Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon PowerTower » Di 9. Dez 2014, 19:19

Bitte schön:
http://www.bals.com/produkte/artikel-nr-140

Es gibt zwar auch ein gutes ICCB für CEE (Volvo / Mennekes), dieses ist aber leider nur mit Typ2 Fahrzeugen kompatibel - da wären wir mal wieder beim Thema "Standard". Wenn es wirklich einfach nur billig sein soll, dann besteht die Lösung wohl aus FI/LS Kombischalter + entsprechendes Kabel mit Kanal + Schuko / CEE blau Dose. So wird es jetzt endlich auch bei mir zu Hause gemacht. Bei entsprechend guten Vorarbeiten braucht der Elektriker dafür höchstens einen Tag. Materialkosten um die 100 bis 200 Euro, je nachdem wie lang das Kabel sein muss.

Ein dreiphasiges Kabel auf drei Steckdosen zu verteilen ist nicht so empfehlenswert. Dann braucht es eine zusätzliche Neutralleiterüberwachung, ansonsten besteht die Gefahr dass bei Neutralleiterausfall und zwei angeschlossenen Fahrzeugen an den einphasigen Ladegeräten 400 Volt anliegen und diese damit zerstört werden. Da ist sehr viel "if, then" dabei, aber man muss ja alle möglichen Szenarien durchkauen.
Zuletzt geändert von PowerTower am Di 9. Dez 2014, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon lamouette » Di 9. Dez 2014, 19:43

Leider keine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage (FI Typ B erforderlich für Schuko-Laden?).

Ich wüsste auch gern, ob ein FI Typ B erforderlich ist bei einphasiger Ladung.
Falls nein ... Ist der Typ B erforderlich bei dreimal einphasiger (Schuko-)Ladung?
Falls auch gleichzeitig dreimal Schukoladen mit Typ A zulässig ist, warum sollte dann einmal dreiphasiges 16A-Laden einen Typ B erfordern?
Kurz: Wo ist die Grenze definiert?
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon TeeKay » Di 9. Dez 2014, 19:54

ladeequipment/allstromsensitive-fehlerstromschutzschalter-typ-b-t395-30.html#p3671

"Dreiphasig betriebene elektronische Betriebsmittel mit Steckvorrichtungen ≤ 32 A dürfen nur über allstromsensitive FI – Schutzeinrichtungen mit I∆n ≤ 30mA oder Schutztrenntransformatoren betrieben werden."
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon lamouette » Di 9. Dez 2014, 20:17

Danke für die schnelle Antwort und den Link. Da gehts aber ganz ausdrücklich um Baustellen.
Das Wort Baustelle wird vielleicht deshalb so deutlich erwähnt, weil auf Baustellen baustellenspezifische (strengere) Vorschriften greifen. (auf Baustellen wird ja auch etwas rustikaler mit Stromkabeln umgegangen wird als an Ladestationen)
Ganz neu für mich ist aber die Erkenntnis das über 32 A sogar bis zu 500 mA Fehlerstrom toleriert werden.
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon eW4tler » Di 9. Dez 2014, 22:33

lamouette hat geschrieben:
Leider keine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage (FI Typ B erforderlich für Schuko-Laden?)

einphasig:
FI TypB = Nein.
Aber jeder Ladepunkt muss nach der DIN VDE 0100-722 seinen eignen FI und LS haben.

dreiphasig:
FI TypB = Ja, aber besser den FI TypEV verwenden.
Wie oben, jeder Ladepunkt einen eigenen LS und FI.

Habe da einmal einen Aufstellung für meinen Arbeitgeber gemacht. Ein Beispiel daraus zur Ausführung - siehe Grafik
Lademöglichkeit_AG.PNG

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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon Beetle » Di 9. Dez 2014, 22:44


Irre ich mich, oder sollte man eine 5x2,5^2 NYM besser nicht für eine 3x 230V Aufteilung nutzen, weil sich alle den selben N-Leiter teilen würden?


Nein, das geht schon in Ordnung. Da die drei Phasen um je 120° verschoben sind,
summiert sich der Strom im Nullleiter auf 0A wenn alle Phasen gleich belastet werden.

Der höchste Strom im Nullleiter ist tatsächlich bei einphasiger Nutzung zu messen.

Allerdings wird auf einem längeren 2,5mm² Kabel schon etwas Verlust anfallen.
Ich würde eher 4mm² empfehlen, auch wenn gegen 2,5mm² keine Sicherheitsbedenken stehen.

Gruß,
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon Solarstromer » Di 9. Dez 2014, 22:57

Bibothebird hat geschrieben:
z. B. eher sowas:
Bild


Das ist eine interessante Außensteckdose, weil mittels Klappe und Schloß verriegelbar und auch im eingesteckten Zustand "Wassergeschützt". Leider passt da wohl kein Winkelstecker rein, schade.

http://www.conrad.de/ce/de/product/1218 ... ransparent
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon eW4tler » Mi 10. Dez 2014, 00:56

Bitte KEINE Schuko-Steckdosen für Ladepunkte verbauen. Es gibt dazu die genormte und auch gebräuchliche CEE-blau, die die Anforderungen 230V/16A viel besser abdeckt.

- Schuko ist meist nur mit 10A dauerhaft belastbar
- Schuko ist nicht so robust wie CEE - blau
- Schuko hat keine Verriegelung für Zuglast
- Schuko ist nicht verpolungssicher
-.....

Die CEE blau gibt z.B. von Mennekes es in einer robusten wetterfesten Ausführung (IP67) mit dicht verließbaren Deckel:
Sib_AM_1192_160x160.jpg
Sib_AM_1192_160x160.jpg (4.52 KiB) 1358-mal betrachtet

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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon LocutusB » Mi 10. Dez 2014, 13:53

eW4tler hat geschrieben:
Bitte KEINE Schuko-Steckdosen für Ladepunkte verbauen. Es gibt dazu die genormte und auch gebräuchliche CEE-blau, die die Anforderungen 230V/16A viel besser abdeckt.

Genau, und dann den Adapter von CEE auf Schuko gleich stecken lassen :-/. Sorry, aber geschätzt 95% der ICCBs haben einen Schukostecker und den bekomme ich in die blaue CEE, auch mit Gewalt, nicht rein. Zudem ziehen die Schuko ICCBs nicht mehr als 10A.
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Re: Laden über Schuko, FI-Typ B erforderlich?

Beitragvon mlie » Mi 10. Dez 2014, 14:12

Mal etwas weiter denken:

Schuko defekt durch z.B. ICCBs mit geradem Schukostecker, die eine Querbelastung nach unten auf die Steckdose ausüben.

Kosten Austausch Schuko nach der Errichtung:
- Schukodose IP44, bessere Qualität 7€
- Elektriker für den Austausch: 35€
- interner Verwaltungsaufwand (Meldekette "Schuko defekt- und nu?") ganz schnell 50€ bei jedem Austausch.
Dazu noch der Ausfall der Lademöglichkeit, solange die Schuko defekt ist - nicht bezifferbar, aber mindestens ärgerlich.

Kosten Austausch CEEblau
- 0€, geht nicht kaputt, Adapterkabel hat jeder eigenverantwortlich mitzunehmen.
Alternativ wird ein 10er-Pack Adapterkabel Ceeblau->Schuko, 2m lang besorgt und beim Empfang ins Regal gestellt. Sollte ca 6 Jahre halten, bis dahin weiß man dann auch, ob die Firma weitere Lademöglichkeiten auf Typ2-Basis bereitstellt oder es keine weiteren elektroautofahrer gibt...
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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