Hausanschluß für 43KW pimpen

Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon rolandk » Do 26. Mär 2015, 10:33

Tho hat geschrieben:
Bei der Elektromobilitätsförderung spricht unser Netzbetreiber von mindestens NH00(100A).
https://www.enviam.de/autostrom


Interessant, aber nur 22kW Ladeanschluß.... Das wird dann wahrscheinlich so gerechnet:

32A Fahrzeug
63A Haus

100A Anschluss

Dann geht es auf. Geht natürlich auch. Aber das ist absolut absurd und oversized, wenn man nicht gerade eine Schlange von Ladewütigen vor dem Haus stehen hat.

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Beitragvon Tho » Do 26. Mär 2015, 10:34

Das Problem ist bei mir vor allem die Klemmstelle des Null im Hauptsicherungskasten, dort ist es wohl heiß geworden.
Ich habe auch parallel einen PV Speicher, der maximal 4,6kw ins Netz schiebt. Wenn jetzt ein EV auf einer anderen Phase läd, dann summiert sich die Last auf dem Null. Der Elektriker hat alles nochmal nachgesetzt und mit neuen Klemmen verklemmt, rät mir aber zu einem neuen Anschluss...

Ich muss den Kram sowieso neu machen, ich werde beim Angebot fragen was max. bezahlbar geht.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon mlie » Do 26. Mär 2015, 11:25

Wenn du sowieso buddeln lassen musst, dann sage dem Netzbetreiber, dass er die Leitung auf 100 oder 125A auslegen soll, du aber zunächst nur 3x63A abnimmst und auch nur diese Leistungserhöhung bezahlst. Den Querschnitt gibt dir der Netzbetreiber dann vor und verkauft dir das Alukabel dann auch gleich. Im Öffentlichen Stromnetz wird praktisch nur Alu verlegt, ist also nicht weiter schlimm.
Wenn du dann merkst, dass du einen enorm hohe Bedarf hast, kannst du das ganz große Fass aufmachen mit Wandlermessung oder zwei Zählern 3x63A, einen fürs Haus und einen für die Ladesäule.
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon kai » Do 26. Mär 2015, 11:30

Moin,

scheint Bundesland-abhänge Unterschiede schon im Neubau zu geben.

Meine 11 Jahre alte Hütte hat standardmäßig 63A. In Niedesachsen sollen nur noch 35A Anschlüsse bei Neubau EFH standardmäßig drin sein. Hamburg weis ich nicht.

Hat da jemand Ahnung was "default" ist bei Neubau ?

Danke

Kai
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Maverick78 » Do 26. Mär 2015, 11:35

michaell hat geschrieben:
Habe gerade Preise bei Bayernwerk Netzcenter Bamberg abgefragt, weil ich einen Hausanschluss ertüchtigen will

Vorhanden HSA 35A
auf 50A, kosten von ca. 85,00 Euro netto
auf 63A, kosten von ca. 880,00 Euro netto, wenn nicht gebudelt werden muss


Preise decken sich mit der N-Ergie-Netz GmbH (jetzt main-donau-netz)
Meine Aufrüstung von aktuell 3x35A kostet:
3 x 63 A 926,63 € brutto
3 x 80 A 2.162,13 € brutto
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon Lokverführer » Do 26. Mär 2015, 11:38

Die Niederspannunganschlussverordnung gesteht jedem 35 kW (50 A) zu, ohne dass der VNB gesonderte Baukostenzuschüsse verlangen darf. Von daher also gleich diesen Wert verlangen...
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon rolandk » Do 26. Mär 2015, 11:40

kai hat geschrieben:
scheint Bundesland-abhänge Unterschiede schon im Neubau zu geben.

Meine 11 Jahre alte Hütte hat standardmäßig 63A. In Niedesachsen sollen nur noch 35A Anschlüsse bei Neubau EFH standardmäßig drin sein. Hamburg weis ich nicht.


Mein Haus ist jetzt 15 Jahre alt und ich habe 63A im Hauptkasten.... Ich kann mir nicht vorstellen, das da irgendetwas reduziert wurde. Die Ringleitungen in der Straße haben hier 150mm² und mehr.

Ich vermute, das es nicht so sehr Bundeslandabhängig ist, sondern eher EVU-abhängig. Das werden die selber regeln, je nach dem, wie der Netzausbau in der Region aussieht. Es würde mich wundern, wenn es dafür länderabhängige Gesetzestexte gibt.

Schließlich gibt es ja nicht nur EFH, sondern auch MFH und Firmen. Und bei MFH kann es passieren, das da eine Absicherung mit 100A anliegt, aber jeder der z.B. 5 Haushalte selber noch einmal eine Absicherung von 50A hat.

Und Firmen werden i.d.R. sowieso individuell angebunden. Zumindest sogenannte mittelständische Betriebe.

Wobei es mich z.B. in Thüringen sehr gewundert hat, das ein mittelgroßer Elekrobetrieb mit einem 6 mal größeren Schaltschrank, als ich ihn zuhause habe, nur mit 35A abgesichert war. Und mein Schaltschrank ist nicht gerade klein.

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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon rolandk » Do 26. Mär 2015, 11:51

michaell hat geschrieben:
auf 63A, kosten von ca. 880,00 Euro netto, wenn nicht gebudelt werden muss


wenn nicht gebuddelt werden muß? Was machen die denn da?
Neue Sicherungen einsetzen und evtl. einen neuen Zähler verschrauben.... Das ist aber ein satter Tarif. Und das wahrscheinlich ohne Goldkontakte und Kupferleitungen.....

Vermutung:
Naja, irgendwo muß das Geld für das defizitäre Spaß- und Wellnessbad ja herkommen.....

Vor allem, auf was für Beträge kommen die dann wohl, wenn gebuddelt werden soll? Die o.g. Preise habe ich bei mir genannt bekommen für einen 80kVA Anschluß bei dem gebuddelt werden müsste.

Gruss
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon kai » Do 26. Mär 2015, 12:01

Moin,

https://www.sh-netz.com/cps/rde/xbcr/sh ... _Strom.pdf

Eben mit der Schleswig-Holstein Netz AG telefoniert.

Aktuell wurde ein Neubauanschluß auf 50A reduziert.
Mehr bekommt man heutzutage nicht default in Schleswig-Holstein (ca. 1500€ brutto)

Upgrade von 50A auf 63A kostet ca. 1.800€ brutto
Upgrade von 63A auf 80A noch einmal 2.000€ brutto

So isses. Bei mir ( und fast allen anderen) würden sogar 100A gehen, kostet aber.

Gruß

Kai
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Re: Hausanschluß für 43KW pimpen

Beitragvon michaell » Do 26. Mär 2015, 12:09

@rolandk

Die einzige Vorschrift die es gibt ist die 50A Regel, das ein HSA so ausgelegt sein muss.

Aber was man auch bedenken sollte wenn HSA 63A ist, dann sitzt als Zählervorsicherung im Regelfall
ein 50 A.
d.h. dann auch wenn man eine 63A Zählervorsicherung will das am HSA dann mit 80A abgesichert wird
und das ist kein Standart mehr.

Und die EVU sind in Ihren Preisgestaltung ab 50A frei, leider
und man kann da nicht einfach einen anderen nehmen, weil es den Grundversorger halt gibt.

Ebenso ist es halt dann auch meistens so das ab 100A eine Lastgangfernabfrage eingebaut sein muss
(bei vielen EVU´s) und dann wird das etwas teurer, wobei das wiederum bei Einführung der SMART Grid Zähler
dabei ist. (Kostenfaktor)
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KONA bestellt.
Info (at) Solar-lamprecht.de
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