Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon muinasepp » Di 12. Dez 2017, 08:14

@HUKoether
Mit der Markenbrille warst nicht im speziellen Du gemeint. Es gibt aber einige, die legen sich auf ein Auto fest (z. B. weil sie mit dem Hersteller oder dem Modell oder auch der Werkstatt bisher zufrieden waren, und das ist ja auch ein Argument) und entscheiden dann über die Motorisierung, sei es nun ein 2er BMW, ein Volvo XC60, oder ein Golf. Also ich möchte da niemanden kritisieren, es muss jeder machen, wie er selber es für richtig hält. Ich bin da halt eher offen und hab selber auch schon verschiedenste Hersteller wie Opel, BMW, Audi, Mercedes, VW, Lancia und Mitsubishi gefahren.

@mitleserin
Gute Entscheidung, Nachlademöglichkeiten sind ja da.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 437
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Anzeige

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Priusfahrer » Di 12. Dez 2017, 09:32

Gibt es nicht an den Wuppertaler Ladesäulen eine Flat? Wenn man da gelegentlich (öfter) in der Nähe zu tun hat, kann man da ja immer mal laden.

Ich gehe davon aus, dass in wenigen Jahren immer mehr Ladegelegenheiten dazukommen. Bis Ende 19 sollte sich die Zahl der Lademöglichkeiten verdoppeln. (hoffe ich )
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1208
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon FuchsDerBaer » Di 12. Dez 2017, 21:29

Priusfahrer hat geschrieben:
Ich kenne die Gegebenheiten in Wuppertal nicht so, was die Ladeinfrastruktur an geht. Aber sehr wohl die "Berge". Hier kann man bergab reichlich Rekuperieren. Ein Vollhybride ist da schnell voll. Ein PHEV kann so schnell mal 10km Strom "sammeln".

Das ist einer meiner Hintergedanken gewesen. Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. Bleibt die Frage wieviel da realistischerweise tatsächlich bei rumkommt.

mitleserin hat geschrieben:
Vollzitat entfernt

Wow, Respekt! Ich bin zwar durchaus überzeugt von E-Mobilität, was dort beschrieben ist, wäre mir allerdings ein Stück zuviel Commitment. Da muss man doch sicher einige Male pro Woche gute 20-30 Minuten Ladezeit einplanen (zusätzlich zum ohnehin zeitintensiven Fahrtweg auf der A46)?!


Als Zwischenfazit halte ich mal fest, dass es keine klare Antwort auf meine Eingangsfrage gibt und dass man es je nach persönlichem Befinden in die eine oder andere Richtung argumentieren kann.
Da das mit dem Autoshoppen dieses Jahr wohl nichts mehr gibt, werde ich das Thema Anfang kommenden Jahres weiterverfolgen. Auf der Liste zum angucken und Probefahren stehen dabei insbesondere GTE/e-tron als Vertreter der PHEVs sowie der Ioniq (wahlweise als Mildhybrid oder Plugin) und ggfs. weitere herkömmliche Benziner. Da ich davon ausgehe, dass mein nächstes Auto eine längere Nutzungsdauer als meine aktuelle Wohnung hat und dass sich die Ladeinfrastruktur weiter vebessert, tendiere ich allerdings schon etwas in Richtung PHEV.

Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge!
FuchsDerBaer
 
Beiträge: 3
Registriert: So 3. Dez 2017, 18:19

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Langsam aber stetig » Mi 13. Dez 2017, 00:23

FuchsDerBaer hat geschrieben:
Das ist einer meiner Hintergedanken gewesen. Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. Bleibt die Frage wieviel da realistischerweise tatsächlich bei rumkommt.

Darf man aber auch nicht überbewerten. Nur, wenn es so steil ist, dass man beim normalen Verbrenner bremsen muss, ist ein Auto mit Rekuperation im Vorteil. Auf einer Autobahn ist es selten so steil, dass das nötig ist, da "rekuperiert" auch ein Verbrenner beim bergab fahren, weil der Treibstoffverbrauch entsprechend geringer ist.
Benutzeravatar
Langsam aber stetig
 
Beiträge: 1024
Registriert: Mi 11. Jan 2017, 14:30

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Schüddi » Mi 13. Dez 2017, 06:37

Langsam aber stetig hat geschrieben:
FuchsDerBaer hat geschrieben:
Das ist einer meiner Hintergedanken gewesen. Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. Bleibt die Frage wieviel da realistischerweise tatsächlich bei rumkommt.

Darf man aber auch nicht überbewerten. Nur, wenn es so steil ist, dass man beim normalen Verbrenner bremsen muss, ist ein Auto mit Rekuperation im Vorteil. Auf einer Autobahn ist es selten so steil, dass das nötig ist, da "rekuperiert" auch ein Verbrenner beim bergab fahren, weil der Treibstoffverbrauch entsprechend geringer ist.

Nein das definitiv nicht. Es wird ja kein Sprit produziert der zurück in den Tank läuft. Rekuperation machen bei mir ca. 20% aus zwischen geladener und verbrauchter Energie.
Weiterer Punkt ist eben das der GTE/e-tron konsequent abschalten wenn der Motor nicht gebraucht wird. Auch bei Hohen Geschwindigkeiten. Daher kann man extrem weit segeln.
Schüddi
 
Beiträge: 1127
Registriert: So 23. Okt 2016, 23:43

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Priusfahrer » Mi 13. Dez 2017, 07:35

FuchsDerBaer hat geschrieben:
Das ist einer meiner Hintergedanken gewesen. Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. Bleibt die Frage wieviel da realistischerweise tatsächlich bei rumkommt.


Hängt sicher von der Fahrweise und dem Modell ab.

Von der AB runter durch den Tunnel und weiter bis zum Bahnhof kommen bestimmt so 5-10km elektrische Reichweite zusammen. :D Die sind dann aber bei den Steigungen schnell wieder weg :oops: Die kannst Du aber effektiver mit dem Verbrenner meistern.

Nur wenn fast nie geladen wird, macht der Aufpreis eines PHEV gegenüber eines Vollhybriden kaum Sinn. Die 10-20% Benzineinsparung reicht da nicht aus.

Es gibt noch den Prius PHEV Solar. Der lädt durch die Sonne bis zu 5km am Tag nach. Also falls Du kein Schattenparker bist :)
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1208
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Schüddi » Mi 13. Dez 2017, 08:47

Priusfahrer hat geschrieben:
Es gibt noch den Prius PHEV Solar. Der lädt durch die Sonne bis zu 5km am Tag nach. Also falls Du kein Schattenparker bist :)
... die durch das vorklimatisieren - falls er das kann - wieder weg sind. Wie gewonnen...
Dazu ist der Prius unglaublich laut und vergleichsweise überteuert. Sportlich fahren ginge damit zwar gar nicht aber man wöllte es auch nicht.
Okay zugegeben den PHEV bin ich noch nicht gefahren nur den Hybrid. Und klar, Desingn und Verarbeitung muss man mögen. Wenn der Prius in Frage käme am besten den zuerst fahren und dann nix anderes mehr. :roll:

Meine Meinung.


@Prius Fanboy: bitte keine neue Priusdiskussion hier starten. Da hast du ja bereits ein paar Baustellen.
Schüddi
 
Beiträge: 1127
Registriert: So 23. Okt 2016, 23:43

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon wp-qwertz » Mi 13. Dez 2017, 08:58

FuchsDerBaer hat geschrieben:
1)...Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. ...

2) Da muss man doch sicher einige Male pro Woche gute 20-30 Minuten Ladezeit einplanen (zusätzlich zum ohnehin zeitintensiven Fahrtweg auf der A46)?!


3) Als Zwischenfazit halte ich mal fest, dass es keine klare Antwort auf meine Eingangsfrage gibt und dass man es je nach persönlichem Befinden in die eine oder andere Richtung argumentieren kann.
...


1) das stimmt einerseits. andererseits sind genau die berge, die dir dann den akku ratzfatz wieder leer machen :!: :D
2) leider hat die a46 keine induktions-lademöglichkeit. das würde sich bei ihr doch gut anbieten :D
zum laden: was ist mit dem gendanke, während des ladens deinen sport zu machen? (kommt natrülich drauf an, was du machst, aber gerade joggen bei wind und wetter geht doch hier prima :D!)
3) richtig. und gerade weil du schreibst, dass dein nächstes auto deine aktuelle wohnung "überlebt", fahr unbedingt mal den e-ioniq probe!
wenn du dich für den entscheidest, hast du ein unglaublich effektives auto :!: und sowieso eine laaaagen wartezeit :D

vg und viel erfolg. würde mich freuen, wenn du uns dann mal auf dem laufenden hälst!
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
- Zoe 13.02.15 - 30.12.16.
- MX 60er, 7 Sitze 30.12.16.
- Die Bettermänner: http://www.ladesystemtechnik.de/
Benutzeravatar
wp-qwertz
 
Beiträge: 4489
Registriert: Mo 25. Aug 2014, 07:19
Wohnort: WupperTal

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon muinasepp » Mi 13. Dez 2017, 08:59

Langsam aber stetig hat geschrieben:
FuchsDerBaer hat geschrieben:
Das ist einer meiner Hintergedanken gewesen. Die Topographie hier eignet sich doch sehr gut zum rekuperieren. Bleibt die Frage wieviel da realistischerweise tatsächlich bei rumkommt.
Darf man aber auch nicht überbewerten. [...]

Bin auch der Meinung, dass die Reku oft überbewertet wird. Das hängt überdies sehr stark von der Fahrweise ab. Die beste Reku ist die, die man gar nicht braucht, sprich, entsprechend vorausschauend fährt, da jede Energieumwandlung verlustbehaftet ist. Deutlichen Gewinn durch die Reku erreicht man bei vorausschauender Fahrweise nur im Gebirge. Und auch da muss man korrekterweise gegenrechnen, dass man einen Teil der Energie, die man ein einer längeren steileren Bergabfahrt gewinnt, vorher auch schon bei der Bergauffahrt durch das höhere Gewicht eines PHEV "investieren" musste.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 437
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon BurkhardRenk » So 17. Dez 2017, 21:30

Auch noch mein Senf dazu - was wäre für Dich die reine Verbrenneralternative? Bei mir stand das Budget fest, und die Wahl war dann zwischen A4 Benziner und A3-etron, und da hab ich mich richtig entschieden :)

Noch was, mit einem etron ändert man durchaus einige Lebensgewohnheiten. Davor fuhren wir zu verschiedenen Thermalbädern z.B., jetzt nur noch nach Schlangenbad weil wir dort für den Rückweg laden können.

Trotzdem, in dem Fall einen Rat zu geben ist schwierig. Definitiv hat man mit dem etron viel mehr Fahrspaß als mit einem normalen A3, und viele neugierige Passanten an den Ladesäulen die immer dieselbe dumme Frage stellen: Wie lang muss der Laden? Und ich antworte: Wenn wir fertig mit Schwimmen sind ist er voll :)
BurkhardRenk
 
Beiträge: 229
Registriert: Di 4. Okt 2016, 14:36

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines zu Plug-In Hybriden

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast