Photovoltaik ohne Finanzamt

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon berndine1 » Do 10. Aug 2017, 13:36

Ich hake hier nochmal ein. Meine Situation:

Neubau nach KfW55: Indach PV mit 20 kWp mit ca 1000 kWh/kWp Ertrag/Jahr.

Anlagekosten ca. 18.500 Brutto für 20 kWp ohne Wechselrichter!

Meine Idee ist nun die Anlage im Jahr 1 mit 9,9 kWp anzumelden und dann 1 Jahr später die restlichen 9,9 kWp anzumelden.
Da wir die Anlage selbst installieren werden, habe ich nur wenig Handwerkerkosten (Lohnkosten) für die Inbetriebnahme usw.

Was wäre hier bei wenig Eigenverbrauch ca 3.000 kWh (noch kein E-Auto) die optimale Variante?

VG Thomas
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon bm3 » Do 10. Aug 2017, 13:39

Vermutlich ganz normal anmelden, so wie du es oben schreibst, als Einspeiseanlage mit Eigenverbrauch ?

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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon berndine1 » Mo 4. Sep 2017, 14:31

Bernd_1967 hat geschrieben:

Meine momentane Situation: PV läuft über Ehefrau, da ich Unternehmer bin, und mit USt.
9,8kWp, 12,31ct/kWh Vergütung, Inbetriebnahme war 04/2016.
Nun wollen wir noch ca. 5kWp drauf packen und einen Speicher von 5-10kWh.
Jeweils nach 5 Jahren dann KUR. Bei hohem Eigenverbrauch sollte das bei uns besser sein.
Sollten das FA, wegen den hohen Kosten durch die Batterie, irgendwann uns vorwerfen, dass das Liebhaberei sei, dann meinetwegen. Ich glaube, bei dem hohen Eigenverbrauch von ca. 7000-8000kWh/Jahr wäre das nicht so tragisch.


Hallo,

ich habe jetzt beim Elektriker angefragt und er meinte, dass bei der Anmeldung der zweiten Anlage nach 1 Jahr dann wieder ein extra Zähler notwendig ist, und dieser auch nicht unerheblich Geld kostet.
Ich würde aber ungern die nächsten Jahre die EEG Umlage auf PV Strom bezahlen.
D.h nun doch irgendwie unter 10 kWp bleiben? Wollte eigentlich ca 18 kWp installieren als Indach System
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 4. Sep 2017, 15:02

berndine1 hat geschrieben:
ich habe jetzt beim Elektriker angefragt und er meinte, dass bei der Anmeldung der zweiten Anlage nach 1 Jahr dann wieder ein extra Zähler notwendig ist, und dieser auch nicht unerheblich Geld kostet.
Der zweite Zähler ist prinzipiell notwendig (bei Anlagen >7kWp eigentlich schon), um nachzuweisen, daß der Eigenverbrauch nicht mehr als 10MWh beträgt.
Ich würde mal mit dem EVU reden. Meistens reicht es fürs erste, wenn man nur plausibel aufzeigen kann, daß man unter 10MWh bleibt. Mit den Daten aus dem Anlagenportal zum Beispiel.

Du benötigst den Zähler nicht deswegen, weil es unterschiedliche Einspeisevergütungen gibt oder so. Das rechnen die einfach mit Dreisatz.
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Bernd_1967 » Mo 4. Sep 2017, 17:32

Das mit dem Nachfragen ist so eine Sache. Man muss an die richtige Quelle gelangen.
Was EEG-Umlage betrifft:
1. Installateur meinte: ich dürfte nur noch um30% erweitern,nach frühestens 1 Jahr
2. Mein jetziger Installateur sagt, dass sei falsch. Ich darf alle 12 Monate eine neue Anlage von 10kWp max. installieren.
3. Der Netzbetreiber ist der gleichen Meinung.
4. Ein Vorsitzender eines PV-Vereins meint das auch.
Also, glaube ich mal den letzten 3en.
Einen zus. Zähler braucht man nicht. Wird alles berechnet. Die 2. Anlage hat dann einen anderen Tarif.
man könnte ja noch bei der Bundesnetzagentur anfragen.
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 4. Sep 2017, 22:33

Alle haben recht.
Wobei Nr. 1 den Ausdruck "erweitern" unglücklich gewählt hat. Hier geht es um den Austausch defekter Module. Da das üblicherweise erst nach einigen und hoffentlich vielen Jahren und am besten gar nicht erfolgt, haben die neuen Module bei gleicher Größe normalerweise eine größere Leistung. Nach der Reparatur dürfen es nicht mehr als 30% mehr Leistung sein als vorher.
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Bernd_1967 » Di 5. Sep 2017, 08:26

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Alle haben recht.
Wobei Nr. 1 den Ausdruck "erweitern" unglücklich gewählt hat. Hier geht es um den Austausch defekter Module. Da das üblicherweise erst nach einigen und hoffentlich vielen Jahren und am besten gar nicht erfolgt, haben die neuen Module bei gleicher Größe normalerweise eine größere Leistung. Nach der Reparatur dürfen es nicht mehr als 30% mehr Leistung sein als vorher.


Ja, so sehe ich das auch. Allerdings war Nr. 1 vor Ort und wusste, dass ich eine neue Anlage bauen will.
Er hat einfach, wie Du sagst, das "Erweitern" falsch gesehen.

Also, es sind noch viele Schulungen notwendig, damit die Leute Bescheid wissen.
Gestern bei der Verbraucherzentrale angerufen wegen einer lokalen Fördermaßnahme und wegen dieser Frage mit EEG.
Da hatte niemand Ahnung.
Auch bin ich bisher von Energieberatern sehr schlecht beraten worden. Die Leute müssen besser geschult werden.

Aber Danke für Deine Bestätigung. Nun sind es schon 4 Quellen, die das Gleiche sagen :-)
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Bernd_1967 » Di 5. Sep 2017, 09:18

@ 2. Zähler?
Also, wir haben 9,8kWp, fast 11000kWh/Jahr und genau 50% Eigenverbrauch.
Haben 1 Zähler und 1 Homemanager, wo man online auch den Eigenverbrauch ablesen kann, also ca. 2000kWh/Jahr.
Ein 2. Zähler war nie Thema.
Wir erzeugen 11000kWh und speisen 9000kWh ein. Da kann der Eigenverbrauch ja niemals 10000kWh werden, für ein 2 Persondenhaushalt.

Mit e-Auto muss ich das Ganze aber im Auge behalten, da wir ca. 8000kWh brauchen und ca. 6000kWh Eigenverbrauch haben werden (Batterie vorhanden).
Aber auch da ist es bis 10.000 noch weit.
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 5. Sep 2017, 09:54

Man muß (soll) eben darlegen können, daß der Eigenverbrauch <10MWh ist, wenn man die EEG-Umlage (40% vom Satz) nicht zahlen will.

Wenn man es machen muß, werden üblicherweise ein Erzeugungszähler und ein Einspeisezähler (jeweils geeicht - latürnich) hergenommen. Die Differenz ist der Eigenverbrauch.
Aber wie schon geschrieben, mal mit dem EVU reden. Ich muß es fürs Erste nur plausibel darlegen können.
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Re: Photovoltaik ohne Finanzamt

Beitragvon eDEVIL » Di 5. Sep 2017, 11:03

Da lohnt sich ein DC-seitiger Speicher, da der EV ja AC-Seitig gemessen wird 8-)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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