mehreren hundert k€ gesetzt. Der Preis wäre also akzeptabel, eine überzeugende Lösung - die von der ZOE über den Ioniq bis zum Tesla alles abfängt - wird ihren Markt finden.
Lieber wäre mir allerdings, die EVU gehen mit der Anschlussleistung hoch - denn deine Lösung wäre auch nur ein Workaround, um einen Mangel - zu geringe Anschlussleistung für MFH bei hoher EV-Quote - zu verwalten.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » So 28. Jan 2018, 16:01

vonGestern hat geschrieben:
Wir wünschen unsere geplante "TG-Elektrifizierung" mit folgenden Randbedingungen (Wünsche fett gedruckt):
1. die Häusergruppe erlaubt einen extra Anschluss für die gemeinsame TG mit 160-A-Sicherung;
2. von den 116 Stellplätzen werden dieses Jahr vielleicht 5...max.10 Wallboxen benötigt (Start-Ausstattung);
3. DIe Grundinstallation (Vorbereitung für alle Stellplätze) muss preiswert sein, sonst gibt es keine 100% Zustimmung;
4. Die spätere Auswahlmöglichkeit der Wallboxen muss möglichst breit sein (NewMotion nennt derzeit einige wenige, andere Großfirmen verplanen nur ihr Fabrikat); und auch in 5...10 Jahren muss eine dazuinstallierte Wallbox noch passen.
5.Es soll einen Gesamtstromzähler geben, und alle Wallboxen müssen ihren Zähler haben. Die Hausverwaltung kann dann die Kostenverteilung leicht vornehmen.
6. Nach der Erstinstallation sollte keine Softwarefirma mehr benötigt werden (nur für evtl. spätere Fehlerbehebung).

Wenn es etwas mit Priorität gäbe - gegen höheren Preis - wäre das natürlich ein Sahnehäubchen...
Grüße von Gestern


Hallo von gestern,

nach aktuellem Stand werden wir alle Deiner Forderungen erfüllen können.

PN folgt.

Grüße

Thomas
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » So 28. Jan 2018, 16:18

vonGestern hat geschrieben:
Die spätere Auswahlmöglichkeit der Wallboxen muss möglichst breit sein ....... und auch in 5...10 Jahren muss eine dazuinstallierte Wallbox noch passen. ...... Nach der Erstinstallation sollte keine Softwarefirma mehr benötigt werden

D.h., dass eigentlich es eine "softwarefreie" Lösung sein muss. Ich kenne keine Software, die über Jahre unverändert bleibt. Der PC-Bereich ist das beste Beispiel. Die Softwareänderungen benötigen fast immer eine Hardwareanpassung.

Bei 116 Stellplätze und die 160A max. Strom bleibt nur die Möglichkeit jede WB eine max. Leistung zu zuordnen. Dass alle um 18:00 Uhr kommen und anstecken sehe ich mal als ironische Äußerung an. Das wird nie passieren.

Die Fahrzeuge benötigen ca. 3000 kWh pro Jahr. Somit ca. 350.000 kWh pro Jahr in Summe. Die Fahrzeuge werden ca. 4500 Std. in der Garage stehen. Im Mittel wird somit eine Ladeleistung von 0,7 kW pro Fahrzeug benötigt oder 80 kW für die Garage. Der Anschluss liefert ca. 110 kW. Wenn man konservativ einen Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,5 ansetzt, kann man jede WB auf eine max. Leistung von 2 kW je WB zulassen ohne dass man irgend eine andere Maßnahme ergreifen müsste. Man kann auch am Anfang ruhig 3,7 kW zulassen und bei Bedarf, wenn man sieht, dass der Anschluss an die Leistungsgrenze kommt (wird nmM nie passieren aber wenn dann sind wir 15 bis 20 Jahre weiter) die Ladeleistung reduzieren.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon kub0815 » So 28. Jan 2018, 16:37

Auch 2kw würden reichen. Die Vertreter die 200km am Tag und mehr fahren werden wohl ab und zu mal an einen Schnellader fahren müssen mit 150 bis 350kw die wir in 3-4 Jahren haben werden ist das auch kein Thema mehr.
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