22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

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Beitragvon Grottenolm » Fr 24. Feb 2017, 22:58

Nachdem ich heute auf der Arbeit wieder mit einem E-Motor rumgespielt habe ist mir eine verwegende Idee gekommen.

Könnte man sich nicht mit einem Rollenprüfstand und 2 11kW -400V Motoren günstig eine 22kW-DC ladesäule basteln?

Auto drauf. Handbremse anziehen und auf geht das fröhliche rekuperieren. Ein paar gebrauchte 11kW Motoren kosten in der Bucht 300€. Ein alter Rollenprüfstand mit defekter Bremse (Wer braucht die schon? :D ) ca. 500€

Ein paar kleinteile für 400-500€ dazu und schon hat man für ~1500€ eine spekakuläre Ladesäule :-)

Wenn ich mehr Zeit (und Platz) Hätte würd ich mir aus jux und Tollerei glatt mal sowas bauen :geek:
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Beitragvon spark-ed » Fr 24. Feb 2017, 23:25

Der Gesamtwirkungsgrad dürfte damit nicht so berauschend sein, wenn es auch mit Abstand die billigste und universalkompatibelste Art eines "Schnelladers" wäre.
Für gänzlich unlösbar halte ich den zu erwartenden Spott der Verbrennerfahrer, wenn die Kiste da auf so ein Teil geschnallt mühsam unter Gezappel und Gerumpel wieder einige Kilometer in die Batterie rekuperiert :lol:

Die Idee hatte ich übrigens selber schon mal geäußert!
Verzichte jedoch großmütig auf jegliche Ansprüche, das Patent gehört ganz dir - nur Mut :mrgreen:
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon bash_m » Fr 24. Feb 2017, 23:55

Der km Zähler und damit dein Händler (Service) wird sich freuen.
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon Lindum Thalia » Sa 25. Feb 2017, 10:25

Die Idee ist super und ich kann mit 75 kWh rekuperieren, da kommt kein 50 kW Lader mit.
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon Fidel » Sa 25. Feb 2017, 12:04

Wobei sich mir hier nur die Frage stellt: was ist daran DC?
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon Sebastian » Sa 25. Feb 2017, 12:15

Fidel hat geschrieben:
Wobei sich mir hier nur die Frage stellt: was ist daran DC?

Wahrscheinlich, dass es höchstens eine sinnvolle Alternative für nur DC - schnelladende Fahrzeuge darstellt.

Eigentlich einwenig absurd, dass diese Konstruktion günstiger ist, als ein DC-Lader. Zumal der Prüfstand wahrscheinlich von einem Frequenzumrichter angetrieben wird, der im Wesentlichen die selbe Leistungselektronik beherbergt, wie sie auch ein DC-Schnelladegerät hat. Liegt aber wohl einfach daran, dass es mobile CCS-Ladegeräte noch nicht günstig auf dem Gebrauchtmarkt gibt. Die werden hoffentlich in ein paar Jahren günstiger sein als solch eine aufwändige Lösung.
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon StromBer » Sa 25. Feb 2017, 12:21

Und wenn man den Rollenprüfstand noch rückwärts laufen lässt gibt's auch keinen Kilometerzuwachs auf dem Tacho. :lol:
Gruß Uwe

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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon Fidel » Sa 25. Feb 2017, 12:29

Lindum Thalia hat geschrieben:
Die Idee ist super und ich kann mit 75 kWh rekuperieren, da kommt kein 50 kW Lader mit.

Nützt halt nur nichts, wenn da nur 2x 11kW minus Verluste als Input zur Verfügung stehen. Wenn man zu stark rekuperiert dann wird das Ding einfach stehen bleiben und ansonsten ist noch die Frage, wie lange die Motoren das mitmachen ohne zu überhitzen.

@StromBer: soviel ich weiß lassen sich moderne km-Zähler nicht einfach zurückdrehen. Da gibt es keine mechanische Welle mehr, da werden Impulse gezählt und da ist es egal in welche Richtung man dreht.

@Sebastian: naja, bei genauer Betrachtung ist doch die ganze Idee schon absurd und gehört eher in den Bereich 'Schnapsideen'. Vielleicht könnte man damit bei Fahrzeugen mit nur ein- oder zweiphasigen AC-Ladern tatsächlich etwas schneller laden, aber die Verluste wären mit ziemlicher Sicherheit viel größer.
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon Sebastian » Sa 25. Feb 2017, 14:17

Fidel hat geschrieben:
Lindum Thalia hat geschrieben:
Die Idee ist super und ich kann mit 75 kWh rekuperieren, da kommt kein 50 kW Lader mit.
Sebastian: naja, bei genauer Betrachtung ist doch die ganze Idee schon absurd und gehört eher in den Bereich 'Schnapsideen'. Vielleicht könnte man damit bei Fahrzeugen mit nur ein- oder zweiphasigen AC-Ladern tatsächlich etwas schneller laden, aber die Verluste wären mit ziemlicher Sicherheit viel größer.

Ich weiß, aber gerade das fand ich ja interessant. Ein Frequenzumrichter, der gleich- und wieder wechselrichten kann (und ein ganzer Rollenprüfstand) ist günstiger zu haben, als ein einfacher aufgebautes 22kW CCS- Ladegerät, welches nur mit gleicher Leistung gleichrichten können muss.

Frequenzumrichter mit 22kW Ausgangsleistung sind ab ca. €1.500,- zu haben. Es gibt technisch gesehen keinen Grund, warum ein CCS-Ladegerät teurer sein sollte. Wohl aufgrund der geringen Stückzahlen, oder weil wir einfach gezwungen sind, Wucherpreise zu zahlen, kostet schon eine 22kW AC Wallbox annähernd so viel - und das, obwohl das quasi nur ein Schütz mit Stecker und ein paar cm Kabel ist... :(
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Re: 22kW DC-"Ladesäule" für unter 2000€

Beitragvon eSmart » Sa 25. Feb 2017, 14:25

Solche Ideen kommen wenn man mehrere GinTonic hat und nach 22h noch im Interweb nach Ideen sucht.
Auf keinen fall ebay ansteuern, das wird teuer.
(Ich weiß wovon ich spreche, ich habe 1 Flasche Pommes Frites gekauft)

30% Effizienz bestenfalls und eine abenteuerliche Konstruktion
400km mehr auf dem Tacho um 1x zu laden, goil *hicks*
>85.000km elektrisch unterwegs
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