Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon corwin42 » Sa 29. Jul 2017, 11:04

Wenn ich das richtig verstanden habe, bezieht sich der Herr vom Eichamt bei der Nachfrage auf Informationen aus dem GE Ladestationsverzeichnis.

Die haben also Informationen aus dem GE Verzeichnis abgegriffen.
Meines Erachtens ist das eine kommerzielle Nutzung, die ganz klar vom GE Verzeichnis ausgeschlossen wird.

Meiner Meinung nach müsste man das Eichamt erst mal abmahnen, bzw. die Benutzung des GE Verzeichnisses untersagen oder zumindest eine angemessene Benutzungsgebühr verlangen.

Weiss da jemand, wie das rechtlich genau aussieht?


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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 29. Jul 2017, 11:22

corwin42 hat geschrieben:
Die haben also Informationen aus dem GE Verzeichnis abgegriffen.
Meines Erachtens ist das eine kommerzielle Nutzung, die ganz klar vom GE Verzeichnis ausgeschlossen wird.

Eine Ordnungsbehörde kann per Definition keine kommerzielle Nutzung haben. Sie hat hoheitliche Aufgaben und kann daher Daten auch nur hoheitlich nutzen. Die kommerzielle Betätigungen des Staates wurden alle in privatrechlichen Firmen (DB, Telekom usw.) ausgelagert.
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon Joegil » Sa 29. Jul 2017, 13:09

Wo ist das Problem des Fragebogens? Ist Euch eine sinnvolle Gestaltung des Zusammenlebens in Deutschland unwichtig, seit Ihr generell gegen eine staatl. Ordnung? Der Fragebogen ist bei einer kostenfreien Überlassung einer Drehstromladesteckdose in max 15 Minuten ausgefüllt. Meinen Kaufvertrag des Elektroautos fand ich komplizierter, auch wenn er kürzer war. Es gab nämlich Niemanden der verschiedene Ausstattungsmerkmale erklären wollte oder konnte.
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon egolf2016 » Sa 29. Jul 2017, 13:11

Jetzt weiß ich auch warum die Waage bei Edeka seit 2016 nicht mehr gültig geeicht ist :lol:
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon Buschmann » Sa 29. Jul 2017, 13:16

Die Behörden benutzen ja auch gekaufte CD's mit geklauten Daten von Steuersündern und haben kein Problem damit.
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon rolandk » Sa 29. Jul 2017, 13:26

Joegil hat geschrieben:
Wo ist das Problem des Fragebogens? Ist Euch eine sinnvolle Gestaltung des Zusammenlebens in Deutschland unwichtig, seit Ihr generell gegen eine staatl. Ordnung? Der Fragebogen ist bei einer kostenfreien Überlassung einer Drehstromladesteckdose in max 15 Minuten ausgefüllt.


Korrekt, mit dem von Joe-Hotzi gemachten Informationen, das der Fragebogen an die falsche Person gegangen ist, da er kein CPO ist.

Ein ausfüllen und damit Anerkenntnis als CPO könnte diverse Konsequenzen haben, auf die man sicher gerne verzichten möchte. Da ist das Eichamt das kleinere Problem.

Ist eigentlich zulässig, mit solcher Form Anglismen umzugehen? Ich kann mich daran erinnern, das man als Importeur von Waren aus dem Ausland dazu verdonnert wird, seine Artikel mit einer deutschen Bedienungsanleitung auf den Markt zu bringen....

Außerdem sollten amtliche Texte allgemein verständlich sein. Von verbotenenen Schachtelsätzen war dort allerdings nie die Rede.

Ich schweife ab.....

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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon student » So 30. Jul 2017, 02:07

Joegil hat völlig Recht. So ein neues System von Mobilität hat vielfältige Facetten mit Regelungsbedarf. Wenn z. B. die Elektromobilität einmal die Nische verlassen hat, muss man klären, wovon der Straßenbau finanziert wird. Dann wird sicher auf den verbrauchten Strom Mineralölsteuer erhoben. Als CPO ist man dann im Vorteil, weil man den häuslichen Mobilitätsstrom korrekt messen kann. Und wir Nicht-CPOs und Zu-Hause-Lader werden dann anhand des Haushaltverbrauchs geschätzt?

Beste Grüße!
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon ecopowerprofi » So 30. Jul 2017, 08:17

Die Gesetzgeber besser die gesetzbeschließenden Abgeordnete haben erst mal nur ihren eigenen Geldbeutel und den von ihrer Klientel im Sinn. Anders lassen sich viele Gesetze nicht erklären. Warum werden z.B. Großbäckereien von der EEG-, KWK-Umlage und den Netzentgelte auf den Stromverbrauch befreit. Eine deutsche Bäckerei liefert zu 95% nach Deutschland und hat de facto kein europäischer Konkurrent und somit kein Wettbewerbsnachteil zu befürchten. Die fehlende Umlagen werden aber von dem Rest der Stromverbraucher überwiegend die kleinen getragen. Die kleinen Stromverbraucher finanzieren also ein Teil der Erträge der Großverbraucher über die Umlagen.

Da die PKW-Maut beschlossen ist wird man über eine km abhängige Maut und die KFZ-Steuer die Einnahmen generieren. Da mach ich mir keine Sorgen. Ich bin nur gespannt wer von diesen Abgaben befreit werden wird und wer letztendlich die gesamte Zeche bezahlen muss. Die ganze Datenerfassung erlaubt doch später die passgenaue Formulierungen für die Ausnahmen damit nur die zahlen, die sich nicht wehren können.
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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon Fritzchen-66 » Mo 31. Jul 2017, 02:04

Habe mir gerade mal den Text bezüglich des Eichens durchgelesen.
Ich sehe dabei eine relativ einfache Lösung des Problems:
Man verlegt die die gesamte sicherheitsrelevante Software in den Stromzähler.
Dem Zähler meldet man zu Anfang den Messungsbeginn und die zugehörige Transaktionsnummer.
Und bekommt nach Messungsende den komplett signierten Datensatz.
Diese werden dann ach im Zähler gespeichert.
Zusätzlich wird an den Zähler noch ein kleines einfaches Display angeschlossen, auf dem die wichtigen Daten angezeigt werden.

Wenn jemand dann seine Rechnung überprüfen will, bekommt er vom Zählerhersteller den public Key, mit dem er die beiden Sätze vom Messungsstart und Messungsende überprüfen kann.

Die restliche Software in der Ladesäule hantiert dann nur noch mit den signierten Datensätzen. Da diese der elektronischen Rechnung beigefügt werden, fällt eine Manipulation außerhalb des Zählers auf.

Jetzt müssen wir noch die Hersteller der Stromzähler dazu bringen, ihre Software dementsprechend zu schreiben und eine einfache, billige Schnittstelle für eine separate Anzeige einzubauen, falls nicht die Anzeige des Zählers durch ein Sichtfenster im Gehäuse möglich ist.

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Re: Eichämter "filzen" in bundesweiter Aktion Betreiber ...

Beitragvon Fluencemobil » Mo 31. Jul 2017, 07:05

Für 5000 Euro pro Zähler bauen die sicher so etwas.
Am natürlich mit einem sicherheitsschlüssel der Max. 4 Jahre gültig ist, so das dann ein neuer Zähler gekauft werden muss. :ironie:

Dann kann man aber auch verschlüsselungssoftware für den Computer der Ladesäule selbst schreiben und vom Eichamt zertifizieren lassen.
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Ich empfehle einen Batteriemietvertrag bei Renault mit einer Rechtsschutzversicherung zu kombinieren.
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