Hausinstallation als Vorsorge

Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon xpop » Sa 15. Apr 2017, 20:40

Hallo!
Das erste Elektroauto wird die nächste große Anschaffung sein.
Der Hausbau ist durch, Umfeld wurde aber noch nicht gestaltet.

Bei uns ist alles im Haushalt elektrisch, Wasser und Heizung laufen über Gas, PV existiert nicht.
Wenn ich mich recht erinnere haben wir einen 120A Hausanschluss bekommen dafür spricht der ABB S751/3-E40, oder irre ich total? Die summierten Anschlusswerte der Großverbraucher (alles ab Fernseher aufwärts) betragen etwa 17kW.

Lehrrohr nach Außen liegt, Hutschiene ist sowieso genug da. Was ist ratsam? Als erstes hätte ich jetzt erstmal 5*6mm² nach draußen gelegt und an der Einfahrt CEE Blau angebracht. In der Familie gibts ein WoMo welches öfter zu Gast ist. Meines Wissens ist aber auch ein Rot auf Blau Adapter an Bord.

Welches Fahrzeug es wird ist noch nicht klar, "notfalls" liegen halt zwei Adern ungenutzt rum. Da wir hier aber keine Werkstatt oder einen Bauernhof betreiben, haben wir ansonsten keine Verwendung für CEE. Die Überlegung den Anschluss später öffentlich zugänglich zu machen steht auch im Raum. Der Parkplatz ist bereits entsprechend geplant und befindet sich außerhalb des Zaunes auf dem Grundstück. Leitungslänge vom Hausanschluss bis zum angedachten Aufstellungsort ca. 12m.

Bin ich da auf dem Holzweg, und/oder was kann ich ohne extensiven Finanzeinsatz aktuell sinnvoll vorleisten?

Danke für Anregungen :-)
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Beitragvon ChristianF » Sa 15. Apr 2017, 22:15

Das sollte auf jeden Fall erstmal etwas Gutes sein. Abhängig von der Leitungslänge und den Lademodi kommst Du damit bis 32A sprich 22kW.

Wenn Du sowieso schon dabei bist, würde ich ein LAN Kabel mit ziehen, sei es um später eine Ladebox zu steuern oder nur zwei Adern davon für Modbus o.ä. zu nutzen. Kostet nicht die Welt und man ärgert sich später enorm, wenn das was man braucht nicht da ist.

VG
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon Lokverführer » So 16. Apr 2017, 08:57

xpop hat geschrieben:
Wenn ich mich recht erinnere haben wir einen 120A Hausanschluss bekommen dafür spricht der ABB S751/3-E40, oder irre ich total?


Das sind 40 und keine 120 A. Für letztere hättest du wohl fünfstellige Summen bezahlt, im Haushalt völlig unüblich.
Einfach 3x40=120 zu rechnen ist nicht...
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon Sewi » So 16. Apr 2017, 12:20

xpop hat geschrieben:
Lehrrohr nach Außen liegt, Hutschiene ist sowieso genug da. Was ist ratsam? Als erstes hätte ich jetzt erstmal 5*6mm² nach draußen gelegt und an der Einfahrt CEE Blau angebracht.

6mm² können massiv zu wenig sein und durchglühen oder kräftig überdimensioniert (was nicht unbedingt schlecht ist und Stromgeld spart), je nach Leitungslänge.
Eine CEE Blau wirst Du aber an "5x" nicht vernünftig angeschlossen bekommen, da sind zwei Adern zuviel im Kabel. Eine CEE im Außenbereich würde ich grundsätzlich nur schaltbar machen, insbesondere wenn Kinder in der Nähe sind oder mal sein werden...
Wallboxen schalten den Strom erst ein, wenn sie sich ausführlich mit dem Auto unterhalten haben. Bis dahin liegen maximal 12V an und selbst die sind nicht so einfach zugänglich. Wenn die Priorität E-Auto ist, würde auch ein Type 2 -> CEE blau Dose Adapter ausreichen, der bei Bedarf zwischengesteckt und danach wieder entfernt wird.
Alternativ könntest Du - genügend Amps vorausgesetzt - natürlich auch CEE blau schaltbar plus Wallbox vorsehen (erfordert je ein 3x und 5x Kabel), wobei eine 16A abgesicherte Außen-Schuko an Stelle des CEE blau vermutlich praktikabler ist, wenn Du auch mal was anderes anstöpseln möchtest.
Wenn die 40A stimmen, musst Du ohnehin rechnen. 17kW können 23A best-case oder 70A worst-case sein. Für eine 22kW Wallbox sehe ich da keinen Platz mehr, 11kW könnten noch passen.
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon xpop » So 16. Apr 2017, 13:42

Danke bis hierher schonmal. Die Schuko ist an der Fassade schon vorhanden, eine weitere drei Meter weiter macht so wahrscheinlich erstmal keinen Sinn. Also zumindest mit extra Aufwand. Schaltbar wird es sicher, zu viele Touristen hier die sonst Unsinn treiben. :-) CEE blau daher weil das WoMo aktuell von Gas auf Strom umgerüstet werden soll, und Schuko da eng werden könnte. Und sowieso dann erstmal alles ohne Adapter laufen könnte. (WoMo dient eher als mobiles Gästezimmer und tingelt in der Familie im Kreis)

Erkenntnis: 8 Adern nach draußen, sollte gehen.
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon Misterdublex » Di 25. Apr 2017, 17:29

Hallo,

ich hänge mich hier einfach mal an. Wir bauen auch derzeit neu. Unser Bauträger hat uns ein Angebot für CEE 3P/N/PE 5x6mm² in der Garage gemacht mit folgender Spezifikation:

Lieferung und Montage der Stromkreiszuleitung NYM-J 5x6 qmm in offener Rohrverlegung vom Zählerschrank bis in die Garage, inkl. CEE- Steckdose Aufputz 3x32 A (3P/N/PE) Rot, FI-Schutzschalter 4-polig 40/0,03 A, Neozedblock D02 3x63 A, 3 Stück Schraubkappen D02 63 A, 3 Stück Neozed Sicherungen D02 32 A.

Alles zusammen etwa 500 €.

Ziel ist es dort irgendwann einmal ein E-Auto laden zu können. Entweder mit JB2 oder NRGKick (eigentlich zu teuer), Simple EVSE oder mit der Ratio B3200R.

Sind die o.g. Gerätschaften dafür ausreichend?
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon kassiopeia » Di 25. Apr 2017, 17:49

Welcher Typ RCD (wurde früher FI genannt)?

Warum Neozed statt LSS?
lg kassi

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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon Hugo1974 » Di 25. Apr 2017, 18:19

Hallo!
Die Kostenangaben mögen zwar stimmen, aber wenn du später mal eine Wallbox verwendest zum Laden eines EV, dann benötigst einen FI der allstromsensitiv ist und der kostet ein paar hundert Euro. Nur diese Art von FI löst im Falle eines Fehlerstromes auch zuverlässig bei möglichen Oberwellen (entstehen durch moderne Schaltnetzteile, Frequenzumrichter, AC/DC Wandler usw.) aus.
LG
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon ecopowerprofi » Di 25. Apr 2017, 20:50

kassiopeia hat geschrieben:
Warum Neozed statt LSS?

Kostenfrage und besser für Dauerlast geeignet.

Hugo1974 hat geschrieben:
dann benötigst einen FI der allstromsensitiv ist

Nö. Nur bei der ZOE kann man darüber nachdenken. Alle einphasigen Lader sowieso nicht.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: Hausinstallation als Vorsorge

Beitragvon Misterdublex » Di 25. Apr 2017, 22:32

ecopowerprofi hat geschrieben:
kassiopeia hat geschrieben:
Warum Neozed statt LSS?
Kostenfrage und besser für Dauerlast geeignet.


D.h. Neozed ist kostengüstiger in der Anschaffung? Jetzt habe ich gelesen, dass die bei Überlastung durchbrennt. Kann ich die dann selber wechseln oder muss dafür extra ein Elektriker kommen?

ecopowerprofi hat geschrieben:
Hugo1974 hat geschrieben:
dann benötigst einen FI der allstromsensitiv ist

Nö. Nur bei der ZOE kann man darüber nachdenken. Alle einphasigen Lader sowieso nicht.


Wird der allstromsensitive auch benötigt, wenn an dem einem FI nur die eine CEE 32 A hängt und nichts anderes mehr?
Tritt das Problem denn auch bei z.B. Smart (alt) auf oder einem angeschlossenen mobilen DC Ladegerät?
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