Großbaustelle Ladestation am Mehrfamilienhaus

Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon PowerTower » Mi 1. Jul 2015, 11:03

Ob die Wallbox nach Beendigung des Mietverhältnisses mitgenommen wird oder nicht hängt davon ab, ob der Nachmieter bereit ist diese zu übernehmen und einen entsprechenden Preis zu zahlen. Es ist ja nicht mal gesagt, dass der Nachmieter überhaupt Elektroauto fahren will, obwohl das natürlich schade wäre, weil es bestimmt viele Interessenten gibt, die sich über eine Wohnung mit Lademöglichkeit freuen würden. Und wenn ich mal ausziehen sollte, stehe ich vor dem gleichen Problem. Die neue Wohnung muss eine Lademöglichkeit anbieten.

Änderungen an der Installation sind nicht mehr möglich, ich habe das Material soeben beim Elektriker abgeholt. Ich sehe das trotzdem nicht so dramatisch, weil viele Anwender zu Hause selbst mit Schuko problemlos zurecht kommen. Und wenn in drei Jahren ein Triple Lader an jeder Straßenecke steht gibt es auch keine Probleme mehr, wenn man es eilig hat.

Habe mich für die Version mit Spiralkabel entschieden, dieses Ausstattungsmerkmal gibt es bei 22 kW nicht. Die 11 kW Version gibt es mit Spiralkabel, sogar gegen geringen Aufpreis: 3,7 kW: +140 Euro, 11 kW: +50 Euro. Das hatte ich so gar nicht gesehen. Damit ist die 11 kW Station kaum teurer als die 3,7 kW Variante. Der integrierte FI ist nicht weiter relevant, weil es schon einen in der UV gibt. Ob es möglich ist die 11 kW Station einphasig zu betreiben, weiß ich nicht. Allerdings wird das Ladekabel durch die zwei zusätzlichen Adern etwas massiver. Jeder der schon mal mit Spiralkabeln gearbeitet hat weiß, was dann für Zugkräfte am Ladeanschluss des Fahrzeugs wirken können.

Einziger Nachteil durch das fest installierte Typ2 Kabel: es ist zwar extrem praktisch, aber die Überlegung mit einem eventuellen Drilling als Nachfolger kann ich nun vergessen. :lol:
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon bm3 » Mi 1. Jul 2015, 11:45

Hallo,
also wenn du schon einen 80 Zentimeter tiefen Graben einige Meter lang mit dem Spaten aushebst (Warum eigentlich jetzt 80cm tief , hat man Angst das Kabel friert im Winter ein ? Aber ist wohl jetzt so beschlossen...) und wohl auch kein Leerrohr von dir vorgesehen ist würde ich zumindest ein dreiphasiges Kabel verlegen.
Ich gehe dabei mal davon aus dass deine Wohnung auch dreiphasig mit 32A angebunden ist.
Egal ob es dir noch nützt oder irgendwann vielleicht noch mal der "Nachwelt" oder auch niemandem.
Die 2,5² halte ich übrigens auch bei 30m Länge für äußerst sparsam dimensioniert. Sparsam bei der Anschaffung, nicht bei den Leitungsverlusten. Zwischen 2,5 und 6 gibt es ja auch noch die 4.
Um Säulen standsicher zu machen hat sich seit Jahrzehnten schon Beton bewährt, den es auch schon preisgünstig fertig in Säcken angemischt gibt.

Viele Grüße:

Klaus

editiert: Noch eine weitere Frage drängt sich mir dabei jetzt auf, wäre es von da ab nicht nur noch ein ziemlich kleiner Weg allen E-Fahrern eine weitere private Lademöglichkeit zur Verfügung zu stellen ? Wenn das zumindest mit einer Drehstromdose oder auch nur mit einer dreiphasigen Wallbox ausgeführt wäre ?
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon eDEVIL » Mi 1. Jul 2015, 11:52

Schade, aber so ist es dann nun mal...
P.S. Die 20 EUR zw. 5x4 und 5x6 sind doch auch nicht der Rede wert. Wenn es darum geht, baut man doch eher die Box selbst...
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon PowerTower » Mi 1. Jul 2015, 12:12

Die 2,5mm² haben mir mehrere Elektriker vorgeschlagen. Ich hatte auch 4 mm² bevorzugt, aber sie meinten das wäre überflüssig. Ich muss mich da auf den Profi verlassen. Bevor jemand strandet bekommt er natürlich den Strom bei mir und das werde ich auch so in die Usermap eintragen. Im Sinne des Mieterfriedens soll das aber nicht ausarten. Wie schon erwähnt gibt es in 1 km Entfernung eine öffentliche Ladestation mit 2x Typ2 11 kW und 2x Schuko.

Die Idee mit einer selbstgebauten Box hatte ich auch, aber wer haftet dann, wenn dadurch Schäden verursacht werden und das Ding nicht zugelassen ist? Den Ärger wollte ich mir ersparen.
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon imievberlin » Mi 1. Jul 2015, 17:16

Im Grunde ist aus meiner Sicht alles was du machst völlig ok. Ich persönlich hätte zwar auch 4mm2 verlegt aber nu so geht es auch Ordentlich. Ich staune immer wieder wie lauwarm unser 2,5mm2 Kabel wird wenn mein Drilling läd.
Vielleicht würde ich mir noch ein CAT6 Kabel mit rein legen. Ob man es jemals benötigt ist eine andere Frage aber ich habe mich schon so oft geärgert etwas vergessen zu haben.
Ich bin auf weitere Bilder und Berichte gespannt ;)

Grüße René
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon Hane » Mi 1. Jul 2015, 17:23

Ich würde das Kabel auf alle Fälle in einen Schlauch plus einem Vorspann verlegen.
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon Tho » Mi 1. Jul 2015, 17:28

Meiner eigenen Erfahrung nach ist da auch einiges an "Luft" in den Regularieren, ein kurzes frei-verlegtes 1,5mm² schafft auch 16A ohne großartig warm zu werden. Problematisch sind eher die Klemmstellen.
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon eDEVIL » Mi 1. Jul 2015, 18:34

Klar geht auch 2,5er, aber bei dem hohen gesamtinvest schadet das bischeb aufpreis für die Zukunft nicht.
Den 70 kwh akku bekommt man mit 3,6kw nicht mehr über nacht voll
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon PowerTower » Mi 1. Jul 2015, 18:41

Bei der Argumentation muss man aber auch fairerweise sagen, dass man den 70 kWh Akku am Tag nicht leer bekommt. ;)
Zumindest an den Arbeitstagen wird man wohl kaum den Bedarf verzehnfachen, nur weil man auf einmal mehr Kapazität zur Verfügung hat. Wochenende und Urlaub kann natürlich abweichen, aber alles halb so wild.

Ich finde die Diskussion jedenfalls sehr mühselig. Einen kleinen Akku brauche ich zu Hause nicht schnellladen, weil der auch so in wenigen Stunden voll wird. Einen großen Akku brauche ich nicht schnellladen, weil ich genug Reserve für den nächsten Ausflug habe - oder bei Bedarf mal eben für eine halbe Stunde an der öffentlichen Schnellladestation Nachschub holen kann und die Zeit sinnvoll nutze, um bei dem schönen Wetter mit der Gutsten ein Eis essen zu gehen. Ist doch jedem selbst überlassen. Es hat schon alles seine Richtigkeit so...
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon JoDa » Mi 1. Jul 2015, 20:17

Hallo PowerTower,

tolle Projektbeschreibung. Scheint gut durchdacht zu sein.

Doch "Das Bessere ist des Guten Feind" :klugs:
*) 5x2,5mm2 Erdkabel, aus den von spark-ed genannten gründen, mit einem einphasigen FI und LS abgesichert.
*) Zukunftssichere wallb-e eco 11kW um 669€ inkl. Spiralkabel. (Müsste mit einphasigem Anschluss auch funktionieren. Sicherheitshalber beim Webshop nachfragen.) FI-Typ B und 3poliger LS erst wenn benötigt nachrüsten.
*) Wenn dich Daten wie momentane Ladeleistung, Tages- und Gesamtladeenergie interessieren würde ich in die Wallbox noch einen Stromzähler einbauen lassen.
*) Wenn du ein Nerd bist, kannst du auch ein CAT-Kabel verlegen. Die Ladestation hat ja schon einen RJ45 Anschluss. Einen Stromzähler kannst du dann auch günstig ins LAN einbinden: Wallb-e ECO Zähler nachrüsten
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