2. Stromanschluss für Ladesäule

Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 27. Mai 2016, 07:57

enabler hat geschrieben:
Ich verlasse mich lieber auf Messungen im Nieder- und Mittelspannungsnetz.

Sind Datenaufzeichnungen keine Messungen ??? Aber ob man 22 kW in Mittelspannungsnetz noch feststellen kann wage ich mal zu bezweifeln. Aber das interessiert auch gar nicht, wenn man über die Absicherung und Belastung eines Hausanschlusses redet. Die Frage war hier nur ob die 70 kW des Hausanschlusses reichen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Berndte » Fr 27. Mai 2016, 08:49

Wegen dem ganzen Elektroautokram wird das Stromnetz jetzt endgültig zusammen brechen!
Durch die ganzen "Solarplatten" und "Windspargel" stehen wir ja bereits kurz vor dem Kollaps....
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon watzinger » Sa 28. Mai 2016, 13:13

Berndte hat geschrieben:
Wegen dem ganzen Elektroautokram wird das Stromnetz jetzt endgültig zusammen brechen!
Durch die ganzen "Solarplatten" und "Windspargel" stehen wir ja bereits kurz vor dem Kollaps....

Gibt es zu dieser Auffassung eine Begründung oder Quellenangabe?
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Mittelhesse » Sa 28. Mai 2016, 13:22

watzinger hat geschrieben:
Gibt es zu dieser Auffassung eine Begründung oder Quellenangabe?


ja Sarkasmus :twisted:
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon flow2702 » Sa 28. Mai 2016, 13:33

enabler hat geschrieben:
2017: Drei Bewohner des Ortsnetzes (von 20) kaufen einen Zoe:
* Drei Ehegatten (Ehegattinnen) kommen nun um 19:00 mit dem Zoe nach Hause. Alle stecken um 19:00 an und laden (da sie nicht voneinander wissen) mit 22kW (oder nimm meinetwegen 11kW, ändert nicht viel).
19:00 ==>Last auf dem Ortsnetz 100kW (250%)

Fazit:
a) Nicht die Dimensionierung der Hauszuleitung ist relevant
b) Ein Lastmittelwert, welcher ein E-Auto produziert ist bei der Dimensionierung eines Trafos irrelevant, es zählt die zu befürchtende/erwartende Spitze.
Der Netzbetreiber kalkuliert zwar einen Sicherheitsaufschlag, aber nicht 250%


Ernstgemeinte Frage(!) (ich will mich nicht in die Diskussion einmischen, aber dieses Argument "die Netze können das nicht ab" kommt ja immer öfter):
Überwacht denn der Netzbetreiber seine Netze, Trafos etc. nicht?
Es wird ja nun nicht so sein, dass ein komplettes Viertel sich geschlossen am selben Tag ein Elektroauto kauft, sondern eine Erhöhung des Strombedarfs wird sich ja doch über einen längeren Zeitraum abspielen. Und wenn der Netzbetreiber merkt, dass ein bestimmter Trafo immer öfter an seine Leistungsgrenze gerät, sollte er wohl handeln und ausbauen, oder nicht?
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 28. Mai 2016, 14:52

flow2702 hat geschrieben:
Und wenn der Netzbetreiber merkt, dass ein bestimmter Trafo immer öfter an seine Leistungsgrenze gerät, sollte er wohl handeln und ausbauen, oder nicht?

So ähnlich steht es auch im Energiewirtschaftsgesetz. Bevor die Trafos an ihrer Leistungsgrenze kommen muss noch einiges passieren. Bei uns direkt vor der Haustür hat der VNB ein kleines Grundstück als Reserve für einen weiteren Trafo zur Versorgung unseres Wohngebietes mit ca. 80 Häuser. Die hängen alle an einem Trafo. Seit 40 Jahren wird der zusätzliche Trafo aber nicht benötigt obwohl seitdem noch 20 Häuser dazu gekommen sind.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Hachtl » Sa 28. Mai 2016, 17:10

Es gab auch mal einen Feldversuch eines Netzbetreibers. Es wurde eine komplette Siedlung (oder war es Straße?) mir Elektroautos ausgestattet und über einen Monat das Netz beobachtet. Das Ergebnis war: Alles im grünen Bereich. Der Verbrauch teilt sich gleichmäßig auf.

Abgesehen davon muß man alle Verbraucher größer 11kW beim Netzbetreiber anmelden (gilt zumindest beim Bayernwerk). Wenn der dann einige 22kW Lader gemeldet bekommt wird er schon wissen wo die Grenze ist und ausbauen oder den Betrieb untersagen.



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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 28. Mai 2016, 18:39

Hachtl hat geschrieben:
Es gab auch mal einen Feldversuch eines Netzbetreibers. Es wurde eine komplette Siedlung (oder war es Straße?) mir Elektroautos ausgestattet und über einen Monat das Netz beobachtet. Das Ergebnis war: Alles im grünen Bereich. Der Verbrauch teilt sich gleichmäßig auf.

Wie nicht anders zu erwarten war.

Hachtl hat geschrieben:
Abgesehen davon muß man alle Verbraucher größer 11kW beim Netzbetreiber anmelden

Passiert aber auch nix, da die Autos mit 22 kW Lader doppelt so schnell voll sind und somit nur die halbe Zeit laden. Aber die meisten Laden zu Hause sowieso nur mit 3,7 oder 7,4 kW.

Wenn bei uns in de Siedlung alle 80 Häuser ein E-KFZ haben, dann werden im Jahr ca. 240.000 kWh zusätzlich benötigt. Das entspricht eine mittlere zusätzliche Last von ca. 30 kW. Das kann der Trafo mit 450 kVA locker verkraften.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Grottenolm » Fr 3. Nov 2017, 00:54

Ich hab endlich eine Antwort vom Bayernwerk bekommen.
Wenn ich eine weitere 22kW Ladesäule aufstellen will, wird mein Stromanschluss erhöht (500€). Wenn es genug bedarf gibt wird der Trafo am Ende der Straße ausgetauscht.
Am anderen Ende vom Dorf haben die grad einen Trafo getauscht. Allerdings nicht wg. E-Autos, sondern wg. insgesamt 500kW Solaranlagen die auf den Hallen im Gewerbegebiet installiert wurden.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon HubertB » Fr 3. Nov 2017, 01:11

Einmalig 500€ geht ja noch.
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