Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Solarenergie - Photovoltaik

Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon berndine1 » Mi 7. Mär 2018, 13:07

Hallo Zusammen,
das Land Baden-Württemberg fördert Batteriespeicher in Kombination mit einer neuen PV-Anlage mit bist zu 400 €/kwh.

Einzelheiten gibt es hier:

https://um.baden-wuerttemberg.de/index.php?id=14033


Zusammengefasst:

- Neue PV + Speicher wobei PV Leistung in kwp Faktor 1,2 der kwh des Speichers dimensioniert sein muss.
- max 30 kwp
- max. 30% Netto-Invest Speicher Zuschuss
- 300 €/kwh, minimal 600 €, maximal 7.500 €
- Prognosefähigkeit gibt nochmal 250 € pro Speicher
- max. 50% Einspeisung der PV
- Pflicht am Monitoring mitzuwirken (durchgeführt von RWTH Aachen

gruß
Thomas
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon berndine1 » Mi 7. Mär 2018, 13:10

Ich finde das Programm recht interessant, aber die 50% Einspeisekappung sind hart. Da ich keine Wärmepumpe im neuen Haus verbauen darf, aber ca 15 kwp PV plane - wohin mit dem ganzen Strom?

Ansonsten eventuell für das Thema Liebhaberei fürs FA nett.
berndine1
 
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon ilovethesun » Sa 10. Mär 2018, 08:33

Hallo,
70% sind schon vorgeschrieben. Die Differenz kommt in den Speicher oder direkt ins eMobil.
Und eine Luft-Brauchwasser-Wärmepumpe im Waschraum?
Wie ist die Dachausrichtung?
Wie hoch ist der Stromverbrauch?
Bei 15kWp würde ich 10kWh Speicher empfehlen, ohne die Details zu erkennen.
Gruß
ilovethesun
50 kWp auf angepachteten Dächern. Zertifizierung: QCells/ESS, LG Chem/Solaredge, SMA, Mercedes Benz Speichersysteme.
E-Mobil wird erst noch bestellt, derzeit Carsharing zu zweit.
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon dkmailbox » Mo 14. Mai 2018, 22:47

Hmm interessant. Wir haben Freitag unseren Yello i3 bekommen, und ich liebäugel schon länger mit PV, auch wenn ich mir das in absehbarer Zeit eher nicht leisten können dürfte...

Ich habe mich durch verschiedene Solarrechner geklickt, aber da fehlt mir der Faktor "mit jemand reden der sich auskennt" - darf ich hier mal ein paar Stichworte einwerfen und sehen was das Echo ist?
Meine Gedanken :
- PLZ 72631, ca 320m hoch
- Giebel Nord-Süd
- verfügbare Dachfläche Richtung 100qm, keine Verschattung
- im Moment ein, in ein paar Jahren zwei EV im Haushalt
- 4 Personen
- wenn ich sowas mit PV etc mache dann würde ich gerne die Ölheizung zum fallback für dunkle Wintertage degradieren, d.h. Batteriedimensionierung und Möglichkeiten für Heizung und Warmwasser aus Solar(Strom) interessant
(- darf man PV Elektronik und Batterie im selben Raum haben mit einen Öltank?)

Gibt's für sowas mit den angesprochenen Förderprogrammen eine (extrem grobe) Kosten-Hausnummer? Generelle Kommentare zu dem beschriebenen Szenario, ggf Tipps an welche fitten Firmen man sich in der Gegend wenden könnte?

Ist mein erster Post btw, hallo miteinander :) Wie gesagt seit Freitag sind wir EV Fahrer, und ich warte sehnlichst auf Angebote im Markt um auch den zweiten Wagen zu ekektrifizieren...
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon Jeggo » Di 15. Mai 2018, 08:35

Hallo,

ich habe letztes Jahr eine PV-Anlage mit Speicher (9,9kWp und 8kWh) errichtet.
Meine Erkenntnisse zu dem Thema:
- KfW-Förderung lohnt sich meist nicht, wegen der Einspeisebeschränkung
- Speicher lohnt sich nur mit einem Communitymodell. D.h. es gibt ein bestimmte Menge Strom für einen festgelegten Preis
- Brauchwasser mit Strom zu erwärmen ist auch grenzwertig, da meist erst einmal ca. 1000€ investiert werden müssen.
- Die u.g. Förderung scheint auch nicht sehr attraktiv zu sein

Bis bald

Jens
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon Spüli » Di 15. Mai 2018, 09:38

dkmailbox hat geschrieben:
Hmm interessant. Wir haben Freitag unseren Yello i3 bekommen, und ich liebäugel schon länger mit PV, auch wenn ich mir das in absehbarer Zeit eher nicht leisten können dürfte....


Herzlich willkommen und Glückwunsch zum i3!
Die Bedingungen für eine PV sind in Deutschland eigentlich so gut, das sich auch eine Finanzierung über 10 Jahre noch rechnet.

dkmailbox hat geschrieben:
- Giebel Nord-Süd
- verfügbare Dachfläche Richtung 100qm, keine Verschattung
- im Moment ein, in ein paar Jahren zwei EV im Haushalt

Du hast also ein Ost-West-Dach, das auch ne ordentliche Größe hat.
Ohne weitere Details würde ich erst einmal beide Seiten gleichmäßig belegen wollen. Für die üblichen 10kWp wären das in etwa 60-70m2 die man da effektiv benötigt (~32-33 Module mit je etwa 1,6m2). Der Spaß kostet Dich in etwa 13.000€ und sollte in etwa 10 Jahren (+/-) bezahlt sein. Die Vergütung bekommst Du aber für 20 Jahre garantiert, da bleibt also auf jeden Fall Geld am Ende über. Die Verzinsung in so einer Höhe gibt es sonst bei keiner Bank.

Ich würde das Thema Heizung erst einmal außen vor lassen. Denn gerade im Winter kommen da nur sehr geringe Erträge zusammen. Im Dez/Jan wird es nicht einmal reichen um den normalen Hausverbrauch zu decken. Da müßte man die Anlage schon maximal auslegen, also Deine 100m2 (plus Garage, Carport,...) bevor man auch die Heizung auf Strom umstellt. Dazu muss man dann auch mehr Details zum Wärmebedarf haben.
Gruß Ingo
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon eDEVIL » Di 15. Mai 2018, 09:42

Lohnt sich nur, wenn man die Mittagspitze im Somemr sinnvoll direkt verwerten kann oder entsprechend gegensätzliche Dachausrichtungen, dass man eh kaum über 70% Peak kommt.

Bei meiner ~9 KWP Heimanlage (25° DN SO und 10° DN W) hatte ich 70% weich (also mit Abregelung, wenn der verbrauch nicht da gewesen wäre), aber die 70% grenze wurde vielleicht an 2-7 Tagen im Jahr überhaupt erreicht.
Im Sommer waren die Module eh zu warm und die Mittagspitze lage dann bei ~6kW
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon Spüli » Di 15. Mai 2018, 10:03

Moin!
Richtig, die 50%-Einspeisebegrenzung sind eine echte Hürde. Da muss man gerade im Sommer schon mit einigen Verlusten rechnen, die üblichen Akku speichern können da kaum helfen. Denn bei einer 10kWp-Anlage bedeutet das in etwa 2kW über 5h im Haushalt zu verbrauchen.
Die sonst vorgegebenen 70% hingegen bedeuten ja nur Verluste von etwa 2% im Jahr. Das sind also nur wenige Stunden im Jahr. Hier kann man sonst mit etwas Eigenverbrauch auch entgegenwirken.
Gruß Ingo
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon eDEVIL » Di 15. Mai 2018, 10:16

kommt natürlich auf den Stromverbrauch an. 2kW über 5h sind 10 kWh.
Die Logik der Akku Ladesteuerung muss halt entspürechend sein, dass der Akku dann wirklich nur in er Mittagsspitze lädt, wenn entsprechende Sonne zu erwarten ist.

Wenn dier Frau halbtags arbeitet und ihr eAutio dann ab 13 Uhr anstöpseln kann, klappt das auch gut. Oder entsprechend Freiberufler im Homeoffice, die Kudnentermine eher Abends oder morgen und nicht mittags haben :mrgreen:
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Re: Speicherförderung Ba-Wü mit PV Neuanlage...Was taugts?

Beitragvon dkmailbox » Di 15. Mai 2018, 19:33

Hey, das ist ja eine richtige Reaktionsflut - vielen Dank!

Ein-zwei Folgefragen:
- Dummy-Frage: was passiert eigentlich wenn man am Einspeiselimit ist, die PV-Batterie voll ist und man den Strom auch sonst nicht abnimmt der vom Dach kommt - wird das dann an Widerständen verheizt?
- Wie groß (Maße) in etwa ist so eine 8kWh Batterie die man sich da in den Keller stellt?
- Habt Ihr Tipps für richtig gute Firmen im südlichen Stuttgarter Raum, mit denen man so etwas umsetzen könnte?

Morgen kriege ich den i3 für den Weg ins Büro, jippie :-)
Zuletzt geändert von dkmailbox am Di 15. Mai 2018, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
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