Welches E-Bike?

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Welches E-Bike?

Beitragvon Thades » Mi 4. Nov 2015, 13:48

Hallo ihr Lieben,
ich bin auf der Suche nach einem guten E-Bike. Wie sind denn eure Erfahrungen damit?! Ich kenne mich noch nicht so gut mit dem Thema aus, aber die Vorteile, die mir immer wieder unterkommen, erscheinen mir doch als sehr gut:
- umweltfreundlicher als Motorrad etc., da geringe Emmissionen
- man ist mehr in Bewegung als wenn man Motorrad fährt, also man bewegt sich überhaupt noch ein wenig
- man ist aber gleichzeitig nicht ganz so ko als beim normalen Radeln ;)
Ich habe auf dieser Seite https://www.vergleich.org/e-bike/ gesehen, dass die Kosten sehr stark schwanken und zwischen 1600€ und 780€ liegt - meint ihr, ein preiswertes E-Bike tut es auch?! Oder sollte ich mich da eher an den Spruch: "Was nix kostet, is auch nix." halten?! :? Ich bin mir da nicht so ganz sicher. Ebenfalls weiß ich nicht, ob jetzt 21/24 Gänge sinnvoll sind oder ob 3 reichen - wie ist es damit?! Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir ein paar Tipps oder eigene Erfahrungen mitteilen könntet! :)
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus,
Thades
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Mei » Mi 4. Nov 2015, 13:58

Thades hat geschrieben:
..... "Was nix kostet, is auch nix." ....


korrekt.
Nimm Haibike Fully mit Yamaha Antrieb.
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Ernesto » Mi 4. Nov 2015, 14:17

Hallo,
kann mir jemand erklären warum man ein Fahrrad mit Elektromotor kauft?
Mich würden die Gründe interessieren. Ein Fahrrad ist doch eigentlich da um sich fit zu halten, sich auszupauern oder einfach nur um eine gemütliche Runde zu drehen und dabei etwas für den Körper tun.
Die Frage ist nicht böse gemeint aber warum werden derzeit diese E-Bikes so gehypt, nur weil es "cool" ist?
Gruß Tino
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Mei » Mi 4. Nov 2015, 14:38

weil man damit 2 mal 27km Arbeitsweg machen kann ohne völlig ausgepowert zu sein, auch wenn Berge dazwischen sind und man ist trotzdem nur 56min unterwegs.
Ohne Unterstützung sind es 1,5 Stunden.
Damit kann man Touren machen, die man ohne Unterstützung nicht machen würde.
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Tho » Mi 4. Nov 2015, 14:53

Ernesto hat geschrieben:
Hallo,
kann mir jemand erklären warum man ein Fahrrad mit Elektromotor kauft?
Mich würden die Gründe interessieren. Ein Fahrrad ist doch eigentlich da um sich fit zu halten, sich auszupauern oder einfach nur um eine gemütliche Runde zu drehen und dabei etwas für den Körper tun.
Die Frage ist nicht böse gemeint aber warum werden derzeit diese E-Bikes so gehypt, nur weil es "cool" ist?

Weil man damit einfach längere Touren als ohne fahren kann.
Ich bin damit nach 80km genauso alle wie nach 30km ohne E-Antrieb (Mittelgebirge), es ist ja nichts so das man nichts machen muss, eher wie ein Range Extender. :mrgreen:
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Karlsson » Mi 4. Nov 2015, 16:44

Ernesto hat geschrieben:
Hallo,
kann mir jemand erklären warum man ein Fahrrad mit Elektromotor kauft?
Mich würden die Gründe interessieren. Ein Fahrrad ist doch eigentlich da um sich fit zu halten, sich auszupauern oder einfach nur um eine gemütliche Runde zu drehen und dabei etwas für den Körper tun.
Die Frage ist nicht böse gemeint aber warum werden derzeit diese E-Bikes so gehypt, nur weil es "cool" ist?

Weil es ein geniales Fahrzeug ist. Für viele ist das Rad auch kein Sportgerät, sondern ein Verkehrsmittel. Habe Kollegen, die überwiegend oder auch ausschließlich Fahrrad fahren.
Mit dem Pedelec kommt man schneller und weniger verschwitzt zur Arbeit. Man braucht keinen Motorradhelm, darf Radwege benutzen, es macht keinen Krach oder Gestank.
Der e-Antrieb nimmt Bergen den Schrecken, auch mit Hänger und Kindern drin.
Mit dem Pedelec lassen sich auch sehr angenehm Touren fahren. Meine Eltern machen seit einigen Jahren Pedelec Urlaube - zB die Mosel entlang, um den Bodensee, an der Donau von Passau nach Wien....oder halt am WE den eigenen Landkreis entdecken. Da, wo man mit Auto oder Motorrad nicht (legal) hin kommt. Das hätten die mit dem normalen Rad sonst nie gemacht, der elektrische Rückenwind macht den Unterschied.

So gut wie mit dem Rad lässt sich die Gegend mit sonst nichts anderem erkunden. Mit dem normalen Rad ist die Reichweite erheblich geringer.

Aber auch für sportliche Belange gibt es inzwischen Fully Pedelecs, zb von Haibike. Damit macht es dann eben nicht nur Spaß, den Berg runter zu fahren, sondern auch wieder hinauf.

Eine Empfehlung macht aber keinen Sinn ohne Kenntnis des Einsatzzwecks.

Das Pedelec ist auch außerordentlich umweltfreundlich mit reellen 0,5kWh/100km. Beim S-Pedelec hab ich das doppelte weggezogen - ist immer noch >90% Ersparnis gegenüber meinem E-Auto.
Klar, ein Fahrrad würde gar keinen Strom brauchen....Aber wenn man dann doch oft das Auto nimmt, weil es so anstrengend ist und man schlapp bei der Arbeit ankommt, geht die Rechnung in der Realität halt meist nicht auf.
Und es macht einfach Spaß, damit zu fahren.
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Re: AW: Welches E-Bike?

Beitragvon ganderpe » Mi 4. Nov 2015, 21:50

je nach anwendungsgebiet gilt rs zu unterscheiden zwischen vorderrad, hinterrad-antrieb oder motor beim tretlager.

beim vorderrad antrieb sehe ich keine vorteile ausser der preis.

der hinterrad antrieb hat den vorteil dass er rekuperieren kann und nicht hörbar ist.

der mittelmotor ist der am meisten verwendete. vorteile sind: er läuft, richtiges schalten voraus gesetzt, immer in einem engen drehzalbereich.
dir verbauten motoren sind viel kleiner weil sie ein getriebe besitzen und auch billiger herzustellen.
nachteil: keine rekuperation und die laufgeräusche.

warum ein e-bike?
seit ich ein ebike habe fahre ich 10mal mehr rad als vorher (mindestens) .
ich kann auch mit meiner frau gemeinsam fahren, das würde mir mit dem normalorad keinen spass machen, bei bedarf stellt sie einfach eine grössere unterstützung ein.

ebike nicht sportlich?
mit nichten! ich kann bei meinem bike unter 9 unterstützungsstufen wählen, 5 zum antrieb und 4 bremsstufen, bei welchen der akku geladen wird.
wenns rein darum geht kalorien zu vernichten stell ich auf rekuperation, dann muss ich bei gradeausfahrt fast stehend fahren. mach ich natürlich fast nie :-)

wenn ich fahre aus spass (das ist meistens so) dann meistens mit unterstützung 1. da komme ich mit einer akkuladung mindestens 100 km.

meine frau hat einen mittelmotor (bosch), ich einen am hintetrad (bionx). für unser fahrprofil hat der hinterrad motor vorteile wegen der rekuperation. unsere strecken haben meistens einige höhenmeter in korsika im gebirge, da zahlt sich die reku eindeutig aus. geradeaus nützt das natürlich nichts, nur beim bremsen wir automatisch auch rekuperiert aber das macht nicht viel aus.

das e-biken macht richtig spass...
ja fast vergessen, wenns zum arbeiten gebraucht wird würde ich eines mit 45km/h unterstützung nehmen, sonst eines welches nur bis 25km/h unterstützt, fahren kann man natürlich auch schneller.

peter
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon wp-qwertz » Mi 4. Nov 2015, 22:24

ich empfehle dieses hier:
http://www.vitenso.eu/

es ist eine möglichkeit, ein gutes rad (selber) umzubauen.
ich habe es mir von meinem radhändler des vertrauens machen lassen (offiziell hat er es nicht gemacht, weil er somit hersteller wird und die dafür nötigen garantien nicht geben kann!) und bin super zufrieden damit.

es ist ein heck-motor, den man im übrigen sehr wohl hören kann! (@ganderpe)
ich finde diesen optisch auch besser als den mittelmotor, da er kaum auffällt.
aber du wirsd hier die verschiedensten meinungen zu lesen bekommen - ob es dir dadurch leichter fallen wird, dich zu entscheiden - wage ich zu bezweifeln :D

mein eBike war bis zum zoe mein 1. verkehsmittel bei wind und wetter im WupperTal!
im febr. 16 werde ich es zwei jahre haben und bin nun damit schon 8.600km gefahren. alltagsfahrten! bin zwar schon vorher gerne und viel rad gefahren. aber das eBike hat mir erst diese masse an strecke ermöglicht!
ich fahre also zwar mit weniger muskelkraft, dafür aber eben DEUTLICH mehr an km. insofern relativiert sich das wieder.

erst der zoe hat dem rad die größte und bisher erfolgrichste konkurrenz gemacht (bis es ein tesla sein wrid :D)
werde kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den bonus.
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon Karlsson » Do 5. Nov 2015, 01:02

Rekpueration geht mit Radnabenmotoren ohne Freilauf (auch vorne), sofern der Controller und Akku es können. Können aber nicht viele und viele Radnabenmotoren haben einen Freilauf, dann geht's natürlich auch nicht.

Frontmotor:
+beeinflusst die Schaltung nicht
+Reku möglich
-feste Übersetzung (nachteilig am Berg)
-belastet das Lenkkopflager
-ungefederte Masse
-in Kurven auf rutschigem Boden kann es kritisch sein
-frontlastig

Mittelmotor:
+Gewicht in der Mitte
+gute an Steigungen, da Gangschaltung mit benutzt wird
-erhöhter Verschleiß von Kette/Ritzeln/Nabenschaltung
-spezieller Rahmen nötig
-Reku nicht möglich

Heckmotor:
+Antrieb am richtigen Rad
+Reku möglich
-feste Übersetzung
-keine Nabenschaltung möglich
-bei älteren Motoren nur Schraubkranz möglich
-hecklastig

Radnabenmotoren sind noch zu unterscheiden zwischen Direktläufern (leise, robust, groß, schwer) und welchen mit Getriebe (besser am Berg, kleiner, leichter, weniger robust, lauter), sowie welchen mit Freilauf und ohne. Mit Freilauf geht halt keine Reku, dafür bremst das nicht bei leerem Akku. Insbesondere Getriebemotoren sollten besser den Freilauf haben, sonst bremst es bei leerem Akku stark.

Mittelmotoren sind auch nicht unbedingt geräuschfrei. Der Bosch surrt zb etwas. Leiser soll der von Conti/Brose sein, der hat intern ein Riemengetriebe - läuft leiser als Zahnräder.
Auch die Motoren selbst sind nicht immer geräuschlos. Da macht der Controller viel aus - Stichwort Sinuskommutierung (leise) vs Blockkommutierung (laut).

Vom Hollandrand über Chopper, Mountainbikes, Fullies, Treckingräder, Rennräder, Klappräder, Liegeräder....es gibt alles.

Im Gegensatz zu den Autos ist Elektromobilität hier halt schon seit diversen Jahren kommerziell äußerst erfolgreich und entsprechend sind der Absatz und das Angebot.
Klar, im Vergleich zum normalen Rad bietet es einen Haufen Vorteile, aber kaum Einschränkungen.
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Re: Welches E-Bike?

Beitragvon wp-qwertz » Do 5. Nov 2015, 08:57

- alle eBikes sind schwerer als die kollegen ohne motor
- es gibt i.d.r. mehr technik und schnickschnack, der zu warten ist.
+ mit allen fährst du i.d.r. mehr, als mit den kollegen ohne motor
+ mein system ist sehr wartungsarm - im gegensatz zu dem system meiner eltern: mittelmotor, bosch und leonardo davinci-schaltung (oder so ähnlich :D)
+ mein system (sicher auch andere, kenne ich aber nicht. meine eltern haben jeweils einen mittelbmotor. das kannst du zwar ohne akku fahren - hast aber einen tag danach einen muskelkater, von dem du nicht ahntest, dass es so einen muskelkater überhaupt gibt :D) hat den vorteil, dass du das rad auch fahren kannst, wenn der akku mal leer sein sollte, da es sich ja eigentlich um ein "normales" rad handelt - es sind also alle gänge und schaltmöglichkeiten vorhanden.

ps: halte uns doch auf dem laufenden, wozu du dich denn dann entschieden hast. würde mich interessieren. auch, ob du die kommentare hier als hilfe empfunden hast :D
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