BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon eDiver » Di 5. Jul 2016, 00:02

... nach all den Jahren ... immer noch die gleichen "Fragen" ???
http://www.focus.de/auto/elektroauto/el ... 85034.html

Elektroautos: Sind Schuko-Steckdosen und magnetische Felder ein Risiko?

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat mögliche Risiken der Elektromobilität untersucht. Wichtig sei die Absicherung von Steckdosen. Bei "Extremwetter" solle man nicht laden. Bei hohen Ladeströmen sei eine Gefahr durch magnetische Felder nicht auszuschließen.
... MIST - dann wird das wieder nix mit der "eMobility" - schliesslich wird ja andauernd vor jaehl. zunehmendem EXTREMWETTER gewarnt ...


Bei Extremwetter besser nicht laden

Aufhorchen lässt die Empfehlung der BASt, dass man "bei zu erwartenden extremenWetterbedingungen, zum Beispiel bei Schlagregen", dasAutovorsichtshalber nicht aufladen sollte, da man den Stecker mit vertretbarem Aufwand nicht hunderprozentig wasserdicht gestalten könne.  Hier lautet das Motto "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Falls tatsächlich Wasser in den Stecker eindringen sollte, würde es aber einen sofortigen Kurschluss und eine Stromabschaltung geben, so die BASt.

... das ist halt Typ2-DECKEL-AUF-Ladung ... in den 90er waren die Franzosen mit dem MARECHAL-Stecker vieeelll weiter ...


Kommt ein Kabel-TÜV?

Im Rahmen der Untersuchung wurden auch diverse Ladestecker auf ihre Stabilität zum Beispiel gegen Schläge und Herunterfallen überprüft, dabei traten keine Probleme auf. Die Experten empfehlen allerdings, dass bei Elektroautos eine Überprüfung der Ladeleitung und deren Funktion im Rahmen desTÜVerfolgen sollte. Derzeit nämlich seien solche Überprüfungen nicht vorgeschrieben.

Magnetische Felder bei Schnell-Ladung sollen untersucht werden

Untersucht wurden im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen auch magnetische Felder rund um die Ladeleitungen. Bei den "derzeit gängigen und verbreiteten Ladeparametern" sehen die Experten kein Problem - Träger eines Herzschrittmachers zum Beispiel hätten nichts zu befürchten.Anders sieht das bei Ladesäulen mit sehr hohen Ladeströmen aus.Hier könne man Gefahren nicht generell ausschließen. Die BASt empfiehlt daher weitere Untersuchungen und eine "Sensibilisierung gefährdeter Nutzer".




... ein Ausflug in die Vergangenheit ....


seit 1996 LADEN auch bei Starkregen/Schnee/Hagel/usw.
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... und auch Induktiv-Ladung gab es schon in den 90ern ...
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... wird heute gerade wieder neu erfunden ... http://www.heise.de/autos/artikel/Induk ... 52588.html

1993
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Beitragvon Kellergeist2 » Di 5. Jul 2016, 07:28

Dass bei "Extremwetter" nicht geladen werden sollte (als Empfehlung) ist nachvollziehbar, denn Extremwetter sind häufig auch mit Gewittern verbunden.
Das ist aber kein Problem der Elektromobilität, sondern gilt für alle elektrisch betriebene Geräte.
Es wird bei Gewittergefahr ja auch empfohlen, alle elektrischen Verbraucher vom Netz zu trennen.

"Kabel-TÜV" kann ich auch nachvollziehen.
Sowohl die Ladestationen als auch das fahrzeugbezogene Ladezubehör sollten regelmäßig auf ihre Sicherheit und Funktionsfähigkeit überprüft werden.
Mit einen Ladekabel, bei dem die Isolierung defekt ist, kann man zwar noch laden, aber die Gefahr, die davon ausgeht, brauche ich hier nicht beschreiben.
In Betrieben ist es ja heute schon vorgeschrieben, dass alle elektrischen Geräte regelmäßig einer UVV-Prüfung unterzogen werden.
Kraftfahrzeuge müssen auch regelmäßig zur Hauptuntersuchung.
Von daher hätte ich persönlich kein Problem damit, dass das mitgeführte Ladezubehör über ein Prüfsiegel verfügen muss.
Natürlich könnte man zur HU das Ladeequipment zuhause lassen und nur ein geprüftes Typ2-Kabel in den Kofferraum legen.
Umgekehrt könnte der Ladestationsbetreiber bei nicht bestandener UVV-Prüfung die Station einfach abschalten, anstatt sie zu reparieren.

Ich möchte nicht die Schlagzeilen lesen, wenn der erste Elektromobilist einen Stromschlag aufgrund defekter Isolierung abbekommt.
Mit einem "Kabel-TÜV" könnte man dann zumindest erkennen, dass sowohl das Ladezubehör wie auch die Ladestation regelmäßig geprüft wurde.

Ändert nichts an der Eigenverantwortung:
Wenn mein Ladekabel letzten Monat erfolgreich geprüft wurde, kann es heute jedoch eine defekte Isolierung aufweisen.
Da liegt es in meiner Verantwortung, dieses Kabel zu reparieren oder auszusondern.

Ist bei einem Auto ja das Gleiche:
Letzte Woche beim TÜV gewesen, heute einen Unfall gehabt, durch den das Fahrzeug zwar noch fahrbereit ist, jedoch nicht mehr verkehrssicher ist.
Da darf ich das Fahrzeug auch nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegen.
Gruß, Kellergeist2
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon DaftWully » Di 5. Jul 2016, 19:42

Na die Erfahrung mit Starkregen hab ich am 20.06. an der Raststätte Fernthal in Neustadt (Wied) machen dürfen.

Stecker rein, Startknopf gedrückt und zack, die Ladesäule qualmte, stank und hat sich verabschiedet. Ich warte noch heute auf einen versprochenen Anruf von RWE, was denn jetzt der Grund war. Wenn's der Regen war, dann hätte eine Art Wartehäuschen um die Säule oder ein Carport Wunder gewirkt.

So warten wir jetzt alle darauf, dass das Ding repariert wird...

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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon TeeKay » Di 5. Jul 2016, 19:54

In Skandinavien stehen die Teile auch ungeschützt herum - und da ist das Wetter rauer als in Deutschland. Es gibt auch nicht sofort einen Kursschluss, wenn Wasser in die Dose läuft. Die Kontakte sind ja voneinander getrennt.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon ev4all » Di 5. Jul 2016, 23:19

"Kabel-TÜV“ für private Ladekabel? Was für ein Quatsch! Kann sich nur ein Deutscher ausdenken.

Ich fordere den Kabel-TÜV für den Fön meiner Ex! Das tägliche Aufwickeln hat am Ende zu einem Blitz mit Knall und Auslösen der Sicherung geführt.
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon Alex1 » Di 5. Jul 2016, 23:34

ev4all hat geschrieben:
Ich fordere den Kabel-TÜV für den Fön meiner Ex! Das tägliche Aufwickeln hat am Ende zu einem Blitz mit Knall und Auslösen der Sicherung geführt.
Das hätte sie auch leicht umbringen können.

Bekannterweise passieren im privaten Umfeld 10-mal so viele Unfälle - auch tödliche - wie auf Arbeit. Und woher kommt das wohl? Exakt, weil auf Arbeit regelmäßige Prüfungen vorgeschrieben sind.

Man muss sich halt entscheiden: Prüfungen "erleiden" (mit der Möglichkeit des Versagens) oder überleben...
Herzliche Grüße
Alex
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon ev4all » Di 5. Jul 2016, 23:38

Oder Verstand einschalten.
Passt nicht perfekt, ist aber lustig:
https://youtu.be/XLgdXFR49GQ
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon Karlsson » Mi 6. Jul 2016, 00:57

Alex1 hat geschrieben:
Man muss sich halt entscheiden: Prüfungen "erleiden" (mit der Möglichkeit des Versagens) oder überleben...

Na dann ist überleben ja besser, zumal noch ohne Prüfungen erleiden zu müssen 8-)
Ich überlebe persönlich total gerne :lol:

Warum man die Buchsen nicht besser schützt, ist mir aber auch ein Rätsel. Ging in den 90ern doch schon, auch wenn die Optik verbesserungswürdig war.
Ich lade nicht bei Gewitter, das Risiko muss einfach nicht sein.
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon Berndte » Mi 6. Jul 2016, 08:11

Ich lade nicht bei Starkregen... da werd ich nur nass ... :roll:
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Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
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Re: BASt: " Bei Extremwetter besser nicht laden"

Beitragvon Karlsson » Mi 6. Jul 2016, 13:18

Tipp am Rande, Du musst nicht daneben stehen bleiben und warten :lol:

Eine Komplettladung dauert bei mir zuhause 10 Stunden, da regnet es beim derzeitigen Wetter auch 3x zwischendurch.
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