Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon leonidos » Mi 14. Dez 2016, 17:01

Achtung OT
@eve
Das Stichwort zu deinem Problem lautet "hydraulischer Abgleich".
Frag mal deinen Vermieter ob der bei der Heizung schon einmal durchgeführt wurde.
Oft wird die Vorlauftemp. und die Pumpenleistung erhöht um den letzten Heizkörper am Ende der Kette noch warm zu bekommen.
Das artet dann in 70 Grad Vorlauftemperaturen aus...
OT Ende
--
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Leo

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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon leonidos » Mi 14. Dez 2016, 17:10

m.k hat geschrieben:
...
Also Power to Gas ist bei allem ausser H2 extrem ineffizient, und ob man H2 sooo gerne speichert dann? Kann aber sicher als eine Möglichkeit gesehen werden.
...


Nein, da hab ich mich wohl ungeschickt ausgedrückt. :oops:
Die Idee hinter Power2Gas oder der Vergasung von überschüssigem, regenerativen Strom bedeuted in einer ersten Stufe per Elektrolyse aus dem Strom Wasserstoff zu erzeugen.
In einem zweiten nachfolgenden Prozess wird mit Hilfe von CO2 (und dem H2), CH4 (Methan) erzeugt, welches dann im vorhandenen Gasnetz einfach eingespeisst werden kann.
Es wird im Gasnetz also nicht das H2 gespeichert.
Das CO2 kann dabei aus der Industrie kommen (z.B. Stahlverhüttung ...) oder aus der Atmosphäre (sehr aufwändig).
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon Vanellus » Mi 14. Dez 2016, 18:37

Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser zu erzeugen ist besonders ineffizient.
Dafür nimmt man im allgemeinen ... Erdgas, also Methan :o Aus CH4 kann man viel mehr Wasserstoff machen als aus Wasser, um daraus mit CO2 wieder Methan zu erzeugen :lol:
Man hat also die Wahl zwischen einem ineffizienten und einem unsinnigen Vorgang. Toll.
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon Karlsson » Mi 14. Dez 2016, 18:41

Die Vorlauftemperatur meiner Heizung regele ich nach Bedarf. Als wir nach einer Woche neulich in die kalte Wohnung kamen, mussten es dann aber halt doch 65°C sein, um die Wohnung in halbwegs vertretbarer Zeit auf annehmbare Temeperaturen zu bekommen.
Das ist aber auch sehr von der Außentemperatur abhängig, bei 10°C außen komme ich vielleicht auch mit 45°C hin. Die <30°C einer Fußbodenheizung in einem Neubau gehen halt nicht, da unsere Wohnung von 1960 einfach zu schlecht gedämmt ist und die Wandheizkörper zu wenig Fläche haben.
Aber egal, wir werden eh bauen und das ist dann eine andere Welt.

leonidos hat geschrieben:
In einem zweiten nachfolgenden Prozess wird mit Hilfe von CO2 (und dem H2), CH4 (Methan) erzeugt, welches dann im vorhandenen Gasnetz einfach eingespeisst werden kann.

So stelle ich mir das auch in einer Postfossilen Zeit vor. Das Gasnetz benutzen wir weiterhin mit Windgas und Biogas. Allerdings wird das nur im Winterhalbjahr in BHKWs genutzt für den saisonalen Ausgleich.

Vanellus hat geschrieben:
Man hat also die Wahl zwischen einem ineffizienten und einem unsinnigen Vorgang. Toll.

Uns fehlen aber halt Speicher für den saisonalen Ausgleich. Auch wenn es mit Verlusten behaftet ist, müsste es ja vielleicht auch gar nicht sooooo viel sein.
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon eve » Mi 14. Dez 2016, 19:21

Vanellus hat geschrieben:
Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser zu erzeugen ist besonders ineffizient.
Dafür nimmt man im allgemeinen ... Erdgas, also Methan :o Aus CH4 kann man viel mehr Wasserstoff machen als aus Wasser, um daraus mit CO2 wieder Methan zu erzeugen :lol:
Man hat also die Wahl zwischen einem ineffizienten und einem unsinnigen Vorgang. Toll.

Entscheidend ist ja, dass sich Energie auf diese Weise speichern lässt. Wie effizient das ist, ist doch nicht das Wichtigste. Die Frage ist eher, lässt sich damit günstiger Energie speichern als etwa in Pumpspeichern oder Batterien (wobei da natürlich dannw ieder der Faktor Effizienz drin steckt). Ihr kennt ja die Geschichten mit dem schwer regelbaren Strom, für den man noch Geld bekommt, wenn man ihn denn abnimmt und mit dem dann teils Windkrafträder angetrieben werden.
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon leonidos » Do 15. Dez 2016, 16:49

Vanellus hat geschrieben:
Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser zu erzeugen ist besonders ineffizient.
...


Bei der Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff liegt der elektrische Wirkungsgrad üblicherweise > 70%, das ist eigentlich ganz gut und wenn der anfallende Sauerstoff noch genutzt wird, dann ist das Verfahren OK.
Betrachtet man die ganze Prozesskette (Strom -> Wasserstoff -> Methan -> Wasserstoff -> Strom), bis hinter der Brennstoffzelle im Haus wieder Strom herauskommt, dann liegt man aber nur bei ungefähr 30%
--
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon hartmut49 » So 8. Jan 2017, 13:29

Hallo Leo,

aber immer noch besser, als den Strom ans Ausland zu verschenken.
Mit Power to Gas Kraftwerken, z. B. könnte man kurzfristig !! sehr gut Stromspitzen glätten
Bis Speicherkrafwerke, und Stromautobahnen realisiert werden, gehen noch einige zig ? Jahr ins Land.
Und bei Deinen 30 % Wirkungsgrad musst Du aber noch etwas Abwärme mit einrechnen, wo dann wieder Dein Haus mit heizen kannst.
Gruß,
Fritz
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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon Fluencemobil » So 8. Jan 2017, 15:37

Sicher wird von den 9 GW pro Tag das meiste nicht verschenkt, aber wenn da wenigstens Netzgebühren dafür kassiert werden wuerden, wäre es für alle gerechter.

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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon leonidos » So 8. Jan 2017, 20:09

hartmut49 hat geschrieben:
...Und bei Deinen 30 % Wirkungsgrad musst Du aber noch etwas Abwärme mit einrechnen, wo dann wieder Dein Haus mit heizen kannst.
...


hartmut49, da hast du vollkommen Recht. Lieber zu 30% nutzen als zu Gunsten von dreckigem Kohlestrom erst garnicht erzeugen (Windräder und Photovoltaikanlgen abschalten) und dem Energiewirt den Produktionsausfall auch noch durch die Stromkunden teuer erstatten. Denn so läuft es heute leider.
Lieber die Windräder durchlaufen lassen und die Energie via der vorhandenen Gasnetze an die Orte transportieren, wo sie (dezentral) gebraucht wird.

Nun aber schleunigst wieder :back to topic:
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Leo

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Re: Brennstoffzellenheizung-Meinungen?

Beitragvon m.k » Sa 14. Jan 2017, 10:00

hartmut49 hat geschrieben:
Hallo Leo,

aber immer noch besser, als den Strom ans Ausland zu verschenken.
Mit Power to Gas Kraftwerken, z. B. könnte man kurzfristig !! sehr gut Stromspitzen glätten
Bis Speicherkrafwerke, und Stromautobahnen realisiert werden, gehen noch einige zig ? Jahr ins Land.
Und bei Deinen 30 % Wirkungsgrad musst Du aber noch etwas Abwärme mit einrechnen, wo dann wieder Dein Haus mit heizen kannst.
Gruß,
Fritz

Bitte was? Lieber den Strom verschwenden und mit 30% Wirkungsgrad speichern (schafft man den Wirkungsgrad überhaupt?) mit riesigen Anlagen die enorme Kosten verursachen nur um den Strom nicht günstig ans Ausland abzugeben wo er mit 75% Wirkungsgrad in Pumpspeicherkraftwerken gespeichert wird oder sogar direkt genutzt? Das ist ja wohl die unglaublichste Energieverschwendung und Geldverschwendung (du brauchst ja vieeel mehr Kapazitäten wenn du so verschwenderisch mit der Energie umgehst) die ich je gehört habe. Wo liegt denn dein Horizont bitte? :D
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