Lademöglichkeit in Wohnsiedlung in Planung

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Beitragvon Cavaron » Do 15. Sep 2016, 11:38

Hi Leute - ich stehe gerade in Verhandlung mit der Eigentümergemeinschaft meiner Wohnsiedlung über eine Lademöglichkeit am Gemeinschaftsparkplatz. Der Parkplatz ist großzügig beleuchtet und es steht sogar ein Trafohäuschen für die Wohnhäuser an einem Ende.

Mein Vorschlag war nun, um Kosten und Aufwand niedrig zu halten, einfach einen Zwischenzähler und eine einfache Steckdose (Schuko oder CEEblau) in eine Metallbox zu verbauen und ans Beleuchtungsnetz zu hängen (mit Standfuss oder direkt an eine Laterne). Ich weiss nicht ob die Leute sich das richtig vorstellen können, deswegen frage ich mal in die Runde nach Bildern von solchen Lösungen. Je mehr, desto besser!
Zuletzt geändert von Cavaron am Do 15. Sep 2016, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Poolcrack » Do 15. Sep 2016, 12:41

Das ist keine gute Idee. Die Leitung zu Deiner Lademöglichkeit sollte separat abgesichert sein (LS und FI). Damit z.B. bei einem Isolationsfehler oder einer kurzzeitigen Überlastung nicht das Licht ausgeht.
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon HubertB » Do 15. Sep 2016, 13:14

Ich fürchte eine vernünftige langfristig nutzbare Lösung würde auch teuer.

- Separater Stromanschluss vom EVU in eine Zähleranschlusssäule (kommt an als Erdkabel, meistens vom Gehweg, Tiefbau beauftragt das EVU).
- Daneben Ladebox am Pfahl oder Säule mit Fundament.
- Auf jeden Fall Typ2 wegen der Sicherheitsanforderungen / Haftung (CEE / Schuko müsste mindestens abschließbar sein)

So ein Trafohäuschen sieht ermutigend aus, da dürfen aber keine Installationen für Endkunden rein, das nutzt Dir also leider nichts.

Nachteil: Kosten für den Netzanschluss incl. ZAS und Tiefbau ab ca. 3000€ aufwärts. Danach monatl. Grundgebühr. Man kann beim EVU einen Kostenvoranschlag einholen, das kostet erst mal nichts.
Vorteil: Zukunftssicher, genug Leistung (hier sind 63A Standard), kann z.B. mit einer Lolo auch für mehrere Parteien oder sogar öffentlich nutzbar gemacht werden. Durch den separaten Anschluss ist ein Vertrag mit einem Ökostromanbieter möglich.

Das wäre wahrscheinlich erst durchsetzbar wenn es von mehreren Parteien gewollt wird. Dann teilen sich auch die Kosten auf. Für die Zukunft wäre das so allemal besser, da wären auch 4x 11kW kein Thema, oder 1x 22kW + n x 3,7kW.
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon Cavaron » Do 15. Sep 2016, 14:34

Och Leute, ich will doch nur ein Steckdöschen für mein Notladekabel. Bettermann-Box hätte ich auch, da sitzt sogar ein FI drinnen. Bei uns im Solarmobil-Verein haben wir seit 25 Jahren abschließbare Metallboxen mit je sechs Steckdosen drinnen. Ich will nur eine und einen Stromzähler daneben. Ich will keine sauteure Typ2, zumal die Lösung auch für E-Roller oder E-Motorräder geeignet sein soll. Mehr als 230V 10A brauche ich garnicht.

Alternativ zur Laternenversorgung könnte man auch direkt ein Kabel vom Travo-Häuschen ziehen, aber auch da würde ich Steckdose und Stromzähler bevorzugen. Hat niemand von sowas ein Bild?
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon mig » Do 15. Sep 2016, 15:21

An der Hochschule in Ludwigshafen wurde eine Wallbox außen ans Trafohäuschen montiert, siehe http://www.twl-kurier.de/interesse-an-elektroautos-768
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon Berndte » Do 15. Sep 2016, 17:20

Ob das jetzt ein Trafohäuschen oder was auch immer ist, ist völlig egal.
Man dübelt da mit Sicherheit nicht einfach ne Kiste an die Wand und drinnen einen einfachen Stromzähler!

Also wenn, dann kommt davor ein Hausanschlusskasten und da dran kannst du dich bedienen.
Das Grundstück sollte aber dein Eigentum sein, sonst wird es sehr schwer.

Ob du nur Strom für ne Schuko oder 3x63A Drehstrom brauchst ist dabei beim Preis auch relativ egal.
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon Fluencemobil » Do 15. Sep 2016, 17:58

Frag mal deinen Elektriker was ein Kabel von deinem Zähler zu deinem festen (?) Stellplatz kosten würde.
Dann muß natürlich die Eigentümergemeinschaft damit einverstanden sein.
Ich hatte nur 3 Nachbarn zu fragen. :-)

Evt. mit eine Mitbenutzung zwecks autoaussaugen anbieten. Wenns zu teuer wird 2-3 Nachbarn suchen die mitmachen. ;)
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon Cavaron » Do 15. Sep 2016, 19:54

Also von meinem Zähler zum festen Parkplatz sind es ca. 300 Meter - dat wird nüscht. Ich sehe schon, hier sammelt sich eher guter Zuspruch (danke!) und die üblichen Bedenken...

Ich werde der Eigentümergemeinschaft die folgenden zwei Lösungen vorschlagen, die ich nun selbst gefunden habe:
http://www.ebay.de/itm/Zwischenzahler-mit-2-Steckdosen-und-FI-im-Feuchtraumgehause-MID-geeicht-/281147523726?hash=item4175b2c28e:g:k9kAAMXQysxSAQCP
und
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/stromverteiler-f-campingplatz-4x-steckdosen-u-geeichten-zaehlern/259595028-84-17006

Das ist ziemlich genau das, was ich mir vorgestellt habe.
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung in Planung

Beitragvon HubertB » Do 15. Sep 2016, 20:28

Ich wünsche Dir wirklich das sich eine einfache Lösung findet.
Bei meinem eigenen Projekt habe ich festgestellt das vieles nicht so einfach ging wie ich mir das vorgestellt hatte.
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Re: Lademöglichkeit in Wohnsiedlung - bitte um Hilfe

Beitragvon spark-ed » Do 15. Sep 2016, 21:24

Cavaron hat geschrieben:
Also von meinem Zähler zum festen Parkplatz sind es ca. 300 Meter - dat wird nüscht. Ich sehe schon, hier sammelt sich eher guter Zuspruch (danke!) und die üblichen Bedenken...

Die Beleuchtung ist in den kürzesten Sommernächten nicht immer noch 5-6h eingeschaltet - dadurch kommen bei 10A täglich effektiv 10kWh (~70km) in den Akku was in den meisten Fällen aussreicht.
Im Winter, wenn der Verbrauch hochgeht, hat das Auto ja die ganze Nacht zum laden, das reicht dann für >20kWh.
Falls die Beleuchtung an Rundmasten hängt (mit Einschleifkasten), in der Zuleitung noch genug Leistung übrig ist und der Schaltkontakt nicht direkt über den Dämmerungsschalter geführt ist, kann man direkt an der Leuchte durchaus noch etwas abzwacken.

Ich hatte deine Situation wohl schon ganz gut vor Augen, der kleine Steckdosenverteiler viel mir auch als erstes ein.
Diese blauen Einbausteckdosen sind ohne Witterungsschutz im Freien erfahrungsgemäß aber nicht optimal, der Kunststoff wird durch UV-Strahlung mit der Zeit brüchig. Da würde ich zumindest ein Wetterschutzhäubchen drüber machen.

Alternative zum Steckdosenverteiler:
In den Laternenmast mittels Schälbohrer/ Stufenbohrer ein Loch für eine Verschraubung/ Durchführung bohren.
Ein Edelstahlgehäuse entsprechend ausklinken (bei V2A nicht ganz ohne) und an den Mast schellen (solide Schelle müsste aus V2A Flachmaterial selber angefertigt werden)
In das Edelstahlgehäuse kommt ein Automatengehäuse mit 10A FI/LS (weg. Selektivität und Leistungsbeschränkung) und ein mech. Zähler
Weiterhin eine normale Feuchtraum-Aufputzsteckdose

Offene Fragen:
Wie ist die Absicherung und der Querschnitt des Erdkabels?
Wieviel Gesamtleistung hat die angeschlossene Parkplatzbeleuchtung? (sollte dann <1kW sein)
Wie wird die Beleuchtung geschaltet? (optimal über externes Relais/ Installationsschütz)
FI in der Zuleitung bereits vorhanden? (Wäre wegen Selektivität kontraproduktiv)
Ist das Erdkabel evtl sogar 5-adrig ausgeführt?
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