Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig !

Solarenergie - Photovoltaik

Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig !

Beitragvon kai » Do 26. Nov 2015, 08:15

Hi Leute,

es geht los ...

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/d ... 100021231/

und

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 64155.html

Cooles Modell, finde ich.
Meinungen ??

Gruß

Kai
Zuletzt geändert von kai am Do 26. Nov 2015, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Mei » Do 26. Nov 2015, 09:07

Solange die Möchtegernselbstversorger noch am öffentlichen Stromnetz hängen, solange ist das alles nur Geblubber.
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon kai » Do 26. Nov 2015, 09:12

@Mei:

Und wenn Sie nachweislich keinen Strom aus dem Netz beziehen ?
Ich finde das schon allerhand. Vor allem wenn man das zu Ende denkt.

Schließlich benötigt man die großen Kraftwerke ja nur für die Industrie.
Der Private Haushalt benötigt weder die Netz- noch Erzeugungskapazität aktueller Großkraftwerke darf Sie aber schön unterstützen (EEG Umlage).

Gruß

Kai
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Mei » Do 26. Nov 2015, 09:14

kai hat geschrieben:
....Und wenn Sie nachweislich keinen Strom aus dem Netz beziehen ?
....


Mit einem Backup in der Hand kann man immer grosse Reden schwingen.
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Greenhorn » Do 26. Nov 2015, 09:15

Hört sich nicht nur preislich interessant an.
Aber die müssen in der community ein eigenes Netz aufbauen.
Sie schreiben: eingespeisten Strom wird zu Graustrom und darf nicht weiter vermarktet werden.
Gruß Bernd
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon kai » Do 26. Nov 2015, 09:22

Mich würde noch interessieren

1.) Ist das Teil im Notfall inselfähig ?
2.) Kann es als nichteinspeisende Halbinsel betrieben werden ohne EEG wie Fenecon/BYD ?
3.) Angeblich ist der WR sogar 3-phasig. Wo steht das genau ?
4.) Können 2 Batterien parallel laufen, damit die Lade-/Entladeleistung skaliert ?

Gruß

Kai
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Tho » Do 26. Nov 2015, 09:34

Ich frage mich, wie das mit den derzeitigen Netzkosten zur Durchleitung wirtschaftlich darstellbar sein soll.
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Spüli » Do 26. Nov 2015, 10:04

Moin!
Über 60% des Strompreises sind Abgaben die man nicht steuern kann (MwSt, Stromsteuer, Konzession, Netznutzung). Dazu dann noch das Themenfeld EEG und Grundgebühr. Keine Ahnung wie sich da kurzfristig ein Modell entwickeln soll. Zumal so ein Hausakku im Schwarmbeztrieb ja auch zusätzliche Zyklen bekommt.

Gerade wo hier so gerne über den Mietakku beim Zoe erzählt wird, denke ich nicht das sich da ein Geschäftsmodell entwickeln kann. Ich denke eher, das es eine gute und günstige Idee ist um mal wieder positiv in der Presse aufzutauchen. Gerade auch weil der Name Tesla immer so schön genannt wird. Sonst sind die Herren ja nur sehr wenigen bekannt.
Gruß Ingo
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Nik » Do 26. Nov 2015, 10:26

@ Ingo: +1

Nicht zu unterschätzen ist der Egoismus des Endverbrauchers.

Ein System, das inselfähig, autark, unabhängig ist, wird sich durchsetzen
Ein System, das abhängig, unbekannt, beeinflussbar von außen und dadurch unkalkulierbar ist, wird sich sicher nicht in der Fläche durchsetzen - allen Enthusiasmus in Ehren.

Gruß Niklas
Gruß Nik
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Re: Selbstversorger 2.0: Sonnenbatterie RWE/EON überflüssig

Beitragvon Cavaron » Do 26. Nov 2015, 11:16

Also so wie ich das sehe, gibt es nur zwei Möglichkeiten wie man den großen Energiekonzernen den Rang ablaufen kann. Entweder man kauft lokale Netze oder man setzt auf komplett autarke Nutzer. Andernfalls schrauben die Energiekonzerne einfach die Grundgebühr des Netzanschlusses hoch, wenn sie durch Strom nichts mehr verdienen. Sieht man so gerade in den USA, wo SolarCity damit kämpfen muss sein Sparversprechen einzuhalten, weil die Netzbetreiber die Grundgebühren für den Netzanschluss drastisch erhöhen.

Die Idee mit kompletter Autarkie ist meiner Meinung nach gar nicht so weit her geholt. Bedingung ist natürlich Solarzellen auf dem Dach* und Akkus im Keller, aber das kann mit fast allen Hausbesitzern, Mietgemeinschaften usw. geregelt werden. Da fallen nur recht wenige Immobilien wegen kompletter Dachverschattung raus. Kernpunkt dürfte ein großer Akku im Keller mit ca. 20kWh pro Person im Haushalt sein. Bei 1000kWh Jahresverbrauch pro Person wären das pro Tag und Person etwa 3kWh (mit Wärmepumpen-Heizsystem etwas mehr). Wenn Solarzellen im dunklen Winter länger nur mal 1kWh pro Tag erzeugen, wäre der Akku dann etwa nach einer Woche leer. In diesem Extremfall müsste dann - so wie heute ein Tanklaster - ein Energielieferant mit Akku-Fahrzeug kommen und den Heimspeicher aufladen. So spart man sich den Netzzugang. Leute mit Elektroauto und V2G-Schnittstelle können diese Energietransfusion auch selbst vornehmen und sparen sich einen Teil der Grundgebühr des neuen Anbieters.

Bis so eine Dienstleistung verlässlich und bezahlbar angeboten werden kann, werden aber wohl noch 5-10 Jahre ins Land gehen.

* ein potentes Wasser- oder Windrad sowie ein Blockheiz-Kleinkraftwerk ginge natürlich auch
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