Sunamp

Solarenergie - Photovoltaik

Sunamp

Beitragvon harlem24 » Sa 15. Okt 2016, 17:47

Hi,

https://www.youtube.com/watch?v=9upXeTMHUqE

Gibt es die Dinger auch in Deutschland?
Grundsätzlich hört es sich extrem spannend an, aber funktioniert das auch?
Gruß

CHris

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Re: Sunamp

Beitragvon endurance » So 16. Okt 2016, 09:16

Hauptvorteil liegt vermutlich in der Größe und indirekt dadurch auch geringe Wärmeverluste über die Zeit. Nehme ich mal meinen 800l Wasserwärmespeicher kann ich ca. 19kWh dort einspeichern ( 1 Kilogramm Wasser + Energie von 4200 Joule -> 1 Grad mehr) wenn ich Ihn um 20Grad erwärme. Das sind ca. 4 von den Sunamp Koffern - rein optisch ca. 1/2-1/3 des Volumens (im video/produktbroschüre ein Faktor von 1/3,75).
Haltbarkeit wird behauptet >50Jahre (bei einm Zyklus pro Tag). Sie geben 10Jahre Garantie.
Verlust wird gesagt 0.579 kWh/24h bei meinem 800l Wasser Speicher sind es laut Datenblatt ca. 2,4kWh/24h.

Was kann man in einem Eisspeicher pro qm speichern? Laut Webseite 110l Heizöl äquivalent in 10kliter -> bei 800l ca. 94kWh. Was heißen würde, dass ein Eisspeicher pro Volumen sogar mehr Energie aufnimmt als die SunAmp zumindest nicht signifikant weniger (bitte nachrechnen - Rechenfehler/Denkfehler nicht ausgeschlossen).
Wie hoch sind dort die Verluste? Habe ich nichts gefunden :(
Preis Eisspeicher mit 10kLiter (1.1MWh) wohl ca. 10k€ (kann aber falsch sein die Zahl hatte ich im Kopf).

Preise habe ich keine gefunden - was wohl das entscheidende sein wird.
Anderer Punkt ist natürlich: lohnt sich Umwandlung von elektrischer in Wärmeenergie überhaupt? Ich sag mal wenn man keine Vergütung mehr für eingespeisten Strom bekommt aber Überschuss produziert kann es sinnvoll sein. Andere setzen die Prio eben auf max. Autarkie, weniger auf Finanzen. Wichtig ist aber das genügend elektrischer Überschuss da ist um das System überhaupt zu betreiben (Netzbezug will man ja nicht). Bei mir bleiben ca. 5MWh/Jahr PV übrig, das Haus braucht ca. 14MWh/Jahr Wärmeenergie. Wenn man nun eine WP Ansetzt die COP3 hat kann das gerade reichen wenn es keine Verluste gäbe. Oder man hat noch einen Notfallzuheizer (Holzofen...). Vorsicht auch bei EÜR und UST da Eigenstromnutzung leider versteuert werden muss (im Regelfall).
Hmm 14MWh bekommt man aber nicht gespeichert (140.000l Tank beim Eisspeicher, oder 2800 SunAmp Koffer wenn ich mich nicht verrechnet habe) - ich würde max einen Monat Sommersonne in den Tank packen können (1MWh). Ab October bis Feb. bleibt auch nicht wirklich viel PV Strom übrig. => zum Autark werden taugt es nicht. (evtl. bei einem passiv Haus machbar).
Zuletzt geändert von endurance am So 16. Okt 2016, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sunamp

Beitragvon SL4E » So 16. Okt 2016, 11:24

Das letzte kann ich bestätigen. Ich habe eine 0,7kW BWWP (+1,5kW Heizstab) mit 290l + 2x 3kW el.Heizstäbe in meinen 2000l Puffern. Die Anlage ist so konfiguriert das bei erreichen der 70% Einspeisegrenze die überschüssige Energie sprichwörtlich verheizt wird. Ab Oktober passiert da nicht mehr viel. Reicht keinesfalls zum heizen.
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Re: Sunamp

Beitragvon eSmart » So 16. Okt 2016, 11:38

Es kommt darauf an wie der Strom in Wärme gewandelt wird. 1:1 per Heizstab ist verschwenderisch, das geht nur wenn der Heizstab billig ist und der Überschuß groß genug, oder fast egal ist.

Den Strom per Wärmepumpe in Wärme zu wandeln ist 3-5x effektiver. Ein Salzspeicher ist teuer, hat man wirklich keinen Platz für einen Wassertank ? Der Wasserspeicher muß schon gut gedämmt sein, bzw. der Verbrauch relativ zeitnah sein.
Die Speicherung von Wärme in Salz für eine lange Speicherung ist interessant, aber meist nicht notwendig, zuletzt auch von den höheren Kosten.

Die letzten 2 Wochen (es ist Mitte Oktober) war es so dunkel das kaum PV Strom da war, nichts zum heizen. Heute ist ausnahmsweise ein sonniger Tag an dem ich per PV auch heizen kann, die Wärmepumpe wird heute den ganzen Strom nutzen.
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Re: Sunamp

Beitragvon endurance » So 16. Okt 2016, 12:02

mit COP3 habe ich oben ja schon gerechnet - das würde ich auch minimum brauchen um überhaupt die notwendige Wärmeenergie aus der elektrischen zu produzieren.
Das eigentliche Problem ist die Langzeitspeicherung um eben die Wärme aus dem Sommer in den Winter zu retten und hier wird es an der schieren Menge scheitern.
Für mich das Fazit zumindest zum sunAmp: Gut wenn man wenig Platz hat aber trotzdem im Sommer, evtl. Übergangszeit ohne Zusatzengerie auskommen möchte. Ich kann mir aber nicht vostellen das sich das finanziell wirklich lohnt (Wärme brauche ich eben hautpsächlich im Winter) - Preise sind ja noch nicht bekannt.
Evtl. gibt es Fälle, Aquarium, Swimmingpool, Hotel wo sich so ein ding ähnlich wie ein BHKW besser rechnet (hoher Wärmebedarf auch nachts im Sommer)

gerade Preise gefunden ca. 1900€ für 5kWh, 8400€ (7500Pfund) für 40kWh Speicher diese Speicherkapa bekomme ich bei einem Wasserspeicher schon für ~ 1/4 des Preises (braucht halt mehr Platz). OK seien wir fair: die Hälfte, weil WP und WT brauchen wir ja auch noch.
=> Totgeburt.
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