Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestation

Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon martinwtal » Do 2. Nov 2017, 22:06

Servus

So einfach die Sicherung gegen eine größere austauschen hört sich gut an.

Sicherung sind dazu da um Stromleitungen gegen Überlastung abzusichern. Da sich Stromleitungen erwärmen wenn sie belastet werden. Daher wählt der Elektriker anhand einer VDE Norm und zusätzlich seiner Erfahrung die maximale Belastung in Ampere und sichert die ab.

Jetzt muss Mann unterscheiden zwischen dem Hausanschluss deren Sicherungen mit Plompen Geschütz sind.
Wo in der Regel 63 Ampere Sicherung drin sind und die nach Rücksprache mit dem VNB sicher auf 80 Ampere erhöht werden kann. Dies erfolgt dann über einen eingetragen Elektriker des VNB.

Und dem Hausverteiler wo du deine Absicherungen und RCD bzw. FI hast.
Großverbraucher wie Durchlauferhitzer die auch mal 22kw ziehen können hast du ja nicht deswegen sehe ich nicht was vom Hausverteiler gegen einen 22kw bzw 33kw Ladepunkt spricht.

Dann muss der Elektriker deines Vertrauens schauen welche länge hat dein Kabel und wie wurde das Kabel zu deinen Ladepunkten verlegt . Dann kann man die maximale Absicherung festlegen.

Sollten deine Landepunkte 50 Meter entfernt liegen oder verlegst du in gedämmten Wänden reduziert sich deine Strom Belastbarkeit und dadurch die maximale Absicherung in Ampere.

Pauschal zu sagen wir tauschen aus....

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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon m.baumgaertner » Fr 3. Nov 2017, 11:02

Habe ähnliche Konstellation und die selbe Anforderung. Mit meinem Elektriker habe ich das dann so gelöst :

Separaten Zähler an Hausanschluss
Dort die 2 WB je 32A 3P
Lastmanagement zwischen WB, wenn ich dann irgendwann mal mit vollem Saft an beiden WB laden will, kommt das Haus auch mit ins Lastmanagement, da mein Hausanschluss die Gesamtlast nicht tragen würde (und es nicht oft vorkommt)
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 3. Nov 2017, 19:27

Ich hab die Beiträge mal überflogen und fast nur Halbwissen vorgefunden. Ein zweiter Zähler ist überflüssig und kostet nur zusätzliche Gebühren. Wenn ich lese, dass man wg. zwei WM, TR, GS, EH und Holzheizung an die Belastungsgrenze kommt, kann ich nur lachen und demjenigen Unwissenheit bescheinigen. Die Netzbetreiber kalkulieren pro Wohnung eine Belastung von 2 kW und legen dafür die Netze mit einer Reserve von 100% aus. Ein Haushalt im EFH verbraucht im Durchschnitt ca. 6000 kWh. Das entspricht eine mittlere Leistung von ca. 0,7 kW. Weil die Netzzuleitung im Trafo mit 315 A abgesichert wird, muss man die Gebäudezuleitung in mindestens 3 x 50² / 25² legen. Daher kann man in dem HAK (Hausanschlusskasten) ohne Probleme eine Sicherung NH00 mit 100A einsetzen. Dass die VNB dann noch einen zusätzlichen Baukostenzuschuss haben wollen, hat nichts mit der Elektrotechnik zu tun sondern nur mit der Kohle. Ein E-KFZ benötigt ca. 3000 kWh pro Jahr, was wiederum nur eine Belastung im Durchschnitt von 0,4 kW entspricht. Die mittlere Belastung eines EFH mit E-KFZ liegt also nur im Bereich von ca. 1,2 bis 1,5 kW. Selbst bei zwei E-KFZ komme ich nicht über die 2 kW. Eine niedrige Ladeleistung ist für die Netzstabilität von Vorteil, weil sich die Belastung über einen längeren Zeitraum verteilt. Deswegen steht in der TAB die Begrenzung auf 12 kW. Eine höhere Ladeleistung ist kaum erforderlich.

PS: Mit 22 kW muss ich eine E-Fahrzeug was im Jahr 15.000 km fährt nur ca. 136 Std. von den 8760 Std. pro Jahr am Ladegerät hängen. Das sind 2,6 Std pro Woche oder 22 Min. pro Tag und dies entspricht 1,5 %. Mit 3,7 kW sind es nur 810 Std., 15 Std. pro Woche oder 2,2 Std. pro Tag und entspricht 9 %. Daher ist ein Lastmanagement mehr als überflüssig, wenn man eine geeignete Auslegung wählt.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon m.baumgaertner » Mo 6. Nov 2017, 15:20

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ein zweiter Zähler ist überflüssig und kostet nur zusätzliche Gebühren.


Mein Netzbetreiber bietet für diesen 2. Zähler einen günstigeren Tarif (geringere Netzentgelte). Daher rentiert sich das ab einem Verbrauch von 700 kWh. Ich schließe da 2 eAutos an..

https://www.netze-bw.de/Hausanschluss/Ladepunktbonus
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon EVduck » Mo 6. Nov 2017, 15:27

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ich hab die Beiträge mal überflogen und fast nur Halbwissen vorgefunden. [...viel richtiges...]

Ist hier oft so, manchmal sogar bei den Profis :mrgreen:
eMobilität: Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe
eFahrzeug: Zoe Intens perlweiß 118.000km
ORDER≡D 2016-04-01 03:58
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon eDEVIL » Mo 6. Nov 2017, 15:36

Sowas ähnliches hatte ich mal für die Wärmepumpe mit 16,9 ct /kwh und dafür 2x1,5h Abschaltung pro Tag, was bei eAuto nicht weiter stören würde
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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