Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon mglx » Do 27. Apr 2017, 08:16

Guten Morgen zusammen,

aktuell fahre ich einen Prius 3 und liebäugle mit der reinen Elektromobilität, bzw. mit einem BMW i3 um genauer zu sein.

Mein Problem ist allerdings, ich kann zu Hause nicht direkt laden, da Mietshaus. Meine einzige Möglichkeit wäre:

A: Kabel von der Waschküche durchs Fenster 2m zur Stellfläche vorm Haus zu legen (Die Fenster sollen eh immer geöffnet sein)
B: Kabel vom zweiten Stockwerk Balkon runter zum Parkplatz. (Bin ich eher kein Freund von, keine Ahnung, ob da irgendjemand auf die Idee kommt hochzuklettern oder das Fenster auf Kipp auszunutzen. Außerdem stehen da auch die Müll-Container und ich möchte auch nicht, dass jemand drüber stolpert)

Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit gemacht? Glaube nicht, dass sich da bei uns jemand dran stört, wenn da ein Kabel zum Fenster in der Waschküche im Keller raushängt. Meine Mitmieter sind alle relativ gechillt. Das käme dann an die Steckdose meiner Waschmaschine. Meinen Vermieter brauche ich nicht fragen, der ist gefühlte 90 Jahre alt, hört die Hälfte der Zeit nicht zu und sagt wahrscheinlich aus Faulheit eh nein :mrgreen:

Die zweite Frage wäre: Auch wenn bei Lösung A theoretisch niemand drüber stolpern kann - there is no limit to human stupidity, though - wie sieht das im möglichen Fall mit Versicherung aus? Würde es reichen ein neongelbes Kabel zu nehmen oder das Kabel an Stolperstellen (ca. 50 cm vor meinem Auto oder eben daneben) mit schwarzgelb gestreiftem Warnklebeband zu umwickeln?

Bei mir gibt es leider keinen Schnelllader in der Nähe, wo ich mich mal ne halbe Stunde mit nem Buch zum Lesen hinstellen könnte. Auf der Arbeit kann ich leider auch nicht laden.

Ansonsten wäre mein Fahrprofil perfekt. Ich pendle zwischen Duisburg und Mülheim. Also die meiste Zeit nur Stadt und ein kleines Stück Autobahn, wo man eh nicht schneller als 80/100 fahren darf.

Ansonsten dürfte ich mit der Reichweite hinkommen. Bin aber trotzdem am überlegen, einen i3 mit Range Extender für Notfälle zu nehmen. Für Langstrecken, bzw. sollte das mal blöd auskommen und irgendeiner unsere Parkplätze blockiert.

Wäre für ein paar Erfahrungen dankbar, schönen Tag noch.

Grüße, MGLX
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon Odanez » Do 27. Apr 2017, 08:24

Hallo MGLX, schön, dass du dir trotz der komplizierten Lademöglichkeiten überlegst ein E-Auto zu kaufen! :)

Was das rechtliche zwecks Versicherung beim Stolpern übers Kabel angeht, weiß ich leider nicht. Wenn es irgendwie möglich wäre das Kabel nicht über einen Weg zu legen, wo man doch ab und zu mal rübergeht, wäre es natürlich optimal.

Bei mir ist die Situation ähnlich, aber doch etwas komfortabler: Wohne auch zur Miete, habe aber das Glück, dass unsere Tiefgarage des Mehrfamilienhauses direkt neben unserer Terasse ist, und wir auch noch einen Stecker auf der Terasse haben, den man von innen einschalten kann. Also habe ich einfach das Kabel in die TG gelegt, aber oben an der Decke entlang, und mit Klebehalterungen befestigt. Das Kabel ist also quasi permanent da, kann aber innerhalb von 2min komplett demontiert werden.

vg
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon PowerTower » Do 27. Apr 2017, 08:43

Hallo mglx,

hast du denn einen fest zugewiesenen Stellplatz oder nimmt jeder gerade den, der frei ist? Falls Ersteres der Fall ist, würde ich versuchen einen Antrag auf Errichtung einer Lademöglichkeit auf eigene Kosten bei der nächsten Eigentümerversammlung einzureichen (oder gibt es nur den einen Vermieter?). Ich habe das so gemacht, weil sich die Hausverwaltung und die Eigentümer an der Balkonsteckdosenlösung gestört haben und ich fand es ja auch nicht so toll. Schau dir einfach mal den Link in meiner Signatur an, vielleicht hilft es dir weiter.

Viele Grüße
Micha
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon phonehoppy » Do 27. Apr 2017, 09:39

Auch ich habe nicht direkt am Haus eine Garage oder Einfahrt, sondern nur einen etwas weiter entfernten Carport in einer Gemeinschaftsanlage. Ich kann aber mein Auto direkt an der Grundstücksgrenze parken und dort mittels eines Kabels laden, das unter den Pflanzen im Vorgarten git versteckt ist. Was bei mir aber nicht der Fall ist, ist dass das Kabel über öffentliche Wege etc. gelegt werden muss. Das wäre wohl in Deutschland ziemlich problematisch, weil es eine Sondernutzung darstellt, die angemeldet werden müsste. Und wenn jemandem an der Stelle etwas passiert und das Kabel was damit zu tun hat, gibt es wohl ziemlich großen Ärger. Es kommt dann auch darauf an, ob das Kabel offiziell überfahrsicher ist.
Am sichersten wäre wohl, direkt am Stellplatz eine eigene Ladesäule zu errichten und erreichten zu lassen...
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon mglx » Do 27. Apr 2017, 10:03

Wow, das geht ja schnell hier :)

Ja, wenn man einmal angefixt ist, oder wie meine schwäbische Freundin sagen würde: angepfupfert ;D
Ich war damals in Düsseldorf auf der Ausstellung der Studien vom i8 und i3. War relativ begeistert vom Konzept, aber das kam zu der Zeit leider nicht in Frage. (da war ich noch auf dem Sportwagentrip) Lange Geschichte. Jetzt wo ich den Prius fahre, würde ich schon gerne dauerhaft elektrisch unterwegs sein und als netter Nebeneffekt ist der i3 auch 7 Typklassen unter dem P3, was bei mir im Jahr ca. 800-1000€ Ersparnis an Versicherung ausmacht.
Außerdem wohne ich an einer Kreuzung und ich kann eigentlich kaum mit offenem Fenster schlafen. Würde das Verbrennerkapitel, wenn es geht, gerne langsam abschließen.

Ich habe leider keinen zugewiesenen Stellplatz. Wir haben nur einen Privatparkplatz vor dem Haus auf dem Grundstück. Wir stehen zwar alle oft relativ gleich, aber kann auch schon mal sein, dass da ein paar blöd geparkt haben oder der Besuch da steht. Das kommt extrem selten vor, dass ich keinen Parkplatz vorm Haus finde, ist aber durchaus mal möglich. Das Kabel läge eigentlich nicht auf irgendeinem Weg, es sei denn, da muss sich jemand unbedingt zwischen Hauswand und Autos vorbeiquetschen, wo eigentlich ein Beet mit Kieselsteinen ist. Die Stellfläche ist genau zwischen dem Fenster zur Waschküche und der Haustür. Da muss man wirklich drüber fallen wollen.

Ich haben nur einen Vermieter. Dem gehören hier mehrere Häuser hier. Aber er ist auch extrem geizig. Der wird sich da auf nix einlassen ohne alle Mieten zu erhöhen und ich bin mir sicher, da haben die Leute hier keine Lust zu, was ich auch nachvollziehen kann.

Wie sieht es denn generell mit Steckdosenladen aus? Ich meine, kann es da zu Überlastungen kommen? Die Steckdosen sind für Waschmaschinen gedacht, keine Ahnung ob das "reicht". Das wäre ja schon ziemlich doof, wenn dauernd die Sicherungen rausfliegen ;D
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon Volker.Berlin » Do 27. Apr 2017, 10:17

mglx hat geschrieben:
Bei mir gibt es leider keinen Schnelllader in der Nähe, wo ich mich mal ne halbe Stunde mit nem Buch zum Lesen hinstellen könnte. Auf der Arbeit kann ich leider auch nicht laden.

Es muss ja nicht unbedingt ein Schnelllader sein. Ich hatte die ersten 18 Monate mit Elektroauto auch keine private Lademöglichkeit. Es war in meinem Fall absolut kein Problem, ausschließlich mit öffentlichen Ladestationen zurecht zu kommen, aber ich hatte da auch besonderes Glück: Sowohl zu Hause als auch am Büro gibt es in fußläufiger Entfernung mehrere öffentliche Ladestationen. Eine private Ladestation wäre unter diesen Umständen eigentlich unnötig gewesen.

Kabel aus dem Fenster scheint mir als Dauerlösung eher ungeeignet. Wichtiger Hinweis am Rande: Kabeltrommel immer ganz abrollen! Sonst hast Du eine Spule, die ordentlich warm macht...

Viel Erfolg bei der Suche nach einer Lösung!
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon kassiopeia » Do 27. Apr 2017, 10:39

Ich hatte damals mit dem Wohnmobil eine ganz ähnliche Konstellation, da war es überhaupt kein Problem vom Waschkellerfenster übers Beet zum Stellplatz zu verbinden.

Die Waschmaschine zieht im Peak ähnlich viel wie EV, von daher brauchst du dir weger der Absicherung keine Gedanken machen. Eher wegen der Steckdose an sich, die würde ich mir genauer angucken ob sie vernünftig angeschlossen ist und die Kontakte solide sind - im Zweifelsfall gegen eine richtig gut z.b. von Mennekes ersetzen.

Ich würde keine Kabeltrommel nehmen sondern gutes! Verlängerungskabel der passenden Länge, möglichst 2,5 Quadrat.
lg kassi

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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon Alex1 » Do 27. Apr 2017, 10:40

fluencemobil member1643.html hat eine transportable Überfahrsicherung, schön in schwarz-gelb (obwohl sie eigentlich rot-weiß sein müsste als temporäres Hindernis, schwarz-gelb ist für dauerhafte Gefahrstellen... :/korinthenkack:). Aber im Ernst, der Klagefreude ist in Deutschland keine Grenze gesetzt, auf jeden Fall ist eine Rechtsschutzversicherung angeraten. Frag die mal, was die in dem Stolperfalle für Dich tut.

So Überfahrsicherungen gibt es auch sehr preiswert in Gummi, wahrscheinlich beim Baumarkt, auf jeden Fall beim Arbeitsschutzhandel neben den Schweißelektroden...

Das Ladekabel der Zoe scheint auch mit einer Art fluoreszierender Farbe versehen sein. Oder wie nennt man diesen Effekt der optischen Aufheller, dass UV-Strahlung in sichtbares Licht verwandelt wird und es dadurch "weißer als weiß" strahlt? Jedenfalls ist es in der Dämmerung sehr gut zu sehen.

Schau unbedingt auf eine leichte Handhabbarkeit, bei manchen Dingern gibt es ein großes Gefummele, bis das Kabel drin ist.

Ist aber nur eine Übergangslösung, Du solltest auf jeden Fall einen festen Ladepunkt anstreben, wie die Vorschreiber vorschlugen. Am besten so, dass möglichst viele eAutos dran kommen. Zur Not auch mit dem 8-m-Kabel ;)

Viel Erfolg auf jeden Fall!
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon p5k » Do 27. Apr 2017, 10:52

Hallo mglx,

Ich habe auch keine private Lademöglichkeit, kann auch nicht in der Arbeit laden und einen Arbeitsweg von, einfach, 24km.
Es gibt bei mir zu Hause eine Ladestation der Stadtwerke, die ich fußläufig in wenigen Minuten erreichen kann und ich suche mir meine Einkaufsmöglichkeiten danach aus, ob ich dort laden kann.
Das funktioniert ziemlich gut und ich bin, seit dem ich in Besitz eines Elektroautos bin, noch nicht in die Verlegenheit gekommen "Laden zu fahren".

Vielleicht gibt es bei dir in der Umgebung auch Ladesäulen, die für dich gut zu erreichen sind oder die du nutzen kannst während du anderen Aktivitäten nach gehst.
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Re: Eure Erfahrungen mit "unkonventionellem" Laden zu Hause

Beitragvon phonehoppy » Do 27. Apr 2017, 11:16

Wegen der Stromlast beim Laden brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Das beim i3 mitgelieferte Schuko-ICCB (Ladekästchen im Kabel) kann notfalls auf eine Stromstärke von 6A reduziert werden, womit natürlich das Laden insgesamt länger dauert, aber damit ist selbst an schlechten Installationen nicht mit einer Überlast zu rechnen.
Wenn Du aber irgendwo im Keller eine Kraftstromsteckdose hast (z.B. eine rote CEE-Dose für max. 16A oder 32A) kannst Du Dir auch ein leistungsfähigeres ICCB zulegen (z.B. NRGKick, JuiceBooster 2 etc.), dann verkürzt sich die Ladezeit bei ganz leerem Akku auf 3h20min. So könntest Du dann dein Ladekabel nur für ein paar Stunden aus dem Kellerfenster legen, und nach Abschluss der Ladung wieder einholen, was vielleicht nützlich sein kann, wenn nur zu bestimmten Tageszeiten an der Stelle Leute unterwegs sind oder wenn generell Zeiten gibt, wo das weniger oder mehr stört.
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