Hausanschluß für 43KW pimpen

Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 19. Jun 2015, 22:05

Tho hat geschrieben:
... das Problem ist, dass man ja nie weiß auf welcher Phase ein einphasiges E-Auto lädt.

M.E.n. laden alle die tollen einphasigen Autos (an einem Typ2-Drehstromanschluss!) auf der gleichen Phase! Das ist ja der "Gag" dass da teils nicht einmal durchkontaktierte Kabel da sind, sondern einfach nur ein Pin im Typ2-Stecker vorhanden ist! Und zwar immer der Gleiche ...
Wenn jemand (blödsinnigerweise) sich eine einphasige Wallbox installiert, ist es logischerweise egal, auf welche Phase des Hauses diese dann geklemmt wird. Bei Anschluss an Drehstrom wird es immer die gleiche Phase sein, die diese Autos nutzen - wenn die Box /die CEE-Buchse richtig angeschlossen /verkabelt wurde.

Tho hat geschrieben:
Beim i3 weiß ich jetzt auf welcher Phase der mit der EVR3 Box lädt, der ist aber nächstes Wochenende wieder weg. Wenn ein anderes einphasiges an die Drehstromkiste kommt kann es wieder eine andere Phase sein.

Eben nicht!

Wird ein Spaß, wenn da mal tausende i3 und Kia Soul EV mit 6,6 oder 7,4kW auf einer Phase des Drehstromnetzes liegen ...
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Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 3. Aug 2015, 07:30

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Wird ein Spaß, wenn da mal tausende i3 und Kia Soul EV mit 6,6 oder 7,4kW auf einer Phase des Drehstromnetzes liegen ...

Also, da habe ich mich belehren lassen - das wird so nicht passieren. Denn spätestens am Abzweig Deines Hausanschlusses von der Straßenringleitung wird "umbelegt".
D.h., dass zwar in jedem Hauseingang L1=braun, L2=Schwarz und L3=grau ist, aber in den Häusern nur die Drehrichtung übereinstimmt. Zum öff. Netz in der Straße wird die Belegung der Phasen gewechselt!

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass einphasige Lader bei Dir im Haus IMMER auf der gleichen Phase liegen. Es bietet sich also an, die PV auf eben diese Phase anzuklemmen (bzw. die Wallbox so anzuklemmen, dass es mit dem Speicher klappt)
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon tubi » Mi 26. Aug 2015, 10:24

Ich wollte mal wissen, welche Vorbereitungen ich für eine Ladebox auf dem Hof machen muß.
Mein Hausanschluß ist mit 63 A abgesichert.
Von da geht eine 5x16mm2 26mm dicke Leitung zum Stromkasten, die mit 50 A abgesichert zum Stromzähler geht. Die Leitung vom Hausanschluß zum Stromzähler ist weniger als 10 m Lang.

Wie ist es möglich eine 43 kW Ladebox anzuschließen ?
Gibt es irgendwelche Vorgaben oder Stromlaufpläne ?
Gibt es eine Firma in Hessen die da spezialisiert ist ?
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Mi 26. Aug 2015, 11:21

Fotos wären toll. Was für eine Zählervorsicherung ist das?
Die 50er sollte jeder ELektriker mit Plombenznage gegen eine 63er tauschen können.
Gibt es nur einen Zähler im Haus?

Wieviel Kabelmeter wären es vom Stromzähler/Hauptverteilung zum Standort der LAdebox?

Im Prinzip wird da kein spezielle Fachman benötigt. Es muß dann nur ein 63A LSS in die Haupverteilung, die Leitung an den ORt der Wallbox gelegt werden und dann dort an die Klemmen angeschlossen werden.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Elektrofix » Mi 26. Aug 2015, 22:32

eDEVIL hat geschrieben:
… Die 50er sollte jeder ELektriker mit Plombenznage gegen eine 63er tauschen können…
Das Geht nicht :!: Selektivität nicht gegeben. Im Hausanschlußkasten müssen 80A rein.

eDEVIL hat geschrieben:
… Es muß dann nur ein 63A LSS in die Haupverteilung, …
Wozu muss ich noch einen LS 63A einbauen, wenn die Zählervorsicherungen von 63A eingebaut werden soll :?:

eDEVIL hat geschrieben:
Wer das als zugelassener Elektriker nicht kann, sollte schleunigst den Beruf wechseln!
Ich hoffe da Du kein Elektriker bist, wenn Du

@tubi:
Wenn Du unbedingt eine 43kW Wallbox haben willst, dann brauchst Du einen zugelassenen Elektriker, weil eine Leistungserhöhung der Elektroanlage beim Energieversorger angemeldet und die Sicherungen im Hausanschlusskasten gewechselt werden müssen von 63A auf 80A.
Anschließend werden die Vorsicherungen zum Zähler auf 63A geändert. Zur Wallbox wird nur ein Hauptschalter 63A eingebaut, da die Leitung zur Wallbox durch die Vorsicherungen geschützt wird. Zusätzliche Sicherungen sind hier nicht mehr nötig. Wenn Du einen Fehlerstromschutzschalter im Haus hast, so benötigt Du für diesen ggf. noch Vorsicherungen damit nicht mehr als der Nennstrom über ihn fließt.
Diese Kaskade muss gemacht werden, damit die Sicherungen nicht alle gleichzeitig durchbrennen. Deshalb werden immer höhere Sichungen im Hausanschlusskasten eingebaut und zu den Verbrauchern wird es immer kleiner. Diese nennt der Fachmann Selektivität.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Mi 26. Aug 2015, 22:55

Dann eben 63A SLS auf die Sammelschiene... ;)

Statt dem 63er LSS geht auch ein Hauptschalter, aber abschaltbar sollte die Leitung schon sein, aber die Selektivität B-Automat zu NH/SLS würde ich persönlich bevorzugen

Beim Satz fehlt irgendwie was !? Ich darf mich offiziell Laie nennen.... :twisted:

Das mit der LEistungserhöhung wird durchaus unterschiedlich gesehen. EIne Wallbox ist ja kein Großverbraucher, sodnern nur eine intelligente Steckdosen. Kann man ggf. auch noch durch eine zwischengeschaltete CEE63A unterstützen.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Mi 26. Aug 2015, 23:30

Und jetzt erzählt Elektrofix noch mal wie eine 80er NH zu einer 63er NH selektiv sein soll...

Davon ab, bei uns darf bei Leistungserhöhung auch gleich der HAK neu und SLS rein in den HV. Alternativ baut man einfach ein Lastmanagement und freut sich über eine Problemlos funktionierende Wallbox mit 43kW am für 3x63A bezahlten Anschluss...
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Tho » Mi 26. Aug 2015, 23:38

Die Erhöhung von 63A auf 80A ist bei uns auch kein Schnäppchen beim EVU. :?
Da würde ich Notfalls eher mit der Ladebox ein bisschen runtergehen.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon tubi » Do 27. Aug 2015, 08:20

Danke für Eure Antworten.
Ich bin noch am Sondieren und Studieren was überhaupt bei mir gehen würde und welchen Aufwand ich bereit bin zu machen.
Gerne hätte ich vor meinem ersten EV (evtl. Model 3) schon die Leitung installiert.

Ich will es natürlich nach den Bestimmungen machen, da ich denke, daß ein abgebranntes Haus mit einem EV vor der Tür für die deutsche Lobby Presse und die dazu gehörigen Versicherungen ein gefundenes Fressen sind...egal was die Ursache war.
In bestimmten deutschen Hausverwaltungen ist es ja verboten eine Lademöglichkeit in die Tiefgarage zu bauen...aber Autos mit explosiven Flüssigkeiten und giftigen Abgasen sind erlaubt...komisch.
Ich bin zum Glück meine eigene Hausverwaltung.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Aug 2015, 09:08

Die Leiitungserhöhung ist ja nichts technisches, sondern ein finanz. Aspekt, wo man sich an den Baukosten für den Trafo u.ä. beteiligt.
Wenn man mit den richtigen Leuten spricht, kanne s aber auch möglich sein, das man ohne größere Kosten 80A Sichererungen im HAK unter bekmmt... :twisted:
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