Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon Karlsson » So 19. Nov 2017, 19:59

Für die Dose wohl erstmal schon. Wenn Du aber an die CEE32 einen Zoe hängst, braucht die mobile Box einen FI Typ A(EV). Eine NRG kick hat da schon etwas passendes integriert.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon vorsommer » So 19. Nov 2017, 20:25

Wird vermutlich ein i3,
garantiert kein Zoe.


Aber sag niemals nie ;)
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon ecopowerprofi » So 19. Nov 2017, 21:00

bm3 hat geschrieben:
durch ein beschädigtes Ladekabel

Wenn Du so willst, dann müsste auch die Beleuchtungsstromkreise in Gebäude einen FI haben. Brauchen die aber nicht da alle festangeschlossene elektrische Verbraucher nach VDE keinen FI benötigen selbst der in einer Dusche montierter DE nicht. Wenn jemand ein defektes elektrisches Gerät, egal wofür und worin der Defekt besteht, betreibt, kann man mehr als leichtsinnig bezeichnen.

bm3 hat geschrieben:
wenn eine Person ..... mit einer Phase in Kontakt kommt .... dann muss der FI-Schalter auslösen

Aber für diesen Fall genügt ein FI vom Typ A.

PS: Die Ladekabel sind aus einem speziellen verstärkten reisfesten Kunststoff, den man nur geeignetem Werkzeug und roher Gewalt beschädigen kann. Die Typprüfung beim TÜV verlangt, dass ein Kabel, was vom Auto überfahren wird, keinen Schaden nehmen darf.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon ecopowerprofi » So 19. Nov 2017, 21:08

vorsommer hat geschrieben:
ein i3, .... kein Zoe.
Aber sag niemals nie ;)

Spätesten beim Preis fängt man an zu zweifeln. Beim Leasing ist der i3 teurer als die ZOE incl. Batt.-Miete.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon flow2702 » So 19. Nov 2017, 21:24

ecopowerprofi hat geschrieben:

PS: Damit keine Missverständnisse auftreten, ein FI Typ A steht in der VDE drin aber technisch absolut überflüssig. Die Verfasser der Norm haben die Funktion des CP-Signal nicht begriffen bzw. sich keine Mühe gegeben sie zu verstehen. In der Norm steht auch drin, dass die Funktion des FIs regelmäßig zu prüfen ist. Macht blos keiner. Ein FI der nicht regelmäßig geprüft wird, bringt keine zusätzliche Sicherheit.


Viel Spaß dabei, das dem Richter zu erklären, wenn mal was schiefgegangen ist.
"Ja, euer Ehren, ich weiß, dass das in den einschlägigen Normen steht und die Normen für mich als Installateur quasi Vorschriften gleichkommen. Aber ich, der allwissende EcopowerPROFI habe entschieden, ich bin klüger als die Verfasser dieser Normen, und deswegen exkrementiere ich auf die Vorschriften."

Abgesehen davon, dass auch Körper- und sonstige Fehlschlüsse auftreten können, die gar nicht über den Schutzleiter abgeleitet werden können.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon Chinareh » So 19. Nov 2017, 21:55

Die Norm aus 2017 sagt:
"Where the EV supply equipment is equipped with a socket-outlet or vehicle connector for AC use in accordance with IEC62196 (all parts), protective measures against DC fault currents shall be taken. The appropriate measure shall be:
- RCD type B or
- RCD type A and appropriate equipment that ensures the disconnection of the supply in case of DC fault current above 6 mA."

Es hängt also von der Wallbox ab. Die heutigen sollten eigentlich alle einen interne 6mA Differenzstromsensor haben, so dass ein kostengünstiger FI (sprich RCD) Typ A ausreicht. Wenn der Sensor nicht drin ist, dann muss es ein FI Typ B sein.

Bei meiner EBG-Compleo Wallbox habe ich einen FI Typ A plus C-Automat in den Sicherungskasten im Haus einbauen lassen und ein hübsches Erdkabel bis zum Carport gezogen.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 20. Nov 2017, 00:13

flow2702 hat geschrieben:
Viel Spaß dabei, das dem Richter zu erklären, wenn mal was schiefgegangen ist.

Du solltest bitte mal lesen was ich geschrieben habe und nicht das annehmen was ich nicht geschrieben haben. Das was in der Norm steht muss ich nicht als richtig akzeptieren. In den Normausschüsse sitzen mehrheitlich Firmenvertreter bzw. deren Lobbyisten und die sorgen dafür, dass in der Norm nur das reinkommt was die Kosten minimiert oder den Gewinn maximiert. Ein Firmenvertreter aus der Schweiz hat vor über hundert Jahren gesagt: "Wenn man keinen Markt für etwas hat, dann schafft man sich einen." Genau das ist mit der Anwendung vom Typ B o.ä. für die WB passiert. Von allen wird anerkannt, das nur u.U. die ZOE ein glatter Gleichfehlerstrom erzeugen könnte. Den Nachweis dafür hat bisher keiner erbracht. Bei meinen Funktionstests der WB hat der Typ A immer angesprochen, weil es nie einen glatten Gleichfehlerstrom gegeben hat. Es sind wg. der Überlagerung durch den Netzstrom immer pulsierende und die werden vom Typ A erkannt. Es möge mir bitte einer mal erklären wie bei einem Gleichstrom von 6mA bei einem Wechselstrom von min 5A der Ringkern im FI in die einseitige Sättigung zu kriegen ist. Da muss der Gleichstrom schon über 24A betragen sonst ist es nur ein Pulsierender Gleichstrom und er muss einseitig nur über das Erdpotential abfließen. Hinzu kommt, dass die interne Überwachung des ZOE bei Fehlern in der Ladeelektronik und bei Abweichungen von den Sollwerten über die erlaubten Toleranzen hinaus die Ladeanforderung sofort über das CP-Signal unterbrochen wird. Nicht umsonst die ZOE als Ladezicke bekannt.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon vorsommer » Mo 20. Nov 2017, 08:40

Also bringt mir der Fi welcher in
http://www.mennekes.de/index.php?id=103 ... Id=2001446
verbaut ist gar nichts - habe ich das jetzt richtig verstanden?

Ich wollte doch eigentlich nur vorbereitet sein :doof:
Und wenn ich das jetzt alles richtig verstehe
gibt es keine universelle Lösung.
Der ZOE braucht DIES, die anderen DAS,
Mit DIESEM Ladegerät braucht man zusätzlich JENES
mit einem ANDEREN kann man darauf verzichten ... :kap:


Da blickt ja keine Sau durch :shock:
Es kommt noch soweit, dass mein nächtes KFZ
trotz guter Vorsätze wieder ein Verbrenner wird :wand:

Trotzdem vielen Dank, der Versuch war´s wert!
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 20. Nov 2017, 09:04

vorsommer hat geschrieben:
Also bringt mir der Fi welcher in
http://www.mennekes.de/index.php?id=103 ... Id=2001446
verbaut ist gar nichts - habe ich das jetzt richtig verstanden?

Du bist mit einem FI Typ A und eine separte Zuleitung auf der sicheren Seite und gut ists. Dann kann die WB beliebig ausgestattet sein und Du musst Dich beim Kauf derselben nur auf den Preis achten.

PS: Durch den Betrieb von drei ZOEs, den Entwicklung und den Bau von WBs bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass die ZOE kein FI vom Typ B oder EV benötigt. Selbst Renault liefert im Paket mit dem als Zubehör erhältliche Notladekabel nur ein FI vom Typ A. Aber das soll keinen davon abhalten einen FI vom Typ B oder EV zu verwenden, wenn er das Kleingeld dafür spendieren will.
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Re: Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Beitragvon vorsommer » Mo 20. Nov 2017, 09:38

:prost:

Ist jetzt ein FI Typ A
sozusagen der Standard
und vermutlich auch in der Unterverteilung (s. meinem Link von oben) verbaut,
oder könnte da noch etwas anderes drinnen sein
was dann doch wieder nicht ok wäre?
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