Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon acurus » Fr 9. Feb 2018, 08:38

Das ist so ein "lass ma irgendwas schreiben was wichtig und hipp klingt" Artikel. Aus so einer Tabelle kann man genau NICHTS ablesen, weder ist der Listenpreis relevant (einige Hersteller geben relevante Rabatte, andere genau nichts), noch eine Reichweite nach NEFZ, und die realen Kosten eines Fahrzeugs ergeben sich aus Kilometerleistung, Haltedauer, Restwert...

Oder mal provokativ, immerhin haben sie das nicht gemacht: ein Golf 1.6 TDI Trendline kostet 22.775 EUR und kommt bei angegebenen 4.1l/100km und 50l Tank 1.219km weit. Das sind überragende 18,68 EUR pro km! Oder ein Skoda CitiGo 1.0 GreenTec! 10.170 EUR, 4.9l/100km und mit dem 35l Tank eine Reichweite von 714km, das ergibt dann 14,24 EUR pro km! Dacia Sandero, 6.990 EUR, 5,2l/100km und 50l Tank - Reichweite 962km, das macht 7,27 EUR pro Kilometer!

Wie bescheuert sind wir eigentlich das wir Elektroautos fahren?!? (*)



(*) Rhetorische Frage.
Unser Blog zur Elektromobilität, e-Golf und Ioniq: https://1.21-gigawatt.net

Immer einen Besuch wert: der Elektrostammtisch OWL, jeden 1. Samstag im Monat: https://www.goingelectric.de/forum/vereine-stammtische/elektro-stammtisch-owl-t30935.html
Benutzeravatar
acurus
 
Beiträge: 1473
Registriert: Do 11. Mai 2017, 08:12
Wohnort: Warburg

Anzeige

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon mdm1266 » Fr 9. Feb 2018, 11:07

Es geht in dem Bericht explizit um Elektroautos, nicht um Verbrenner. Die Reichweite eines Elektroauto wird auch noch in Zukunft der grösste Kostenfaktor im Preis eines Elektroautos sein. Also ist es doch eine naheligende Frage: Bei welchem Modell bekomme ich am meisten elektrische Reichweite für den Verkaufspreis?
Benutzeravatar
mdm1266
 
Beiträge: 1000
Registriert: Di 5. Dez 2017, 21:14
Wohnort: Luzern, Schweiz

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon TomTomZoe » Fr 9. Feb 2018, 11:13

Reichweite in Relation zum Kaufpreis zu stellen?
Diese "naheliegende" Frage würde ich mir nie stellen, ich habe mir bei den Verbrennern in den letzten Jahren auch nie die Frage gestellt: "Wenn ich jetzt noch 5-10000€ drauf lege, dann würde ich dafür einen Verbrenner mit einem großen Tank bekommen, mit dem ich 200km länger ohne Nachtanken fahren kann ..." Nee, nee. Absolut sinnfreier Artikel wie ich meine.
AMP+-ERA-e seit 02/2018
Bild (gemäß OBD-II LastCharge) 37 tkm
Zoe Q210 08/2016 - 02/2018 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853)
Bild (ab Ladeanschluß) 54 tkm
(Diesel 07/2017 verkauft)
Benutzeravatar
TomTomZoe
 
Beiträge: 2546
Registriert: Do 25. Aug 2016, 13:22

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon Blue shadow » Fr 9. Feb 2018, 11:19

Und verschiebt sich die tabelle nach realen kilometer...epa...nach klimazone...topografie...

König auf 150 meilen ist immernoch der korea tesla...

Danke tom...dieses gefühl hatte ich auch...auf welches niveau ist die welt gesunken
Zuletzt geändert von Blue shadow am Fr 9. Feb 2018, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
ExKonsul leaf blau winterpack ca 41000 km Spannung und Spass mit Akku und....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 60 kwh in 24 monaten....akkurex in Plannung...waiting for ewölfchen
Benutzeravatar
Blue shadow
 
Beiträge: 5742
Registriert: Mi 28. Okt 2015, 10:47
Wohnort: Im wald von waldbröl

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon Jossle » Fr 9. Feb 2018, 11:50

Der Bericht und die Kennzahl dienen doch nur dazu die eMobilität zu diskreditieren. Da wird eine Zahl genereriert und in die Luft geworfen die so extrem ist, das Sie bei allen sofort hängen bleibt. Ist ähnlich wie mit der schwedischen Studie.... Dazu schöne Placebos wie Prototypen und Wasserstoffautos und alles bleibt fein wie es ist.

Lernt man mal etwas aus der Kostenrechnung, so ist die einzig entscheidungsrelevante Größe die Stückkosten. Also in diesem Fall die Kosten pro Kilometer. Da sind eAutos durch ihre Effizienz im Moment kaum zu schlagen, vor allem wenn man viel fährt.

Schaut einfach mal in eure "Leasingverträge" was zusätzliche Kilometer kosten und was ihr fürs Stromtanken pro Kilometer zahlt. Dann habt ihr eine recht gute Kennzahl, denn die Leasingegeber wollen bestimmt nicht drauflegen und sogar noch Gewinn erwirtschaften :lol:
Seit dem 07.11.17 mit dem Ioniq unterwegs :D
Jossle
 
Beiträge: 166
Registriert: Mi 26. Apr 2017, 16:09

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon mdm1266 » Fr 9. Feb 2018, 14:59

Diese Rechnung habe ich mir beim Kauf vom Ampera-e gemacht und bin bei einer Nutzungszeit von 10 Jahren und 25'000km Laufleistung im Jahr darauf gekommen, dass ich nach 10 Jahren gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner den gesamten Kaufpreis des Ampera-e eingespart hätte (Einsparung durch Energie und Wartungskosten). Dazu habe ich eine Reichweite, welche 99% meiner täglichen Fahrten mit einer Akkuladung abdeckt. Ein anders Elektroauto Modell hätte zwar auch zur Ersparnis geführt, aber leider wäre die Reichweite nur halb so gross gewesen.
Benutzeravatar
mdm1266
 
Beiträge: 1000
Registriert: Di 5. Dez 2017, 21:14
Wohnort: Luzern, Schweiz

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon mdm1266 » Fr 9. Feb 2018, 15:15

TomTomZoe hat geschrieben:
Reichweite in Relation zum Kaufpreis zu stellen?
Diese "naheliegende" Frage würde ich mir nie stellen, ich habe mir bei den Verbrennern in den letzten Jahren auch nie die Frage gestellt: "Wenn ich jetzt noch 5-10000€ drauf lege, dann würde ich dafür einen Verbrenner mit einem großen Tank bekommen, mit dem ich 200km länger ohne Nachtanken fahren kann ..." Nee, nee. Absolut sinnfreier Artikel wie ich meine.

Da bin ich einmal nicht deiner Meinung. Lese dir doch alleine in diesem Forum die unzähligen Einträge in Bezug auf: "warte auf ein Elektroauto mit niedrigem Preis und hoher Reichweite". All diejenigen, welche die >60kW Akkus in verschiedenen Modellen sich herbeiwünschen zu Preisen von <€ 30'000 machen natürlich diese Relation Kaufpreis zu Reichweite nicht.
Benutzeravatar
mdm1266
 
Beiträge: 1000
Registriert: Di 5. Dez 2017, 21:14
Wohnort: Luzern, Schweiz

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon Blue shadow » Fr 9. Feb 2018, 15:34

billig und weit schliesst sich fast schon aus...

Künstliche realitätsferne kilometerangaben schaden der e—mobiltät am ende mehr, als das ladekartenchoas an der säule.
ExKonsul leaf blau winterpack ca 41000 km Spannung und Spass mit Akku und....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 60 kwh in 24 monaten....akkurex in Plannung...waiting for ewölfchen
Benutzeravatar
Blue shadow
 
Beiträge: 5742
Registriert: Mi 28. Okt 2015, 10:47
Wohnort: Im wald von waldbröl

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon Elektro-Bob » Fr 9. Feb 2018, 19:11

Sorry, ich finde die Kennzahl hochinteressant. Zeigt sie doch, wo ich am meisten Nutzen (hier mit "Reichweite" definiert fürs Geld (Kaufpreis) bekomme. Aus Gründen der Vergleichbarkeit kann man natürlich nur den Listenpreis und einen genormten Verbrauch (im Moment noch NEFZ) heranziehen.
Es geht in dem Vergleich nicht um Verbrenner oder Elektro sondern nur um Elektrofahrzeuge untereinander.
Daß Teslas die höchsten Listenpreise haben, ist bekannt, dafür bekommt aber natürlich auch eine ordentliche Reichweite. Daß der E up relativ "schlecht" abschneidet (obwohl sicherlich kein schlechtes Auto), zeigt, daß das Auto in Relation zur gebotenen Reichweite relativ teuer ist. Ebenso wie die smarties. Daß die Zoe in diesem Vergleich gut abschneidet, wundert mich nicht. Das hatte man auch schon im Gefühl und mußte es nicht extra ausrechnen.
Renault ZOE intens R210, EZ 05/15, ZE40 Akku
Benutzeravatar
Elektro-Bob
 
Beiträge: 427
Registriert: Do 19. Nov 2015, 21:32
Wohnort: Winsen / Luhe

Re: Wo der Kilometer am wenigsten kostet...

Beitragvon iOnier » Fr 9. Feb 2018, 20:49

Es ist aber auch klar, dass Autos mit kleineren Akkus immer schlechter abschneiden müssen. Selbst wenn es kleinere Autos sind, sind es doch immer noch ganze Autos, der Anteil "Auto ohne Akku" am Gesamtpreis bleibt relativ hoch, so dass die Ersparnis durch den kleineren Akku weniger ins Gewicht fällt. So kommt es trotz des insgesamt billigeren Autos zu einem steigenden Preis /kWh, bezogen auf das Gesamtsystem. Trotzdem kann es Sinn machen - wenn man mit der geringeren Kapazität nämlich auskommt und der geringere Kaufpreis dann auch weniger TCO bedeutet.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 3461
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Anzeige

Vorherige

Zurück zu Opel Ampera-e

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste