Bundestagspetition wegen Superchargern

Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon ecopowerprofi » Di 30. Jan 2018, 09:38

Poolcrack hat geschrieben:
Ich bin nicht der Meinung, dass Tesla allein zum Aufbau der Infrastruktur verdonnert werden soll mit einem Ladestandard, den sie momentan gar nicht unterstützen

Wenn ich recht informiert bin, haben die einen Typ 2 Stecker, den die nur für Gleichstrom nutzen. Die müssten also bei Bedarf nur das Netz direkt auf den Stecker schalten und dann könnte man mit AC laden. Technisch kein Problem und die würden die LSV erfüllen.

Poolcrack hat geschrieben:
Vor allem wenn gleichzeitig alle anderen Hersteller nichts tun müssen

Wenn man schneller sein will als alle anderen, muss man halt in Kauf nehmen, dass die eigene Lösung nicht zum Standart erhoben wird.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon SaschaG » Di 30. Jan 2018, 09:44

Ich finde auch, dass die Petition in die falsche Richtung geht. Es braucht mehr Ladesäulen, die für alle Autos unabhängig vom Hersteller nutzbar sind. Sonst haben wir demnächst eine Ansammlung von Säulen, die jeweils nur von den Fahrzeugen eines Herstellers nutzbar sind. Das würde eher abschrecken, als förderlich sein. Schon heute können Tesla Fahrer neben den Tesla Säulen auch andere nutzen. Warum sollte es andersherum nicht auch möglich sein.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon EddyB » Di 30. Jan 2018, 09:46

Das ist doch keine Deutsche, sondern eine EU Angelegenheit. CCS ist beschlossener Standard und wer hier künftig Autos verkaufen will wird sich danach richten oder nix mehr verkaufen. So einfach ist das. Außerdem ist es für Hersteller nur ein Handgriff für EU passende Ports einzubauen.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon harlem24 » Di 30. Jan 2018, 09:51

Deutschland ist bisher aber der einzige Staat, der die EU-Verordnung in nationales Recht umgesetzt hat und dazu noch eher engstirnig.
Es würde mich nicht wundern, wenn die Automobillobbyisten da fröhlich dran mitformuliert haben, natürlich alles nur um die deutsche Industrie zu schützen...;)
Gruß

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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon Helfried » Di 30. Jan 2018, 09:54

Misterdublex hat geschrieben:
Ein CCS-Lader pro Standort dürfte doch wohl reichen, oder?


Ich glaube nicht. Es geht im Gesetz um Ladepunkte, nicht Standorte.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon EVduck » Di 30. Jan 2018, 09:56

ecopower und Misterduplex: Ihr habt euch mit dem Thema LSV entweder nicht beschäftigt, oder es nicht verstanden.
1. Sobald eine DC-Lademöglichkeit da ist, nützt es einem nix, eine (Typ 2) AC-Lademöglickeit zur Verfügung zu stellen sondern man muss zwingend CCS anbieten.

2. Ebenso muss man CCS an jedem Ladepunkt anbieten. Deshalb dürfen z.B. an einer Säule niemals chademo und CCS gleichzeitig funktionieren.

Für Tesla würde das Bedeuten, sie müssten an jedem ihrer Stalls zusätzlich einen CCS Stecker anbieten und (bei enger Auslegung der Definition für den Ladepunkt) außerdem dafür sorgen, dass am zweiten Stall, der am gleichen Ladestack hängt, nicht gleichzeitig geladen werden kann.

Das wird Tesla sicher nicht tun, warum auch?!? Im Moment weichen sie auf abgeschlossenes Privatgelände aus und regeln die Zufahrt über eine PIN, die auf das Navi übertragen wird. Man kann also sagen: die LSV hat (und nicht nur hier!) ihr Ziel bessere Ladeinfrastruktur zu ermöglichen verfehlt.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon ecopowerprofi » Di 30. Jan 2018, 10:29

EVduck hat geschrieben:
1. Sobald eine DC-Lademöglichkeit da ist, nützt es einem nix, eine (Typ 2) AC-Lademöglickeit zur Verfügung zu stellen sondern man muss zwingend CCS anbieten.

Das habe ich bisher ein klein wenig anders gelesen. Aber egal. Wie ich auch schon geschrieben habe, ist es ein Klaks beide an einer Säule zu montieren.

EVduck hat geschrieben:
2. Ebenso muss man CCS an jedem Ladepunkt anbieten. Deshalb dürfen z.B. an einer Säule niemals chademo und CCS gleichzeitig funktionieren.

Wenn beide gleichzeitig funktionieren sollen, dann muss die ganze Leistungselektroik doppelt vorhanden sein und ich brauchte auch je Säule ein Anschluss mit doppelter Leistung. Ist in meinen Augen kein Nachteil.

EVduck hat geschrieben:
Das wird Tesla sicher nicht tun, warum auch?!? Im Moment weichen sie auf abgeschlossenes Privatgelände aus und regeln die Zufahrt über eine PIN, die auf das Navi übertragen wird. Man kann also sagen: die LSV hat (und nicht nur hier!) ihr Ziel bessere Ladeinfrastruktur zu ermöglichen verfehlt.

Da hat einer in der USA vollmundig verkündet die E-Mobilität nach vorne zu bringen. War vielleicht mal so aber es geht dem doch nur noch darum die eigenen Taschen zu füllen.
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon wp-qwertz » Di 30. Jan 2018, 10:43

ecopowerprofi hat geschrieben:
...Da hat einer in der USA vollmundig verkündet die E-Mobilität nach vorne zu bringen. War vielleicht mal so aber es geht dem doch nur noch darum die eigenen Taschen zu füllen.


ist OT aber das muss kurz sein :D
taschen füllen und tesla - ist ungefähr so richtig wie fäißbuk und datenschutz .
tesla hat nicht vollmundig nur gelaber wie hierzulande, sondern das ganze erst wirklich in schwung gebracht. und das bisher ALLES, also auch SC, aus eigener tasche. nix mit warten auf fördergelder & co.

dann noch zum standart: ccs ist es mittlerweile. es gab mal mW eine zeit, da war es typ2 und das hat den deutschen nicht gepasst. also schnell mal selber was zusammengeschnibbelt.

zum thema:
habe bisher nicht mitgezeichnet. ist wohl einwenig zu fehlerbealstet und hier schrieb außerdem einer so schön: welcher politiker liest petitionen :D
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon EVduck » Di 30. Jan 2018, 10:46

ecopower hat geschrieben:
Wenn beide gleichzeitig funktionieren sollen, dann muss die ganze Leistungselektroik doppelt vorhanden sein und ich brauchte auch je Säule ein Anschluss mit doppelter Leistung. Ist in meinen Augen kein Nachteil.

Es ist bei z.B. ABB Säulen so, dass es sowieso mehrere Leistungsmodule gibt. Die können (anderswo, nicht in DE!) gleichzeitig CSS und chademo versorgen. Und der Netzanschluss ist auch kein Thema, AC 43kW & CCS gehen ja oft gleichzeitig bei Tripples.

Und zum Taschen füllen: Einerseits wird Tesla vorgeworfen, keinen Gewinn zu machen, andererseits füllen sie sich die Taschen? Da sehe ich aber eher andere, die sich die Taschen (mit Subventionen) füllen, und keine echte Gegenleistung anbieten.

PS @ecopower: Zum Taschen füllen bei Tesla solltest du, wegen des Glashauses in dem du sitzt, wohl besser nichts sagen...

Edit: ein paar fehlende Kommata eingestreut
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Re: Bundestagspetition wegen Superchargern

Beitragvon TeeKay » Di 30. Jan 2018, 11:29

In China rüstet Tesla gerade jetzt alle Supercharger auf GBT um, baut in neuen Autos GBT ein und liefert an Altkunden einen Typ2 auf GBT Adapter. Damit können künftig alle chinesischen Tesla-Kunden das landesweite GBT-Netz nutzen und Neukunden brauchen kein Adaptergedöns. Scheint für Tesla kein Problem zu sein. Aber in Europa wollen sich Teslafahrer lieber selbst beschränken und bestehen darauf, weiter über Typ2 DC laden zu können, statt Tesla endlich Feuer unter dem Arsch zu machen, damit die die chinesische Lösung wählen und schnellstmöglich alle Supercharger und Fahrzeuge auf den europäischen Standard CCS umrüsten. Ein Vorgang, von dem auch Tesla profitiert. Die Stecker halten deutlich länger, da sie für die hohen Ströme ausgelegt sind und die Kundschaft kann künftig auch die 1000 CCS-Säulen allein in Deutschland nutzen, was den flexiblen Einsatz der Fahrzeuge ermöglicht. Man öffnet sich damit auch wieder gewerblichen Nutzern, denen Tesla derzeit die Nutzung der Supercharger untersagt. Die könnten künftig alternativ an den gerade entstehenden 150-350kW Ladern laden.

Aber das ist wohl alles zu praktisch gedacht.
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