PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Super-E » Di 9. Jan 2018, 15:55

Weil nach Statistik 35km für die meisten als Pendelreichweite ausreicht! Die liegt 2017 bei 17 Kilometer. Viel sinniger wäre es, wenn man in der Arbeit laden kann, dann verdoppelt sich die Reichweite auf die geforderten 70km ohne das man mehr Akkus rumfahren muss.

Eine höhere Pendelstrecke mit dem Auto sollte eigentlich eher bestraft als gefördert werden...
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 17:08

harlem24 hat geschrieben:
Warum haben denn die ganzen PHEVs der großen Hersteller so eine geringe Reichweite?
Weil gesetzlich nicht mehr gefordert wird.
Aktuell sind es 35km NEFZ und ich glaube ab 2019 40km, damit ein entsprechendes Fahrzeug mit 0g CO2 in die Statistik eingeht!
Man könnte die Voraussetzungen entsprechend anpassen, aber da ist die Autolobby schon vor!


Die HYbriden werden nach der hier beschriebenen Fromel berechnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzyklus

Die 40km sind zum erlangen des e-Kennzeichens dazu muss das PHEV mind. 40km schaffen und max 49g. berechnet nach der oben genannten formel haben.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Wiese » Di 9. Jan 2018, 18:04

Auch wenn es vielen nicht gefällt, die Überschrift von Karlsson trifft den Nagel auf den Kopf.

Das beste bisher auf dem Markt verfügbare PHEV war der Ampera. Alltagstaugliche elektrische Reichweite für Pendler und ausreichende Leistung und Reichweite für große Strecken mit dem Benziner. Derzeit wäre er auch günstiger produzierbar.
Das was derzeit geboten wird dient nur der Einhaltung des Flottenverbrauchs, und behindert das BEV. Ja, das PHEV behindert die Weiterentwicklung und Verbreitung des BEV, weil die Hersteller damit ihr Ziel erreichen. Würdet Ihr keine PHEV kaufen, müssten die Hersteller mehr und günstigere BEV anbieten um das CO2 Ziel zu erreichen. So wie es derzeit läuft sind sie bald aus dem Schneider, weil genügend Kurzstreckenstromer herumfahren. Wenn ich dann noch bedenke, dass laut technischer Daten von Audi der Q7 e-tron über 30 kWh auf 100 km frisst, sit das doch nur noch ein schlechter Witz. - Zitat: Mit 17,3 kWh Kapazität ermöglicht sie bis zu 56 km Reichweite im elektrischen Betrieb – eine weitere Bestmarke im Segment -
Im übrigen werden sich die PHEV-Fahrer noch die Augen reiben, wenn sie das Auto länger als 5 Jahre nutzen. Wer mit dem Neufahrzeug die täglichen 30 km gerade so schafft, wird das in 5 Jahren nicht mehr schaffen. Da der Lithiumakku täglich stark beansprucht wird, altert er auch sehr schnell und verliert Kapazität. Ein 10 kWh-Akku der mit 5 C belastet wird, und täglich ein bis 2 mal leer genuckelt wird macht es nicht lange.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Schüddi » Di 9. Jan 2018, 19:30

Ja und wenn weniger Fleisch essen würden, gäbe es mehr Vegetarische Gerichte, würden sich mehr Vegan ernähren könnten alle von Blumen leben und wenn wir keinen Urlaub in fremden Ländern machen würden bräuchten wir keine Flugzeuge die die Luft verschmutzen - und erst recht nicht diese Ozeandampfer.
Ich und viele viele anderen auch - man denke an alle ohne Eigenheim können noch lange kein BEV fahren weil es noch sehr viele Gründe gibt die für viele dagegen sprechen. Ein BEV würde bei mir auch nicht ins Profil passen, der PHEV dagegen zu 100%.
Und dann immer diese dummen Extrembeispiele... ich habe außer im Autohaus noch keinen einzigen Q7 e-tron auf der Straße gesehen und auch keinen Porsche mit E-Kennzeichen. Die Masse die man täglich an PHEV antrifft sind tatsächlich A3 e-tron, Golf GTE und vereinzelt Passat GTE. Und diese machen Sinn und funktionieren. Man braucht in einem HYBRID, der dafür gedacht ist seinen täglichen DURCHSCHNITTLICHEN Arbeitsweg elektrisch zurück zu legen keine 150km Reichweite sonst wäre es ein BEV mit Range Extender. Tatsächlich arbeiten hier aber beide Antriebe in ihrem Bereich ODER zusammen möglichst effizient. Also alles richtig gemacht. Für viele das perfekte Auto für den Alltag und noch viel wichtiger - die perfekte Alternative zum dreckigen Stinkediesel.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon eve » Di 9. Jan 2018, 20:26

harlem24 hat geschrieben:
Warum haben denn die ganzen PHEVs der großen Hersteller so eine geringe Reichweite?
Weil gesetzlich nicht mehr gefordert wird.
Aktuell sind es 35km NEFZ und ich glaube ab 2019 40km, damit ein entsprechendes Fahrzeug mit 0g CO2 in die Statistik eingeht!
Man könnte die Voraussetzungen entsprechend anpassen, aber da ist die Autolobby schon vor!


Ich muss Karlsson zustimmen.

Gute PHEV könnte es geben. Aber im Vordergrund steht hier nicht Kundenwünschen gerecht zu werden.

Man kann doch oft aus verschiedenen Motoren wählen. Warum nicht auch aus verschiedenen Akkukapazitäten/Reichweiten?

Ausreichende Reichweiten wären genau wie ausreichend große AdBlue Tanks kein Problem. Ist doch logisch, dass man gerade ein kurzes und damit schädliches Anspringen des Verbrenners vermeiden will.

Schön wärs gewesen, wenn die Autobauer früh davon abgelassen hätten sich so stark an Ihren Verbrennungsmotoren zu messen.

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon iOnier » Di 9. Jan 2018, 21:05

kub0815 hat geschrieben:
Ich finde es für mich nicht optimal zwei Autos rumstehen zu haben die weniger als 10.000 km im Jahr bewegt werden.

Hier sind's halt 2, die jeweils rund 15.000 km/a laufen und die beide gebraucht werden. Das Kurzstreckenauto ist eben meist den ganzen Tag mit mir auf Arbeit und Frau muss auch mobil sein. .

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Wiese » Di 9. Jan 2018, 21:24

Wie man hier klar erkennen kann, gibt es hier 2 klar getrennte Meinungen.

Für meinen Teil bin ich bereit auch die Ansichten zu akzeptieren, die ich nicht teilen kann.

Warten wir einfach noch ein paar Jahre, dann sehen wir wie sich die Sache weiterentwickelt.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Schüddi » Di 9. Jan 2018, 21:27

eve hat geschrieben:
Ich muss Karlsson zustimmen.

Gute PHEV könnte es geben. Aber im Vordergrund steht hier nicht Kundenwünschen gerecht zu werden.

Man kann doch oft aus verschiedenen Motoren wählen. Warum nicht auch aus verschiedenen Akkukapazitäten/Reichweiten?

Die GIBT es! Es ist DEINE Meinung das Kundenwünsche nicht im Vordergrund stehen weil der Wagen ZU DIR nicht passt!

Versuchen wir das Pferd mal anders herum aufzusatteln: Wie viele PHEV kommen ca. Auf 10.000PKW? Einer? Zwei? Wir sind uns einig, das ein PHEV definitiv ein Nischenmodell ist, von dem nur die wenigsten überhaupt einen Nutzen haben, da sie es nicht laden können. Das wird auch eine ganze Weile so bleiben. Jetzt kann man als Unternehmen so vorgehen, das man den Karlsson fragt, was er denn gerne alles hätte und es nach seinem Belieben bauen. Aber vielleicht passen seine Belieben auch nicht zu deinen - dann wäre das Auto ja wieder scheiße - man hätte man einen Kunden glücklich gemacht und ihm ein Auto verkauft, das so teuer wäre, das kein anderer es kaufen würde.
Oder aber man wertet Statistiken aus, überlegt sich für welche Hauptzielgruppe ein solches Auto am interessantesten wäre (jemand der ein eigenes Häußle hat, einen eigenen Stromanschluss zum Laden, durchschnittliche Reichweite zur Arbeit...) und baut ein Auto für eben diese Zielgruppe von der man denkt, einen Großteil abdecken zu können - kurz: es möglichst vielen recht zu machen. Alles natürlich unter Einhaltung von Entwicklungskosten, Gewicht, Fahrleistungen usw.
Entweder man passt in dieses Beuteschema oder eben nicht. Deswegen ist aber das Auto nicht scheiße. Das ist bei einem BEV doch nichts anderes. Und wenn all die PHEV Basher wieder mit Ihren extrembeispielen kommen die man in der Realität kaum antrifft müsste ich ja jedesmal wenn ich e-Auto höre mit dem ach so sauberen Tesla Model X P100D anfangen.
Ein Golf ist ein Massenauto. Es werden Millionen verbaut. Da wird versucht wirklich für jeden etwas anzubieten daher hat man auch eine riesige Motorenpalette zur Auswahl. Aber bei einem PHEV das kaum verkauft wird noch zig verschiedene Akkus und Motoren anzubieten - das macht doch rein kalkulatorisch überhaupt keinen Sinn!
Vielleicht kommen wir irgendwann in diesen Genuss aber ich denke bis dahin wird noch viel Wasser den Bach runter fließen.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Wiese » Di 9. Jan 2018, 21:45

Schüddi, Du magst den Eindruck haben, dass es um Kundenwünsche geht, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Es geht alleine darum diese 95 Gramm CO2 ab 2020 einzuhalten. Und dafür sind eben 40 km elektrisch notwendig. Glücklicherweise (für die Autobauer) gibt es genug Kunden, die genau diese Fahrzeuge gebrauchen können und auch haben wollen.
Die meisten BEV werden nach China gehen, oder gleich dort gebaut, weil sie dort gesetzlich gefordert werden. In DE wird das BEV so knapp wie möglich gehalten.
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, wenn die Asiaten den BEV-Markt bedienen.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Schüddi » Di 9. Jan 2018, 23:26

Vielleicht steckt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Schonmal daran gedacht? Man kann auch wirklich alles schlecht reden.
Es muss natürlich für beide Seiten einen Vorteil bringen - für das produzierende Unternehmen und für den Endverbraucher.
Deswegen ist das Konzept PHEV aber trotzdem nicht scheiße gemacht - es trifft nur nicht auf jeden zu. Ich würde mir im Traum nicht einfallen lassen ein Rennrad zu kaufen und damit anderen im Feierabendverkehr auf einer Hauptverkehrsstraße auf den Keks gehen und mich selbst dabei gefährden - trotzdem ist ein Rennrad nicht scheiße. Es trifft einfach nicht auf mein Fahrprofil in der Natur zu.
Genauso trifft noch kein BEV auf mein Profil zu - trotzdem sind BEV nicht grundsätzlich scheiße gemacht. Man darf nicht immer von sich auf die Allgemeinheit schließen.
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