Hausanschluß für 43KW pimpen

Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Lokverführer » Do 26. Mär 2015, 21:24

bm3 hat geschrieben:
Lokverführer hat geschrieben:
Das ist dann das, was ggf noch weitere Kosten wegen notwendiger Erdarbeiten bedingt. Die 3000 Euro bei mir sind bildlich wirklich ausschließlich der Wechsel von 50 A NH-Sicherungen in 80 A. Ansonsten wird in meiner Anlage gar nichts gemacht.


Wenn nur 3 Sicherungen getauscht werden dann sahnt bei dir aber jemand kräftig ab. :lol:


Das ist jedoch ganz normal, wofür diese Kosten verwendet werden MÜSSEN, hatte ich ja bereits erklärt. Die andere Frage ist, wie der Kunde die Berechnungen des VNB kontrollieren soll. Darüber wurden wohl auch schon Gerichtsprozesse geführt...
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Fr 27. Mär 2015, 08:08

Die Sicherung an sich ist ja nicht die "bezahlte" Leistung, sondern was man an garantierter Leistung bucht.
Im HAK wird natürlich nichts unnnötig großes verbaut.

Was habt Ihr da genau beantragt? Interessant wäre mal, ob man eine gröeßere Sicherung auch für eine gelegentlich genutzte CEE63 durch bekommen würde. Sobald das Thema eAuto alden fällt, wird ja von der Gleichzeitigkeit 1 ausgegangen d.h. es m,uß entsprechend mehr Leistung bezahlt werden.
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Re: AW: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon bm3 » Fr 27. Mär 2015, 09:43

Lokverführer hat geschrieben:

Es geht darum, dass irgendjemand die Niederspannungsnetze bezahlen muss. Angenommen es würde jedermann 100 A Hausanschlüsse haben, so geht man davon aus, dass diese Leistung zumindest zeitweise auch entnommen wird. Dementsprechend ist das Niederspannungsnetz auszulegen und ggf. weitere Trafos und Mittelspannungsleitungen zu verlegen.


Der genannte Betrag ist ein Baukostenzuschuss, der darf höchstens die Hälfte von dem betragen was der Verteilnetzbetreiber für die entsprechenden Ausbaumaßnahmen ausgeben muss. Daher ist das regional unterschiedlich, bei mir kosten 80 A rund 3000 Euro während die von mit bereits genannten 50 A gratis sind. Bzw je nach VNB fast gratis, da diese Stromstärke die 30 kW welche die Niederspannungsanschlussverordnung vorsieht etwas überschreitet.
Das ganze kann man als Instrument zur Steuerung der Nachfrage sehen und verhindert eine unnötigen und teuren Ausbau der Netze.


So ganz richtig ist das was du hier schreibst wohl nicht, jeder Kunde zahlt für jede kwh die verbraucht wird zusätzlich ein Netznutzungsentgelt, welches auch einen ordentlichen Anteil (normalerweise über 20%) an der Verbrauchsabrechnung ausmacht und mit dem auch der Netzausbau und die Netzwartung abgedeckt sein sollte. Die Gelder die hier zu Diskussion stehen können sich meiner Meinung nach nur auf den verursachten Aufwand bei Hausanschlüssen beziehen.
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Re: AW: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon MarkusD » Fr 27. Mär 2015, 10:00

bm3 hat geschrieben:
So ganz richtig ist das was du hier schreibst wohl nicht, jeder Kunde zahlt für jede kwh die verbraucht wird zusätzlich ein Netznutzungsentgelt, welches auch einen ordentlichen Anteil an der Verbrauchsabrechnung darstellt und mit dem auch der Netzausbau und die Netzwartung abgedeckt sein sollte. Die Gelder die hier zu Diskussion stehen können sich meiner Meinung nach nur auf den verursachten Aufwand bei Hausanschlüssen beziehen.
Wir reden hier über die Situation in Deutschland.

Wenn man seinen Hausanschluß über das Normalmaß (was auch immer das ist) erhöhen möchte, muß man einen sog. einmaligen Baukostenzuschuß bezahlen. Dessen Höhe richtet sich danach, wie weit die Erhöhung über das Normalmaß hinaus geht.
Dieser Baukostenzuschuß beinhaltet eine anteilige Abgeltung für folgende Arbeiten:
- ggf. stärkerer Trafo für die Siedlung
- Verlegearbeiten für dickere Kabel in der Straße
- vielleicht noch mehr, aber das sind die beiden Dinge, von denen ich weiß

In Forchheim ist es so, daß bis zu einer bestimmten Leitungslänge (weiß nicht, wieviel genau, aber viel ist es nicht) ab Straßenabzweig bis zum Stromzähler im Haus die Kosten für diese Arbeiten über den Baukostenzuschuß abgedeckt sind, wenn diese erneuert werden muß. Deswegen wird es hier ab 80A und mehr auch gleich richtig teuer (BKZ ab 3500.- netto, das auch, wenn im einfachsten Fall auch nur die Sicherungen getauscht werden müssen).
Was über diese Leitungslänge hinaus geht, muß der Hauseigentümer sowieso selbst bezahlen, kommt noch oben drauf.

Das Material (meintens diese NH-Sicherungen) für die Erhöhung der Anschlußleistung müssen ebenfalls extra bezahlt werden.
Irgendwelche Arbeitskosten im Hauptsicherungskasten (größerer Querschnitt der Leitungen ab den drei Schienen der Phasen etc.) und alles, was danach erfolgt, sind immer vom Hauseigentümer zu tragen.

Man muß wirklich unterscheiden zwischen der reinen Erhöhung der Anschlußleistung und den zusätzlichen Arbeiten, die deswegen anfallen.

Gruß
Markus
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon bm3 » Fr 27. Mär 2015, 10:17

Ich hab was gefunden dazu in der NAV §11:
...
(3) Ein Baukostenzuschuss darf nur für den Teil der Leistungsanforderung erhoben werden, der eine Leistungsanforderung von 30 Kilowatt übersteigt.
(4) Der Netzbetreiber ist berechtigt, von dem Anschlussnehmer einen weiteren Baukostenzuschuss zu verlangen, wenn der Anschlussnehmer seine Leistungsanforderung erheblich über das der ursprünglichen Berechnung zugrunde liegende Maß hinaus erhöht. Der Baukostenzuschuss ist nach den Absätzen 1 und 2 zu bemessen.
(5) Der Baukostenzuschuss und die in § 9 geregelten Netzanschlusskosten sind getrennt zu errechnen und dem Anschlussnehmer aufgegliedert auszuweisen.
...

30kW sind wohl 3 x 50A, bei mehr darf kassiert werden.
Dabei wäre noch zu definieren ob 43kW gegenüber 30kW im Sinne der Verordnung schon als "erheblich" anzusehen sind.
Auch sind das sogenannte "Kann-Bestimmungen". Der Netzbetreiber "kann", muss aber nicht.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon MarkusD » Fr 27. Mär 2015, 11:07

bm3 hat geschrieben:
30kW sind wohl 3 x 50A, bei mehr darf kassiert werden.
Dabei wäre noch zu definieren ob 43kW gegenüber 30kW im Sinne der Verordnung schon als "erheblich" anzusehen sind.
Auch sind das sogenannte "Kann-Bestimmungen". Der Netzbetreiber "kann", muss aber nicht.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Erhöhung auf 50A wäre ohne BKZ gewesen (nur die Sicherungen + Arbeit für Verplomben etc.).
Auf die 63A (= 43kW) waren es die 375 Euro, die ich bezahlen mußte (plus Sicherungen und Arbeit). Bei 80A wären es schon um die 2000 Euro oder mehr gewesen.

Gruß
Markus
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Fr 27. Mär 2015, 11:19

Bei 2K EUR könnte dann ein zweitere Hausnachschluß fast eine Option sein. :shock:
Wenn man schon 50A hat und nochmal 50A dazu nimtm, ha man ja effektiv 100A und nicht nur 80A
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Fr 27. Mär 2015, 11:39

Ganz so leicht ist das dann doch nicht, neben den doppelten Zählerkosten gilt auch die Regel 1 Grundstück= 1 Hausanschluss...

Und KANN Bestimmungen werden beim Energieversorger genau wie beim Arbeitsamt in aller Regel gegen den Kunden ausgelegt...
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon eDEVIL » Fr 27. Mär 2015, 12:07

Kann ma natürlich ncith pauschal sagen, aber gegenüber wanödermessung dürfte 2x Zähler auch nicht teurer sein, oder?
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Fr 27. Mär 2015, 12:31

Im Prinzip schon, aber...
Wandlermessung zahlst du eben nur einmal, den zweiten Zähler jeden Monat. Und du hast eben nicht 3x100A sondern 3x63+3x40A oder so, d.h. du kannst nicht einen 50kW ChademoLader aufstellen, wenn der irgendwann mal bezahlbar sein sollte und der Standort so gut ist, dass sich die Leute den Stecker in die Hand geben. Muss man eben durchrechnen - wie so häufig. Am besten Karlsson fragen, der kann gut rechnen. :-P

Aber ich finde interessant, wieviele Unterschiede es sogar regional gibt, während man in großen Teilen Niedersachsens pauschel 63A im Neubau reinbekommt, ist weiter südlich 35A schon als viel empfunden.... Und in Frankreich bekommt man zum Teil nur 1x13A fürs ganze Haus - da lohnt sich kochen mit Gas...
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Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
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