Anfänger Fragen zum Laden

Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon ecopowerprofi » So 3. Dez 2017, 14:39

TMi3 hat geschrieben:
Man kann schon davon ausgehen, dass die Ladeverlusste bei z.B. 6A mehr als doppelt so hoch sind, wie z.B. bei 16A.

Ladegeräte die nur laden und nicht ein Teil des Motors sind, erreichen Wirkungsgrade von 98 bis 99% über den gesamten Leistungsbereich. 6 A sind ca. 38% von 16 A. Da braucht man sich keine Gedanken bzgl. Wirkungsgrad machen und kann bedenkenlos regeln.

Schwani hat geschrieben:
Wenn ich nur den Überschuß ins Auto packen möchte, reicht doch nicht nur eine Erzeugungsmessung?!

Der mittlere Verbrauch im Haushalt liegt so bei ca. 0,5 bis 0,7 kW. Das Auto braucht min. eine Ladeleistung von 1,4 kW. Eine 3 kWp Anlage liefert je nach Standort ca. 2500 bis 3000 kWh pro Jahr. Der Eigenverbrauch von 50% bedeuten einen Überschuss von ca. 1200 bis 1500 kWh. Ein Auto verbraucht ca. 2500 bis 3000 kWh pro jahr je nach Fahrleistung. Mit dem Überschuss kannst Du somit nicht Dein Auto ohne Netzbezug versorgen zumal der Überschuss nur im Sommer anfällt. Wenn Dein Auto nur lädt wenn der Überschuss größer 1,4 kW ist, kannst Du den Eigenverbrauch nur um ein paar %-Punktchen steigern. Du musst immer laden wenn die Sonne scheint und dann ein Teil des Ladestromes aus dem Netz beziehen. Nur so kannst Du den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Für die wenige Tage im Jahr wo der Überschuss ausreichen würde lohnt sich eine aufwendige Steuerung wie unser Bilanzpunktregeler ecoBPR nicht. Für genau solche Fälle wie Deiner habe ich die preiswerte Lösung mit dem S0-Signal entwickelt.
Zuletzt geändert von ecopowerprofi am So 3. Dez 2017, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon kriton » So 3. Dez 2017, 14:42

TMi3 hat geschrieben:
Man kann schon davon ausgehen, dass die Ladeverlusste bei z.B. 6A mehr als doppelt so hoch sind, wie z.B. bei 16A. Die Frage ist, ob man die Kosten (viel Eigenverbrauch) minimieren will oder die Lade-Effizienz maximieren.
Was heißt das in absoluten Zahlen? Also wieviel geht mir insgesamt beim Schnarchladen verloren von 1 kwh Bezug aus der Steckdose?
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon ecopowerprofi » So 3. Dez 2017, 14:45

kriton hat geschrieben:
Was heißt das in absoluten Zahlen? Also wieviel geht mir insgesamt beim Schnarchladen verloren von 1 kwh Bezug aus der Steckdose?

Mal meinen Beitrag lesen:
ecopowerprofi hat geschrieben:
Ladegeräte die nur laden und nicht ein Teil des Motors sind, erreichen Wirkungsgrade von 98 bis 99% über den gesamten Leistungsbereich
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon Schwani » So 3. Dez 2017, 15:00

Du hast meine Signatur gesehen?
Wir haben eine 26kWP Anlage. 2016 wurden über 24.000kWh erzeugt und ca. 12.000kWh eingespeist. Unser Gesamtverbrauch lag bei über 30.000kWh. Auch an vielen Wintertagen speisen wir noch mehrere kW ins Netz ein - von Frühjahr bis Herbst viele Tage mit weit über 10kW da unsere Grundlast tagsüber bei etwa 5kW liegt. Ich denke schon, dass das Sinn macht. Schließlich bekomme ich ja noch eine üppige Selbstverbrauchsvergütung plus Zuschlag für Mengen über 30% aus dem Jahr 2009/2010

Das es auch Tage bzw. Wochen gibt, bei denen nur aus dem Netz geladen werden kann ist klar.
Zur Zeit mache ich den Ladejokey und stöpsele nur ein, wenn es offensichtlichen Überschuß gibt, bzw. das Fahrzeug gebraucht wird. Gerade jetzt nutze ich dazu nur den Ziegel mit 10A. Im Sommer habe ich den PHEV an der Wallbox mit 16A geladen.
Wenn demnächst aber der up! und dann auch noch der Kona kommt, möchte ich das möglichst automatisieren.
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon E-lmo » So 3. Dez 2017, 15:15

Beim Up ist der Ladeverlusst bei 6A mit19% zu 10A mit ca14,5% schon deutlich höher. Wobei ich der Einfachheit halber die Differenz zwischen Verbrauch lt. Bordcomputer und Zähler in der Wallbox als die Gesamtheit aller beim Laden auftretenden Verlusste annehme.
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon kriton » So 3. Dez 2017, 15:15

Danke! Dann muss ich jetzt nochmal fragen, ob meine Planung so weit schlüssig ist. Zur Zeit habe ich ein Angebot für eine 7 kwp Anlage vorliegen und möchte das auch im März umsetzen. Die Garage ist nur einphasig versorgt. Ein stärkeres Kabel müsste ich 30m weit in der Erde verlegen, ist für mich erst mal kein Thema. Mit einer Schnarchladestrategie über Schuko am Wochenende bei 2 kw kann ich nicht viel falsch machen. Entweder die PV liefert den Strom oder aber der Rest muss aus dem Netz genommen werden. Weitere Optimierungen kosten einiges und machen sich lange nicht bezahlt. Richtig so?
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon Schwani » So 3. Dez 2017, 15:49

Wenn Dir die Ladezeit egal ist, Du sowieso nur eine Phase in der Garage hast und die PV-Anlage 7kWp bekommt, würde ich es von Hand machen oder die von ecoPowerprofi erwähnte, günstige Lösung nehmen.
Der neue Wechselrichter hat vielleicht einen S0-Ausgang und wenn Du dann irgendwann eine 1phasige Wallbox mit entsprechendem Eingang von ihm nimmst, die das Signal verarbeiten kann, kannst Du es ja automatisieren.
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon E-lmo » So 3. Dez 2017, 16:01

Die einfachste halbautomatische Variante wäre eine Zeitschaltuhr in der Wallbox, die z.B. Von 10-14 Uhr die Ladung freigibt.
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon Wiese » So 3. Dez 2017, 16:02

Hallo zusammen
grundsätzlich ist es sehr sinnvoll, die PV zum Laden des Autos zu verwenden. Wer weniger Einspeisevergütung bekommt als er für den Netzstrom bezahlt, wäre ja blöd, wenn er nicht alles versuchen würde den eigenen Strom fürs Auto zu verwenden.

Bedenklich bei der ganzen Diskussion hier ist die Verwendung einer Schuko-Steckdose als Dauerlösung. Ein Nicht-Elektriker mag das vielleicht nicht verstehen, aber eine Steckdose ist wirklich nicht geeignet um Dauerlasten zu übertragen. Kunststoffe haben die Eigenschaft, bei Wärme oder bei Sonneneinstrahlung ihre Weichmacher zu verlieren. Ohne diese Weichmacher versprödet der Kunststoff, und die Steckdose wird brüchig. Die Kontakte in einer Steckdose sind sehr dünn, und die Kontaktflächen zum Stecker sehr klein. Auch die Kontaktflächen zum Stromkabel bestehen Heute meist nur noch aus kleinen Klemmen. Diese Kontaktflächen müssen nun den Strom übetragen wobei kleine Flächen höhere Ströme pro mm² bedeuten. So entsteht mehr Wärme, und durch Abnutzung und die mechanische Belastung verschlechtert sich die Situation mit der Zeit. Ich möchte hier jeden davor warnen, dauerhaft sein Elektroauto an einer Schuko-Steckdose zu laden.

Die Lade-Verluste entstehen übrigens hauptsächlich im Akku, und nicht im Ladegerät. Würde man am Ladegerät oder der Verkabelung 10% verlieren, wären das bei 5 kW 500 Watt Wärme. Das würde einen "Ladeziegel" zum schmelzen bringen, und man könnte mit ihm auch das Teewasser aufkochen.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab Mai 2006 Honda Civic Hybrid
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
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Re: Anfänger Fragen zum Laden

Beitragvon E-lmo » So 3. Dez 2017, 16:21

@Wiese: Bitte den Ladeziegel nicht mit dem Ladegerät verwechseln! Das Ladegerät sitzt im Fahrzeug, ist meist wassergekühlt und kann die 500W sicher abführen. Die größte Wärmequelle im Ladeziegel ist eher die Schützspule. ;)
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