Lastmanagement für Wohnanlagen

Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Fr 26. Jan 2018, 20:54

Hallo ecopowerprofi,
wir hatten zwar nach guten Ideen gefragt, die wir berücksichtigen können, freuen uns aber natürlich auch über Hinweise was alles schief gehen könnte.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ich gebe euch einen guten Rat. Kauft euch erst mal selbst ein E-Auto und fahrt damit für den eigenen Bedarf so wie jetzt auch eure Autos nutzt. Dann werden ihr sehen, dass ihr mir euren Annahmen schon daneben liegt.


vielen Dank für Deine guten Rat, den wir sogar schon befolgen. Seit 2 Jahren nutzen wir 2 Elektroautos (i3 und BMW 225xe) an 3 unterschiedlichen Ladestationen (1x Bettermann, 1x Keba, 1x Eigenbau). An denen testen wir unser System und es funktioniert sehr gut.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ich konnte mir die neueste Hardware für die neuen RWE Ladesäulen / -boxen im Detail an sehen. Die werden euch nicht "dran lassen". Bei den anderen Entwickler wird es nicht anders sein. Jeder wird sein eigenes Süppchen kochen um die Konkurrenz raus zu halten.


Natürlich funktioniert da ganze nur wenn es eine Kontakt zur Ladefreigabe gibt. Viele der einfachen Ladestationen haben das. Haben die Ladestationen die Du vertreibst eine potentialfreien Kontakt "Ladefreigabe" und eine Kontakt "Ladeanforderung"? Dann könnte man Deine Ladestation auch als geeignet für das Lastmanagement empfehlen.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Euer System muss praxistauglich sein und da seit ihr im Ansatz schon weit weg.


Das versteh ich leider nicht, was ist an unserem Ansatz nicht praxistauglich? Welche unserer Ansätze findet Du nicht für die Praxis relevant?

Trotzdem vielen Dank für Deine Hinweise.

Grüße

Thomas
Zuletzt geändert von eautolader am Fr 26. Jan 2018, 22:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon kub0815 » Fr 26. Jan 2018, 21:39

Wie ist die Freigabe der Ladung bei der zentralen Lösung geplant?
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Fr 26. Jan 2018, 22:20

kub0815 hat geschrieben:
Wie ist die Freigabe der Ladung bei der zentralen Lösung geplant?


Auch die zentrale Lösung hat jeweils einen Laderegler mit Freigabekontakt. Darüber erfolgt die Ansteuerung.

grüße

Thomas
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 26. Jan 2018, 22:50

eautolader hat geschrieben:
Seit 2 Jahren nutzen wir 2 Elektroautos (i3 und BMW 225xe) an 3 unterschiedlichen Ladestationen

Die haben beide nur einen einphasigen Lader. Der 225xe ist nicht das Paradebeispiel für ein BEV. Die Automobilindustrie setzt zukünftig auf dreiphasig 11 kW.

eautolader hat geschrieben:
Ich habe auch eine Auto das 1-phasig mit 16A lädt

Die aktuelle Modelle und die, die kurz vor der Einführung stehen, haben einen zweiphasigen Lader.

eautolader hat geschrieben:
Viele der von uns untersuchten Laderegler haben eine Kontakt mit dem man das Laden frei geben kann, damit kann ich der Ladestation erlauben zu laden oder nicht. Sobald ich das laden über den Kontakt wieder frei gebe, fängt auch das Auto wieder zu laden an.

Na, eben nicht. Der ZOE schläft definitiv ein und macht gar nix mehr. Ein Ansatz warum eure Idee nicht praxistauglich ist. Der ZOE ist das meist verkaufte BEV in D.

eautolader hat geschrieben:
Außerdem werden wir Installationshinweiese geben, damit die 1-Phasenlader an unterschiedliche Phasen geklemmt werden.

Viele kaufen sich eine dreiphasige WB aber haben nur ein Auto mit einem ein- oder zweiphasigen Lader. Ein weiterer Ansatz warum eure Idee nicht praxistauglich ist.

eautolader hat geschrieben:
der regelt brav bei ca. 80% runter.

Powertower hat recht. Alle Autos mit hoher Ladeleistung (Tesla, ZOE, BYD usw.) laden bei einer Ladeleistung bis fast 100% mit fast konstanter Ladeleistung, wenn die erlaubte Ladeleistung der Box erheblich unter möglichen Ladeleistung des Bordladers liegt. Ist die Batterie kalt (unter 5°C), dann kann es sogar sein, dass die Ladeleistung während der Ladung kontiniuierlich ansteigt. Auch ein Ansatz warum eure Idee nicht praxistauglich ist.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Euer System muss praxistauglich sein und da seit ihr im Ansatz schon weit weg.

Damit meinte ich, dass man Vorteile eines System sieht, die in der Praxis nur selten wenn überhaupt zum Tragen kommen.

eautolader hat geschrieben:
VIP-Steuerung: Knopf für Priorität beim Laden, wenn es wirklich mal einer eilig hat (kostet dann mehr bei der Abrechnung)

Wenn die Ladeboxen an den jeweiligen Wohnungszähler hängen wird das nicht funktionieren. Daher praxisfern.

eautolader hat geschrieben:
Auch die zentrale Lösung hat jeweils einen Laderegler mit Freigabekontakt.

Funktioniert nicht. siehe vor.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon bash_m » Fr 26. Jan 2018, 23:08

Meiner bescheidenen Meinung nach müsst ihr das PWM Signal regeln, sofern eine Phase Überlast hätte und die verfügbare Reserve auf alle Teilnehmer aufteilen. Ausserdem spielt der Strom beim Balancen kaum eine Rolle, was euer hartes abschalten überflüssig macht.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 06:37

bash_m hat geschrieben:
Meiner bescheidenen Meinung nach müsst ihr das PWM Signal regeln

Alles andere macht wenig Sinn. Aber auch da gibt es Grenzen.

bash_m hat geschrieben:
Ausserdem spielt der Strom beim Balancen kaum eine Rolle, was euer hartes abschalten überflüssig macht.

Genauso ist es.

Basis ist immer eine solide Planung, dann ist eine Regelung kaum erforderlich. Auch werden die zukünftig größere Batterien eine Regelung an Abstellplätze im Wohnungsbereich u.U. vollkommen überflüssig machen. Dort reicht dann die "Schnarchladung" vollkommen aus.
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Sa 27. Jan 2018, 08:11

ecopowerprofi hat geschrieben:
Auch werden die zukünftig größere Batterien eine Regelung an Abstellplätze im Wohnungsbereich u.U. vollkommen überflüssig machen. Dort reicht dann die "Schnarchladung" vollkommen aus.


Lieber Ecopowerprofi,

ich hätte hier zwei Punkte:
1. Wie regelst Du mit Deinem Bilanzpunktregler die Ladestationen? Funktioniert dass dann nur mit Deinen eigenen Ladestationen oder auch mit Fremdanbietern?

2. Ich denke dass es immer auch Autos mit kleinen Akkus geben wird (Sion, e.Go) und die freuen sich, wenn Sie in Ihrer Tiefgarage laden können und nicht an evtl. teueren öffentlichen Ladestationen 8die kostenlosen öffentlichen Ladestationen werden immer weniger werden).

und noch eine Info für Dich:

Generell werden wir jeden Ladepunkt auf 11kW auslegen, da das meiner Meinung nach die Zukunft des Ladens im häuslichen Bereich sein wird (guter Kompromiss zwischen Ladegeschwindigkeit und Aufwand der Installation).

Hättest Du auch konstruktive Vorschläge / Lösungen oder nur konstruktive Kritik,die aber natürlich auch sehr wichtig ist, und die wir natürlich auch bei unseren Planungen berücksichtigen werden.

Danke schon mal.

Thomas
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon eautolader » Sa 27. Jan 2018, 08:14

bash_m hat geschrieben:
Meiner bescheidenen Meinung nach müsst ihr das PWM Signal regeln, sofern eine Phase Überlast hätte und die verfügbare Reserve auf alle Teilnehmer aufteilen. Ausserdem spielt der Strom beim Balancen kaum eine Rolle, was euer hartes abschalten überflüssig macht.


Dazu müsste ich das PWM Signal der Ladestation regeln können, dass lassen aber leider aktuell viele Ladestationen gar nicht zu, oder einfache Wallboxen können es auch gar nicht.

Aber nehme ich als Hinweis gerne auf.

Danke

Thomas
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon iOnier » Sa 27. Jan 2018, 08:53

eautolader hat geschrieben:
Dazu müsste ich das PWM Signal der Ladestation regeln können, dass lassen aber leider aktuell viele Ladestationen gar nicht zu, oder einfache Wallboxen können es auch gar nicht.


Dann kommen diese Art Ladestationen für ein Lastmanagement nicht in Frage. Keine Arme, keine Kekse.
Gruß
Werner
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Re: Lastmanagement für Wohnanlagen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 27. Jan 2018, 09:38

eautolader hat geschrieben:
1. Wie regelst Du mit Deinem Bilanzpunktregler die Ladestationen? Funktioniert dass dann nur mit Deinen eigenen Ladestationen oder auch mit Fremdanbietern?

Der BPR war zuerst da. Als das Thema geregeltes Laden auf den Tisch kam, gab es keine WB die geregelt laden konnte. Da haben eben eine eigene WB entwickelt, die von unserem BPR geregelt werden konnte. Das wir auch Lastmanagement damit machen können ist eher ein Abfallprodukt. Das Lastmanagement wird fast nur eingesetzt, wenn an eine Zuleitung mehr angeschlossen werden soll als diese erlaubt oder man gezielt Überschussladen aus z.B. PV-Erzeugung machen will. Bei den Hausanschlüsse ist dies aber bisher nicht erforderlich gewesen, da die immer überdimensioniert sind.

eautolader hat geschrieben:
2. Ich denke dass es immer auch Autos mit kleinen Akkus geben wird (Sion, e.Go) und die freuen sich, wenn Sie in Ihrer Tiefgarage laden können und nicht an evtl. teueren öffentlichen Ladestationen 8die kostenlosen öffentlichen Ladestationen werden immer weniger werden).

Du hast das mit den großen Akkus nicht verstanden. Mit großem Akku ist genug Reserve da, sodass man auf eine höhere Ladeleistung zu Hause verzichtet werden kann und dort im Prinzip nur eine Schnarchladung erforderlich ist.

eautolader hat geschrieben:
Dazu müsste ich das PWM Signal der Ladestation regeln können, dass lassen aber leider aktuell viele Ladestationen gar nicht zu

Nur damit kann man ein vernünftiges Lastmanagent realisieren.

iOnier hat geschrieben:
Dann kommen diese Art Ladestationen für ein Lastmanagement nicht in Frage.

Seh ich auch so.
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