PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Solarenergie - Photovoltaik

Re: AW: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon molab » Sa 3. Aug 2013, 19:27

Nö, ganz im Gegenteil!
Und der Bekannte hatte das auch nur gemacht, weil sein Kind zu Gunsten von Facebook ignoriert wurde ;-)
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon lingley » Sa 3. Aug 2013, 21:04

lingley ist ratlos ... Wärmetechnik ist nicht mein Metier :shock:
Kann für mich jemand diese Messwerte interpretieren ?

Wie gesagt, erfolgte durch die heutige PV-Leistung >=1750W eine ca. 9 Std. Aufheizung des Speichers von 8:30 (49,8°C) bis 17:50 (56,0°C) - zwischendrin natürlich mit WW Entnahme und die ZP lief komplett bis 17:00 durch.
Die benötigete Energiemenge dabei 4,7kWh bei 510-550W Dauerleistung.
Gegen 17:00 habe ich ein Zeitfenster der ZP eingestellt von 18:30-20:30.

gemessen 18:00 nachdem die WP wegen PV-Minderleitung <1750W abgeschaltet hat :
oberer Sensor im Speicher : 56,0°C (sitz des Wärmetauschers der WP)
unterer Sensor im Speicher : 50,6°C (sitzt mittig im Speicher über der WT-Schlange der Therme - die lief NICHT)

So, nun kommt's ...
ZP läuft nun zeitgesteuert von 18:30-20:30

danach gemessen 20:35 ZP ist aus :
oberer Sensor im Speicher : 47,7°C
unterer Sensor im Speicher : 45,7°C

Wie soll ich das einordnen, was heißt das nun ?
Handlungsbedarf ?

P.S.
die fertige Anlage im Betrieb - freie Rohre werden nächste Woche noch gedämmt ...
fertig.jpg

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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon Guy » Sa 3. Aug 2013, 22:19

Krass, was da an Energie für den Komfort drauf geht, nicht?

Haben das zum ersten mal mit der Installation der Solarthermie bei meinen Eltern bemerkt. Das ist mittlerweile schon mehr als 10 Jahre her, deshalb sind die Zahlen nur grob aus dem Kopf. Abends 20 Uhr ungefähr 80° oben, unten etwa 60° im 300 l Speicher - am nächsten Morgen, ohne großartige Entnahme, 60° oben und unten 20°.

Das stellt man kaum fest, wenn man quasi rund um die Uhr gleich warmes Wasser via Gas hat.

Zwei günstige Lösungen:

1. Zirkulation komplett ausschalten und Wasser einfach so lange laufen lassen wie nötig. Klingt jetzt zwar nach Verschwendung, ist es auch, unter dem Strich ist es jedoch am günstigsten.

2. So haben wir es damals gelöst, Thermostat in die Leitung zur Pumpe. Den setzt dort du auf die Zirkulationsleitung, wo du den Tag über schnell warmes Wasser brauchst. Ich meine, wir haben den auf etwa 30° eingestellt. Durch die Hysterese des Thermostats, hat das Wasser dann immer zwischen 25 und 35 Grad an dieser Stelle. Alternativ setzt du den Thermostat einfach an die letzte Zapfstellen, dann hast du überall mindestens die eingestellte Temperatur.
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon eDEVIL » Sa 3. Aug 2013, 23:04

Guy hat geschrieben:
Durch die Hysterese des Thermostats, hat das Wasser dann immer zwischen 25 und 35 Grad an dieser Stelle.

Ein Paradies für die Legionellen :o
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon Guy » Sa 3. Aug 2013, 23:38

Möglich, nur hat das Paradies ein jähes Ende, wenn sie durch den zu dieser Jahreszeit fast täglich > 80° warmen Speicher müssen.

Ich persönlich halte die Gefahr für eher gering. Es wird ja trotz dieser Art der Regelung noch mehrere Stunden am Tag zirkuliert. Und wenn man Wasser entnimmt, fließt es ja auch mit der normalen Temperatur durch die Leitung. In einem Mehrpersonenhaushalt dürfte das Wasser zudem kaum lange genug stehen, als dass Legionellen ernsthaft Probleme bereiten können.

Die Gefahr besteht jedoch, weshalb das jeder für sich entscheiden muss.
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon eDEVIL » So 4. Aug 2013, 09:58

Bei Solartermie im Sommer sehe ich da auch keine Problem in der Richtung. je nach Härtegrad des Wassers evtl. eher mit Verkalkung. Wenn im Winter mit "Verbrenner" geheizt wird, paßt das auch, aber bei Wärmepumpen ist die Abtötung nicht gegeben.

Solange man das nötige Bewußtsein für das eher geringe Risiko hat und dann bei Stagnation eben mal das Wasser für 1 Minute laufen läßt bevor man duscht, ist die Gefahr allerdings sehr gering.
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon molab » So 4. Aug 2013, 10:21

eDEVIL hat geschrieben:
bei Stagnation eben mal das Wasser für 1 Minute laufen läßt bevor man duscht, ist die Gefahr allerdings sehr gering.


Das halte ich auch für ganz wichtig. Das Problem ist teilweise ja auch, dass viele glauben, die Legionellenschutz-Funktion macht alles sauber. Aber die heizt nur den WW-Speicher hoch und berücksichtigt allenfalls noch die Zirkulationsleitung. Aber die Probleme entstehen eher in ständig lauen und wenig genutzten Stichleitungen, in denen das Wasser ewig steht - da kommt das auf Legionellenschutz hochgeheizte Wasser meist gar nicht hin...

Ich habe gar keinen WW-Speicher mehr, weil es da ja sonst während des Urlaubs etc. auch gern mal gammelt, wenn man den nicht hoch genug heizt. Warmwasser entsteht bei mir jetzt aus Leitungs(kalt)wasser, dass nach Bedarf durch einen Wärmetauscher im 500l-Puffer fließt. Im 500l-Puffer ist im Prinzip Heizungswasser. WW ist bei mir also immer Frischwasser.
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon Eberhard » So 4. Aug 2013, 10:51

es gibt die môglichkeit, die zirkulationdpumpe per druckschalter einzuschalten. das heißt, heißwasserhahn kurz öffnen, 1-2minuten warten bis das heiße wasser an der zapfstelle angekommen ist, dann Heißwasser entnehmen.

da der wärmeverlust in den leitungen gigantisch ist (große oberfläche, große wärmekapazität und hohe wärmeleitfähigkeit des kupfers,, schlechte isolierung) steuern wir die ZP per zeitschaltuhr, morgens um 6uhr einmal 15 min laufen lassen, am WE um 7uhr, dann ist bei dusches das wasser gleich warm, das wars.

ich würde ansonten die ZP mit der WP koppeln. Auch die ZP zieht ne ganze Menge Strom.

lg

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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon Jogi » So 4. Aug 2013, 11:10

lingley hat geschrieben:

gemessen 18:00 nachdem die WP wegen PV-Minderleitung <1750W abgeschaltet hat :
oberer Sensor im Speicher : 56,0°C (sitz des Wärmetauschers der WP)
unterer Sensor im Speicher : 50,6°C (sitzt mittig im Speicher über der WT-Schlange der Therme - die lief NICHT)

So, nun kommt's ...
ZP läuft nun zeitgesteuert von 18:30-20:30

danach gemessen 20:35 ZP ist aus :
oberer Sensor im Speicher : 47,7°C
unterer Sensor im Speicher : 45,7°C

Schon klar.
Die ZP holt das abgekühlte Wasser aus den Leitungen in den Speicher.
Rechne mal grob aus, wieviel Liter in den Zirkulationsleitungen stehen und setz das in's Verhältnis zu den 300 Litern Pufferkapa.
Und außerdem gab's ja zwischen 18.00 und 20.35 bestimmt auch WW-Entnahme, oder?

Noch was zu den Legionellen:
Die sind eigentlich nur beim Duschen ein Problem, weil man da eine gewisse Menge des Wassers inhaliert.
Legionellen befallen fast ausschliesslich die Lunge, bzw. dringen dort in den Blutkreislauf ein.
Im Magen sterben sie in kürzester Zeit ab.
Hinterher findet sich immer Einer,
der es schon vorher gewusst hat.
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Re: PV + Brauchwasser-Wärmepumpe + Brennwerttherme

Beitragvon eDEVIL » So 4. Aug 2013, 14:57

Eberhard hat geschrieben:
da der wärmeverlust in den leitungen gigantisch ist (große oberfläche, große wärmekapazität und hohe wärmeleitfähigkeit des kupfers,, schlechte isolierung)

Das ist das Problem von älteren Installationen. nachträglich dämmen geht oftmals nur sehr schwer. Wie haben komplett alles alte entfern. Den Platzbedarf der Rohre mit ordentlicher Isolierung sollte man nicht unterschätzen.
Bei Zirk. sollte man dann schon auf einen Außendurchmesser von min 8cm kommen oder besser Zirk. komplett vermeiden.
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