Probleme bei 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Probleme bei 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon stromer » Mo 8. Jun 2015, 23:04

Heute stand an meine Ladesäule ein Tesla Roadster. Dabei fiel mir ein Adapterkabel auf, mit dem das Fahrzeug mit der Kupplung der Säule verbunden war. Anhand der Dicke des Kabels gehe ich davon aus daß hier mit 63A einphasig geladen wurde. Hab dann etwas gegoogelt und bin auch fündig geworden. Was hier passiert halte ich schon für dreist. Was die Jungs an öffentlichen Schnellader veranstalten ist mir egal, wenn das aber bei meinem Ladepunkt passiert verstehe ich keinen Spass. Die Kupplung hatte keine Verriegelung. Würde jemand über das Kabel stolpern hätte ich durch den unter Volllast getrennten Stecker vermutlich verschmorte Kontakte. Leider habe ich den Fahrer nicht angetroffen.
Inzwischen werden ünrigens auch die Crowdfounding-Ladepunkte als Lademöglichkeit für den Roadster erwähnt.
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon mlie » Di 9. Jun 2015, 00:08

Der CP wird doch vor allen anderen getrennt, der Lader fährt herunter und das Schütz trennt, bevor nenneswerte Kontaktflächenreduzierung stattfindet, wo ist da das Problem? Das ist doch Sinn des Typ2-Steckers, dass er lastlos getrennt wird.

Oder versteeh ich dich verkehrt?
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon stromer » Di 9. Jun 2015, 00:26

Wenn der Stecker normal gezrennt wir mag das Relais schnell genug trennen, aber nicht bei schnellem herausziehen.
Dann ist aber noch die Geschichte mit der Schieflast. Da ist bei meinem Energieversorger bei 20A einphasig Schluss, bis 32A hätte ich ja auch keine Probleme. Aber an einer fremden Installation einphasig mit 63A zu laden ohne Rückfrage halte ich für dreist.
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon eDEVIL » Di 9. Jun 2015, 08:50

Sollte man vielleicht mal in TFF thematisieren. 63A auf einer Phase kann u.U. schon auswirkungen auf das Hausnetz haben, wenn einige Geräte da empfindlich drauf reagieren.

P.S. Habe das mal im TFF angesprochen
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon Maverick78 » Di 9. Jun 2015, 09:35

eDEVIL hat geschrieben:
Sollte man vielleicht mal in TFF thematisieren. 63A auf einer Phase kann u.U. schon auswirkungen auf das Hausnetz haben, wenn einige Geräte da empfindlich drauf reagieren.

P.S. Habe das mal im TFF angesprochen


Bei dem Kommentar auf deinen Post, könnte man meinen getroffene Hunde bellen?

Vielleicht sollte man auf die Crowdfunding Boxen noch einen Hinweis bzgl Schieflast kleben. Bei mir sind z.b. nur 4,6kW Schieflast erlaubt.
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon rolandk » Di 9. Jun 2015, 09:36

eDEVIL hat geschrieben:
P.S. Habe das mal im TFF angesprochen


Der antwortende Kollege hat aber einen ziemlichen scharfen Ton drauf.... Oder höre ich da etwas raus, was da nicht ist? Anscheinend hat der nicht verstanden, das es hier um die Schieflast von 63A geht, nicht von 32A ... Nachdem ich die Schieflast-Problematik beim Erfurter Workshop einmal live erlebt habe (mit einem i3 bei 32A) möchte ich nicht wissen, was da los gewesen wäre mit 63A auf einer Phase.

Gruss
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon Guy » Di 9. Jun 2015, 09:55

Vermutlich hat sich derjenige einfach keine Gedanken darüber gemacht, dass es sich dabei um einen normalen Anschluss handelt und die üblichen Regeln greifen. Ich würde einfach einen Hinweis anbringen, dass aufgrund der Vorschriften maximal 20 A Schieflast erlaubt sind.

Hält sich ein Roadster mit einem solchen Adapter eigentlich an den von der Box übermittelten maximalen Strom?
Ein paar hier machen die 43 kW doch mit Lastmanagement möglich, oder? Da könnte es mit den 63 A schon eng werden, wenn man den Trockner o.ä. anwirft und das Auto dann nicht auf das reduzierte Stromangebot reagiert.
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon eDEVIL » Di 9. Jun 2015, 10:07

Guy hat geschrieben:
Hält sich ein Roadster mit einem solchen Adapter eigentlich an den von der Box übermittelten maximalen Strom?

Sehr gute Frage! Falls nicht, kann der Roadster Fahrer gleich ne NH-Sicherung und die passende Plombenzange nebst Plombe mitbringen :evil:
Wenn mein 27KW DLE voll rein haut ist spätestens nach 10s eine Phase weg.

P.S. Talkredius würde ich nicht grad unterstellen, das er etwas "ohne Gedanken" macht. Warum will er sich hier nicht anmelden? War da mal was?
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon Guy » Di 9. Jun 2015, 10:47

eDEVIL hat geschrieben:
Warum will er sich hier nicht anmelden? War da mal was?

Mir ist nichts bekannt. Ich bin allerdings auch nicht in allen Foren angemeldet, muss also nichts bedeuten.

Ich habe gerade noch mal nachgesehen, offenbar hält sich der Roadster an das Pilotsignal. Wenn so ein Adapter also richtig gemacht ist, sollte es kein Problem geben.
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Re: 43-kW Ladesäule als HPC-Ersatz ?

Beitragvon TeeKay » Di 9. Jun 2015, 12:17

Schieflast ist das eine - das müsste man eben mal an jedem Standort testen, ob es häuslicherseits Probleme gibt. Aber die fehlende Verriegelung ist schlecht. Das Schütz sollte zwar nach Trennung der Kontakte schließen - aber wenn das sicher wäre, bräuchten feste Kabel keine Verriegelung. Sollte das Kabel aus welchen Gründen auch immer unter Last gezogen werden und verschmoren, wäre das erstens viel teurer als der einmalige Kauf einer Verriegelung und würde die Box u.U. für nachfolgende Fahrer unbrauchbar machen, ohne dass man das sofort sieht und das Problem beheben könnte.

Der betreffende Roadsterfahrer sollte sich für die paar Euro noch einen Aktuator zur Verriegelung seines Kabels kaufen und in seine Adapterbox einbauen.
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