Duell der PlugIn-Konzepte

Welches PlugIn-Konzept gefällt euch besser?

Konzept wie Golf GTE
13
46%
Konzept wie BMW 225xe
15
54%
 
Abstimmungen insgesamt : 28

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Mo 24. Apr 2017, 10:58

jennss hat geschrieben:
Es bedeutet, dass der Benziner seine Leistung entweder zum Akku liefert oder auf die Straße (wie der E-Motor). Das machen aber eigentlich alle Hybriden, oder?


Nein, es gibt auch rein serielle oder rein parallele. Im Wiki ist es z. B. anschaulich beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Hybridelektrokraftfahrzeug#Einteilung_nach_Systemstruktur

Ich hab mir auch die letzten Tage die verfügbren PHEVs nochmal angeschaut. Der einzige, der für meine Bedürfnisse neben dem Outlander in Frage kommen würde ist der Passat Variant GTE. Der hat auch Platz und kommt nach NEFZ 50 km, ausreichend Anhängelast und einen moderneren Innenraum. Was ihm fehlt ist der Allrad; der Knackpunkt aber ist, dass man rd. 10.000.- mehr dafür hinlegen muss. Außerdem greift er halt auch auf ein mehrstufiges Getriebe zurück und hat somit nicht die Technik, die mir so gut gefällt. Wenn man berücksichtigt, dass der Passat (IMHO mit Ausnahme der zu Grunde liegenden Antriebstechnik) das modernere Auto ist und so ein Getriebe ja auch kostet, ist der Aufpreis vielleicht nicht einmal ungerechtfertigt. Die Frage ist, was einem das wirklich in der Praxis bringt und worauf man Wert legt. Mit dem ggf. (geringfügig) niedrigeren wegen dem Windwiderstand Verbrauch wird man die 10.000.- EUR so schnell nicht einsparen.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 411
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Anzeige

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Mo 24. Apr 2017, 11:22

Ein serieller Hybrid (GTE) und ein paralleler Hybrid (225xe) können die Benzinerleistung auch auf die Straße bekommen, sowie auch den Akku aufladen. Beim 225xe funktioniert das Laden halt über die Straße, aber es geht :).

Ein Argument pro Passat Variant GTE (vs. Outlander) wären für mich alleine schon die Fahrleistungen bzw. der Fahrspaß. Der Outlander hat zwar auch über 200 PS, kriegt sie aber nicht so richtig auf die Straße. Ich weiß nicht, in welchem Geschwindigkeitsbereich volle 203 PS anliegen, aber selbst zwischen 65 und 120 km/h geht das sicher nicht immer, denn bei niedriger Drehzahl (65 km/h) kann der Benziner (ohne Getriebe) ja nicht viel Leistung abliefern. Ich denke, die 203 PS wird er nur kurz bei ca. 120 km/h bringen, ansonsten ist er deutlich schwächer. Sie anderen Outlander mit nur 150 PS beschleunigen ja besser auf 100. Ich würde ein Auto mit Getriebe am Benziner vorziehen.
j.
jennss
 
Beiträge: 278
Registriert: Mo 20. Feb 2017, 12:00

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Mo 24. Apr 2017, 12:03

jennss hat geschrieben:
Ein Argument pro Passat Variant GTE (vs. Outlander) wären für mich alleine schon die Fahrleistungen bzw. der Fahrspaß.


Wie schon mehrfach geschrieben, kommt es sehr wesentlich drauf an welche Schwerpunkte man setzt. Wobei mir der Passat auch gefallen würde, aber die 10.000.- EUR muss es einem halt wert sein. Wann der Outlander jetzt seine maximale Leistung auf die Straße bringt, darauf hab ich nicht geantwortet weil ich es nicht weiß und es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht, im Netz suchen kann jeder selber. Bei einem Familienauto ist ausreichende Leistung auch voll beladen schon relevant, aber so Sachen wie der Sprint auf 100 oder die Höchstgeschwindigkeit und die max. Kurvengeschwindigkeit sind für mich doch eher nebensächlich. Dass er, seinem Prinzip geschuldet, nur 170 läuft, wird dir doch auch nicht gefallen, oder? Und eben genau dann kommt man Stand heute um ein geschaltetes Getriebe nicht rum. Wenn man in erster Linie auf Sportlichkeit, maximale Beschleunigung und Geschwindigkeit Wert legt, ist man beim Outlander ganz sicher falsch. Da stellt sich aber wiederum die Frage, ob man überhaupt bei einem PHEV richtigt ist, und sich (je nach Geldbeutel) nicht lieber bei den GTI- oder Porschefahrern niederlässt. Ich für mich setz mich wenn ich Spaß haben will auf mein Motorrad. :D

Übrigens, Durchschnittsverbräuche auf 100 km bei spritmonitor.de:
225xe: 4,80 l
Passat GTE: 4,42 l
Outlander PHEV: 4,19 l
Golf GTE: 3,97 l
Prius PlugIn: 3,59 l
Abhängig von Fahrzeuggröße und Gewicht kann sich da jetzt jeder selber sein Bild machen. Der Durchschnitt aller Benzin-PlugIn-Modelle liegt übrigens bei 4,68 l.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 411
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon Fidel » Mo 24. Apr 2017, 13:26

Man kann also realistisch mit gut 4 Litern rechnen. Wenn man entsprechend viel Kurzstrecke fährt und zu Hause/bei der Arbeit laden kann auch deutlich weniger und wenn man viel Langstrecke hat natürlich eher mehr. Mein Arbeitsweg sind nur 10km, aber ich habe auch regelmäßig Kundenbesuche im Umkreis bis ca. 100km, selten aber auch mal 200km. Das könnte man mit einem Ampera-e zu 99,9% abdecken und mit einem aktuellen eGolf oder IONIQ wohl zu 95%. Da der Ampera-e nicht wirklich lieferbar und die Geschäftsführung mit 95% nicht ganz glücklich ist wird mein nächster Firmenwagen jetzt eben ein Golf GTE. Damit sollte ich fast 100% der privaten und Fahrten zur Arbeit und zurück elektrisch schaffen und bei den Kundenterminen kommt dann halt auch mal der Benziner dazu. Auf jeden Fall ist das immer noch besser als ein neuer Diesel...


Gesendet von iPad mit Tapatalk Pro
Fidel
 
Beiträge: 340
Registriert: Mo 12. Dez 2016, 19:18

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Mo 24. Apr 2017, 13:32

muinasepp hat geschrieben:
Wie schon mehrfach geschrieben, kommt es sehr wesentlich drauf an welche Schwerpunkte man setzt. Wobei mir der Passat auch gefallen würde, aber die 10.000.- EUR muss es einem halt wert sein.


Ja, das ist klar. Ich denke, eine Probefahrt mit beiden wäre letztlich wichtig.

Wann der Outlander jetzt seine maximale Leistung auf die Straße bringt, darauf hab ich nicht geantwortet weil ich es nicht weiß und es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht, im Netz suchen kann jeder selber.


Aber genau dazu findet man wohl nichts :). So ungefähr können die Fahrer es vielleicht einschätzen.

Dass er, seinem Prinzip geschuldet, nur 170 läuft, wird dir doch auch nicht gefallen, oder?


Ich fahre nicht oft über 170. So schlimm wäre es für mich nicht. Selbst mit den nur 150 km/h des Amperas-e's könnte ich klarkommen. Fahrspaß hingegen ist für mich nicht so unwichtig, aber auch wiederum sehr unterschiedlich definierbar. Alleine das elektrische Gleiten vermittelt schon einen gewissen Fahrspaß, aber hin und wieder sprinten zu können, ist auch sehr nett, finde ich.

Da stellt sich aber wiederum die Frage, ob man überhaupt bei einem PHEV richtigt ist, und sich (je nach Geldbeutel) nicht lieber bei den GTI- oder Porschefahrern niederlässt.


Bei mir war es ein "Dreikampf" von Autos, die eigentlich recht unterschiedlich sind: Golf GTI, Mini Clubman Cooper S und BMW 225xe. Geworden ist es der BMW, weil mich der Antrieb bei der Probefahrt fasziniert hat. Bin alle 3 gefahren und der BMW war in Stellung Sport im Stand- und Landbereich bis ca. 90 km/h gefühlt am stärksten. GTI und Mini waren dann auf der Autobahn fixer. Aber ich fand auch das ganz neue System mit E-Motor spannend. Daher wurde es der BMW. Die Sparmöglichkeiten sind ein zusätzlicher Reiz, waren aber nicht entscheidend. Der Allrad mit 224 PS ist beim 225xe echt klasse. Meiner Tochter ist beim Beschleunigen in Stellung "Sport" fast schlecht geworden :lol: . Die 2,2 s. von 0 auf 50 entsprechen der Zeit eines Porsche 911 Carrera von 2015 (350 PS).

Übrigens, Durchschnittsverbräuche auf 100 km bei spritmonitor.de:
225xe: 4,80 l
Passat GTE: 4,42 l
Outlander PHEV: 4,19 l
Golf GTE: 3,97 l
Prius PlugIn: 3,59 l
Abhängig von Fahrzeuggröße und Gewicht kann sich da jetzt jeder selber sein Bild machen. Der Durchschnitt aller Benzin-PlugIn-Modelle liegt übrigens bei 4,68 l.


Yupp, das ist den Leistungen, Reichweiten und Fahrzeuggrößen ungefähr entsprechend. Säufer sind alle nicht. Der Prius ist schwer zu filtern, finde ich. Ich komme da nicht unter 4 l., hier z.B. 5,0 l., das neue Modell. Wie hast du gefiltert?
j.
jennss
 
Beiträge: 278
Registriert: Mo 20. Feb 2017, 12:00

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Mo 24. Apr 2017, 13:47

Fidel hat geschrieben:
Damit sollte ich fast 100% der privaten und Fahrten zur Arbeit und zurück elektrisch schaffen und bei den Kundenterminen kommt dann halt auch mal der Benziner dazu. Auf jeden Fall ist das immer noch besser als ein neuer Diesel...

Sehe es auch so. Bei uns ist es ähnlich. Nur wenn man z. B. als Vertreter oder Kundendiensstechniker den ganzen Tag von Kunde zu Kunde unterwegs ist oder generell lange Strecken fährt, sehe ich einen Diesel nach wie vor klar im Vorteil.

jennss hat geschrieben:
Geworden ist es der BMW, weil mich der Antrieb bei der Probefahrt fasziniert hat.

Glückwunsch.

jennss hat geschrieben:
Wie hast du gefiltert?

Das Baujahr weggelassen.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 411
Registriert: Di 11. Okt 2016, 14:43

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon Prius PiP » Mi 26. Jul 2017, 17:53

Meine Erfahrungen mit Plug-in Konzepten sind gespalten. Wenn ich der Energie-Effizienz den Vorrang einräume steht bei mir der Prius 4 PHV an erster Stelle. Diese Einschätzung habe ich mit mit viel Zeitaufwand selbst "erfahren". Nach 4000 km habe ich einen Realverbrauch von 1,2 Ltr. + 11,5 kWh / 100 km erreicht. Die elektrische Reichweite liegt bei 55-60km, d.h 95-100% elektrisch im Umkreis von 50 km, wenn eine Lademöglichkeit am Ziel besteht. Auf Fernstrecken liegt der Verbrauch bei 3,5 Ltr./ 100 km. Mit allen anderen am Markt verfügbaren Plug-in-Konzepten konnte ich diese Verbrauchswerte nicht erreichen. Was mich an den meisten Plug-in-Konzepten am meisten stört, sind Beuteile wie Doppelkupplungsgetriebe, Kraftstpffdirekteinspritzung, Turbolader, Zahnriemen bzw. Steuerkette, weil neben unnötigen Gewicht verschleißintensiv, störanfällig und mit hohen Instandhaltungskosten verbunden. Die Vergleichbarkeit von Plug-in-Konzepten ist nur mit speziellen Testfahrten möglich, wenn ich nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen will". Verbrauchsangaben von Testberichten sind deshalb sehr schwer einzuordnen. Um für mich persönlich verschiedene Konzepte fähr zu beurteilen, habe ich zwei Teststrecken definiert, die ich je drei mal durchfahre. Einmal mit voll geladenen Akku, einmal mit leerem Akku und einmal mit leerem Akku und der Charge-Funktion. Zwei verschiedene Geschwindigkeitsprofile werden durchfahren. Einmal Landstraße mit 30-65 km/h und einmal Schnellstraße und Autobahn mit 70-100 km/h. Auch das Höhenprofil ist hier mit entscheidend. Erst mit diesen Zahlen/Verbräuchen kann ich eine vergleichende Beurteilung vornahmen. Gerade die hier vorrangig erwähnten Fahrzeuge Passat und Golf GTE und BMW 225xe konnten hier nicht überzeugen.
Fazit: Jedes Fahrzeug erfordert in irgend einer Weise die Kompromißbereitschaft des Käufers und hängt entscheidend vom persönlichen Nutzungsprofil ab.
Prius PiP
 
Beiträge: 3
Registriert: Sa 23. Aug 2014, 08:07

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon Karlsson » Mi 26. Jul 2017, 18:24

jennss hat geschrieben:
Ein serieller Hybrid (GTE) und ein paralleler Hybrid (225xe)

Der GTE ist kein serieller Hybrid. Der 225xe AFAIK auch nicht.
Ein serieller Hybrid würde Strom mit dem Generator erzeugen und mit diesem dann mit dem E-Motor fahren. Keine mechanische Verbindung vom Verbrenner zum Rad. Wie beim Nissan Note e-Power oder i3 RE. Der Outlander kann das auch.

Mir sagen beide nicht zu, da die Akkus zu klein und die Verbrenner viel zu groß sind.
Zoe Q210 seit 06/15
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 12827
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 12:41

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Mi 26. Jul 2017, 20:43

Ja, das stimmt. Ich habe das später auch noch erkannt, dass der Begriff "Serieller Hybrid" etwas anders ist (z.B. Ampera 1 oder i3 REx). GTE und 225xe verkörpern jedoch die wesentlichen Konzepte auf dem Markt, also eine Achse, auf die beide Antriebe wirken (GTE, 330e etc.), sowie beide Antriebe getrennt auf eigene Achsen (225xe, Volvos T8-Modelle).

Vorteil dieser Hybriden ggü. dem Seriellen Hybriden ist die Power aus beiden Antrieben, während bei Seriellen Hybrid alleine der E-Motor das Leistungsmaximum markiert.

Vorteil des Seriellen Hybriden ist, dass er rein elektrisch schon volle Power bringen kann.
j.
jennss
 
Beiträge: 278
Registriert: Mo 20. Feb 2017, 12:00

Anzeige

Vorherige

Zurück zu Allgemeines zu Plug-In Hybriden

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast