Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/kWh

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon eDEVIL » Fr 1. Aug 2014, 12:41

Guy hat geschrieben:
Tachy hat geschrieben:
Aber ist das Ding dann auch netzautark betreibbar (USV), bzw. Netzumschaltung unter 1 ms und Hybridbetrieb (also Batterieeinspeisung und Netzbezug parallel bei Bezug über der Batterieleistung)?

Ja, den SI kannst du auch als USV verwenden.

Ne, in der SMA-Schulung wurde gesagt, das die Netzumschaltung so lang dauern muß, und der SI nicht als USV ersatz taugt. Man kann antürlich glück haben, das der PC nicht so empfindlich ist und trotzdem weiter läuft, aber eine USV ist etwas anderes.

Bin da mal sehr egspannt, ob das mit der 1ms dann tatsächlich in DE legal so laufen darf.
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Beitragvon Tachy » Fr 1. Aug 2014, 13:15

Also, noch ein paar fehlende Rahmendaten, die ich noch weiß bzw. in Erfahrung bringen konnte:

- die 500€/kWh sind der Verkaufspreis inkl. MwSt. O-Ton: "Der 6 kWh-Speicher wird dann noch 3.000 € kosten".
- Der Wandler pro Zelle leistet bis 350-400 W in beide Richtungen.
- Der Wirkungsgrad des Wandlers liegt weit über 95%, offenbar kann der Kühlkörper entfallen -> spricht noch mehr für den Wirkungsgrad.
- Der Wechsel Netzsychron/Inselbetrieb läuft mit <= 1 ms pro Phase => USV-Qualität
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Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon Tachy » Fr 1. Aug 2014, 13:20

Hallo Dieter,

dkt hat geschrieben:
Hallo Tachy,

das klingt schon vom System her gut. Wird doch die Leistung in der Reihe von der schwächsten Zelle bestimmt, so entfällt das bei kompletter Serienschaltung.

Nun meine Frage, wäre das nicht auch ein gutes System für das Elektromobil?


Für E-Autos ist die Schaltung in dieser Form nicht geeignet, die Ansteuerung für Elektromotoren ist ganz anders aufgebaut, außerdem ist die Leistungsdichte des Systems von ca. 700W/kWh zu gering für E-Autos. Beispiel: Ein PKW-Akku mit 20 kWh hätte dann eine maximale Leistung von lediglich 14 kW.

Für Hausstromspeicher ist die Leistungskurve hingegen ideal.
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Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon eDEVIL » Fr 1. Aug 2014, 14:11

Hört sich sehr gut an. Ein Einsteigerpaket mi ~2KWh und 3 Modulen dürfte ja eigentlich für jeden PV-Anlagenbesitzer Sinn machen, der EV-Vergütung bekommt oder eine neuere Anlage hat (Also ab 2009)
Mit Installation kann man da ja bei 1500-2000 EUR Brutto landen und kann dreiphasig die Grundlast des Hauses locker abdecken und einen großen teil der Energie mit direktem Sonnenstrom oder aus dem Akku abdecken. Wenn man sich den Tagesverlauf anschaut, kann man mit 1kW schon sehr viel Abdecken.

Für uns Elektromobilisten sind die 6kWh (9 Module) dann schon Einstiegsgröße, um den Lader auch gut bedienen zu können

.
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Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon Guy » Fr 1. Aug 2014, 14:24

@eDEVIL
Ich dachte, ich hätte irgendwo gelesen, dass er schnell genug das Netz trennen kann. Für mich ist das allerdings nicht so wichtig, daher habe ich mich nicht näher damit beschäftigt. Gut möglich, dass es für empfindliche Geräte zu lange dauert.

@Tachy
Sollte das System wirklich am Ende das alles leisten können und dabei inklusive allem 500 €/kWh kosten, dann wäre es tatsächlich ein großer Schritt nach vorne. Wenn ich den Beitrag in deinem Blog richtig verstanden habe, ist es allerdings noch in der Entwicklung und die Marktreife dauert noch etwas. Daher warten wir erst mal ab. Ich habe ja selbst einen Speicher und mich im Vorfeld bei einigen Firmen informiert. Leider wird oft viel versprochen, was anfangs revolutionär und günstig klingt, landet am Ende doch wieder in bekannten Preisregionen.
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Re: AW: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 15

Beitragvon Karlsson » Fr 1. Aug 2014, 14:44

Tachy hat geschrieben:
Damit sind Stromgestehungskosten beim Endkunden für autarke Anlagen mit PV+Speicher über 20 Jahre von 13 Cent/kWh möglich.

Also das sind die Kosten für die Speicherung. Die Erzeugung kostet noch einmal so viel und damit ist man dann beim Netzpreis.
So richtig attraktiv ist das aber noch nicht, oder?
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Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/kWh

Beitragvon Tachy » Fr 1. Aug 2014, 15:18

Ne, der Preis ist Inkl. PV, diese gerechnet mit 8 Cent... Der Speicheranteil sollen 5 Cent sein.

Bei entsprechend höherem PV-Preis entsprechend anpassen.
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Re: AW: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 15

Beitragvon Karlsson » Fr 1. Aug 2014, 16:23

Ah, ok. Ich war von 13-14 Cent zur Erzeugung allein ausgegangen.
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Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon eDEVIL » Fr 1. Aug 2014, 23:50

Hört sich sehr vielversprechend an drücke die Dauemn, das die Preisrichtung auch erreicht werden wird.

Die aktuellen Produkte sind für den Heimbereich ähnlich kostspielig, weie die Konkurrenz.
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Re: Revolution bei Hausstromspeichern: 500€/kWh statt 1500€/

Beitragvon dkt » Sa 2. Aug 2014, 07:53

Tachy hat geschrieben:
Für E-Autos ist die Schaltung in dieser Form nicht geeignet, die Ansteuerung für Elektromotoren ist ganz anders aufgebaut, außerdem ist die Leistungsdichte des Systems von ca. 700W/kWh zu gering für E-Autos. Beispiel: Ein PKW-Akku mit 20 kWh hätte dann eine maximale Leistung von lediglich 14 kW.


Das habe ich verstanden. Meine Frage geht jetzt mehr in die prinzipielle Richtung.

Wäre es nicht sinnvoll auch bei E-Auto Batterien, nur auf ein reines Parallelsystem zu gehen? Wäre es möglich, auch für diese Leistungen, eine Elektronik zu bauen? Oder steht dieser Konfiguration prinzipell ein technisches Hindernis im Weg (z. Bsp. Größenordnung der maximalen Leistung)?

Der Grund für diese Frage ist, damit könnte man auch Autobatterien so bauen, dass einzelne Zellen im Ernstfall ausgetauscht werden könnten, bzw. eine einzelne Zelle nicht mehr die ganze Serie beeinflußt.
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