Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Solarenergie - Photovoltaik

Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon lingley » So 12. Mai 2013, 13:23

Hallo zusammen,
ich habe hier noch einige Fragen zum Grundsatzproblem zur PV-EV Ladung.

Bei mir werkelt nun seit ca. einen Monat eine 10kWp PV auf 70%Hart/0,95 cosphi also max. ca. 6,6kW.
Die verschiedenen Diskussionsbeiträge um die min. Ladeleistung des ZOE und bezüglich der Ein/Dreiphasenladung
bekomme ich jetzt nicht mehr sinnvoll zusammen.
Meine 22kW E.ON Wallbox kann Ladeströme automatisiert per Datenlogger gesteuert entlang der PWM 8%=4,8A - 53,3%=32A
ein- oder dreiphasig dem ZOE zum Laden je anbieten, wenn die Leistung vom Dach als Überschuss ansteht.
Wegen der kleinen Leistung meiner PV ist meine Idee die automatisierte Einphasenladung zu priorisieren !
(min.PWM 8%=1,1kW - max.PWM 47% = 6,5kW)
Jetzt lese ich @eMG empfiehlt keine Einphasenladung !
Was wäre besser bei den möglichen Ladeleistungen meiner PV 1,1 - 6,6kW, Ein- oder Dreiphasig Laden ?
Ist eine von der PV-Leistung abhängige Ladesteuerung des ZOE wegen der Problematik für meinen Fall überhaupt noch sinnvoll ?
:?
Ich glaube ... nicht !
Was meint Ihr ?

vg lingley

EDIT: Frage ist gelöst ...

EDIT: NEUE FRAGEN ... Überschrift angepasst !
Zuletzt geändert von lingley am Mo 13. Mai 2013, 13:00, insgesamt 2-mal geändert.
lingley
 

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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon Eberhard » So 12. Mai 2013, 15:45

erst mal aus der 70% hart per datenlogger 70% weich machen dann den gesamten überschuss zum laden nutzen

lg

eberhard
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon lingley » So 12. Mai 2013, 16:02

Eberhard hat geschrieben:
erst mal aus der 70% hart per datenlogger 70% weich machen dann den gesamten überschuss zum laden nutzen
lg
eberhard

Moin eberhard,
wäre auch mein Wunsch gewesen, aber weder Fa. ecodata noch Fa. Solarlog sind bereit über eine Implementierung von Wallboxen in ihre Software nachzudenken. Nur Absagen mangels Interesse.
So bin ich zum Sunwatch von Uwe gekommen.
Leider kann Uwe's Sunwatch 70weich noch nicht und mein SMA spricht über Bluetooth !

vg lingley
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon Guy » So 12. Mai 2013, 17:00

Ich versuche mal eine laienhafte Erklärung. Falls ich etwas falsch verstanden habe, korrigiert mich bitte.

Das große Problem in Verbindung mit einer PV scheint die Blindleistung zu sein. Diese muss man zwar nicht bezahlen, Wechselrichter aktueller Bauart müssen diese jedoch wohl aktiv ausgleichen, was zu Einbußen führen soll. Ist das korrekt?

Man sollte also versuchen den ZOE möglichst in einem Bereich zu laden, in dem wenig Blindleistung auftritt. Wenn ich EVplus' Berichte richtig deute, soll der Anteil der Blindleistung oberhalb von 13 Ampere deutlich sinken, ein- oder dreiphasig spielt wohl weniger eine Rolle.

13 Ampere dreiphasig dürfte bei den meisten mehr sein als üblicherweise von der PV übrig bleibt. Interessanter wäre daher eher einphasig 13 A bis x A, wobei die maximale Schieflast 20 A betragen darf.

Das Problem mit der einphasigen Ladung scheint lediglich den Fehlerstrom zu betreffen, was mit einer geeigneten Installation, Typ B FI an einem separaten Strang zum Verteiler, in den Griff zu kriegen ist.
Guy
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon lingley » So 12. Mai 2013, 17:43

Guy hat geschrieben:
...Wenn ich EVplus' Berichte richtig deute, soll der Anteil der Blindleistung oberhalb von 13 Ampere deutlich sinken, ein- oder dreiphasig spielt wohl weniger eine Rolle ... Interessanter wäre daher eher einphasig 13 A bis x A, wobei die maximale Schieflast 20 A betragen darf...

Guy, das ist auch mein Gedanke.
Du meinst also in meinem Fall (wenn ZOE als EV) sollte man also den PV-Überschuß zum einphasigem automatisierten Laden auf den Bereich von ca. 13 - 28A beschränken.
Die Schieflast ab 20 - 28A sollte dabei kein Problem darstellen, da der ZOE den Strom vor dem Einspeisepunkt ja "absaugt" - und wenn nicht, der SMA speist den Überschuß sowieso dreiphasig ein.
Habe ich das so richtig verstanden ?

Guy hat geschrieben:
... Das Problem mit der einphasigen Ladung scheint lediglich den Fehlerstrom zu betreffen, was mit einer geeigneten Installation, Typ B FI an einem separaten Strang zum Verteiler, in den Griff zu kriegen ist.

Das ist bei mir so Installiert und gewährleistet.

vg lingley
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon Guy » So 12. Mai 2013, 18:21

Wenn ich den Punkt mit der Schieflast richtig interpretiere, geht es um die Differenz zu den anderen Phasen. Wenn du also auf zwei Phasen 10 A einspeist, auf der dritten jedoch 20 A beziehst, müsste die Schieflast demnach 30 A betragen. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Was mir ebenfalls noch nicht ganz klar ist, wie viel (PV-) Leistung die Kompensation der Blindleistung kostet. Eventuell könnte es deshalb sinnvoller sein auf eine genaue Regelung nach PV zu verzichten und den Punkt mit der geringsten Blindleistung anzufahren, auch wenn man dann beim Laden noch etwas Strom einkaufen muss.
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon Kelomat » So 12. Mai 2013, 18:59

Warum macht ihr das Ganze nicht mit einer Speicherlösung?

Bei mir läuft das ganze so ab:

Im Keller steht ein Inselwechselrichter (alte USV-Anlage 6kW einphasig) und ein Akku (mittlerweile ca. 100kW Speicherkapazität).
Hab ca. 10kw Pv auf 4 Anlagen im Garten stehen. 3 liefern den Strom per Netzwechselrichter ins Haus die vierte per Gleichspannung auf den Akku.

Die PV-Energie kommt ins Haus und verteilt sich da. Wenn Überschuss vorhanden ist geht der über den Inselwechselrichter in den Akku und wenn zu wenig Energie da ist und in der Nacht kommt der Strom vom Akku.

Somit habe ich immer den eigenen Strom vorrangig verbraucht und wenn mal der Akku leer wird schaltet sich das Haus auf den Energieversorger um.
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon lingley » So 12. Mai 2013, 19:17

o.k. Guy,
habe mir mal ein Bild gemalt:
6.9_einphasig.png

Zitat E.ON :
"Die Netzbetreiber in Deutschland haben in technischen Anschlussbedingungen geregelt, dass eine Unsymmetrie von 4,5 kW zwischen den einzelnen Phasen nicht überschritten werden darf."

Demnach darf ich egal ob PV oder nicht max. nur 4,5kW einphasig laden, richtig ?
Damit wird eine automatische Regelung beim ZOE fast sinnlos (13A-20A)
Nur den ZOE betreffend kann ich in die SW feste Ladebuttons einplanen z.B. 3,7 - 4.5 - 11 - 22kW !
Bei anderen 16A einphasenladern (Flunce,Leaf,Ampera u.s.w) kann die Ladeautomatik entlang der PV-Überschusskurve dafür sinnvoll sein !

Kelomat hat geschrieben:
Warum macht ihr das Ganze nicht mit einer Speicherlösung?

Geht nicht, weil ich trotz der widrigen Diskussionen das Geld für den ZOE ausgeben will :mrgreen:
Für eine Speicherlösung fehlen mir dann die Flocken.

vg lingley
lingley
 

Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon Spüli » So 12. Mai 2013, 19:48

Für Speicher gibt es bei der KfW 30% Zuschuß! (Programm 275)
Also zur Zeit tut sich bei der Speicher Geschichte schon etwas. Du könntest den Zoe also mit konstanter Last laden. Der Akku würde die Solarschwankung ausgleichen. Nur gibt es glaube ich noch keinen Insel-WR der Drehstrohmfähig ist. Es bleibt also bei 4,6 kW Ladeleistung als Maximum.
Gruß Ingo
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Re: Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung

Beitragvon lingley » So 12. Mai 2013, 20:30

Ich habe nochmal nachgedacht...
Für den ZOE bietet sich als Ladeautomatikparameter für meine PV-Anlagengröße damit nur eine Regelung mit
einer dreiphasigen PV-gesteuerten Überschußregelung der PWM im Bereich von 8% (4,8A / 3,3kW) bis 16% (9,6A / 6,6kW) an. Ansonsten als Schnellladung programmierte Festwerte für z.B 11 und 22kW, dann natürlich mit Netzbezug.

Ich denke damit ist die "Frage: Grundsatzproblem ZOE zur PV-EV Ladung" gelöst.
vielen Dank ...

vg lingley
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