Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Priusfahrer » Mo 11. Dez 2017, 08:47

muinasepp hat geschrieben:
Man muss hier einen PHEV mit einem Vollhybriden vergleichen. Und diesen Vergleich wird immer der Vollhybrid gewinnen.


Das kann ich nicht so ganz unterschreiben. Habe ja den direkten Vergleich. Den P3 als Vollhybrid und jetzt dasselbe Fahrzeug als PHEV. Dieser ist trotz 50kg Mehrgewicht fast 20% sparsamer im Benzinverbrauch. Dies ligt u.a. am deutlich effizenteren LiIon Akku.

Aber Du hast Recht. In Sachen Kosten rechnet sich das trotz Förderung nicht, wenn man nicht gelegentlich kostenlos Strom Laden kann.

Aber da derzeit die Ladeinfrastruktur deutlich ausgebaut wird, wurd es in Zukunft durchaus immer wieder Möglichkeiten geben zu laden. Sei es im Einkaufszentrum, in der nächstgrößeren Stadt oder, oder, oder....
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1208
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Anzeige

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Langsam aber stetig » Mo 11. Dez 2017, 09:42

Nur an Einkaufszentren etc. laden ist bei diesem Fahrprofil schwierig, da ja die Arbeitsstrecke (70 km pro Tag) zum großen Teil elektrisch abgedeckt werden sollte, sonst ergibt ein PHEV nicht so viel Sinn. Da es keinen PHEV gibt, der 70 km elektrische Reichweite hat, heißt das, dass man zumindest den Teil in Wuppertal und in Düsseldorf in der Stadt, und Stau auf der Autobahn elektrisch abdecken sollte. Das ist wahrscheinlich schon so viel, dass bei fast allen PHEVs der Akku dafür benötigt wird. Also muss der Akku jeden Tag von leer auf voll geladen werden. Da man vermutlich nicht jeden Tag einkaufen geht, ist das nicht wirklich möglich.

Selbst mit einer Zoe, die das optimale Auto ist, wenn man nur an Einkaufszentren etc. laden will, wird man zweimal pro Woche laden müssen bei 70 km pro Tag. Das würde für manche passen (vielleicht geht man jeden Dienstag Abend zum Schwimmen, und jeden Samstag zum Einkaufszentrum und kann dann jeweils 2,5 Stunden an einer 22-kW-Säule laden), für andere nicht.

Daher würde ich vorhersagen, dass der Fragesteller den elektrischen Antrieb nur an ein oder zwei Tage die Woche nützen wird (über einen Vollhybrid hinaus), womit man sich dann die Frage stellt, ob ein PHEV die richtige Wahl ist.
Benutzeravatar
Langsam aber stetig
 
Beiträge: 1024
Registriert: Mi 11. Jan 2017, 14:30

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Odanez » Mo 11. Dez 2017, 09:52

Selbst wenn auf dem Arbeitsweg eine kostenloser 150kW CCS Lader stehen würde, und man mit dem Ioniq jeden Tag hier laden will, dann hat man das auch irgendwann satt, jeden Tag auf dem Arbeitsweg 10-20min am Schnelllader zu verschwenden. Ich sehe PHEV und BEV wirklich nur als sinnvoll, wenn man mindestens bei der Arbeit oder zu Hause, bzw in direkter Nähe davon, regelmäßig und zuverlässig aufladen kann.
Odanez
 
Beiträge: 752
Registriert: So 5. Mär 2017, 10:14

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Priusfahrer » Mo 11. Dez 2017, 09:58

Odanez hat geschrieben:
Selbst wenn auf dem Arbeitsweg eine kostenloser 150kW CCS Lader stehen würde, und man mit dem Ioniq jeden Tag hier laden will, dann hat man das auch irgendwann satt, jeden Tag auf dem Arbeitsweg 10-20min am Schnelllader zu verschwenden. Ich sehe PHEV und BEV wirklich nur als sinnvoll, wenn man mindestens bei der Arbeit oder zu Hause, bzw in direkter Nähe davon, regelmäßig und zuverlässig aufladen kann.


Ich kenne die Gegebenheiten in Wuppertal nicht so, was die Ladeinfrastruktur an geht. Aber sehr wohl die "Berge". Hier kann man bergab reichlich Rekuperieren. Ein Vollhybride ist da schnell voll. Ein PHEV kann so schnell mal 10km Strom "sammeln".
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1208
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon muinasepp » Mo 11. Dez 2017, 12:33

Priusfahrer hat geschrieben:
Das kann ich nicht so ganz unterschreiben. Habe ja den direkten Vergleich. Den P3 als Vollhybrid und jetzt dasselbe Fahrzeug als PHEV. Dieser ist trotz 50kg Mehrgewicht fast 20% sparsamer im Benzinverbrauch. Dies ligt u.a. am deutlich effizenteren LiIon Akku. Aber Du hast Recht. In Sachen Kosten rechnet sich das trotz Förderung nicht, wenn man nicht gelegentlich kostenlos Strom Laden kann.

Wenn man im letzten Satz das Wort gelegentlich durch regelmäßig ersetzt, könnte man dem zustimmen. Nur gelegentliches laden reicht nicht aus.

Gestern hat man beispielsweise den Kia Niro in der PHEV und Hybrid-Variante in Automobil auf VOX miteinander verglichen. Normalerweise halte ich nicht viel von diesen TV-Formaten. Aber hier war das Ergebnis nicht nur eindeutig, sondern auch verständlich und wenig überraschend. Wenn man nicht konsequent extern lädt und vornehmlich Kurzstrecken bedient, macht der PHEV gegenüber dem Hybrid weder kostenmäßig noch umweltmäßig einen Stich. Lediglich die besseren Fahrleistungen stehen auf der Haben-Seite.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 437
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon HUKoether » Mo 11. Dez 2017, 14:57

muinasepp hat geschrieben:
Priusfahrer hat geschrieben:
... Lediglich die besseren Fahrleistungen stehen auf der Haben-Seite.


... die durchaus süchtig machen können.

Preislich muß ich meinen B8-GTE ja auch mit dem B8 mit 220-PS-Benziner vergleichen, wobei die Preisdifferenz, auch dank Förderung, zugunsten des GTEs geht.

Gut, ich lade natürlich zu Hause, habe also nicht ganz die Problematik des TEs. Auf meinen Langstrecken befasse ich mich aber mit dem Gedanken, "wo könnte ich laden?". Leider stelle ich dabei immer mehr fest, daß auf dem Lande und einem Schnarchlader nichts geht, was preislich und/oder zeitlich paßt. Leider fehlt es an Ladepunkten an Gast-&Raststätten an der Landstraße. Gut immerhin hat Nordhausens "Badehaus" eine Ladestation, nur für mich ist dies dennoch nicht passend, aber soetwas meine ich. Wenn ich vom E-Auto-Anteil in Norwegen lese, steht da auch viel von kostenlosen Ladestationen, Busstreifennutzung, etc. Bei uns in Heiligenstadt kostet das Anschließen an die Ladestation 3,50€, egal wie kurz man dranhängt. Da ist man mit einem PHEV außen vor.

Rückwärts gedacht wäre für mich ein Audi A4 Gtron die wirtschaftlichere Lösung gewesen, die außerdem umweltpolitisch auf keinen Fall im Nachteil ist. Mit Erdgas fahre ich schon seit über 16 Jahren (die Umrüstung meines ersten Erdgasers waren knapp 10k€, nur am Rande - hat also mit Sparen nix zu tun). Leider gab es den Gtron-A4 noch nicht, als der Vertrag des Vorgängers auslief.

Gruß, HUK
B8-GTE - Einer für alles & XR3i-CNG - für den Spaß
HUKoether
 
Beiträge: 53
Registriert: So 23. Apr 2017, 12:49
Wohnort: Mitte von Deutschland

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon muinasepp » Mo 11. Dez 2017, 15:47

muinasepp hat geschrieben:
Lediglich die besseren Fahrleistungen stehen auf der Haben-Seite.

HUKoether hat geschrieben:
... die durchaus süchtig machen können.

Ja gut. Wenn es mir aber vorwiegend um Leistung geht, dann kann man auch mit anderen Herstellern und Modellen vergleichen.

Es kommt immer drauf an, wie man "geistig" an seine solche Anschaffung herangeht.

Viele Leute schießen sich auf einen bestimmten Hersteller und auf ein bestimmtes Modell ein, und entscheiden dann, welches die beste (bzgl. Leistung, Preis, Unterhaltskosten) Motorisierung für sie ist. Vernünftiger finde ich, wenn man seine Anforderungen definiert und sich dann Modelle aussucht, welche diesen am besten gerecht werden. Zwischen diesen kann ich dann wählen und nicht zwischen (beispielsweise) Golf mit 180 PS oder Golf mit 220 PS. Eine Markenbrille kann man dafür auch mal absetzen oder besser gleich gar nicht aufsetzen. Aber ich weiß, für den Durchschnittsdeutschen dürfte das nicht einfach sein ;)
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 437
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon HUKoether » Mo 11. Dez 2017, 16:55

Nach Fiat 125p, Trabant, Ford Fiesta, Ford Orion, Ford Escort-CNG Cabrio (noch da), Mercedes W124 (CNG), Mercedes Vaneo (LPG), Mercedes S203 Diesel, Skoda Superb und jetzt VW-B8 (im Wesentlichen)- lasse ich mir keine Markenbrille aufsetzen.

Ich suche mir das Auto, daß für meinen Zweck am Besten paßt (die geringsten Kompromisse), wobei die Marke die geringste Rolle spielt! Ich gehe auch davon aus, daß die Meisten hier keine Markenbrille auf haben, sonst wäre sie nicht hier!

Gruß, HUK
B8-GTE - Einer für alles & XR3i-CNG - für den Spaß
HUKoether
 
Beiträge: 53
Registriert: So 23. Apr 2017, 12:49
Wohnort: Mitte von Deutschland

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon mitleserin » Mo 11. Dez 2017, 20:25

Dann geb ich auch mal meinen Senf dazu ;) : Pendelstrecke bei mir: Wuppertaler Nordstadt Richtung AB Kreuz Düsseldorf Nord, also A46 und dann A3; 42 km eine Strecke, Lademöglichkeit zu Hause gibts nicht.
Letztes Jahr im Juli hab ich meinen Qaschqai durch einen Toyota Auris Touring Sport Hybrid ersetzt. Ein schönes Auto, solange der Verbrenner nicht ansprang. Auf der AB kein Fahrspaß, kann ich euch sagen. Als dann der IONIQ electric auf den Markt kam, und ich 'ne Probefahrt (natürlich die Pendelstrecke) gemacht hatte, wars um mich geschehen. Ioniq bestellt, auch gegen die Prophezeiungen hier im Forum. Mein Neuer HEV wurde in Zahlung genommen und ich fahre rein elektrisch mit gaaaanz viel Spaß. Laden kann ich den Ioniq an CCS, also schnell am Kreuz Hilden beim Bäcker Schüren, in Oberarmen bei Ikea, bei der WSW an der Schützenstraße, bei Tank und Rast in Ratingen Hösel BAB, in Düsseldorf an unterschiedlichen stellen, falls ich in der Stadt zu tun hab. Das Auto macht Spaß und ist sehr effizient...Ich fahre damit in Urlaub und auch sonst überall hin... Zu Hause Laden wäre bequem...über eine Garage mit Stromanschluss würde ich mich auch freuen, aber es geht auch so, wenn man Lust dazu hat... Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich getraut hab. Ach ja: stop & go ist super dank adaptivem Tempomat und aktivem Spurhalteassistenten. Ich wünsch dir eine gute Entscheidung.
Sangl Nr. 272 Ioniq Premium Phoenix Orange! Abgeholt am 17.11.17 :D
Benutzeravatar
mitleserin
 
Beiträge: 46
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 11:19
Wohnort: Wuppertal

Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon wp-qwertz » Mo 11. Dez 2017, 21:10

mitleserin hat geschrieben:
Dann geb ich auch mal meinen Senf dazu ;) : Pendelstrecke bei mir: Wuppertaler Nordstadt Richtung AB Kreuz Düsseldorf Nord, also A46 und dann A3; 42 km eine Strecke, Lademöglichkeit zu Hause gibts nicht.
Letztes Jahr im Juli hab ich meinen Qaschqai durch einen Toyota Auris Touring Sport Hybrid ersetzt. Ein schönes Auto, solange der Verbrenner nicht ansprang. Auf der AB kein Fahrspaß, kann ich euch sagen. Als dann der IONIQ electric auf den Markt kam, und ich 'ne Probefahrt (natürlich die Pendelstrecke) gemacht hatte, wars um mich geschehen. Ioniq bestellt, auch gegen die Prophezeiungen hier im Forum. Mein Neuer HEV wurde in Zahlung genommen und ich fahre rein elektrisch mit gaaaanz viel Spaß. Laden kann ich den Ioniq an CCS, also schnell am Kreuz Hilden beim Bäcker Schüren, in Oberarmen bei Ikea, bei der WSW an der Schützenstraße, bei Tank und Rast in Ratingen Hösel BAB, in Düsseldorf an unterschiedlichen stellen, falls ich in der Stadt zu tun hab. Das Auto macht Spaß und ist sehr effizient...Ich fahre damit in Urlaub und auch sonst überall hin... Zu Hause Laden wäre bequem...über eine Garage mit Stromanschluss würde ich mich auch freuen, aber es geht auch so, wenn man Lust dazu hat... Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich getraut hab. Ach ja: stop & go ist super dank adaptivem Tempomat und aktivem Spurhalteassistenten. Ich wünsch dir eine gute Entscheidung.

1+
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
- Zoe 13.02.15 - 30.12.16.
- MX 60er, 7 Sitze 30.12.16.
- Die Bettermänner: http://www.ladesystemtechnik.de/
Benutzeravatar
wp-qwertz
 
Beiträge: 4489
Registriert: Mo 25. Aug 2014, 07:19
Wohnort: WupperTal

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines zu Plug-In Hybriden

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast