Auto laden im Mehrparteienhaus?

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon Matze » Do 2. Jan 2014, 13:00

stephan0h hat geschrieben:
Hallo Community!

Im Parkdeck steht natürlich Strom für Licht und das Garagentor zur Verfügung, dies ist aber natürlich "Gemeinschaftsstrom", das heisst hier aufzuladen und die Stromrechnung der Hausgemeinschaft zu belasten steht natürlich nicht zur Debatte. Ich frage mich: stehe ich wirklich so alleine da mit dieser Fragestellung, oder hat schon irgendwer eine praktikable, finanzierbare Lösung dafür gefunden?

Danke,
Stephan


Hier gibt es eine Lösung: http://www.thenewmotion.de/geschaftskunden/mietwohnung/

Stromkosten für Nutzung der Ladestation werden rückerstattet und nur dem Nutzer in Rechnung gestellt…

Zusätzliche Kosten für Einrichtung eines neuen Stromanschlusses (inkl. Zähler) können eingespart werden und die Hausgemeinschaft wird nicht mit Kosten belastet!
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon dibu » Do 2. Jan 2014, 13:45

Ich wohne in einem Mehrparteienhaus mit Eigentumswohnungen und Eigentums-Einstellplätzen in der Tiefgarage. Ohne Zustimmung aller Eigentümer läuft da gar nix mit Installation der Wallbox. Ich habe zum Glück nette Nachbarn und die Zustimmung bekommen. Es musste eine Leitung quer durch den Keller und die Tiefgarage verlegt und dann an meinen Zähler angeschlossen werden. Bin froh, dass ich meine 22-kW-Box jetzt habe. Da muss sich wirklich noch viel tun, dass das für alle Mieter, usw. in Zukunft möglich wird.
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon rollo.martins » Do 2. Jan 2014, 22:27

Hmm, also nach Schweizer Recht brauchst du da wohl nicht die Zustimmung aller. Das ist eine nützliche Installation, die ist mit der Mehrheit zu schaffen, wenns mir Recht ist.
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon Spürmeise » Do 2. Jan 2014, 23:23

dibu hat geschrieben:
Ich wohne in einem Mehrparteienhaus mit Eigentumswohnungen und Eigentums-Einstellplätzen in der Tiefgarage. Ohne Zustimmung aller Eigentümer läuft da gar nix mit Installation der Wallbox.


Ich würde ja annehmen, dass eine 3/4 Mehrheit ausreicht:

Wohnungseigentumsgesetz (D) hat geschrieben:
§ 22 WEG (2): Maßnahmen gemäß Absatz 1 Satz 1 (Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen), die der Modernisierung entsprechend § 555b Nummer 1 bis 5 des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 555b BGB: Modernisierungsmaßnahmen sind bauliche Veränderungen, ... 2. durch die nicht erneuerbare Primärenergie nachhaltig eingespart oder das Klima nachhaltig geschützt wird) oder der Anpassung des gemeinschaftlichen Eigentums an den Stand der Technik dienen, die Eigenart der Wohnanlage nicht ändern und keinen Wohnungseigentümer gegenüber anderen unbillig beeinträchtigen, können abweichend von Absatz 1 durch eine Mehrheit von drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer im Sinne des § 25 Abs. 2 und mehr als der Hälfte aller Miteigentumsanteile beschlossen werden. Die Befugnis im Sinne des Satzes 1 kann durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon midimal » Fr 3. Jan 2014, 00:35

dibu hat geschrieben:
Ich wohne in einem Mehrparteienhaus mit Eigentumswohnungen und Eigentums-Einstellplätzen in der Tiefgarage. Ohne Zustimmung aller Eigentümer läuft da gar nix mit Installation der Wallbox. Ich habe zum Glück nette Nachbarn und die Zustimmung bekommen. Es musste eine Leitung quer durch den Keller und die Tiefgarage verlegt und dann an meinen Zähler angeschlossen werden. Bin froh, dass ich meine 22-kW-Box jetzt habe. Da muss sich wirklich noch viel tun, dass das für alle Mieter, usw. in Zukunft möglich wird.

War bei mir auch so... Allerdings fehlt mir noch die Zustimmung der ET-Versammlung (habe nur eine Vorläufige Zustimmung)
Ich hoffe die Nachbarn werden nich rumzuicken :o
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon mlie » Fr 3. Jan 2014, 07:54

Da bin ich froh, einzelnes Wohneigentum als EFH+Nebengebäude zu haben. Kann natürlich nicht jeder, das ist mir klar.
Bei mir ist die Zustimmung zur Installation nur von einer Eigentümerversammlung von mir und meinem Portmonney abhängig, wobei letzteres ca 95% Stimmrecht hat. :roll:

Midimal, warum sollte jetzt nachträglich keine Zustimmung bei rauskommen? Etwas überspitzt: 3/4 der Leute werden deine installation schon wieder vergessen haben, die haben genug eigene Probleme, und der Rest träumt von einem Elektroauto und schleicht vielleicht ab und zu drumrum. :)

Aber grundsätzlich muss da wohl mal eine gesetzliche Regelung mit unbedingter Zustimmungspflicht - zumindest für Serienelektrofahrzeuge - her, wenn unsere Regierung die Elektromobilität ernsthaft fördern will. Aber das wird noch dauern.
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon Semi » Fr 3. Jan 2014, 12:37

rollo.martins hat geschrieben:
Hmm, also nach Schweizer Recht brauchst du da wohl nicht die Zustimmung aller. Das ist eine nützliche Installation, die ist mit der Mehrheit zu schaffen, wenns mir Recht ist.


Bei uns brauchst du nur das Einverständnis der Immobilienverwaltung.

Meine Lösung, ich wohne auch zur Miete.

Parkplatz in Garage gemietet
Auf Parkplatz gibt es eine 10A Steckdose welche auf den Allgemeinstrom geht.
Die Immoblinenverwaltung schickt mir Quartalsweise eine Rechnung. Berechnet wird monatlicher Stromverbrauch vor Elektroautozeit minus jetziger monatlicher Stromverbrauch mit Elektroauto, die Differenz sind meine Kosten.
Ich habe persönlich noch einen billig 20.- Stromzähler dran der mitrechnet.

Mann muss allerdings mit den Leuten reden, ich habe da mit der Immobilienverwaltung und dem Liegenschaftsabwart geredet.
Bei einer anderen Garage vorher ging das auch nicht, Immoblinenverwaltung nicht aufgeschlossen, kein ehrliches Interesse.

Gruss
Semi
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon rollo.martins » Fr 3. Jan 2014, 22:21

Semi, oben war die Rede von Wohneigentum. Miete sollte dann kein Problem sein, wenn man die Installation selber zum Teil zahlt. Wieso sollten die Eigentümer dann nein sagen? Sie profitieren ja nur.
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon midimal » Sa 4. Jan 2014, 00:13

Gestern Abend passierte womit ich nie im Leben gerechnet hätte. Das TG-Rolltor ging nicht auf - und somit habe ich zwar meine Wallbox von draußen gesehen aber ich kam mit dem Leaf nicht dran . Ein Glück, dass ich noch genug Saft hatte :lol: :lol: :lol:
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

Beitragvon PowerTower » Sa 4. Jan 2014, 08:39

Hm ja, das mit dem laden in Mehrparteienhäusern ist echt nicht so einfach. Ich wohne zur Miete und jede Mietpartei hat einen festen Stellplatz, wobei sich meiner am Nachbarhaus befindet, was das verlegen der Leitung für eine eventuelle Wallbox nicht einfacher macht. Zumindest gehören beide Häuser zur selben Wohnungsverwaltung.

Nach einigen Anrufen bei selbiger wurde mir ebenfalls angeboten, mein Anliegen bei der nächsten Eigentümerversammlung auf die Liste setzen zu lassen. Die wäre aber erst ein halbes Jahr später gewesen und geschätzter Aufwand und Kosten hätten in keinem Verhältnis zur Mietsituation und zum Wert des Fahrzeugs gestanden. Da ich nicht auf eine Wallbox angewiesen bin (Auto lädt trotzdem nur mit 10 A) wurde eine Alternative seitens der Hausverwaltung vorgeschlagen.

Unter folgenden Bedingungen erhielt ich die Zustimmung, selbst eine Leitung zum Parkplatz legen:
- Es dürfen keine baulichen Veränderungen an den Häusern vorgenommen werden.
- Es darf sich kein Mieter durch das Kabel gestört fühlen.
Danach wurde eine geeignete Steckdose mit Absicherung über RCD und LSS gesucht und schließlich wurde ich bei der Balkonsteckdose fündig. Als gelernter Elektroniker ging die Arbeit auch gut und sauber von der Hand, die Steckdose wurde auf CEE blau umgerüstet und ein 16 A Lichtschalter installiert und für weniger als 100 Euro war der Parkplatz elektrifiziert. Um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein, wäre nach diesen Änderungen ein Abnahmeprotokoll nach VDE (Schutzleiter- und Isolationsprüfung) durch einen Elektriker notwendig, dieses existiert noch nicht.

Bei einer Tiefgarageninstallation wird die Sache schwieriger, denn man wird wohl kaum das Kabel so verlegen können, dass man ohne bauliche Veränderung am Haus auskommt. Das wird dann weder billig noch geht es ohne Zustimmung der Eigentümerversammlung. Wer in so einem Fall elektromobil sein will, muss heutzutage echt leidensfähig sein.

Gruß
Micha
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