Lastmanagement für Wohnanlagen

Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 14:16

Ein Hausanschluss kostet so ab ca. 2500€. Kann aber auch erheblich teurer werden. Hängt sehr stark von den Örtlichkeiten ab. Dazu kommen noch Installationsarbeiten sowie Zählerschrank, Kabel vom HAK zum Zählerschrank, Absicherung der Abgänge usw. Da muss man nochmal mit Kosten ab 2500 € rechnen. In Summe fängt das so bei 5000 € an. Nach oben ist je nach Anzahl der Anschlüsse aber noch wesentlich mehr moglich.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon Spüli » Sa 27. Jan 2018, 15:36

Moin!
Es gibt auch etliche Gegenden, bei denen das EVU nur einen Hausanschluß je Flurstück genehmigt. Die aktive Laderegelung ist dann gerade für Mehrfamilienhäuser quasi umumgehbar.
Gruß Ingo
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Sa 27. Jan 2018, 17:35

anibager hat geschrieben:
Eine Universallösung für alle Ladestationen, werdet ihr meiner Einschätzung nach, nicht kostengünstig realisieren können.
Würde mich freuen, wenn ich mich hierbei irre.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg und werde das Thema interessiert verfolgen.

LG
Gerhard


Hallo Gerhard,

nach unserer aktuellen Kalkulation werden wir das Lastmanagement für ca. 170 € pro Ladepunkt anbieten.

Meinst Du dieser Betrag wäre von der Höhe her akzeptabel?

Grüße

Thomas
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 18:15

Spüli hat geschrieben:
Es gibt auch etliche Gegenden, bei denen das EVU nur einen Hausanschluß je Flurstück genehmigt. Die aktive Laderegelung ist dann gerade für Mehrfamilienhäuser quasi umumgehbar.

Der Hausanschluss hat immer eine ausreichende leistung je WE. Der größte Hausanschuss hat 250A und reicht für ca. 30 bis 50 WE je nach Größe der WE. Sind es mehr, dann gibt es auch zwei oder mehr je Grundstück. Es gibt dann je Hauseingang einen HAK.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 18:26

eautolader hat geschrieben:
nach unserer aktuellen Kalkulation werden wir das Lastmanagement für ca. 170 € pro Ladepunkt anbieten.
Meinst Du dieser Betrag wäre von der Höhe her akzeptabel?

Ob ein Preis akzeptabel ist hängt doch nur von der Gegenleistung ab. Um den Preis beurteilen zu können müsstest Du die Funktion des Lastmanagement zu diesem Preis genau beschreiben. Was ich bisher so gelesen habe ist euer Lastmanagement mit einigen Imponterabilien behaftet. Wenn etwas nicht die gewünschte Leistung erbringt, ist jeder Preis, und wenn er noch so niedrig ist, inakzeptabel.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon DiLeGreen » Sa 27. Jan 2018, 18:28

ecopowerprofi hat geschrieben:
Da braucht man kein Lastmanagement

Da triffst du mir zuviele Annahmen die nicht sicher so auch zutreffen...
Dank SmartMeter kenne ich inzwischen verschiedene Situationen mit Lastspitzen, bei denen auch mal mehr als 16A pro Phase für die Wohnung gebraucht werden.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 18:38

DiLeGreen hat geschrieben:
bei denen auch mal mehr als 16A pro Phase für die Wohnung gebraucht werden.

Das gilt nur für die einzelne Wohnung. Wir reden hier von 4 bzw. 7 WE. Da kommen garantiert nicht bei allen Wohnungen im gleichen Augenblick die Lastspitze. Wenn dem so wäre würde kein Verteilnetz funktionieren. Aber wenn doch auch kein Problem. Eine Sicherung Bauart NH00 (100A HAK) oder NH1 (250A HAK) vertragen den doppelten Strom für ca. 1 Std., ohne dass die auslösen (steht so in der Norm). Man hat nicht umsonst in die Belastungsberechnungen den Gleichzeitigkeitsfaktor eingeführt.

Wie Deine Diagramme sehr deutlich zeigen ist das auf einer Phase wärend die anderen bei rund 1A rum dümpeln. Im zweiten Diagramm ist die blaue Linie, die vor einer Herdplatte. Die Leistung wird getaktet. Die andere ist anscheined vom Backofen überlagert von einer anderen Herdplatte. Der Ofen geht nach einer Aufheizzeit in den getakteten Betrieb über. Die Taktfrequenz vom Ofen ist meistens niedriger als die einer Herdplatte.
Zuletzt geändert von ecopowerprofi am Sa 27. Jan 2018, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon kub0815 » Sa 27. Jan 2018, 18:45

Hi,

ich habe auch mal die Leistung die ich bei mir im Haus heute so ergeben hat aufgesichnet.

Capture.PNG
Capture.PNG (7.82 KiB) 302-mal betrachtet


Geht kurzzeitig bis 5kw hoch kochen zur Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr Lief der Geschirspüler die andern hügel sind wohl von meiner Wärmepumpe. Halte ich für einigermassen repräsentativ.

Wenn nicht alle gerade zufälligerweise zur Mittagessen wird Oskar wohl recht haben und der Hausanschluss reicht.

125A*3 = 78kw / 18 Stellplätze = 4,3kw - 1kw pro Wohnung. -> 3,3kw zum Auto laden

Wenn es nicht reicht könnt ihr ja mit euerem Lastmanagment ran.

Vg
Jürgen
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 18:59

Ich hab mir die Leistungskurven vom DiLeGreen noch mal angeschaut. Um 17:22 den Ofen angestellt und nach ca. 5 Min um 17:26 den Backofen geöffnet und was reingeschoben. Entsprach nicht den Anweisung aus dem Recept. Dort steht immer im vorgeheiztem Ofen und das war erst um 17:28. Um 17:40 war das Essen im Backofen fertig. War wohl eine Fertigpizza o.ä.

Nur mal so was man alles aus dem Stromverbrauch ablesen kann. Daher kommt mir ein Smartmeter nicht ins Haus. Die aus der Hackerfabrik können ganz genau feststellen was man gerade macht oder ob man zu Hause ist. Datenschutz ist dann ade.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Sa 27. Jan 2018, 20:31

DiLeGreen hat geschrieben:
Bei uns im MFH z.B. folgende Situation:
2 Hausanschlüsse (100A, 125A), daran 4 und 7 Wohnungen sowie 27 Stellplätze.

Ich hoffe in Zukunft (im Sinne der Elektromobilität) sieht die Situation so aus:

Am Abend, wenn um 18 Uhr alle nach Hause kommen, wollen ca. 20 (von 27 Autos) mit 11 kW laden, macht 220 kW.
Die Hausanschlüsse bringen aber nur 155 kW. (225Ax3x230V)

Nach dieser Rechnung wird man hier wahrscheinlich ein Lastmanagement brauchen.

Grüße

Thomas
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