An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstrom ?

An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstrom ?

Beitragvon DiLeGreen » Mo 10. Aug 2015, 19:50

Hallo,
ich hätte eine etwas spezielle Frage an die anwesenden Elektriker:
In die Nähe meines geplanten Ladeorts führen drei getrennte Stromkabel, vermutlich jeweils 3x 2,5mm², etwa 30-40 Meter von der Unterverteilung. Die Kabel laufen unterschiedliche Wege, sind also wohl unterschiedlich lang.
Können bzw. dürfen die Kabel zusammengefasst werden um mir an einer CEE-Dose Drehstrom zu liefern? Aufteilung auf die entsprechenden Phasen natürlich vorausgesetzt. Wird mir der Haus- und Hofelektriker das so anschließen, oder ist das zu "komisch" so dass er sich darauf eher nicht einlassen möchte?
Die Kabel werden nur für die Beleuchtung der Tiefgarage genutzt (Einfahrt, Hintereingang, Parkfläche), maximal 400W pro Kabel.
Es geht hierbei nur um die technische Machbarkeit.
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Beitragvon Teslarized » Mo 10. Aug 2015, 21:02

würd ich lieber nicht machen. selbst wenn jedes kabel eine andere phase hat, führt die unterschiedliche leitungslänge zu ungleichen spannungsabfällen zwischen den phasen.

ne, lieber neu vom elektriker des vertrauens verkabeln lassen.
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon bm3 » Mo 10. Aug 2015, 21:08

Hallo, ob es zulässig ist weiss ich jetzt nicht, denke aber eher nicht. Wie Teslarized schon schrieb sind die Leiterlängen in den Leitungen dann zwangsläufig unterschiedlich. Das ist aber eine schlechte Basis für einen Drehstromanschluss. Erfahrungsmäßig schrecken die meisten Elektriker vor soetwas zurück.Zu Recht ! Also neue Leitung verlegen !

Viele Grüße:

Klaus
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon Berndte » Mo 10. Aug 2015, 21:15

Kurze Antwort: NEIN, das schließt dir kein vernünftiger Elektriker an.
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon DiLeGreen » Mo 10. Aug 2015, 21:23

Alles klar. Schade, wäre auch zu schön gewesen...
Danke euch!
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon Rumstromerer » Sa 15. Aug 2015, 09:07

Es gibt einen ganz klaren Grund warum das nicht zulässig ist: Rückspannung

Die Zuleitungen haben möglicherweise unterwegs noch Anzapfungen für andere Steckdosen oder laufen auch nur durch Verteilerdosen. Es könnte jetzt passieren daß jemand die Sicherung für diesen einen Stromkreis heraus nimmt weil er daran arbeiten möchte. Steckt jetzt jemand ein Auto zum Laden an die Drehstromdose dann würde dieses über zwei Phasen strom aufnehmen und über die dritte "abgeschaltete" zurückschicken.
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon Major Tom » Sa 15. Aug 2015, 10:30

Ich habe das 'umgekehrte' Problem (wollte aber nicht einen neuen Thread aufmachen).

Erdkabel 5x1,5mm², ca. 25 m lang - in der Hausverteilung mit 3x16A abgesichert.

Ist es zulässig Adern zu koppeln, auf eine Phase zu legen und mit 20 A (oder mehr?) abzusichern?
ciao
Tom
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon spark-ed » Sa 15. Aug 2015, 10:42

Major Tom hat geschrieben:
Ich habe das 'umgekehrte' Problem (wollte aber nicht einen neuen Thread aufmachen).

Erdkabel 5x1,5mm², ca. 25 m lang - in der Hausverteilung mit 3x16A abgesichert.

Ist es zulässig Adern zu koppeln, auf eine Phase zu legen und mit 20 A (oder mehr?) abzusichern?


16A dreiphasig mit 1,5mm² ist je nach Verlegeart unter Umständen schon grenzwertig und bei der Länge nicht angebracht.
Du könntest für ein einphasiges System Null und Aussenleiter (Phase) auf jeweils 2 Adern parallel aufteilen. Die 5. Ader (PE) bleibt aber bei 1,5 und ist im Fehlerfalle für die Berührungsspannung mit verantwortlich. Also mehr als 16A offiziell eh nicht möglich

Macht in sofern nur Sinn, um die Verluste bei 16A Ladung zu minimieren.
Man spart in etwa 75W Verlustleistung ein (macht bei drei Volladungen immerhin ca. 1 kWh)
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Re: An die Elektriker: Leitungen zusammenfassen für Drehstro

Beitragvon Elektromote » Sa 15. Aug 2015, 12:21

Rumstromerer hat geschrieben:
Es gibt einen ganz klaren Grund warum das nicht zulässig ist: Rückspannung

Die Zuleitungen haben möglicherweise unterwegs noch Anzapfungen für andere Steckdosen oder laufen auch nur durch Verteilerdosen. Es könnte jetzt passieren daß jemand die Sicherung für diesen einen Stromkreis heraus nimmt weil er daran arbeiten möchte. Steckt jetzt jemand ein Auto zum Laden an die Drehstromdose dann würde dieses über zwei Phasen strom aufnehmen und über die dritte "abgeschaltete" zurückschicken.



Nicht nur das, vielleicht haben die verschiedenen Leitungen auch verschiedene Verlegearten, unterschiedlich lang sind sie ja schonmal.

Technisch ist immer viel möglich, aber ob es einem das Wert ist, wenn am Ende das Haus abgebrannt ist weil der Automat nicht fliegt. Ich weiß es nicht. Mal abgesehen von Gefährdung von Mensch und Tier. ;)
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