Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Solarenergie - Photovoltaik

Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon Guy » Fr 23. Nov 2012, 12:04

Da ich gerade gefragt worden bin, in welcher Rubrik man sich am besten über Photovoltaik unterhalten könnte und diese Thema ja schon das ein oder andere Mal aufgekommen ist, habe ich hier einen eigenen Bereich eingerichtet.

Von einigen weiß ich ja schon, dass sie selbst eine Anlage betreiben.

Wie seid ihr dazu gekommen? Seht ihr das als reines Investment oder als Umweltschutz oder beides?

Ich habe vor einiger Zeit mit einem einzelnen Modul begonnen, welches ich günstig erstanden habe. Einfach nur zum Experimentieren, Photovoltaik verstehen lernen.
Wie es dann so oft ist, sind wir mittlerweile mit 10 kW am Netz. Dazu kommt (hoffentlich) noch im Laufe des Monats ein Batterie-Speicher. Dieser Teil ist dann mehr Idealismus als reine Investition. Je nachdem wie man es recht, kommt am Ende ein kleines Plus heraus. Damit sollten wir jedenfalls über etwa 8 Monate im Jahr quasi autark sein. Bei dem derzeitigen Wetter reicht die PV allerdings gerade so um die Grundlast, knapp 500 Watt, zu decken. Zum Puffern bleibt da nichts mehr übrig.

Bei einer Vergütung von knapp 19 Cent, macht man sich jedenfalls Gedanken, wie man die Strom sinnvoller selbst nutzen kann. Da passt ein Elektroauto wie die Faust aufs Auge.

Um es kurz zu machen, wie steht ihr zu dem Thema Photovoltaik?

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Beitragvon berndine1 » Fr 23. Nov 2012, 13:24

Ich finde die PV toll! Bei uns nicht immer sinnvoll, aber mit einem Batteriespeicher im Keller + eventuell ein Notstromaggregat ist man vollkommen autark und muss sich über Preiserhöhungen keinen Kopf mehr machen. Allein das wäre ein Traum von mir!
Ich besitze noch keine PV Anlage, aber wenn es die Finanzen in Zukunft zulassen, dann wäre das + Batterie im Keller das erste, was ich mir leisten würde!

Dazu noch energiesparende Geräte, LED Leuchten usw. und der Stromverbrauch ist nurnoch minimal!
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon BuzzingDanZei » Fr 23. Nov 2012, 14:19

Finde ich total super und würde da sofort einsteigen. Mangels Eigenheim und Dachfläche für mich aber unerreichbar. Also beschränke ich mich auf den gekauften Konsum von PV Energie - als Kunde von Naturstrom.
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon gschl » Fr 23. Nov 2012, 14:25

Ich habe eine Anlage auf dem Dach, die pro Jahr ca 3300 kw Strom erzeugt und das im 14. Jahr. Bevor ich den Kangoo-maxi-ze hatte, blieb ein Überschuß von ca 1000 kw im Jahr. Das wird heuer anders sein.
Nächstes Jahr ist eine neue Heizung fällig und da werde ich ein miniBHKW einbauen lassen, sodaß ich trotz Elektroauto bezüglich Strom weitgehend autark sein werde. Mit einem Speicher für Strom liebäugle ich, wird sich aber wohl erst einigermaßen rechnen, wenn nach 20 Jahren Fotovolaik die Einspeisevergütung gestorben sein wird....
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon STEN » Fr 23. Nov 2012, 16:53

Hallo Zusammen,

nachdem wir in 2012 nun endlich Netzparität erreicht haben lasse auch ich mir ein Angebot
nach dem anderen für eine PV-Anlage erstellen.

Leider bekomme ich nicht so viele Module aufs Dach, wie ich gerne hätte aber mit 4kWp ist
schon einiges möglich. Ich plane gleich von Anfang an einen Batterie-Solarpuffer mit ein, zumindest
lasse ich mir diesen jedesmal mit ausrechnen. Diese werden fast monatlich günstiger, und im Keller
kann man notfalls auch gut mit Bleigel-Batterien arbeiten. Ich will eigentlich keinen Strom verkaufen,
ich würde diesen gerne selber verbrauchen und noch viel lieber in einem ZOE verfahren.

Warte ja insgeheim schon auf die ersten Angebote von "verbrauchten" Li-Akkus aus Elektroautos.
Mit 70% Restkapazität bei 22kWh Neuwert kann man im Haus schon viel erledigen.
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon Oeko-Tom » Fr 23. Nov 2012, 19:10

Hallo zusammen!

Habe seit Juni 2011 eine freistehende, nachgeführte PV-Anlage mit 3,04 kWp im Garten stehen. Die produziert ca. 4500 kWh pro Jahr und deckt damit meinen Eigenbedarf zu 95% ab. Die Anlage fährt netzparallel (Überschußstrom wird eingespeist, wenn zu wenig von der PV kommt beziehe ich den Strom aus dem Netz) wobei mein Netzbetreiber 1:1 fährt. Das heißt, ich zahle nur die Differenz zwischen Lieferung und Bezug. Wenn mein Netzbetreiber das Modell 1:1 ändert und ich für den Strom dann 2-3 mal soviel bezahle als ich von ihm bekomme werde ich über eine Akkulösung nachdenken.
Vorerst habe ich für 2013 bis 2014 eine Erweiterung der Anlage um ca. 2,5 kW geplant um den Strom für den ZOE auch selbst zu produzieren.
Eine PV-Anlage ist nie ein Unsinn!

Gruß Öko-Tom
ZOE INTENS bis 07/2017 ZOE BOSE seit 07/2017 + Tesla X seit 09/2016
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon ATLAN » Fr 23. Nov 2012, 19:58

Habe schon 1992 mit PV als Insellösungen Erfahrungen sammeln können, war eigentlich kein Freund dieser damals noch oft unzuverlässigen Stromversorgung, bis 3 Jahre später ein Kollege von mir, einer der ersten "Solarteure" Österreichs, bei einigen Bieren und vielen Stunden fachlicher Diskussion mich zum Nachdenken animiert hatte. Seit dem es erlaubt ist, seine PV-Anlage Netzparalell zu betreiben, verfolge ich das Thema noch intensiver und konnte auch schon Kunden überzeugen, aus rein wirtschaftlichen Aspekten auf eine PV mit Eigenverbrauch zu setzen (Anm.: Die österreichischen Einspeisetarife sind meist nicht sehr attraktiv, Eigenverbrauch kann da im Ösiland schon weit mehr...).
Fazit: Ökologisch muss nicht immer unökonomisch sein! ;)
Nächstes Jahr muss ich mein Hausdach aus 1904 erneuern, da ist ebenfalls schon eine PV-Anlage eingeplant.. :mrgreen:
Sinn machts meiner Meinung nach immer,auch wenn man zB nur 1kWP hat, so habe ich wenigst tagsüber im Sommer die Grundlast abgedeckt. Akkusysteme werden in Zukunft noch sehr interessant werden, denke ich.
Ich fürchte mich nur vor dem Tag, wo einer der Energieriesen erkennt, das Ihm durch Kunden mit PV schon viel Umsatz abhanden kommt und der "Shareholder value" gefährdet ist...

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon Jogi » So 25. Nov 2012, 00:48

ATLAN hat geschrieben:
Ich fürchte mich nur vor dem Tag, wo einer der Energieriesen erkennt, das Ihm durch Kunden mit PV schon viel Umsatz abhanden kommt und der "Shareholder value" gefährdet ist...

Das ist hier in D schon lange der Fall, deshalb schiessen die "Großen Vier" (hauptsächlich über ihre Erfüllungsgehilfen in diversen "Instituten", der Presse und der Politik) aus allen Rohren gegen die PV.

Das Hauptproblem der Großkraftwerksbetreiber:
Die PV verdrängt den konventionellen Strom zur Mittagszeit, wo es früher die besten Erlöse gab, aus dem Netz.
Da kann man dann nicht mehr den Braunkohlestrom, der in der Erzeugung gerade mal 1,5 Cent/kWh kostet, mit 30 Cent vergolden. Das macht natürlich die ganze Rendite solcher Kraftwerke zunichte, bzw. führt sie auf ein "normales" Maß zurück.


Gruß Jogi
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon Trammram » Mo 26. Nov 2012, 15:34

Ich stecke gerade mitten in den Überlegungen über den Sinn oder Unsinn der Anschaffung einer PV Anlage. Dabei bin ich jetzt auch über euren Thread gestolpert.

Eine Frage hätte ich an gschl du schriebst deine Anlage läuft bereits seit 14 Jahren. Wie ist das denn mit dem Leistungsverlust? Auf http://energiesparhäuser.de/photovoltaik/ steht die Stromausbeute würde sich reduzieren, und nach 20 Jahren müssten die Module ausgetauscht werden. Ist das generell so oder betrifft das nur bestimmte Module?

Kann mir hier dazu evtl. jemand was sagen?
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Re: Photovoltaik - Sinn, Unsinn?

Beitragvon Jogi » Mo 26. Nov 2012, 18:39

Hallo Trammram.

Trammram hat geschrieben:
Wie ist das denn mit dem Leistungsverlust?

Man rechnet(e) bei kristallinen Modulen konservativ mi einer Degradation von 0,5% jährlich.
Die Erfahrung zeigt inzwischen, dass die Module in aller Regel viel weniger an Leistung verlieren.

Nach zwanzig Jahren kannst du immmer noch mit mehr als 80% der Nennleistung rechnen.
Ein Austatusch der Module macht eh erst dann Sinn, wenn der dadurch zu erwartende Mehrertrag die Austauschkosten übersteigt.
Und das könntest du möglicherweise nicht mehr erleben... :D

Es gibt inzwischen Altanlagen, die bereits 30 und mehr Jahre auf dem Buckel haben, und die laufen immer noch.

Wichtig ist, nicht das Billigste vom Billigsten zu verbauen, denn da ist erfahrungsgemäß die Ausfallrate höher und eine Herstellergarantie kannst du dir an die Klotür pinnen.


Gruß Jogi
Wenn früher alles besser war,
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