? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speicher

Solarenergie - Photovoltaik

? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speicher

Beitragvon Misterdublex » Do 25. Jan 2018, 10:50

Hallo zusammen,

in den letzten Wochen habe ich mir so meine Gedanken gemacht bzgl. einer Photovoltaikanlage für unser Haus, welches gerade gebaut wird.
Mein Ursprungsgedanke war: Boar, dann kannst du ja photovoltaiküberschussladen.
Dieser Wunsch hat sich jedoch mittlerweile zerschlagen, da wohl nicht ausreichend Überschuss bleiben wird um mit mind. 1,35 kW unseren Golf zu laden.
Der Wunsch nach Photovoltaik blieb jedoch.

Das Dach (38 ° Neigung) hat eine Süd-Ost-Ausrichtung (-70 °). Auf dieser "guten" Seite hat der Bauträger, neben einem Dachflächenfenster, auch eine Solarthermieanlagen vorgesehen und, ganz blöde, den Notausstieg für das Dachstudio. D.h. heisst auf dem Dach mit der optimalen Ausrichtung (Süd-Ost) passen nur 10-12 Module (eher 10). Somit wäre dort eine Anlage mit 3 kWp möglich.
Die gegenüberliegende Seite mit Nord-West-Ausrichtung (110°) ist dafür fast komplett nutzbar. Im oberen Drittel wären wohl weitere 10-12 Module, also ca. 3 kWp möglich. Die unteren zwei Drittel auf die weitere 10-20 Module passen würden sind im Winter z.T. verschattet.

Mit Hilfe dieses Tools (http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php) habe ich die potentiell erreichbaren Strommengen bestimmt, die an unseren Standort möglich wären. Ergebnis:

Süd-Ost-Seite mit 3 kWp: 2340 kWh/a
Nord-West-Seite mit 3 kWp: 1930 kWh/a

In unser Budget passen würden jetzt entweder:

a) 10-12 Module auf der Süd-Ost-Seite plus ein 2,2 kWh-Stromspeicher
oder
b)10-12 Module auf der Süd-Ost-Seite plus 10-12 Module auf der Nord-West-Seite

Frage 1:

Was meint ihr ist in 2018 sinnvoller, noch die Einspeisevergütung von 12,2 ct/kWh mitnehmen für eine Anlage mit 6 kWp
oder
Einspeisevergütung von 12,2 ct/kWh mitnehmen für eine Anlage mit 3 kWp mit 2,2 kWh-Speicher und gleichzeitig Zuschuss beim Land NRW beantragten (Progres-Förderung, ab 15.02.2018) mit 10% Zuschuss zur Gesamtanlage (PV+Speicher) aber Einspeisebegrenzung von 50% für die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Frage 2, was haltet ihr von den eingeholten Angeboten:

Angebot 1) 3 kWp-Anlage mit 10 Modulen Süd-Ost-Seite incl. zusätzlicher Technik, Gerüst und Montage (OHNE Speicher) ca. 7.000 €
Angebot 2) 3,3 kWp-Anlage mit 12 Modulen Süd-Ost-Seite incl. zusätzlicher Technik, 2,4 kWh-Speicher und Montage, aber OHNE Gerüst ca. 13.000 €

Angebot 2 stammt von Installateur 1
Angebot 1 stammt von einem anderen Installateur 2, der von einem kleinen 2,2 kWh-Speicher eindringlich abrät, da dieser nur eingebunden an den dann überdimensionierten Wechselrichter verfügbar ist. Angebot 1 ließe sich wohl leicht auf die 10 weiteren Module auf der Nord-West-Seite erweitern.

Was haltet ihr von den Angeboten, sind die günstig oder teuer?

Grüße

Christian
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Fire » Do 25. Jan 2018, 11:34

Ich denke ein Speicher von 2kWh bringt es nicht.
Im Optimalfall kannst du damit deinen Eigenverbrauch um 2kWh pro Tag steigern und damit 30-40 Cent sparen.
Mit der kleineren Anlage werden an vielen düsteren Herbst und Wintertagen aber wohl noch nicht mal die 2kWh erzeugt.
So könntest du vielleicht 50-80€ im Jahr sparen und kannst dir ausrechnen wann der Akku amortisiert ist ;-)

Das steht in keinem Verhältnis zu den Zusatzkosten.

Mit den 2000kWh zusätzlich im Jahr kommst du bei voller Einspeisung immerhin auf 240€, bei Eigenverbrauch noch etwas höher.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Uhu » Sa 3. Feb 2018, 09:58

Die Ersparnis durch Eigenverbrauch ist viel geringer, als man denkt.
Annahme: Du erhälst pro Kw/h 12,2 ct im Verkauf und zahlst 25 ct im Einkauf.
Dann kostet Dich die Kw/h , die Du selbst verbrauchst:
12,2 ct (fehlende Einnahmen) + 4,8 ct Steuern (auf den nicht gekauften Strom für 25ct) = 17 ct pro Kw/h
Du sparst also genau 8 ct pro kw/h

cu
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon snaptec » Sa 3. Feb 2018, 10:03

Aber nur bei 100% Wirkungsgrad von AC in Batterie und von Batterie in AC zurück...
Effektiv also noch weniger.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Spüli » Sa 3. Feb 2018, 10:11

Moin!
Zuerst solltest Du das Dach voll belegen. Dann kannst Du Dir überlegen ob noch Geld für einen Speicher über ist.
Dazu solltest Du unbedingt einen überregional tätigen Solarteur Anfragen mit einem Angebot das schlüsselfertig ist. Also das rundum sorglos Paket. Deine beiden Angebote erscheinen auf den ersten Blick zu teuer zu sein.
Gruß Ingo
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Misterdublex » Sa 3. Feb 2018, 10:23

@Spuli:
Vielen Dank für den Hinweis, insbesondere bzgl. der aufgerufenen Kosten.
Welchen Preis fändest du denn realistisch?

Zwischenzeitlich habe ich noch ein Angebot von innogy bekommen, die wollen 14 Module (aleo Solar S79) für 9.000€ installieren.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon snaptec » Sa 3. Feb 2018, 10:50

Der Preis ist ja grundsätzlich von Dach, befestigungssystem und regionalen unterschieden abhängig.
Bei uns in der Gegend kriegt man durchaus 9,9kwp fertig verbaut auf trapezblech für 11.000 netto.
Also 1.100€/kwp.
hängt natürlich auch davon ab wie leicht sich die kabel legen lassen, wie hoch der installationsaufwand ist etc...
Ob der Preis bei nur 3 oder 6 kwp gehalten werden kann, weiß ich nicht, bin kein solateur.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Misterdublex » Sa 3. Feb 2018, 11:01

Beim innogy-Angebot sind es 4,13 kWp für 9.000 €. Also ca. 2.200 €/kWp
Beim Installateur 1 sind es 3,12 kWp für 7.000 €. Also ca. 2.300 €/kWp. Auch der möchte aleo Solar (S59) verbauen.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Cerebro » Sa 3. Feb 2018, 11:10

Brutto oder netto? Also alles über 1400€/kWp (netto) halte ich für überteuert. Wobei man natürlich diffferenzieren muss, je kleiner die Anlage, desto teurer. 1100€/kWp für 9,9kWp sind eher das Maß. Ich hab mich erst vor kurzem mit einem Bauern hier utnerhalten, der hat eine Ost/West Anlage auf sein Wohnhaus gebaut (2x 9kWp) für ~900€/kWp, allerdings mit Eigenleistung.
Bei meinen Schwiegereltern wurden 4,4kWp gebaut auf 40° Dachneigung. Kostenpunkt 6700€ netto. Dazu kam aber noch, das der Sicherungsschrank neu gebaut werden musste um auf den aktuellen Stand der Technik zu kommen. Da kamen also noch mal 1000€ dazu.
Zuletzt geändert von Cerebro am Sa 3. Feb 2018, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ? zu Errichtung einer neuen PV-Anlage, Module oder Speic

Beitragvon Solarstromer » Sa 3. Feb 2018, 11:13

Ich persönlich würde mich mit dem Solar nicht verzetteln. Ich würde mich auf PV konzentrieren und ggf. den Strom über eine Wärmepumpe auch thermisch nutzbar machen. D.h. auf Solarthermie verzichten, falls das jetzt noch wirtschaftlich möglich ist (leicht gesagt, der Bauträger wird vermutlich zulangen ...).

Ich würde eher das ganze Dach belegen und auf einen Speicher vorerst verzichten. Man kommt damit zu günstigeren kWp Preisen. Einen Speicher kann man später einfacher/kostengünstiger nachrüsten als nochmal eine kleine Dachhälfte neu zu belegen.

Die Angebote würde ich dort prüfen bewerten lassen: http://www.photovoltaikforum.com/angebote-f41
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