EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Stromerli » Mi 13. Jul 2016, 13:20

Laut Stadtverwaltung Schönau wird die Ladestation in der Ledergasse in Schönau mit EWS-Strom versorgt.
Da diese Ladestation immer mal wieder "Aussetzer" hat, habe ich mich (neben der Stadtverwaltung) auch an die EWS gewandt.
"Positive" Rückmeldung der EWS:
Mein Anliegen wurde an die Stadt Schönau als Eigentümer der Ladesäule weitergeleitet, damit das Problem behoben werden kann.
Zitat: "Ich hoffe, dass Sie bei Ihrem nächsten Besuch in unserem Städtchen wieder eine funktionierende Ladesäule antreffen werden. Wir wollen ja nicht, dass Ihre Elektro-Fahrfreude getrübt wird. Vor allem nicht in Schönau."

Nun mag Jeder darüber denken, wie er will ...
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Beitragvon leonidos » Mi 13. Jul 2016, 14:31

@tango zunächst erst mal Danke, dass du dich dieses Themas angenommen hast.

Ich will hier aber noch daran erinnern, dass es sich beim EWS um ein genossenschaftlich organisiertes Unternehmen handelt. Da sollten die Befindlichkeiten Einzelner nicht so dominieren, auch wenn es sich um hochdekorierte Personen handelt.

Die Frage ist, was sind die Beweggründe, eine neue Technologie abzulehnen.
Ein Grund könnte sein, dass bei Einzelnen das Herz eher für die Belange der Stromnetze schlägt. War ja auch ein schwerer und langer Kampf um z. B. die Schönauer Netz durch Bürger- bzw. Genossenschaftshand zu übernehmen.

Ein anderer Grund wird wohl Unwissenheit bzgl. der eMobil Technologie sein.

Ich dachte immer, dass der Fokus beim EWS auf 100% Erneuerbare aus dezentraler Produktion und dessen Vertrieb liegt. Der Vertrieb bringt das Geld. Ich kann soviel erneuerbaren Strom dezentral erzeugen wie ich will, wenn mir keiner meinen Strom abkauft, dann nützen mir die besten Netze nichts und dann brauche ich auch keine Solaranlagen oder Wasserkraftanlagen zu fördern, dann stirbt mein Geschäft.
Daher sollte man denken, dass man beim EWS an möglichst hohem Absatz interessiert ist.
Da ich dem EWS noch unterstelle, dass ihnen nicht egal ist, zu welchem Zweck der grüne Strom verwendet wird, sollten sie gerade an der Elektromobilität großen gefallen finden.
Ist doch besser Stinker durch Emobile zu ersetzen, als Maschinen bei Heckler & Koch anzutreiben ;)
Zuletzt geändert von leonidos am Mi 13. Jul 2016, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Tho » Mi 13. Jul 2016, 14:33

Das Problem ist, solange im Genossenschaftsvorstand niemand ein Elektroauto fährt, hat auch keiner die nötige Erfahrung oder die Motivation das Thema voranzutreiben. ;)

Statt diesen wichtigen Geschäftszweig, die eMobilität langfristig an genossenschaftliche Strukturen zu binden, verschlafen wir hier wieder eine Chance und überlassen es anderen Akteuren. ("Wir" sind auch die Nutzer, die sich nicht genossenschaftlich engagieren und entsprechend einwirken)

Man kann einer Genossenschaft auch beitreten, im Rahmen der Genossenschaftsversammlung abstimmen und entsprechende Beiträge einbringen.
Zuletzt geändert von Tho am Mi 13. Jul 2016, 14:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon leonidos » Mi 13. Jul 2016, 14:37

tango hat geschrieben:
... sie haben einen neuen (familienfremden) Mitarbeiter zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder ...


vielleicht hilft es ja, diesen neuen Mitarbeiter zu unterstützen.
@tango
kennst du seinen Namen?
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 13. Jul 2016, 15:20

Tho hat geschrieben:
Man kann einer Genossenschaft auch beitreten, im Rahmen der Genossenschaftsversammlung abstimmen und entsprechende Beiträge einbringen.

Das stimmt, wobei es möglicherweise zielführender ist, einer Genossenschaft beizutreten, mit deren Grundüberzeugungen man sich schon identifizieren kann, als einer Genossenschaft beizutreten, die man erst von innen heraus umkrempeln muss, damit man sich wohl fühlt.
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Tho » Mi 13. Jul 2016, 15:28

Ist es nicht evtl. zielführender einer lokalen eG (Bürgerenergiegenossenschaft) beizutreten und in dieser auf den lokalen Ausbau der Ladeinfrastruktur hinzuwirken?
Da entsteht direkt Infrastruktur in Bürgerbesitz, statt Strom nur abstrakt über bestehende Säulen zu handeln.

lokale Genossenschaft suchen: http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de/67.html
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon tango » Mi 13. Jul 2016, 16:24

leonidos hat geschrieben:
tango hat geschrieben:
... sie haben einen neuen (familienfremden) Mitarbeiter zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder ...

vielleicht hilft es ja, diesen neuen Mitarbeiter zu unterstützen.
@tango kennst du seinen Namen?

Ja, ich kenne ihn und wir haben einen Gesprächstermin zwischen einer Delegation von EWS und Elelctrify-BW in Schönau für August ins Auge gefasst. Ich hoffe es nehmen auch die Kritiker teil.

leonidos hat geschrieben:
Ich will hier aber noch daran erinnern, dass es sich beim EWS um ein genossenschaftlich organisiertes Unternehmen handelt. Da sollten die Befindlichkeiten Einzelner nicht so dominieren, auch wenn es sich um hochdekorierte Personen handelt.

Ja, es ist eine Genossenschaft, es ist ein wirklich gutes Unternehmen, das seine Ziele meist sehr kraftvoll verfolgt. Deshalb bin ich auch überwiegend gerne Kunde. Aber es ist auch ein Unternehmen, dass im Gegensatz zu seiner gesellschaftsrechtlichen Verfassung extrem stark von Familie Sladeck gestaltet wird (um es mal vorsichtig auszudrücken). Das hat zu vielen Erfolgen geführt, vor allem auf juristischer Seite. Aber man kann auch die Grenzen des Systems erkennen. Innovation ist ein Fremdwort. Dinge werden "auf Sicht" entwickelt. Und Grundsätze bzw. Glaubenssätze haben eine überproportionale Bedeutung.
Gruß

tango

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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Alex1 » Mi 13. Jul 2016, 16:35

Hmm, da bin ich aber dann auch mal recht enttäuscht über die - bisherige - Reaktion von EWS. Ich hatte sie auch schon mal vor langer Zeit angeschrieben wg Ladenetz. Selbe Reaktion :roll:

Die Idee, Genosse zu werden, ist so schlecht nicht :D
Herzliche Grüße
Alex
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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon tango » Mi 13. Jul 2016, 16:37

Tho hat geschrieben:
Ist es nicht evtl. zielführender einer lokalen eG (Bürgerenergiegenossenschaft) beizutreten und in dieser auf den lokalen Ausbau der Ladeinfrastruktur hinzuwirken?
Da entsteht direkt Infrastruktur in Bürgerbesitz, statt Strom nur abstrakt über bestehende Säulen zu handeln.
lokale Genossenschaft suchen: http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de/67.html

Ich bin der Allererste, der bei Bürger-genossenschaftlicher Erzeugung "hier" schreit.
Ich stelle mir aber die Frage, ob es in diesem Fall tatsächlich um eine Lösung im Kleinen und Lokalen geht, oder ob man nicht mit einem potenten Anbieter, der von der Erzeugung über die Netze bis zum Billing den gesamten Prozess beherrscht, nicht eine perspektivisch weiterreichende Lösung erarbeiten kann. Zum Vorteil des Themas und auch zum Vorteil des Unternehmens.
Es kann natürlich sein, dass EWS dafür der falsche Partner ist, dass man bei Naturenergie oder Lichtblick (!) besser aufgehoben wäre. Selbst Greenpeace-Energy betreibt innovative Geschäftsfeldentwicklung. Aber da ist das Thema (Elektro-) Mobilität noch viel verkrampfter verankert, als bei EWS.
Natürlich kann man sich bei einer Genossenschaft viel leichter einbringen, als bei einer GmbH, AG oder SE.
Im ersten Schritt geht es aber gar nicht darum, sie zu etwas zu bekehren, sondern ins Gespräch zu kommen.
Allein das hat bisher schon nicht gut funktioniert.

Wir können ja dann mal einen "Verein der Genossen" gründen.
Gruß

tango

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Re: EWS Schönau mal etwas mit ELektromobilität anschieben

Beitragvon Tho » Mi 13. Jul 2016, 16:50

tango hat geschrieben:
Ich bin der Allererste, der bei Bürger-genossenschaftlicher Erzeugung "hier" schreit.
Ich stelle mir aber die Frage, ob es in diesem Fall tatsächlich um eine Lösung im Kleinen und Lokalen geht, oder ob man nicht mit einem potenten Anbieter, der von der Erzeugung über die Netze bis zum Billing den gesamten Prozess beherrscht, nicht eine perspektivisch weiterreichende Lösung erarbeiten kann.

Der Vorteil der Energiewende ist ja gerade die dezentralität. Lokale Anbieter erzeugen vor Ort Energie und vermarkten diese.
Warum sollte das nicht auch für Ladeinfrastrukturen funktionieren?
Wenn jede Bürgerenergiegenossenschaft in Ihrer Region Ladestationen errichtet und betreibt, dann bleibt zum einem der Aufwand und das Budget für die Genossenschaft überschaubar und die Infrastruktur direkt in Bürgerhand.
Gerne kann darüber eine Dachorganisation, wie z.B. die Bürgerwerke eG beim Stromvertrieb stehen, die das Billing und Roaming übernimmt.
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