Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon Micha141264 » Di 19. Sep 2017, 10:29

Hallo,
ich bin neu hier und spiele mit dem Gedanken mir ein E-Auto (evtl. Smart) zuzulegen. Es ist ein reines Pendlerauto für uns (1 x 10 km + 1 x 20 km) einfache Fahrt. An allen drei "Endpunkten" (Zuhause und 2 Arbeitsplätze) haben wir keine Möglichkeit zu laden. Auch im Nahbereich Zuhause ist noch keine Ladesäule vorhanden, die wird wahrscheinlich Mai/Juni 2018 in etwa 500 Metern Entfernung aufgestellt. Dann wäre mein Problem erledigt, ortsnah auch über längere Zeit zu laden erledigt.

Für die Überbruckung bzw. Notfalllösung würde ich gerne Zuhause an der Steckdose laden.

Konstellation: Mietwohnung mit Parken auf dem Hof - von der eigenen Schuko-Steckdose bis zum Stellplatz - 30 Meter!

Ist eine solche Entfernung überhaupt zu überbrücken ohne großartige Verluste zu haben? Und wie überbrücke ich die Entfernung?

Hausseitig würde ich mit dem Vermieter abklären, ob am jetzigen Steckdosen-Platz noch eine Anschlußmöglichkeit für 380 Volt vorhanden ist und gleichzeitig einen Elektriker vor Ort prüfen lassen, was ich dort anbringen kann (z. B. CEE blau o. a.), falls die Möglichkeit mit 380 Volt nicht besteht.

Wäre es möglich nach der CEE Dose mit einer mob. Wallbox und einem Typ 2 Kabel als Verlängerung das Fahrzeug zu erreichen?

Bitte nicht gleich erschlagen, aber in diesen Sachen bin ich absoluter Laie und frage hier nur, ob ich mit dieser gedachten Lösung weiterplanen kann, oder ob ich mir einen anderen (umständlicheren) Weg suchen muss.

Für jeden Tipp schon mal danke voarb.
Gruß,
Michael
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Beitragvon rolandk » Di 19. Sep 2017, 10:54

wenn's Dir gelingt, in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz wenigstens eine rote CEE16 (mehr ist immer besser) mit Hilfe des Vermieters zu errichten (sinnvollerweise abschaltbar bzw. mit Schloß gesichert), dann hättest Du schon gewonnen.

Eine 30m lange Schuko-Leitung über einen Parkplatz evtl. mit Strecken, die auch Fußgänger frequentieren ist keine wirklich gute Lösung und würde ich auch nur als einmaligen Notbehelf sehen.

Roland
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon wp-qwertz » Di 19. Sep 2017, 11:16

kann das verlängerungskabel auf dem hof an einer seite enlang gelegt werden? wäre gut. außerdem: ich bin auch laie, aber durchs lese hier weiß ich, dass schokoladen-laden immer mit verlusten einhergeht.
solltest du ein verlängerungskabel nehmen - was geht - dann ein gutes (wobei ich hier die fachmänner sprechen lasse, was ein gutes ausmacht (querschnitt & co))

ps: schau mal hier, was ein forumskollege gebastelt hat - hier kannst du sicher dich auch nach erfahrungen erkundigen:

private-ladeinfrastruktur/grossbaustelle-ladestation-am-gemeinschaftseigentum-t11469.html
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon Heavendenied » Di 19. Sep 2017, 11:23

Also ohne zu wissen welches Fahrzeug es werden sollte halte ich eine "Beratung" der nötigen Ladeinfrastruktur ehrlich gesagt für ziemlich sinnlos.
Bei der geringen Fahrleistung pro Tag reicht eigentlich locker die Schuko Ladung über Nacht. Bei den Leitungsverlusten ist es egal, ob es ein Schuko-Verlängerungskabel mit 1,5mm² ist oder ein CEE Rot Verlängerung mit 1,5mm². Das einzige was die Verlustleistung reduzieren würde wäre ein größerer Leitungsquerschnitt.
Und wenn man ein Fahrzeug mit einphasigem Lader kauft bringt einem der CEE Rot Stecker bzw. eben die dreiphasige Leitung gar nix...

Für mich wäre erstmal zu klären:
Welches Auto soll es werden?
Wie ist die Schuko-Dose angeschlossen und abgesichert?

Generell:
bei den geringen Fahrleistungen könnte man jedes Elektroauto problemlos an einer Schuko-Dose über Nacht aufladen. Natürlich sollte ein hochwertiges Verlängerunsgkabel verwendet werden und das Kabel muss so verlegt werden, dass keine Unfallgefahr entsteht.
Gruß,
Jürgen
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon Micha141264 » Di 19. Sep 2017, 12:22

@wp-qwertz: danke für den Link, mal sehen, ob man daraus noch irgendwelche Idden ableiten kann.

@rolandk: es ist nur ein Notbehelf bzw. Überbrückung. Eine CEE16 in unmittelbarer Nähe KANN evtl. möglich sein, dass wäre für den Notbehelf etwas aufwändiger für mich.

@Heavendenied: Eine Beratung habe ich nicht erwartet, mir ging erst mal darum, ob man so etwas überhaupt realisieren kann. Egal welches Fahrzeug angeschafft wird, ob man dieses Fahrzeug nun 60 km oder 40 km pro Tag bewegt. Alles andere Technische (Absicherung der Steckdose, etc.) kann ich nur mit einem Fachmann vor Ort abklären. Dabei MUSS man auch im Auge behalten, was zukünftig kommen kann. Was nützt es mir, wenn ich jetzt eine Lösung für einphasiges Laden montieren lasse und nach Ablauf des Leasings in XX Monaten eine Lösung für dreiphasiges Laden benötige.

Das Verlängerungskabel bekomme ich am Blumenbeet, über einen Rasen und einem schmalen Seitenweg bis zum Auto "verlegt". Wenn mir meine Nachbarin keinen Strich durch die Rechnung macht und den Stellplatz tauscht, gewinne ich ca. 10 Meter und habe eine "Querungsstelle" weniger.

Danke Euch dreien.
Gruß,
Michael
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon Heavendenied » Di 19. Sep 2017, 13:08

Ich meinte wegen "Beratung" auch eher Roland, der sofort ne CEE Rot empfohlen hat, ohne das Fahrzeug zu kennen.
Sicher macht es im Hinblick auf evtl zukünftige Fahrzeuge Sinn, so "dick" wie möglich zu installieren (habe mir selbst ja auch 5x10mm² sowohl in die Garage als auch den Carport gelegt, als sowieso alles ausgegraben war). Aber wenn ich zur Miete wohne würde ich sowas eben nicht machen...
Für deine Anforderungen würde eine Schuko Dose mit Verlängerung wie gesagt locker reichen, egal bei welchem Auto. Alles weitere würde ich wie gesagt eher vom Auto und eben der vorhandenen Installation abhängig machen. Wenn z.B. die Schuko die du da hast gar nicht extra abgesichert ist sondern da noch sonstwas mit dran hängt dann wäre evtl auch diese vorhanden Schuko nicht zum laden geeignet.
Das einzige was ich mir dann noch überlegen würde ist, wie man eben das Ganze mit dem Kabel bei der Länge sinnvoll löst. Also ob man es immer wegräumen muss oder ob man es eben irgendwie halbwegs "fest" verlegt. Ich würde dann auch auf jeden Fall einen Wetterschutz für die Steckverbindungen und ggfs den ICCB vorsehen.
Die Situation verbessern kannst du dann immer noch, wenn du merkst, dass es dir nicht reicht. Wobei eben Lösungen wo der Elektriker tätig werden muss und dann noch mit Anschaffung einer Wallbox etc. gleich ins Geld gehen...
Gruß,
Jürgen
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon AndiH » Di 19. Sep 2017, 15:36

Hallo,

die Verluste hängen immer von der Stromstärke ab. Wenn du also recht wenige km nachladen musst sollte es problemfrei machbar sein per Schuko mit Begrenzung auf z.B. 10A zu laden. In den 10 Stunden über Nacht würde für einen Smart sogar 6A für ein Komplettladung reichen. Du solltest auf jeden Fall darauf achten das keine Stolperfalle gebaut wird,das die Verbindungen/Stecker im trockenen sind und das keine Zugbelastung auf dem Kabel ist. Ansonsten kannst du einfach ein neues einigermaßen hochwertiges Verlängerungskabel aus dem Baumarkt nehmen. Das einzige Fahrzeug welches zur Zeit für Schuko Ladung weniger geeignet ist, ist die Zoe, aber das ist eine andere Geschichte. Als dauerhafte Lösung natürlich dann Typ2 am Stellplatz, damit funktioniert es dann mit allen neuen Fahrzeugen.

Gruß

Andi
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon wp-qwertz » Di 19. Sep 2017, 16:19

für deine fahrerei würde sich aktuelle einer der drei drillinge gut eignen (z.B. der hier: https://www.goingelectric.de/elektroaut ... en-c-zero/ *** den gibt es in etwa baugleich auch von peugeot und mitsubishi). so viel zur beratung :D

eine cee-dose ist immer besser als eine übliche schokoladensteckdose. da gebe ich rolandk uneingeschränkt recht - egal welches auto später da ist.

viel erfolg und berichte doch, was draus geworden ist, ok?!
danke.
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon Micha141264 » Mi 20. Sep 2017, 00:26

@all:
Ich hoffe die nächsten Tage mit einem Elektriker (der auch für den örtlichen Stromversorger EWE tätig sein darf) mal eine Bestandsaufnahme der örtlichen Gegebenheiten machen zu können. Bisher ist mein Gedanke, den Strom an der Stelle zu holen, an dem (m)eine Gastherme hing. Dieser Punkt ist mit einem separaten 16 A Sicherungsautomaten abgesichert. Sollte es sich dann herausstellen, das man die Schukodose ersetzen sollte (durch eine neue Schuko oder CEE blau oder vielleicht sogar durch eine CEE rot) werde ich dieses machen (lassen).

Gleichzeitig ziehe ich meinen Vermieter hinzu, der recht offen für neue Sachen ist, was ich machen darf. Wenn dieser mir erlaubt, eine Dose vor dem Haus/am Haus in einem verschließbaren regensicheren Kasten montieren zu lassen, habe ich auch nur noch rund 10 - 15 Meter Wegstrecke. Sollte zufällig auch irgendwo an der Hausfront noch ein Punkt sein, wo man 380 Volt herbekommt, würde ich auch noch den Spaten schwingen und das Kabel in der Erde verlegen und eine Säule montieren und verkabeln lassen (a la Power Tower) ;) .

Obwohl das wäre schon über das Ziel hinausgeschossen, da diese Lösung nur als Überbrückung / Notlösung gedacht ist, bis hier im Ort beim Edeka-Markt eine Säule montiert wird (ca. 4 Min. Fussweg). Ausserdem warum soll ich noch extra Strom vom Hausstrom zahlen, wenn ich für € 12,50/Monat im Raum Bremen/Bremerhaben Flatrate zahle. Dieses werde ich aber erst Anfang Oktober erfahren, da der Vertriebsbeauftragte von EWE noch im Urlaub ist. Vieleicht kommt EWE ein bisschen in die Pötte, weil es einen :D (oder noch mehr Interessenten :lol: ) hier auf dem Dorf gibt (5000 Einwohner).

Das E-Auto ersetzt einen Kia Sportage, ein kleiner Benziner ist noch vorhanden und im Frühjahr/Sommer wird sich das Ganze entspannen, da ich bis in den Herbst hinein mit dem Liege3rad zur Arbeit fahre.Gefahren würde das Fahrzeug ca. 40 km/Tag im Arbeitspendelverkehr. Gelegentlich auch mal eine Tour nach Bremen (120 - 140 km, hin- und zurück). Es kann zum Pendeln von meiner Frau und auch von mir benutzt werden, da wir (von Mo-So) versetzt und in Schichten arbeiten. Eine Spanne von 8 -10 Stunden zum "Hausladen" ist bald jeden 2. Tag drinnen. Sollte also ausreichend sein.

Das die Zoe Probleme machen kann, habe ich vom R-Verkäufer am Telefon schon gehört. Den fahre ich erst am 4. Oktober für 24 Stunden. Citroen hat sich bei meiner Probefahrtanfrage als Erstes gemeldet, dort wurde ich aber "abgewimmelt", kein Auto verfügbar, Probeauto für den Händler zu teuer, kommt sowieso alles 2019 neu.... Also den C-Zero beim nächsten Händler angeschaut..... und ernüchtert nach Hause gefahren. Der gefiel uns im Gesamten nicht! :(

Aber wenn es was Neues gibt, wie ich mich auf "meine" Lösung hingearbeitet habe, gebe ich es hier bekannt. Auch wenn es nicht so ausführlich wie bei Power Tower, dennjeder Lösungshilfeinput hilft eventuell Anderen weiter!
Gruß,
Michael
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Re: Lademöglichkeit in 30 Meter Entfernung

Beitragvon PowerTower » Mi 20. Sep 2017, 07:44

Oh schön, du hast meinen Bericht gelesen. :) Wenn es ein gebrauchtes Auto sein darf, ist auch der e-up! eine Überlegung wert. Selbe Größe wie C-Zero, aber mich persönlich hat er im direkten Vergleich mehr überzeugt. Die ZOE war mir zu laut, sowohl beim Laden und vor allem beim Vorklimatisieren.
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