Hausanschluß für 43KW pimpen

Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Tho » Do 26. Mär 2015, 12:29

Keepout hat geschrieben:
Tho hat geschrieben:
Wie hoch kann (sollte) man denn gehen, wenn man sowieso gräbt? Ich möchte da für den Rest meines Lebens nicht unbedingt nochmal ran... Bin zur Zeit auf 3x35A Alu....


Tho, entschuldige dass ich blöd frage, aber ich versuche mitzudenken: Was müsstest du aufreißen? Die Zuleitung Energieversorgerkasten - Hausanschluß? Hast du da kein fettes Leerrohr?

Wir sprechen von einem Haus BJ1935 im tiefsten Osten. :D

Bei uns ist noch Freileitung aus DDR Zeiten, Hausanschluss geht oben rein.
Innen sitzt der Hauptsicherungskasten mit 3x35A Schmelz-Schraubsicherungewn. Die Kabel zum Hauptsicherungskasten und vom Hauptsicherungskasten zum Zählerplatz sind noch Alu, und dort machen die Klemmstellen Probleme. Sind auch schon paar mal nachgesetzt worden, sodass sie am Ende sind.

Die legen also (wie bei einigen Nachbarn, die das schon hinter sich haben) am Mast ein Kabel runter (der steht sowieso bei mir im Grundstück) und von da muss ich 7-8m ins Haus unten rein. Den Graben hau ich selber raus, für PV hab ich auch schon Erdkabel im Grundstück verlegt. Laut Elektriker setzen sie neuerdings außen noch einen Kasten, wo sie abschalten können. Die Arbeiten macht scheinbar ein Subunternehmen des Netzbetreibers, mein Elektriker beantragt alles für mich beim Netzbetreiber.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon MarkusD » Do 26. Mär 2015, 12:34

Für Forchheim/OFra gilt derzeit folgendes:

Hausanschluß ALT:
Hausabsicherung: 3x35A
jede der beiden Wohnungen für sich: 3x35A
(jaja, an sich idiotisch)

Hausanschluß NEU:
Hausabsicherung: 3x63A
unsere Wohnung: 3x50A
andere Wohnung (meine Schwiegereltern, die nutzen das ohnehin nicht aus): 3x35A, wurde nicht geändert

Folgende Beträge fielen an:
Alle Beträge ohne MwSt, die ist erst am Ende im Ganzen draufgerechnet.
Baukostenzuschuß (wenn es plötzlich allen einfallen sollte, zu erhöhen und dann ein neuer Trafo fällig wird): € 375.01
Monteurstunden: € 49.60
Fahrzeugeinsatz: € 10.00

Macht dann insgesamt inkl. MwSt. 517.18 Euronen für die Hausanschlußverstärkung von 3x35A auf 3x63A.

Erdarbeiten waren nicht notwendig.

Gruß
Markus
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Do 26. Mär 2015, 14:46

michaell hat geschrieben:
Aber was man auch bedenken sollte wenn HSA 63A ist, dann sitzt als Zählervorsicherung im Regelfall
ein 50 A.
d.h. dann auch wenn man eine 63A Zählervorsicherung will das am HSA dann mit 80A abgesichert wird
und das ist kein Standart mehr.


Zement mal. Sobald du auch nur ansatzweise irgendwas an deinem Zählerplatz umbaust (mit Ausnahme der Taschenlampe, die für Havariefälle auf dem Zähler liegen sollte), gelten die aktuell gültigen TAB. Nix NH vorm Zähler.

Und das heißt: Bis 63A SLS vorm Zähler, da drüber Wandlermessung, wobei es manche Energieversorger gibt, die auch 80A oder gar 100A ohne Wandlermessung durchgehen lassen.
Und wenn man NH 63A im HAK hat, passt auch ein 63A SLS vor dem Zähler, danach hat man ja nur noch die Hauptklemme am Abgang, und kann ab da die 63A voll nutzen.
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Re: AW: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Lokverführer » Do 26. Mär 2015, 18:38

rolandk hat geschrieben:
michaell hat geschrieben:
auf 63A, kosten von ca. 880,00 Euro netto, wenn nicht gebudelt werden muss


wenn nicht gebuddelt werden muß? Was machen die denn da?
Neue Sicherungen einsetzen und evtl. einen neuen Zähler verschrauben.... Das ist aber ein satter Tarif. Und das wahrscheinlich ohne Goldkontakte und Kupferleitungen....


Es geht darum, dass irgendjemand die Niederspannungsnetze bezahlen muss. Angenommen es würde jedermann 100 A Hausanschlüsse haben, so geht man davon aus, dass diese Leistung zumindest zeitweise auch entnommen wird. Dementsprechend ist das Niederspannungsnetz auszulegen und ggf. weitere Trafos und Mittelspannungsleitungen zu verlegen.


Der genannte Betrag ist ein Baukostenzuschuss, der darf höchstens die Hälfte von dem betragen was der Verteilnetzbetreiber für die entsprechenden Ausbaumaßnahmen ausgeben muss. Daher ist das regional unterschiedlich, bei mir kosten 80 A rund 3000 Euro während die von mit bereits genannten 50 A gratis sind. Bzw je nach VNB fast gratis, da diese Stromstärke die 30 kW welche die Niederspannungsanschlussverordnung vorsieht etwas überschreitet.
Das ganze kann man als Instrument zur Steuerung der Nachfrage sehen und verhindert eine unnötigen und teuren Ausbau der Netze.
Zuletzt geändert von Lokverführer am Do 26. Mär 2015, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon bm3 » Do 26. Mär 2015, 18:42

Die Frage ist doch immer was der Netzbetreiber bis zum Hausanschlusskasten verlegt oder verlegt hat. Mir fiel damals auf dass der Netzbetreiber bis zum HAK bei seinem Erdkabel einen dünneren Adernquerschnitt verlegt hat als für uns von da weiterführt zum Zählerschrank. Ich denke die haben 16² Kupfer verlegt, wir damals 25². Unser Zählerschrank ist mit 3 x 50A abgesichert und das seit gut 20 Jahren.
Wenn ich jetzt verstärken wollte käme höchstwahrscheinlich von den Stadtwerken dass sie ein neues Erdkabel verlegen müssten und natürlich werden die Kosten dafür den Kunden auferlegt.Vielleicht wird gerade noch die nächste Leistungsstufe genehmigt ohne Kabelauswechslung.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Lokverführer » Do 26. Mär 2015, 18:48

Das ist dann das, was ggf noch weitere Kosten wegen notwendiger Erdarbeiten bedingt. Die 3000 Euro bei mir sind bildlich wirklich ausschließlich der Wechsel von 50 A NH-Sicherungen in 80 A. Ansonsten wird in meiner Anlage gar nichts gemacht.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon bm3 » Do 26. Mär 2015, 18:56

Lokverführer hat geschrieben:
Das ist dann das, was ggf noch weitere Kosten wegen notwendiger Erdarbeiten bedingt. Die 3000 Euro bei mir sind bildlich wirklich ausschließlich der Wechsel von 50 A NH-Sicherungen in 80 A. Ansonsten wird in meiner Anlage gar nichts gemacht.


Wenn nur 3 Sicherungen getauscht werden dann sahnt bei dir aber jemand kräftig ab. :lol:
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon michaell » Do 26. Mär 2015, 18:58

@mlie

Zement mal. Sobald du auch nur ansatzweise irgendwas an deinem Zählerplatz umbaust (mit Ausnahme der Taschenlampe, die für Havariefälle auf dem Zähler liegen sollte), gelten die aktuell gültigen TAB. Nix NH vorm Zähler.

Und das heißt: Bis 63A SLS vorm Zähler, da drüber Wandlermessung, wobei es manche Energieversorger gibt, die auch 80A oder gar 100A ohne Wandlermessung durchgehen lassen.
Und wenn man NH 63A im HAK hat, passt auch ein 63A SLS vor dem Zähler, danach hat man ja nur noch die Hauptklemme am Abgang, und kann ab da die 63A voll nutzen


falsch, muss nicht immer sein :)
ich mach das gerade aktuell
Zählervorsicherung von 35 auf 50
HSA von 35 auf 63

Es gibt auch den sogenannten Bestandsschutz, der aus sagt wenn keine Umbauten größer 25% erfolgen :)
Da macht jedes EVU seine eigene Sache, leider und es ist nicht bundeseinheitlich geregelt :(

Ist wie bei den Feiertagen, da gibt es ja auch die bundeseinheitliche Regelung und trotzdem haben wir hier mehr :)
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Do 26. Mär 2015, 19:29

Bestandsschutz ist Baurecht und nicht TAB. Es gibt nur die "zurückgehaltene Pflicht zur Anpassung auf den aktuellen Stand", von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen darfst du also eine Anlage, die den ZUM ZEITPUNKT DER ERRICHTUNG GÜLTIGEN NORMEN UND VORSCHRIFTEN entspricht, bei geringen Änderungen weiterbetreiben. Man will damit einfach verhindern, dass beim Tausch eines Zählers wegen Eichablauf auf einmal die ganze Anlage kernsaniert werden muss. Und das alle 8 Jahre...

Wobei ich diese Verpflichtung zur Aufrüstung nicht schlecht fände, wenn die Anlage älter als 40 Jahre ist. Ich kenne nämlich etliche Anlagen, die eine Sanierung bitter nötig hätten, aber alle rufen immer nur "Bestandsschutz!" und dann bleibt es bei den 5 Steckdosen in der ganzen Wohnung mit maroden Klemmstellen und PEN...

Wenn du "nur" ein paar neue Vorsciherungen bekommst, dann hast du Glück, in der Regel wird die TAB immer so ausgelegt, dass die maximalen Kosten entstehen. Bei uns muss bei Umbauten der HAK ausgewechselt werden, wenn er noch keine Zusatzklemme für die PEN-Aufteilung im HAK hat. Kosten trägt der Kunde. Ich bin mir sicher, würde in der TAB stehen, dass die Kosten vom VNB zu tragen sind, würde das viiiieeeeeel Freier ausgelegt werden.

Aber ich glaube, bei der Anlage von Tho sollte man dann doch so langsam mal sanieren, vollkommen unabhängig von einer Stromtankstelle. Schwebender Sternpunkt ist nämlich so ziemlich das unschönste und teuerste, was einer elektrischen Anlage passieren kann...
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon michaell » Do 26. Mär 2015, 21:11

@mlie

Klar, aber komischere Weise hab ich hier Vordrucke für IB
Da kann man das mit 25 % ankreuzen.

Zu tho geb ich dir recht :)
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