2. Stromanschluss für Ladesäule

Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon teutocat » So 22. Mai 2016, 12:33

ecopowerprofi hat geschrieben:
PS: Bei 70kW-Anschlussleistung (100A) kann man ohne Probleme beide Fahrzeuge ohne weitere Verriegelung laden. 15 kW entsprechen 20A und 11 kW entsprechen 16A. Verbleibt für die Wohnungen ca. 64A = 44 kW übrig. Der Netzbetreiber kalkuliert für die Netzberechnung mit 2 kW pro Wohnung also 24 kW. Der Rest ist der Angstzuschlag des Installateurs gewesen. Bei 4000 kWh pro Wohnung und Jahr habe ich einen mittlere Leistungsbedarf von ca. 0,5 kW pro Wohnung. Da passiert in hundert Jahren nix.


Das sehe ich anders. Wenn beide Fahrzeuge gleichzeitig laden sind die Probleme schon vorprogrammiert. 2kW pro Wohnung anzusetzen halte ich für unterdimensioniert.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon imievberlin » So 22. Mai 2016, 12:47

Berndte hat geschrieben:
Garnicht.... der zweite Anschluss hat ein Lastmanagement und liefert einfach alles, was am Hausanschluss übrig bleibt.
Ist mit einer SmartEVSE sehr leicht zu realisieren.


Genau so war mein Gedanke. Einfach und nützlich. Man nutzt das was übrig bleibt maximal aus.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon HubertB » So 22. Mai 2016, 13:11

teutocat hat geschrieben:
Das sehe ich anders. Wenn beide Fahrzeuge gleichzeitig laden sind die Probleme schon vorprogrammiert. 2kW pro Wohnung anzusetzen halte ich für unterdimensioniert.


Ob der 100A Anschluss ausreicht hängt sehr davon ab ob es z.B. Durchlauferhitzer im Haus gibt.

Ich betrachte jetzt mal nur den Fall Hausanschluss ohne Lastmanagement zu berücksichtigen.

Ich persönlich würde mich mal vom EVU beraten lassen, manchmal kommt da nichts brauchbares aber eine Anfrage schadet nicht.
Zumindest kannst Du dir die Kosten für einen Hausanschluss berechnen lassen (Vorsicht meistens Nettobeträge).

Es gibt da viele Faktoren:
1) Wie hoch ist die aktuelle Belastung des Hausanschlusses wirklich? (Messung über mehrere Tage) -
Wenn da noch Luft ist muss man vielleicht gar nichts machen.
2) Kann der vorhandene Anschluss vielleicht vergrößert werden? - wahrscheinlich billiger als ein zweiter Hausanschluss. Bei meinem EVU ist bei 100A Schluss, mehr geht nur bei Industrie/Gewerbe.
3) Gibt es im Keller überhaupt Platz für einen 2. Hausanschluss? - Eine ZAS, wie ich sie vor der Garage installieren musste kostet ab 1500€ netto aufwärts.

Wenn es am Ende tatsächlich auf einen zweiten Hausanschluss hinauslaufen sollte, dann würde ich nur die beiden Ladepunkte dranhängen, falls möglich noch Deine Wohnung.
Dann kannst Du nämlich unabhängig von der Hausverwaltung einen eigenen Liefervertrag abschließen.
Sei aber gewarnt, die Kosten sind nicht ohne, wir reden hier von einem mittleren vierstelligen Betrag.

PS: Ich gehe hier davon aus das mit Eigentümer / Hausverwaltung alles geklärt ist.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » So 22. Mai 2016, 14:06

teutocat hat geschrieben:
Das sehe ich anders. Wenn beide Fahrzeuge gleichzeitig laden sind die Probleme schon vorprogrammiert. 2kW pro Wohnung anzusetzen halte ich für unterdimensioniert.

Woher hast Du Dein Wissen? Es scheinen nur Vermutungen zu sein. Ich habe genug Häuser installiert und viele Datenerfassungen, wo ich sehen kann was so verbraucht wird. In Köln z.B. ein 12 Fam. Haus. Max. Belastung um die Mittagszeit liegt bei 15 bis 17 kW. Ich brauch nix vermuten. Ich sehe einfach nach und nehme reale Daten.

HubertB hat geschrieben:
Ob der 100A Anschluss ausreicht hängt sehr davon ab ob es z.B. Durchlauferhitzer im Haus gibt.

Bei Durchlauferhitzer würde ich bei 12 WE keine 100A einsetzen. Da kommt dann min. 160A rein. Aber ich habe ja vielleicht keine Ahnung und sollte ich meine Konzession zurück geben.

TeeKay hat geschrieben:
Seit 20 Jahren sind die Sicherungen drin - stammen noch aus der DDR.

Dann sind es min. 27 Jahren und halten immer noch. Da sag mal einer in der DDR gab es keine Qualität.

TeeKay hat geschrieben:
Bei uns in der Anlage ist jedes Haus mit 20 Wohnungen mit 100A abgesichert. Eines sogar nur mit 63A.

Da ist doch schon der Beweis, dass meine Aussagen richtig sind. Wenn 63A für 20 WE ausreichen, dann reichen 63A erst recht für 12 WE. Bei 100A sind das schon mal 27A Reserve. Rück gerechnet auf 12 WE hat man dann min. 45A Reserve. 11 + 15 kW = 26 kW entsprechen 37A. Das ist weniger als 45A. RECHNEN HILFT !!!!
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Grottenolm » So 22. Mai 2016, 14:15

Die beiden Parkplätze können nicht miteinander kommunizieren. Einer ist in der TG (Kein GPRS oder WLAN kommt da rein) der andere außen vorm Haus. Die beiden Verkabeln würde bedeuten durch 4 Betonwände zu bohren. Lan übers Stromnetz geht nicht, haben wir schon probiert. Das Signal geht irgendwio verloren.
Wenn ich mir die Verbraucher im Haus so Ansehe, dann sind da:
4 Klimaanlagen á 3,5kW
Ein Nachbar mit Steckdose, wo gelegentlich ein i3 dranhängt 3kW
ZOE 15kW
(unser zweites E-Auto 11kW)
Abends laufen außerdem oft 5-8 Waschmaschinen/Trockner gleichzeitig, sagen wir mal 2kW im mittel.

Die könnten im Worst case also über mehrere Stunden 45kW ziehen. Für den ganzen Rest des Hauses (E-Herde, IT & Co) bleiben dann 25kW.
Wenn dann noch der Fahrstuhl alle paar Minuten 17kW beisteuert könnte es schon knapp werden. Wenn die Hauptsicherung(Schmelzsicherung) rausfliegt, bleibts erstmal eine weile dunkel...

Lastmanagement wäre eine Option, aber dafür müsste man irgendwo den Strom messen nehme ich an?

Das Kabel zum Haus müsste meine Meinung nach auch mehr hergeben. Ich würde sagen das Kabel hat min. 50mm², sollte also auch bis 190A gut sein. Warum also max. 100A?

Platz für einen zweiten Haupt Sicherungskasten wäre da genug. Könnte man vielleicht eine Abzweigung für das EV bauen?

Bei uns in der Anlage ist jedes Haus mit 20 Wohnungen mit 100A abgesichert. Eines sogar nur mit 63A. Seit 20 Jahren sind die Sicherungen drin - stammen noch aus der DDR.

Bei den Fertigungstoleranzen in der DDR lösen die wahrscheinlich nicht mal bei 200A aus... Der FI im Haus meiner Großtante Leipzig hat erst bei 85mA ausgelöst ...
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » So 22. Mai 2016, 15:02

Grottenolm hat geschrieben:
Ich würde sagen das Kabel hat min. 50mm²

Kannst Du problemlos mit 125A absichern.

Grottenolm hat geschrieben:
Die könnten im Worst case also über mehrere Stunden 45kW ziehen.

Wird es aber nicht. Eine WM läuft zwar 2 Std. benötigt aber nur für ca. 15Min 2 kW um das Wasser zu erwärmen. Der Rest der Zeit liegt die bei ca. 100W bis 200W je nach Motor. Lt. Datenaufzeichnungen an mehreren Objekten liegt ein 12 Fam. Haus ohne Autos in der Spitze bei ca. 15 kW. Wenn die 45 kW tatsächlich verbraucht werden, dann hast Du immer noch eine Reserve von 25 kW. Reicht immer noch für die 11 kW Ladebox.

Grottenolm hat geschrieben:
Wenn die Hauptsicherung(Schmelzsicherung) rausfliegt, bleibts erstmal eine weile dunkel...

Fliegt die nicht. Per Definition hält eine 100A NH00 Sicherung den 2-fachen Nennstrom für ca. 2 Std. aus.

Grottenolm hat geschrieben:
Der FI im Haus meiner Großtante Leipzig hat erst bei 85mA ausgelöst

Oder war es ein 100mA FI ?? Dann wäre der Wert aber richtig.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon imievberlin » So 22. Mai 2016, 15:27

Bei der Smart EVSE musst du nur von deinem 2. neuen Ladeplatz ein Datenkabel zur Hauptverteilung legen. Da du eh die Zuleitung zu dem 2. Ladeplatz legen willst ist es ein Abwasch.
In der EVSE wird angegeben was der Hauptanschluss maximal kann.
Die EVSE gibt dem 2. Ladeplatz dann nur soviel frei wie die Differenz aus maximal zulässig und aktuell verbraucht ergibt.
Läuft also der Lift, die Klima und die Waschmaschine gleichzeitig so bekommst du nur noch den Rest des Hauptanschlusses für dein Auto freigegeben.
Das alles wird regelmäßig überprüft und angepasst so das es nicht zur Überlastung der Hauptsicherung kommt.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » So 22. Mai 2016, 16:55

imievberlin hat geschrieben:
Bei der Smart EVSE musst du nur von deinem 2. neuen Ladeplatz ein Datenkabel zur Hauptverteilung legen. Da du eh die Zuleitung zu dem 2. Ladeplatz legen willst ist es ein Abwasch. In der EVSE wird angegeben was der Hauptanschluss maximal kann.
Die EVSE gibt dem 2. Ladeplatz dann nur soviel frei wie die Differenz aus maximal zulässig und aktuell verbraucht ergibt.
Läuft also der Lift, die Klima und die Waschmaschine gleichzeitig so bekommst du nur noch den Rest des Hauptanschlusses für dein Auto freigegeben.

Ja und wo kommen die Daten her ??? Es gibt kein Zähler, der den Hausverbrauch in Summe erfasst. Aber ist alles überflüssig, da man nix regeln muss. Trotzdem würde ich auch, wenn die Zuleitung gelegt wird, ein LAN-Kabel zusätzlich verlegen. Gibt es auch als Erdkabel. Bloß kein normales im Schutzrohr. Das wir nicht funktionieren, wenn man es dann mal irgendwann braucht.
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Berndte » So 22. Mai 2016, 17:08

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ja und wo kommen die Daten her ??? Es gibt kein Zähler, der den Hausverbrauch in Summe erfasst.....

Dann mache dich doch am besten mal mit der SmartEVSE vertraut.
Da kommen einfach um die Leitung, welche man nicht überlasten will aufclipsbare Stromwandler.
Hier wäre das hinter der Hauszuleitung.
Die SmartEVSE kostet mit Sensorbox und 3 Stromwandler maximal 250€.
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Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
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Re: 2. Stromanschluss für Ladesäule

Beitragvon Elektrofix » So 22. Mai 2016, 21:19

Ich würde mich freuen, wenn der Kollege ecopowerprofi den anderen schreibenden Menschen mehr Respekt entgegenbringen würde. :old:
Mich stören Texte wie Woher hast Du Dein Wissen? Es scheinen nur Vermutungen zu sein. RECHNEN HILFT !!!! Ja und wo kommen die Daten her ???

Aussagen wie Ich habe genug Häuser installiert und… Aber ich habe ja vielleicht keine Ahnung und sollte ich meine Konzession zurück geben… Da ist doch schon der Beweis, dass meine Aussagen richtig sind. zeugen nicht von grade von Professionalität.

@Grottenolm:
Ich schließe mich der Meinung an, das ein Lastmanagement mit SmartEVSE eine gute Lösung wäre.
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