Duell der PlugIn-Konzepte

Welches PlugIn-Konzept gefällt euch besser?

Konzept wie Golf GTE
13
46%
Konzept wie BMW 225xe
15
54%
 
Abstimmungen insgesamt : 28

Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Fr 21. Apr 2017, 09:26

Was ich mich frage: Wie geht der Outlander-Benziner direkt an die Achse, wenn da kein Getriebe ist?
j.
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Beitragvon muinasepp » Fr 21. Apr 2017, 09:53

Es ist da schon ein Getriebe. Aber nur ein einstufiges Übersetzungsgetriebe, kein Schalt- oder Automatikgetriebe.

Deshalb geht der parallele Hybridmodus auch erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h begrenzt. Sonst müsstest den Verbrenner eben entsprechend rauf- oder runterschalten können, weil dessen sinnvoll nutzbares Drehzahlband ja begrenzt ist. So erklären sich auch längere Sprintzeiten aus dem Stand, weil der Verbrenner ja nicht vom Stand weg direkt (eben nur über den Weg von mehr Strom für die e-Motoren, indem er als Generator arbeitet) antreiben kann. Bei den Geschwindigkeiten, bei denen man normalerweise überholt, ist das dann anders (deshalb werden die Elastizitätswerte, ohne sie zu kennen, im Vergleich zur Konkurrenz wahrscheinlich nicht so viel anders sein). Die meisten Autotester von irgendwelchen Testzeitschriften scheinen das Konzept übrigens überhaupt nicht verstanden zu haben (oder wollen es auch gar nicht verstehen).

Ist ein (in meinen Augen) sehr sinnvolles Konzept, weil man dadurch viel mechanische Antriebsteile spart, was sich positiv auf Herstellungskosten, Unterhaltskosten und Reparaturanfälligkeit auswirkt. Aber es ist ein Vernunftsauto (wenn es sich denn im Alltag so bewährt wie ich hoffe), nicht ein Oberklassenauto und auch nicht ein Sportwagen.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Fr 21. Apr 2017, 10:23

Danke für die Info. Weißt du, ab welcher Geschwindigkeit der Verbrenner einsetzt? Ich schätze, etwa 60 km/h, also außerhalb des Stadtbereichs. Das Stromerzeugen im seriellen Modus ist aber eigentlich nicht so effizient.
j.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Fr 21. Apr 2017, 11:27

Ich glaube 65 km/h, bin mir aber nicht sicher, müsste nachlesen. In dieser Gegend ist es jedenfalls. Drunter ist natürlich elektrisch aus der Batterie fahren am effizientesten.

Hier: https://mein-auto-blog.de/news/mitsubishi-outlander-plug-in-hybrid-der-antriebsstrang-detail-17880 steht was von "etwa 70 km/h" einerseits und andererseits, dass der serielle Hybridmodus bis 65 km/h läuft.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon Priusfahrer » Fr 21. Apr 2017, 13:07

muinasepp hat geschrieben:
Priusfahrer hat geschrieben:
Ich finde das Konzept am besten, welches die geringsten Verbräuche ermöglicht und möglichst keine Reparaturen während der Fahrzeuglebensdauer erfordert.


Welches ist das jetzt deiner Meinung nach?


Meine Meinung behalte ich an dieser Stelle für mich. Aber wer es wissen will kann ja im Spritmonitor, den Pannenstatistiken, den 100.000km Tests oder J.D.Power nachgucken.

Nur so viel. Das kraftverzweigte Hybridkonzept halte ich für das Beste, da es in den meisten Betriebszuständen das optimale Zusammenspiel der beiden Antriebsarten ermöglicht und mechanisch die wenigsten beweglichen Teile erfordert und somit fast unkaputtbar ist.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Fr 21. Apr 2017, 13:10

Gute Bilder und Grafik, aber es ist wohl ein Fehler im Text, wo sich etwas widerspricht:
(Foto: Serieller Hybrid)
Bis 120 km/h sieht man oft diesen Kraftfluss im Display.
...
Bis Tempo 65 produziert der Zwei-Liter Atkinson-Benziner so, über den Generator, den Strom für den Vortrieb des Plug-In Hybrid.


Entweder 120 oder 65 km/h. Hat man da wohl im Text nicht so klar geschrieben, aber insgesamt wird es schon klar, wie alles funktioniert, also spätestens bei 120 km/h ist mit seriellem Hybridmodus Schluss und ab 65 km/h kann aber schon der parallele Hybridmodus einsetzen. Der Motor direkt hat quasi nur einen 6. Gang von normalen Autos dran. Statt einer Schaltung hat man einen Generator angebaut, um den Bereich bis zum direkten Benziner-Einsatz abzudecken. Es sind insgesamt also 4 Maschinen. Hm... es ist eine mögliche Hybrid-Variante. Ob das nun ideal ist, darüber kann man streiten :). Ist die elektrische Reichweite verbraucht, dann fährt man bis mindestens 65 km/h (max. 120) immer mit Generator, d.h. der Outlander fährt da wie ein Ampera 1: Benzinmotor -> Generator -> Akku -> E-Motor, wodurch man sicher etwas Verlust hat. Ich denke, der Outlander wird nicht sehr sparsam sein, sobald der extern geladene Akkustand verbraucht ist.

Nennt sich das Konzept des Outlanders "Kraftverzweigtes Hybridkonzept"? Habe das noch nicht im Zusammenhang mit dem Mitsubishi gelesen. Oder welcher PlugIn-Hybrid arbeitet sonst "kraftverzweigt"?
j.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Fr 21. Apr 2017, 19:03

Keine Ahnung, wie sich das Konzept nennt. Da Priusfahrer vom sog. kraftverzweigten begeistert ist, seine Meinung aber für sich behalten möchte, und mir es grad jetzt auch zu dumm ist alles nachzulesen, wird es vielleicht der Prius haben?

Der Outlander PHEV ist kein bevorzugtes Langstreckenauto. Da ist man wirtschaftlich mit dem Diesel einfach besser dran, das ist auf den ersten Blick erkennbar. Ich hab erst 2000 km drauf und noch keinen genauen Verbrauchsüberblick (und bin auch nicht der, der penibel protokolliert), fahre fast alles elektrisch. Wenn man auf der Autobahn bei leerer Batterie nicht piano fährt kommt man locker über 10 Liter. Was aber auch normal ist für so einen großen und schweren Benziner. Als ich das Auto abgeholt hab bin ich 750 km am Stück Autobahn gefahren, nicht Vollgas aber zügig. Hab zweimal getankt (das erstemal bei der Abfahrt, voll), in den Tank gehen 45 Liter, und zwischen einem Drittel und der Hälfte vom zweiten Tank waren daheim noch drin. Beim Zwischentanken war er ziemlich leer. Also ca. 85 l getankt, ca. 20 Rest. Die Batterie war bei der Abfahrt voll. Sagen wir 30 km bei Autobahngeschwindigkeit elektrisch, 720 mit Verbrenner. Also wird der Verbrauch grob irgendwo bei 9 l gelegen haben. Leider hab ich daheim nicht nachgetankt um es genau zu ermitteln, sondern bin mit dem Rest noch gut über 1000 km gefahren :D . Sicher ist der Outlander vom ganzen Auto her nicht mit einem Prius vergleichbar.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Sa 22. Apr 2017, 12:13

Bei Motor-Talk ist jetzt ein Test vom Outlander PHEV: http://www.motor-talk.de/news/ein-antri ... 12120.html . Der Antrieb gefällt ihnen. Bei welcher Geschwindigkeit hat der Outlander PHEV eigentlich die 203 PS? Der Oulander mit 150 PS Benziner (7-Sitzer, Allrad) geht in 10,2 s. auf 100. Mit dem Konzept des BMW 225xe (= Mini Countryman Cooper S E) hätte er 2 elektrische Maschinen weniger, dafür 1 Automatikgetriebe mehr. Was ist mehr technischer Aufwand? Der Mini-SUV (Größe wie X1) ist zwar 40 cm kürzer, geht aber auch in 6,8 s. statt 11 s. auf 100. Ich würde eigentlich das Mini/BMW-Hybridsystem vorziehen, aber es müsste bei einem großen SUV dann auch Anhänger ziehen können (glaube, das geht wg. Crashsicherheit hinten nicht?).

Ich denke auch, "kraftverzweigt" sind wohl nur die Toyotas und ob auch der PlugIn "kraftverzweigt" ist, weiß ich nicht. Den Prius PlugIn finde ich für das, was er bietet zu teuer: Nur 190 l. Kofferraumvolumen und schlapper Antrieb (träge Automatik), aber Preis über GTE (Ausstattung nicht berücksichtigt). Der wird sich in Deutschland bestimmt schlecht verkaufen. In Amerika ist der Prius PlugIn viel günstiger.
j.
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon muinasepp » Sa 22. Apr 2017, 17:21

jennss hat geschrieben:
Mit dem Konzept des BMW 225xe (= Mini Countryman Cooper S E) hätte er 2 elektrische Maschinen weniger, dafür 1 Automatikgetriebe mehr. Was ist mehr technischer Aufwand?

IMHO das Automatikgetriebe. Die E-Motoren sind langlebig und wartungsfrei, was man von erstgenanntem nicht behaupten kann. Da brauchts Ölwechsel, (ggf. Spülungen, auch wenn die Hersteller was andres behaupten), Sensorreinigungen, und Schäden sind teuer oder man braucht gleich ein Austauschgetriebe (hab das alles schon gehabt). Außerdem fährst du mit keinem Automatikgetriebe so ruckfrei und gleichmäßig wie mit dem Outlander-Antrieb, und verlustbehaftet ist es auch.

jennss hat geschrieben:
Ich würde eigentlich das Mini/BMW-Hybridsystem vorziehen, aber es müsste bei einem großen SUV dann auch Anhänger ziehen können (glaube, das geht wg. Crashsicherheit hinten nicht?).

Ohne es zu wissen, ich glaube es ist nicht die Crashsicherheit (wär ja bei einem Heckaufprall das gleiche), sondern erstens könnte der ganze Antrieb mit den Getrieben und der Reku nicht darauf ausgelegt sein und zweitens muss unter allen Betriebsbedingungen die vorgeschriebene Steigfähigkeit mit max. Anhängelast garantiert werden können, was vielleicht auch nicht bei allen Konzepten funktioniert.

Wenn Du mit einer Anschaffung liebäugelst, fahr doch einfach mal beide Autos zur Probe, das schafft Klarheit. Jeder setzt seine Schwerpunkte anders.

EDIT: Den von Dir genannten Test hab ich grad mal durchgelesen:
Antrieb: Volle Zustimmung
Innenraum: Volle Zustimmung, das würde wirklich viel besser gehen
Fahrwerk: Keine Zustimmung, das Fahrwerk ist zumindest mit den 16-Zöllern in der Basisausstattung in keiner Weise holprig und auch nicht schauklig (klar ist ein 5er BMW oder Mercedes E-Klasse Fahrwerk besser, aber Welten sind es auch nicht, und mit dieser Klasse braucht er sich auch nicht messen)
Preis: Volle Zustimmung
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Re: Duell der PlugIn-Konzepte

Beitragvon jennss » Mo 24. Apr 2017, 10:23

Jetzt weiß ich was "kraftverzweigt" bedeutet :). Ich denke mal, es ist das gleiche wie "leistungsverzweigt", was ich zufällig hier gefunden habe: http://www.focus.de/auto/fahrberichte/p ... 47961.html

Es bedeutet, dass der Benziner seine Leistung entweder zum Akku liefert oder auf die Straße (wie der E-Motor). Das machen aber eigentlich alle Hybriden, oder?
j.
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