Größere Akkus auch für PHEV

Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Rudi L. » Mo 9. Mai 2016, 15:29

Karlsson hat geschrieben:
Trotzdem muss man nicht so tun, als ob das ein Elektroauto wäre.


So ist es!


Karlsson hat geschrieben:
Ich hätte die Phev Förderung an 2 Bedingungen gekoppelt - mehr als 50km Reichweite und mehr elektrische Leistung als der Benziner hat.Damit würden die meisten Phev nicht gefördert werden.


+1

PHEV ist ein Feigenblatt und keine ernsthafte Lösung. Warum nicht gleich mit dem Anlasser* fahren ;)

*das mit dem Anlasser sagte ein Freund von mir, nachdem er sich den Tesla angeschaut hat.
Rudi L.
 

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Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon AntiGravEinheit » Mo 9. Mai 2016, 15:41

Rudi L. hat geschrieben:
woher weist Du was ich schon gefahren bin?
Keine Ahnung, was du schon gefahren bist.
In deiner Signatur stehen Zoe und Tesla (aktuelle Fahrzeuge, nehme ich an).

Rudi L. hat geschrieben:
Ich würde mich daher in keinen PHEV freiwillig setzen wenn ich die Wahl habe.
Offenbar hattest du bisher die Wahl.
Ich habe sie nicht. Ich muß das Beste aus meinen Möglichkeiten machen.
(Da würde mich auch mal interessieren, wie hoch der Prozentanteil an echten Privatbesitzen beim Model S ist. Also keine Firmenzulassung oder sowas, sondern auch richtig MWSt gezahlt. Von den mir persönlich bekannten Model S-Fahrern ist nur ein einziges ein echter Privatbesitz - und damit ein Anteil von <<10%)

Derzeitige Fahrzeuge wie Zoe, Leaf, i3 scheiden als Erstfahrzeug aus. Dafür sind mir die E-Reichweiten noch zu gering. 2 bzw. im Winter 3 Ladestops, um dann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von <50km/h nach München zu fahren (2-3 mal im Monat) - und das gleiche wieder zurück - das macht meine bessere Hälfte nur einmal mit.
Als Zweitfahrzeug habe ich was kleineres, einfacheres.

Glaub' mir, ich würde auch lieber Tesla fahren (habe ja verschiedene Modelle schon mehrfach probegefahren). S geht finanziell nicht. Der zukünftige 3er, hm ... angesichts der derzeitigen technischen Daten (und damit meine ich hier im Wesentlichen das Design mit den diversen "Öffnungsluken") auch nicht.
Bleibt der zukünftige Ampera-e.
Was von anderen Herstellern noch kommt, was mir als Erstfahrzeug taugen würde, bleibt abzuwarten.

Rudi L. hat geschrieben:
PHEV ist ein Feigenblatt und keine ernsthafte Lösung.
Wenn du das Geld für ein Model S nicht hättest, was würdest du dann als langstreckentaugliches Erstfahrzeug, das auch annehmbare Zeiten beim Reisen zuläßt (z.B. Südeuropa, britische Inseln, Skandinavien, so 2-3 mal jährlich) fahren? Alle 100-150km für 30-50 Minuten an die E-Tankstelle zu müssen ist für mich nicht der Inbegriff dafür, das Reisen in annehmbaren Zeiten hinzubekommen.

Rudi L. hat geschrieben:
Warum nicht gleich mit dem Anlasser* fahren
Mach' ich doch inzwischen.
Elektrisch bin ich schon seit über 20 Jahren unterwegs, früher eben hauptsächlich nur als Zweitfahrzeug - und da war es kein Anlasser ;)
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Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Rudi L. » Mo 9. Mai 2016, 16:02

@AntiGravEinheit

na, Du bist ja doch konstruktiv. :)

Also, wenn es kein Model S geworden wäre, dann wäre ich noch eine Weile beim reinen Verbrenner geblieben, weil ich Kraft und Reichweite schätze. Auch problemloses Handling unterwegs. Du hast vollkommen recht, alle Stunde eine halbe Stunde Zwangspause ist nicht akzeptabel, auf Reisen schon gar nicht.

Der Model S ist weitgehend auf Augenhöhe mit einem Verbrenner, die Kompromisse die ich dabei eingehen muß gehe ich gerne ein, weil ich rein elektrisch unterwegs sein will. Das Auto paßt aber nicht zu jedem. Ein Vertreter welcher täglich mehr als 400km mit hoher Geschwindigkeit fährt wird von den dann häufigen Ladepausen sehr schnell genervt sein.

Ein PHEV käme für mich nicht in Frage, aus o.g. Gründen. Für Mitarbeiter auch nicht. Weil die würden nicht laden, sondern zur Tankstelle fahren, weil es bequemer ist. Das ist wie früher mit den Bi-Valenten Gasautos. Warum zweimal an die Tankstelle fahren bla,bla,bla die Diskussionen kenne ich und darauf habe ich keine Lust.

Ich habe einige Verbrenner gegen Elektroautos ausgetauscht, da wo es paßt von der Reichweite. Und da kein Auspuff dran ist haben die Nutzer keine andere Wahl. Es wird aber positiv aufgenommen, weil jeder Fahrkultur schätzt. Nun schaue ich mir grade den Leaf mit der großen Batterie an, der könnte der nächste werden der einen Verbrenner rauskickt, weil die Reichweite schon nicht schlecht ist.

Grüße
Rudi
Zuletzt geändert von Rudi L. am Mo 9. Mai 2016, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.
Rudi L.
 

Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon GTE57 » Mo 9. Mai 2016, 16:04

Interessant ist immer wieder wie angeführt wird das ein PHEV unwirtschaftlich ist und einen höheren Verbrauch gegenüber einem BEV hat da ja immer unnützes Gewicht mitgeschleppt wird.Meine Zoe wog 1509 kg leer und hat einen elektrischen Verbrauch von im Schnitt 14-16 kWh/100 km gehabt.Der GTE wiegt 90 kg mehr - hat aber auch Panoramadach,Lederausstattung jede Menge Assistenzsysteme,geteilte Rückbank,18 Zoll Räder und ja Benzinmotor,DSG,Tank usw. Verbraucht aber rein elektrisch weniger.
Für mich heißt das das im täglichen Betrieb geringerer Energiebedarf und für meine notwendigen längeren Strecken benötige ich nun keinen zusätzlichen Verbrenner oder ÖVM.Somit kann ein PHEV durchaus auch wirtschaftlicher sein :D
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Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Rudi L. » Mo 9. Mai 2016, 16:09

Es geht nicht nur um Wirtschaftlichkeit, es geht auch um Leistungsfähigkeit. Und da ist im Falle eines Golf GTE der Golf GTI diesem haushoch überlegen. Weil konsequent und kein fauler Kompromiß. Daher in der Preisklasse ein Mittel der Wahl wenn es elektrisch nichts gibt was die eigenen Anforderungen erfüllt.

Die Elektroautos müssen jetzt laufen lernen und auf Reichweite kommen, das zeichnet sich ja ab. Wenn das erfüllt ist braucht man keinen Downsizingkleinmotor gepaart mit einem Elektrohilfsmotor.

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon GTE57 » Mo 9. Mai 2016, 17:57

Wenn man beide Fahrzeuge wirklich mal im Alltag wie ich gefahren ist ( GTE /GTI ) ist man doch erstaunt wie gering doch der Leistungsvorsprung vom GTI tatsächlich ist.Mir geht es aber eher darum den eigen erzeugtem Strom statt ihn ins Netz zu speisen für meine Mobilität zu nutzen.Und so fahre ich in der Regel vollelektrisch ohne irgendwelche Komforteinbußen.Und wenn es dann mal auf die Langstrecke geht kann ich wenn ich möchte oder es nötig ist auch sehr flott ans Ziel kommen.Zur Zeit sehe ich für mich persönlich noch keine wirkliche Alternative zum PHEV.Und bei dem Preis eines Tesla von gut 100.000 Euro möchte ich auch keine Kompromisse mehr eingehen.Aber das wird noch .Der Nächste wird dann hoffentlich ein BEV.
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Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Rudi L. » Mo 9. Mai 2016, 18:18

Ok, das ist auch für mich als BEV Fan nachvollziehbar.
Rudi L.
 

Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Karlsson » Mo 9. Mai 2016, 18:50

@RudiL
Du siehst es ja selbst so, dass das E-Auto nicht als alleiniges Fahrzeug taugt, sofern es nicht ein Tesla ist. Nur bist Du in der glücklichen Situation, ihn Dir leisten zu können, was den meisten leider nicht möglich ist.
Wenn die jetzt Deiner Konsequenz nach entweder BEV oder reinen Verbrenner fahren, ist das Elektroauto vorerst noch in weiter ferne. Warum soll da ein PHEV nicht eine gute Alternative sein können?
Ich sehe PHEV als super Übergangslösung, solange die Akkus und Infrastruktur noch nicht überzeugend sind.
Nur finde ich die Umsetzung eigentlich bei fast allen mehr oder weniger schlecht.
Meine Vorstellung wäre ein Auto der Größe Leaf (besser noch als Kombi) mit einem RE wie im BMW i3, nur dass die Abwärme noch für die Heizung genutzt wird. Beim Akku wären nutzbare 20kWh schon vollkommen ausreichend, das müsste man längst zum sehr akzeptablen Preis produzieren können und das könnte ein Auto sein, dass die Massen erreicht.

Nur irgendwie kriegt die Autoindustrie ja den Ar*** nicht hoch und präsentiert uns nur gewohnte Verbrenner mit kleinem E-Hilfsmotörchen, die dann wieder völlig doppelt gemoppelt und entsprechend teuer sind.
Wenn sie in 4 Jahren dieses PHEV nicht am Markt haben, ist es auch schon fast überflüssig, da die Akkus dann wohl auch langsam so gut sein werden, dass die BEV langsam ohne RE Erstwagen tauglich werden.
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Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon Rudi L. » Di 10. Mai 2016, 09:29

@Karlsson,

auch in Deiner Wahrnehmung sind PHEV keine Elektroautos sondern erweiterte Verbrenner. Insofern, was macht es in der Frage für einen Unterschied ob ich einen Hybriden fahre oder einen reinen Verbrenner? In beiden Fällen ist man vom Elektroauto weit entfernt.

Es sind die selben Dinge die mich auch stören, nämlich die Alibifunktion der Hybriden. 30km reale Reichweite im Sommer lohnt aus meiner Sicht nicht die Mehrausgabe und das zusätzliche Gewicht. Das investiert man dann entweder erst gar nicht oder kauft für das Geld einen Wagen mit einem leistungsfähigen Verbrenner, ohne Downsizing und ohne Elektrounterstützung.

Auch unter Umweltaspekten spielt das PHEV nur eine untergeordnete Rolle. Denn diese Autos dienen aus meiner Sicht eher dazu die Vorgaben der Politik zu erfüllen, nämlich die CO2 Reduktion auf dem Prüfstand, nicht unter realen Bedingungen. Ist die Batterie leer, das ist sie recht bald, dann steigt der Verbrauch rapide auf das Niveau eines Verbrenners. Ergo, ganz schnell vergessen dieses Konzept!

Wären die Hybride oder meinetwegen PHEV wie der i3 Rex konzipiert, nur mit größerer Batterie, dann könnte man das ernsthaft in Erwägung ziehen, weil das im Grunde ein Elektroauto mit einem Notstromaggregat wäre und kein verkappter Benziner mit Übergewicht. Was ja im Grunde auch Deine Meinung ist.
Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Größere Akkus auch für PHEV

Beitragvon AntiGravEinheit » Di 10. Mai 2016, 09:50

Rudi L. hat geschrieben:
Insofern, was macht es in der Frage für einen Unterschied ob ich einen Hybriden fahre oder einen reinen Verbrenner? In beiden Fällen ist man vom Elektroauto weit entfernt.
Ich fahre im Jahr ca. 40000km. Davon rund 35000km rein elektrisch mit dem PHEV (der schon ein paar deutliche Kilometer mehr als nur 30 hat als E-Reichweite). Dazu kommt noch unser Zweitwagen, der ein BEV ist.
Falls jetzt das Argument kommen sollte, daß man sich ja für die paar anderen Fälle einen Leihwagen nehmen könnte: Ja, wenn du es hier schaffst, innerhalb 2 Stunden an einem Freitag abend einen Leihwagen, von dem ich am Freitag morgen noch nicht wußte, daß ich ihn brauchen würde, zu bekommen, gerne. Der nächste Autoverleiher ist ca. 30km weit weg ... und die Kiste, die ich da bekommen könnte und ich mir leisten wollte, hat garantiert nicht das Fahrfeeling meines PHEVs. Masochistische Neigungen habe ich bei mir noch nicht festellen können. Obwohl ... ich habe mich ja auch hier im Forum angemeldet ... :lol:

Bei Gleichsetzen eines Verbrenners mit einem einem Hybriden/PHEV würde die Bilanz wohl ein wenig anders aussehen.
Ein reines BEV als Erstfahrzeug kommt aus diversen Gründen, die ich weiter oben schon geschrieben habe, derzeit nicht in Frage.

Sicher, nicht jeder hat das Fahrprofil, um das so hinzubekommen.
Aber für unseren Fall ist ein PHEV als Erstfahrzeug ideal. Gäb's das nicht, müßte ein reiner Verbrenner herhalten. Wollen wir das wirklich?

Es soll ja auch Leute geben, die ein BEV als ihr Eigen und Erstfahrzeug nennen - und die sich trotzdem noch einen Verbrennr als Backup im Hintergrund halten.
Was soll ich davon halten? Soll das besser sein als PHEV fahren?
Es ist in meinen Augen bigott und fadenscheinig.
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