Warum sind plug-In so uneffektiv?

Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Karlsson » Do 27. Okt 2016, 12:31

Kriegt man ja trotzdem nicht schön gerechnet. Ich komme auch mit einem rein elektrisch betriebem Ampera auf eine Amortisationsstrecke > 400tkm bei angenommenen 18k€ Mehrpreis.
Aber zum einen würde ich einen Ampera gebraucht kaufen für 20k€ und zum anderen hab ich auch nicht den Anspruch, billiger als mit einem Benziner zu fahren.

Der Ampera wird's bei mir aber auch nicht wegen zu kleinem Kofferraum und fehlender AHK, ansonsten wäre er interessant.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Okt 2016, 12:33

Karlsson hat geschrieben:
Ist mir total furzegal. Der GTI klingt scheisse beim anfahren.

ne, immer :lol:
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon BurkhardRenk » Do 27. Okt 2016, 16:09

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Sind Plugin-Hybride effizienter als BEVs? Eher nicht. Das Problem war bisher und ist es auch zum Teil noch, daß es (noch) nicht für jeden Einsatzzweck geeignete BEVs gibt, hohe Reichweiten normalerweise einen hohen Preis bedeuten (bei Akku-Kauf) und es daher bislang eben an bezahlbaren Jedermanns-Fahrzeugen mit hohen Reichweiten mangelte.


Noch schlimmer ist das völlige Fehlen von Infrastruktur. Wenn es im Landkreis Alzey nur genau eine öffentliche Ladesäule, werbewirksam vor der Kreisverwaltung, gibt, und diese wenig werbewirksam schon die ganze Woche "Defekt - außer Betrieb" beschriftet ist, zeigt dies, dass rein elektrisches Fahren für die meisten von uns noch mindestens ein Jahrzehnt reiner Wunschtraum ist. Die Alternativen sind "Effektive Dieselstinker", weniger effektive reine Benziner oder effektivere Hybride.

Was dieser Thread leider nicht gebracht hat, ist die Antwort auf die Frage des OP, ob der Tiguan wirklich 30 KWh/100km schluckt. Was er hätte bringen können ist die Antwort auf die Frage, wie sich die beiden Hybridkonzepte (PHEV vs. RexHEV) im Verbrauch unterscheiden.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon TMi3 » Do 27. Okt 2016, 16:31

Man könnte sich mal festlegen ob es um Effizenz geht oder um ein anderes Thema. Als nächstes wäre spanned ob es z.B. um Energieeffizienz, Nutzlasteffizenz oder um Schadstoffeffizienz geht. Ein Fahrzeug mit einem kleinen Kernreaktor wäre vermutlich recht energieeffizient und trotzdem würden es wohl nicht alle haben wollen.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Gün102030ther » Do 27. Okt 2016, 16:58

Ollinord hat geschrieben:
Gerade hat VW den Tiguan ja als Plug-In angekündigt. Batterie 13,5 kWh und bis zu 50KM Reichweite.. Heißt in der Praxis also 35 KM. Wird bei diesen Angaben eigentlich immer der Bruttogehalt der Batterie angegeben? Ist doch sonst auch nicht so, ZOE wird mit dem beworben was auch rauszuholen ist: 22 kWh bzw. 23,4...

Aber selbst wenn die 13,5 dann brutto sind, dürften es ja ca. 10 kWh netto sein. Dieses würde dann ja auch wieder bedeuten bei 35 KM Reichweite ca. einen Verbauch von 30 kWh auf 100 KM, da ist doch irre viel oder?

Selbst die B Klasse fährt als ähnliches Modell und Gewicht mit 20 kWh.

Warum sind diese also so uneffektiv?

Gruss Oliver


Plug-In´s haben den einzigsten Zweck den Flottenverbrauch zu senken. Ich kenne Beispiele von Volvo etc. etc.
Das sind absolute Stromfresser. Diese Pseudo-Öko-Panzer toppen beim schleichen selbst einen Tesla bei dauerhaft über
150 kmh.


Selber schuld, wer so eine E-Gehhilfe kauft, die 30 KM elektrisch fährt und dann 5 stunden laden muss :lol: :lol:
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Gün102030ther » Do 27. Okt 2016, 17:06

Bernd_1967 hat geschrieben:
Und effizient vom Verbrauch gegenüber Benzinern sind sie sicher.



jaaa, genau. jantz genau. Das sind richtige Sparsemmeln. 13.000 euro Aufpreis zum Benziner, damit dann so ein Hybrid Deppenpanzer
nach NEFZ mit 2,8 Liter jeden von 100 KM fährt. so wird das was...
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon BurkhardRenk » Do 27. Okt 2016, 18:03

Das es schlecht gemachte PHEVs gibt bestreitet ja niemand - nur sehen wir hier auch Beispiele von gut gemachten, deren elektrische Energieeffizienz ähnlich der der BEVs ist, evtl. 10% schlechter. Das macht diesen Thread wertvoll, auch wenn Batterieträumer und Heizölfanatiker hier versuchen jede Sachdiskussion zu torpedieren.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon futureA » Do 27. Okt 2016, 19:05

BurkhardRenk hat geschrieben:
Das macht diesen Thread wertvoll, auch wenn Batterieträumer und Heizölfanatiker hier versuchen jede Sachdiskussion zu torpedieren.
Worauf stützt sich diese Behauptung?

Das Problem der Plug-Ins ist nicht die Physik, die gewisse Potentiale nennt, es ist offensichtlich nicht möglich, diese Potentiale mit einer technischen Lösung auszuschöpfen. Der Ampera ist ein gutes Beispiel, hier verglühen die Potentiale in den Reibungs- / elektrischen Wirkungsgradverlusten von 1,73 Tonnen Elektromotoren / Kupplungen /Planetengetrieben / Leistungselektroniken / Batterien / ...

Hier ein paar unbeliebte Daten:
Ampera Test 1:
Elektrobetrieb: 13 kWh/100km bei Schleichfahrt mit konstant 80 auf der Autobahn,
Elektrobetrieb: 20-25 kWh/100km im ganz normal absolvierten Praxisverkehr,
Elektrobetrieb: gut 30 kWh/100km bei winterlichen Bedingungen mit elektrischer Heizung, Scheibenwischer, Sitzheizung, heizbarer Heckscheibe.
20% Ladeverluste laut Strommessgerät, meint alle Angaben*1,2 zur Kostenermittlung sind im Praxisverbrauch von 22,5 kWh-> = 7,56 €/100km

Ampera Test 2:
Testverbrauch Schnitt (ersten 100 km) 12,2 kWh und 1,4 l --> 4,099 € + 1,82 = 5,92 €/100km
Testverbrauch Schnitt pro 100 km (leere Batterie / Motor) 5,5 l --------------> = 7,15 €/100km
Testverbrauch Schnitt pro 100 km (leere Batterie / elektrisch) 17,4 kWh ---> = 5,84 €/100km
Test 1: --------------------------------------------------------------------------------> = 7,56 €/100km

bei 18.050 € Mehrpreis gg Konkurrenten z.B. Golf VII TSI/125 mit 6,2 l/100km = 8,06 €/100km
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Solarmobil Verein » Do 27. Okt 2016, 20:14

futureA hat geschrieben:
Hier ein paar unbeliebte Daten:
Ampera Test 1:
Elektrobetrieb: 13 kWh/100km bei Schleichfahrt mit konstant 80 auf der Autobahn,
Elektrobetrieb: 20-25 kWh/100km im ganz normal absolvierten Praxisverkehr,
Elektrobetrieb: gut 30 kWh/100km bei winterlichen Bedingungen mit elektrischer Heizung, Scheibenwischer, Sitzheizung, heizbarer Heckscheibe.
20% Ladeverluste laut Strommessgerät, meint alle Angaben*1,2 zur Kostenermittlung sind im Praxisverbrauch von 22,5 kWh-> = 7,56 €/100km
Wenn das Werte ab Akku sein sollen, weil ja noch die 20% Ladeverluste draufgerechnet werden, dann frage ich mich schon, wie die gefahren sind.
Die Werte kommen mir allerdings eher wie die ab Steckdose vor. Das würde sich mit meinen Aufzeichnungen der letzten 4 Jahre einigermaßen decken.

Fall 1 ist natürlich geschickt von dir gewählt, da ab 72km/h der Energieverbrauch wegen des zunehmenden Luftwiderstandes signifikant ansteigt. Die Kurve macht hier einen richtigen Knick.
Was heißt "Praxisverkehr" bei Fall 2? "Fahren wie einen Verbrenner", also sowas wie Kavalierstarts an der Ampel und kurz vor der nächsten bei Rot brachial runterbremsen, damit man auch möglichst viel Energie über die mechanischen Bremsen vernichten muß? So kommt mir der Verbrauchswert jedenfalls vor.
Bei Fall 3 wette ich, daß hier das Aufheizen mit einbezogen wurde. Scheibenwischer, Sitzheizung und Heckscheibe mögen im Energieverbrauch beim HV-Akku meßbar sein, wirkt sich aber auf die E-Reichweite bestenfalls im Promillebereich aus.


futureA hat geschrieben:
Ampera Test 2:
Testverbrauch Schnitt (ersten 100 km) 12,2 kWh und 1,4 l --> 4,099 € + 1,82 = 5,92 €/100km
Testverbrauch Schnitt pro 100 km (leere Batterie / Motor) 5,5 l --------------> = 7,15 €/100km
Testverbrauch Schnitt pro 100 km (leere Batterie / elektrisch) 17,4 kWh ---> = 5,84 €/100km
Test 1: --------------------------------------------------------------------------------> = 7,56 €/100km

bei 18.050 € Mehrpreis gg Konkurrenten z.B. Golf VII TSI/125 mit 6,2 l/100km = 8,06 €/100km
Konkurrenz, so nennst du es. Ich nenne es Stinker. Und dann noch die Frage: Ich habe im Konfigurator kein Automatikgetriebe gefunden. Gibt's wirklich keins oder bin ich nur blind? Weil schalten möchte ich nicht mehr. Und ich möchte auch kein Schaltruckeln mehr haben, das empfinde ich mittlerweile als ausgesprochen lästig. Auch ein DSG muß schalten - und das hört sich einfach beschissen an. Erst knallt's, dann pfeift's.

Wie du auf die 18000 Euro Mehrpreis kommst, weiß ich auch nicht. Wenn ich einen Golf VII mit 125PS (der Ampera hat übrigens 150PS) in etwa auf das Ausstattungsniveau des Ampera ziehe, komme ich bei ca. 36000 Euro raus. Und dann muß ich offenbar auch noch selbst schalten, kann nicht lautlos fahren, habe einen miserablen Drehmoment, muß mir mindestens 2 Mal im Monat die Finger stinkigschmutzig machen usw. Naja, wer's mag ...

Wie ich dir schon mal vorgeschlagen habe, wir stellen den Ampera und den Golf mal in je eine abgeschlossene Garage, setzen uns ins Auto und fahren immer schön 2m vor und zurück. Mal sehen, wer als erstes nach Luft japst.
DAS ist der Unterschied. ;)
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Karlsson » Do 27. Okt 2016, 20:55

Gün102030ther hat geschrieben:
jaaa, genau. jantz genau. Das sind richtige Sparsemmeln. 13.000 euro Aufpreis zum Benziner, damit dann so ein Hybrid Deppenpanzer
nach NEFZ mit 2,8 Liter jeden von 100 KM fährt. so wird das was...

Manche fahren damit 95% elektrisch. Siehe Ampera, siehe i3 RE.

Klar ist ein Outlander PHEV ein Panzer. Aber die Alternative dazu ist dann halt ein Verbrenner Kombi, der jeden Kilometer fossil fährt. Ist jetzt auch nicht toll, oder?
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