PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Solarenergie - Photovoltaik

Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 6. Jan 2018, 10:39

EVduck hat geschrieben:
Tho hat geschrieben:
Lohnt (wirtschaftlich) sich ein BHKW überhaupt in Anschaffung und Betrieb gegenüber einer Gas-Brennwerttherme?

Ich habe das vor ein paar Jahren mehrfach gerechnet, da lohnte es weder wirtschaftlich noch ökologisch (hier war mein Augenmerk auf den CO2 Emissionen).


Danke für die Info. Dann spare ich mir die Zeit.
Ich hatte mal einen Bericht gelesen, wo ein großes Mietshaus nicht isoliert, sondern energetisch sinnvoller versorgt wurde und es hatte sich gerechnet. Aber, bei einem Einfamilienhaus lasse ich es dann besser.
Dachte halt, über die nächsten 30 Jahre würde das Gas teurer werden und Strom dank PV nicht so.
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Beitragvon Bernd_1967 » Sa 6. Jan 2018, 10:42

Spüli hat geschrieben:
Moin!
Sobald Wärmepumpen ins Spiel kommen, würde ich das mit dem Akku aber noch einmal überdenken. Gerde in den kalten Monaten Dez/Jan kommt dast nichts vom Dach. Da bleibt in den meisten Fällen nicht einmal genügend überschuß für den Strom in der Nacht über. Woher soll dann der Strom für eine WP her kommen? Erst mit Brennstroffzellen oder kleinen BHKW wird es dann wieder interessant.

Daher erst einmal die PV aufs Dach und dann das Thema Heizung/Warmwasser/Speicher betrachten.


Was den Winter und den bewölkten Himmel angeht, möchte ich mal eine erstaunliche Beobachtung mitteilen:
Seit 1.1. habe ich einen zus. Anlage auf einem Garagendach mit 5kWp und 13° Neigung nach Süd,
zus. 4kWp mit idealen 54° nach Süd um die Wintersonne einzufangen.
Bei bewölktem Himmel, wie es zur Zeit nur ist, bringen beide Anlagen die gleiche Energiemenge!
Ich hätte gedacht, dass die PV-Module im Winter bei 13° Neigung so gut wie nichts einfangen.
Also, das Streulicht ist nicht zu unterschätzen.
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Karlsson » Sa 6. Jan 2018, 12:27

kub0815 hat geschrieben:
Ja bei uns gibt es eine WP Tarif der Zähler dafür kostet 90 Euro. Gasanschluss kostet genausoviel deswegen zum einfacheren Vergleich besser weglassen. Bei uns lohnt sich das nur wenn du mehr als 2000kwh brauchst.

Ich erwarte zum einen einen geringeren Verbrauch und hoffe davon auch noch möglichst viel direkt aus der PV zu speisen.
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Spüli » Sa 6. Jan 2018, 12:48

Bernd_1967 hat geschrieben:
Bei bewölktem Himmel, wie es zur Zeit nur ist, bringen beide Anlagen die gleiche Energiemenge!

...und diese ist auf jeden Fall sehr gering.
Trotz 18kWp auch diversen Dachflächen kommen hier nur selten über 5kWh am Tag zusammen. Das reicht mich ach und krach für den Eigenverbrauch. Aber sicher nicht für irgendwelche Wärmepumpen. Daher passen in meinen Augen Akku und Wärmepumpe nicht zusammen.
Gruß Ingo
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 6. Jan 2018, 13:19

8, 6, 11, 3, 7 kWh Pro Tag, jeweils die letzten Tage bei ca 18kWp.
Reicht noch kaum für den eigenen Stromverbrauch, ja , stimmt.
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Lotzekov » Sa 6. Jan 2018, 20:41

eDEVIL hat geschrieben:
Von wann ist die AGstherme? Ist es ein brennwertmodell?


Afaik ist die Therme von 2007, aber gut gepflegt.

Hier noch ein paar mehr Details zu meinem Vorhaben bzw. dem Haus:

Das Haus besteht aus einem altem Selbstversorgerhaus von 1924 (circa 30m2 Grundfläche) und einem Anbau von 1989 (circa 85m2 Grundfläche). Beide Teile stehen T-Förmig zueinander, mit dem Albaugiebel in Ost-West-Richtung und dem Neubaugiebel in Nord-Süd-Richtung. An diesem Nord-Süd-Giebel-Anbau ist am unteren Ende des "T"s noch ein weiterer Gebäudeteil, dies ist ein überbauter alter Stall – circa 30m2 Grundfläche, mit Giebel wieder in Ost-West-Richtung. Also eher ein Z. Dieser letzte Teil ist auch von 1989. Insgesamt bestehen über 2 Etagen 210m2 Wohnfläche. Nur der Albtau und der Anbau haben 2 Stockwerke, der überbaute Stall nicht.

Im Zuge des Anbaus 1989 wurde auch der 1924er Altbau mitgedämmt und beide Gebäudeteile einheitlich verblendet.

Im Altbauteil sind aktuell Fenster und Türen aus den 70-ern (warum man das gemacht hat …), die müssen sowieso bald erneuert werden. Würden noch ein paar Jahre halten, aber ich mach das lieber gleich.

Im Anbauteil sind Fenster und Türen von circa 2000 (dem Glas nach zu urteilen).

Geheizt wird mit Heizkörpern und einer Gastherme von circa 2007, es befinden sich ein kleiner Kachelofen im Neubau, ein Ofen im Altbau.

Unterkellert ist das Haus nicht. Daher habe ich auch keinen klassischen "Heuzungsraum" im Keller.
Ich denke aber, ein ehemaligen Durchbruch wieder zu schließen, sodass ich einen circa 10m2 großen Raum dafür herstellen könnte.

----
Meine Situation: Ich will unbedingt so viel PV wie möglich (das wären irgendwas zwischen 7-9 kWP).
PV kann ich "nur" auf den überbauten Stall setzen (Da Giebel Ost-West), sowie in den oberen Teil des Altbaudaches (Ost-West-Giebel), da sonst der Stall die Module auf dem Altbau verschatten würden.
Ich könnte sogar noch mehr Flächen bereitstellen, da es im großen Garten noch diverse Gartenhäuser/Schuppen gibt).
Von dieser PV will ich so viel wie möglich selbst verbrauchen.

Da meine Frau und ich beide berufstätig sind, sie aber täglich ab 14 Uhr zu Hause wäre, wäre da Ihr E-Auto ein schöner Überschussabnehmer.
Vor 14 Uhr könnte man den erzeugten Strom entweder Speichern oder anderweitig sinnvoll verwenden.
Daher meine Idee, den Strom ggf. zum Heizen / Warmwasser zu verwenden.

Zum Strombedarf: Wir haben keine besonderen außergewöhnlichen Verbraucher im Haushalt (die Autos mal vernachlässigt). Kein Pool, keine 30 Gefrierschränke oder sowas.
Alle dauerhaft laufenden Geräte wie Kühlschränke oder sowas sind mindestens A++, die meisten sogar besser.
Computer und Server sind alles Laptops oder noch weniger brauchende Geräte.

Das Haus hat gefühlt 20 Schornsteine, wovon 3 nach außen geführt sind, die anderen sind tot und eignen sich daher schon perfekt als Leerrohr.

Mein Vorhaben bzw. Wunsch:

- Das Haus muss teilweise saniert (überwiegend der Altbauteil) werden. Fenster, Türen, Dämmung des Dachs.
Dabei werde ich auch einen kleinen "Heizungsraum für die neue E-Installation, Heizung, usw. herrichten.)

- Ich möchte eigentlich schornsteinlos werden. Nix mehr verbrennen. Weder Gas noch Holz noch Holzpellets.
Der Kachelofen bleibt zwar, aber eher als Deko zum gelegentlichen Entfachen eines gemütlichen Feuers, nicht als Heizung.

Rein von den Prioritäten würde ich nach meinem aktuellen Kenntnisstand das Haus soweit energetisch sanieren, wie nötig und sinnvoll – aber eine komplette Rundumsanierung ist ausgeschlossen. Lüftungsanlage und sowas ebenfalls, das ist denke ich in die relativ chaotische gewachsene Bauweise nicht einzubringen.

Daher würde ich eher mit mehr nachhaltiger Energie gegenhalten wollen. Für die Erdwärme stehen circa 1000m2 Garten nach Süden zur Verfügung von denen sich die Hälfte garantiert nutzen lassen.

Dazu so viel PV wie möglich – wie gesagt, ich könnte sie vergrößern.
Zum Thema einspeisen: Ich habe nichts dagagen, aber da ich davon ausgehe, eh nur selten viel Überschuss zu haben, scheue ich den zweitrangingen Aufwand mit dem FA (bin eh schon selbstständig).

Kennt / bzw. was haltet ihr von:

- Sunamp Heat Battery? Ich fände sie spannend, da ich mir so einen großen Wassertank sparen könnte?


Schon einmal großen Dank für die vielzähligen Antworten und Ideen, Rat- und Abratschläge! :)
– Der obige Post kann Spuren von Ironie und/oder Sarkasmus enthalten –

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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Karlsson » Sa 6. Jan 2018, 23:14

Wie passt das:
Lotzekov hat geschrieben:
Zum Strombedarf: Wir haben keine besonderen außergewöhnlichen Verbraucher im Haushalt (die Autos mal vernachlässigt). Kein Pool, keine 30 Gefrierschränke oder sowas.

...
Lotzekov hat geschrieben:
Ich will unbedingt so viel PV wie möglich


zu dem hier:
Lotzekov hat geschrieben:
Zum Thema einspeisen: Ich habe nichts dagagen, aber da ich davon ausgehe, eh nur selten viel Überschuss zu haben,

?

Wo willst Du denn an den langen Tagen im Juni mit dem ganzen Strom hin?
Die Wärmepumpe braucht den da nicht.
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon kub0815 » So 7. Jan 2018, 00:07

Da wo der Strom hingehört ins Netz!
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Biggi » So 7. Jan 2018, 09:58

Hallo Lotzekow,

ich würde mich der Empfehlung anschließen und einen Experten zu Rate ziehen. Grundsätzlich ist ein Haus von 1989 ja nicht uralt (unseres ist auch nur 6 Jahre jünger). Es kommt natürlich darauf an, wie fachmännisch und in welcher Weise damals die Dämmung ausgeführt wurde. Ist es ein Zweischichtsystem mit Dämmung dazwischen (verklinkert) oder handelt es sich um ein Wärmedämmverbundsystem. Vielleicht kannst du vom Verkäufer in Erfahrung bringen, wie hoch seine Heiz- und Stromkosten im Durchschnitt waren um ein Gefühl für die benötigten Energiemengen zu bekommen. Es müsste ja eigentlich beim Kauf ein Energieausweis vorgelegt worden sein.

Außerdem kommt es doch sehr auf dein Budget an, welche Maßnahmen zuerst und welche vielleicht überhaupt nicht ausgeführt werden sollten. Man kann ein altes Haus mit extremem Aufwand auf den technisch und energetisch besten Stand bringen, meistens ist das aber finanzieller Unfug.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die großes Einsparpotential haben (Ungedämmte Rolladenkästen, fehlende Dachdämmung, schlecht angeschlossene Fensterleibungen, Heizkörpernischen....). Daran denkt man als Laie nicht unbedingt als erstes obwohl man viele Dinge mit wenig Aufwand verbessern könnte. Dafür kommt einem immer als erstes die Heizungsanlage in den Sinn.

Was die Fenster, Türen und Heizung anbetrifft, dürfte ein Gebäudeenergieberater die richtigen Empfehlungen geben können. Das in diese Beratung investierte Geld ist sicher gut angelegt. Jeder Handwerker will ja zuerst mal was verkaufen und da ist es besser jemand unabhängigen zu befragen.

Wir haben vor einigen Jahren eine PV-Anlage installiert, einfach weil inzwischen die Preise hierfür stark gefallen waren. Anfänglich haben wir dies aus finanziellen Gründen nicht gemacht, jedoch die entsprechenden Leerrohre vom Dach bereits beim Bau installiert. So konnten wir die PV nachträglich ohne große Probleme bei der Verkabelung einbauen. Von einem Batteriespeicher halten wir zur Zeit ebenfalls noch nichts, einfach noch zu teuer, amortisiert sich in unseren Augen nicht.
Um den überschüssigen Strom im Sommer zu speichern haben wir ja einen e-up gekauft. Dieser wird bevorzugt dann eingestöpselt, wenn im Sommer die PV-Anlage ordentlich Strom erzeugt. Also haben wir damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, ein Stromspeicher mit dem man auch noch fahren kann. Wäre natürlich schön, wenn der Akku noch größer wäre, aber da steht eben auch wieder eine Kosten-Nutzen-Rechnung dagegen.

Wir haben beim Bau 1995 eine Gas-Brennwert-Therme eingebaut, die bis heute tadellos arbeitet und mittels Fußbodenheizung insgesamt 160 qm Wohnfläche heizt und warmes Wasser für 4 Personen erzeugt. Dafür fallen 90,- € Heizkosten im Monat an. Nach Aussage unseres Wartungstechnikers wird diese Anlage auch noch einige weitere Jahre halten. Diese Heizung war zur Bauzeit sicher teurer als eine einfache Gas-Therme, hat sich aber über die letzten 22 Jahre sicher amortisiert. Womit wir heizen werden, sollte die Anlage in einigen Jahren ersetzt werden müssen, ich weiß es noch nicht.

Gruß Birgit
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Re: PV+Speicher+Laden+Heizung – womit anfangen?

Beitragvon Paul_S » So 7. Jan 2018, 11:51

Lotzekov hat geschrieben:
Beide Teile stehen T-Förmig zueinander, mit dem Albaugiebel in Ost-West-Richtung und dem Neubaugiebel in Nord-Süd-Richtung.

Es gelingt mir nicht, der Beschreibung zu folgen.
Du sprichst vom First, nicht vom Giebel?
https://de.wikipedia.org/wiki/Giebel
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Tröste Dich, auf den Milchtüten steht auch immer "Haltbarkeitsdatum siehe Giebellasche" und auch die meinen die "Firstlasche..."
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